eine Frage zum Buddhismus

Was aber nicht bedeutet daß die Existenz dieser Dinge von Zen negiert wird. Ich kann mir aber vorstellen daß es im Zen als Ablenkung gesehen werden könnte

Das glaube ich auch!
Schnell weglaufen, sonst haut der Meister dir seinen Pantoffel um die Ohren und schmeißt dich die Treppe runter. MU
 
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Hallo ihr alle,

danke für eure vielen Beiträge (und Links). ;) Um es letztendlich wirklich zu begreifen, um was es geht, oder inwieweit die einzelnen Schulen sich unterscheiden, muß ich mich wohl durch viel Lektüre arbeiten.

Eine Frage hätte ich noch. Der Buddhismus (oder zumindest einige Richtungen innerhalb dessen???) gehen davon aus, daß es sowas wie ein Paradies nicht gibt. D.h. es wird abgelehnt. Wie war das noch : "etwas woraus man fallen kann, kann nichts echtes sein" - oder so ähnlich.
Was bedeutet das? Gibt es sowas wie einen "buddistischen Schöpfungmythos"? Wie sieht dieser dann aus?

Fand es in diesem Zusammenhang heute interessant, in dem, vor ein paar Tagen, von mir zititertem Buch zu lesen, daß aus dem Berg Kailasch (Meru) 4 Flüsse entspringen. Und diese auch bestimmte Namen habe, d.h. Tieren zugeordnet sind (wie die 4 Evangelien). Desweiteren, daß diese Tiere den Thron von vier Buddhas darstellen. - Erinnert mich dann stark an die Bibel.

Weiß jemand mehr?

Kaji

Ich halte sowas wie ein Paradies auch für unlogisch. Mein Paradies unterscheidet sich doch erheblich vom Paradies meines Gegenübers.
Der Gedanke an das Unbedingte erscheint mir weitaus logischer.
 
Liebe FrischMilch!

Zuletzt besteht alles aus Leere, das kann ich so nicht stehen lassen,
handelt es sich doch um eine Teilwahrheit!

Wie Du selbst geschrieben hast, bestehen die Moleküle aus Atomen, und selbst dort kreisen Neutronen um einen Kern. Dazwischen sei diese Leere, aus der Alles bestehe.
Das kann man dann noch ergänzen und den Makrokosmos anführen, wo auch zwischen den einzelnen Himmelskörpern das „leere“ All sich erstreckt.

Das besagt aber nichts anderes, als dass es in den Formen der Materie, die aus Ruhe und Bewegung besteht, eine gehörige Portion von Leere gibt. Aber da sogleich von alleiniger Leere zu sprechen , das halte ich im Verhältnis von Energie und Masse doch ein wenig zu gewagt.

Bausätze, Naturgesetze lassen sich erkennen, und in diesen Konstruktionen ist Leere ein überwiegendes „Element“. So kann man das meiner Meinung nach formulieren, aber nicht in der Art dem Dogma nachzueifern, alles sei letztlich die Leere und das Nichts.

Wenn Energie zu Materie wird, schließt sie die Leere mit ein.

So kann man das sagen. Aber wie Du aus der Energie die Leere ableiten möchtest ist mir nicht ganz klar?!


und ein :weihna2

Gemeint war, so habe ich es verstande, in diesem Zusammhang doch eher die falsche Vorstellung von der Seinweise der Phänomene.
Haben wir einen Stein in der Hand, so haben wir die Vorstellung und auch die alltägliche Erfahrung, daß es sich um etwas festes, schlagfertiges handelt. Jeder müßte dem zustimmen. Diese Sicht wird durch unsere Erfahrung und den täglichen Umgang geprägt. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus.
Vergrößert man den Atomkern auf die Größe eines Kirschkerns, so wuselt das Elektron in einem Abstand von ca. 600 Km um den Kern.
Dieser Stein besteht also aus Nichts und ein wenig Atom, erscheint aber inhärent existent. Ist er aber nicht. Er ist nicht inhärent existent. Besteht nicht aus sich selber heraus. Ein Konglomerat aus Ursachen und Wirkungen. Unser Geist gaukelt uns was vor. Eine Steinexistens. Wir benennen es nur Stein. Das kann man übertragen von Hölzchen auf Stöckchen bis hin zum Ich.
Wichtig werden dann die Schlüße, die man während der Mediation aus dieser Erkenntnis zieht.
 
Das ist aber der blanke Zustand von Alaya, dem Grund des gewöhnlichen Geistes. Wenn du da weitergehst wirst du wenn ich mich richtig erinnere im Bereich der formlosen Götter widergeboren wo du für endlos lange Zeit in diesem blanken aber unbewussten Zustand verweilst bis du daraus irgendwann wieder aufwachst und dann wieder ganz normal wie davor in Samsara weitermachst.

Ein Zustand wo Adrenalin die normale Gedankentätigkeit ausknockt ist absolut nichtt hilfreich für spirituellen Fortschritt weil das einzige was es mit wahrem Geistesfrieden gemein hat die Abwesenheit von Gedanken ist.

Einen Beinaheunfall hatte ich übrigens mal. Ich hab stundenlang gezittert, ich hatte nämlich einen leichten Schock. Das zeigt sicher nicht in eine Richtung die in irgendeiner Weise spirituell ist oder die ich sonstwie in meinem Leben haben möchte.

Ich hatte solche Erfahrungen. wenn sie auch nur Sekunden andauerten, zweimal in meinem Leben.
Einmal in Indien, da wäre ich fast ersoffen. Und vor ein paar Tagen, als mich ein Auto angefahren hat. Diese Begebenheiten sind so weit weg von unserem normalen Leben und Erfahren, daß das, was da in Sekundenbruchteilen durch den Geist geht (wie ein Film mit vielen Gedanken, die nicht bewertet werden (können, weil der Vergleich und die Zeit fehlt)), dem Anspruch sehr nahe zu kommen scheint, was man in der Meditation versucht. Ein klarer, angstfreier, nicht bewertender, sich dem Fluß des lebens hingebender, handelnder, vorurteilsfreier Geist. Dauert aber nur Sekundenbruchteile.
Danach kommt: Wie kann mich dieses blöde ********* mitten auf der Straße übersehen haben...
 
Hi Taigabid

Bestimmt kann man das so sehen, was du schreibst. Ich halte es aber der Übersichtlichkeit halber für besser, keien Begriffe wie Göttlichkeit, Gott, Paradis, Hölle etc, in die buddhistischen Erklärungen einflissen zu lassen. Diese Begriffe sind oft schon vom Sinn her belegt, und kann eigentlich nur zu Mißverständnissen führen.

Empyrium:
Tut mir Leid. Mir fehlten echt die Worte. Wollte dich damit aber nicht blöd anmachen, oder so.

Auch die tibetischen Methoden, sind nicht grundsätzlich überflüssig. Es ist wichtig zu wissen, dass die Schulen sich nach den jeweiligen Gegebenheiten der örtlichen Konventionen richten.

Hier im Wesen werden viele traditionelle Dinge nicht mehr gemacht, weil sie nich tin unseren Alltag passen. Aber bei der Trennung von Tradition und Dharma, muss man sehr vorsichtig sein, um nicht die falschen Dinge fallen zu lassen.
Aber der Sinn dieser oft erstmal überflüssig wirkenden Dinge ist immer, den Geist zu inspirieren, ihn zu begeistern und somit zu öffen. Das hilft sehr vielen Menschen sehr, und nur DAS zählt.
Lieber so halten: Was man nicht versteht, ist vermutlich für andere gut.


@Reinsch
Durch Übung. Das nennt man den "den Erleuchtungsgeist" entwickeln.
Das gibt es mehrere Stufen, die rste ist, der "Erleuchtungsgeist des Wunsches", das zweite "der Erleuchtungsgeist der Anwendung" (also die Methoden die einen dahin führen auch tatsächlich zu praktizieren).

Alle Methoden des Buddhismus zielen auf genau diese Entwicklung dieser Buddhaqualitäten bzw Buddhaeigenschaften.


:)
 
Buddha hat verdammt viel aus dem Hinduismus übernommen einfach um die hinduistischen Priester nicht zu verärgern.

Woher weißt du denn daß er diese Dinge nicht gelehrt hat schlicht weil es sie gibt?

DIR persönlich passt sowas nicht in den Kram. Aber das sagt nix über dessen Existenz oder Nichtexistenz aus...
 
Buddha selbst hat doch gesagt man soll nicht glauben was er lehrt, sondern es selbst nachprüfen und selbst erfahren. Die 4 edlen Wahrheiten kann man leicht selbst logisch nachvollziehen, da gibt es nichts zu glauben und den 8fachen Pfad kann man ebenfalls selbst gehen und somit erfahren.

Die religiösen Aspekte des Buddhismus muss man aber einfach glauben, wie jede andere Religion eben auch, du selbst kannst keine Beweise dafür finden. Es ist mir einfach nicht verständlich wieso man eine so einfache, einleuchtende und geniale Philosophie unter Bergen von Tradition, Riten und religiösem Glauben einbetonieren muss. Das Einfache ist immer authentischer als das Komplizierte..

Das ist ja doch das schöne am Buddhismus. Es bietet Wege für Leute wie dich, die es gerne puristisch haben und es bietet auch Wege für Leute wie mich, die sich von den eher "religiös" geprägten Aspekten angezogen fühlen. Ich habe einfach andere Bedürfnisse wie du und ich bin froh daß ich sie im Buddhismus gefunden habe.
Ich finde überhaupt nicht problematisch daß du es für dich handhabst wie du es tust. Aber ich finde es schade daß du hier anderen Wegen absprichst authentisch Buddhismus zu sein nur weil du damit nichts anfangen kannst.

Buddha selbst hat gesagt daß es offensichtliche Phänomene gibt die jeder erkennen kann und subtilere, die nur ein Buddha sehen kann (wozu traditionell zB das Funktionieren von Karma gehört, aber auch die reinen Länder etc)
 
@Reinsch
Durch Übung. Das nennt man den "den Erleuchtungsgeist" entwickeln.
Das gibt es mehrere Stufen, die rste ist, der "Erleuchtungsgeist des Wunsches", das zweite "der Erleuchtungsgeist der Anwendung" (also die Methoden die einen dahin führen auch tatsächlich zu praktizieren).

Alle Methoden des Buddhismus zielen auf genau diese Entwicklung dieser Buddhaqualitäten bzw Buddhaeigenschaften.


:)

Ja, ok.
Praktizieren ist jetzt nicht so mein Problem. Ich dachte eher an folgendes:
Es wird ja oft mit Gegenmitteln gearbeitet. Oder mit förderlichen Mitteln. Was würdest Du mir raten, um...

Gerade wo ich hier schreibe wird mir klar, wir eindeutig Deine Antwort ist und wie dumm meine Frage. :schaf:
 
Gemeint war, so habe ich es verstande, in diesem Zusammhang doch eher die falsche Vorstellung von der Seinweise der Phänomene.
Haben wir einen Stein in der Hand, so haben wir die Vorstellung und auch die alltägliche Erfahrung, daß es sich um etwas festes, schlagfertiges handelt. Jeder müßte dem zustimmen. Diese Sicht wird durch unsere Erfahrung und den täglichen Umgang geprägt. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus.
Vergrößert man den Atomkern auf die Größe eines Kirschkerns, so wuselt das Elektron in einem Abstand von ca. 600 Km um den Kern.
Dieser Stein besteht also aus Nichts und ein wenig Atom, erscheint aber inhärent existent. Ist er aber nicht. Er ist nicht inhärent existent. Besteht nicht aus sich selber heraus. Ein Konglomerat aus Ursachen und Wirkungen. Unser Geist gaukelt uns was vor. Eine Steinexistens. Wir benennen es nur Stein. Das kann man übertragen von Hölzchen auf Stöckchen bis hin zum Ich.
Wichtig werden dann die Schlüße, die man während der Mediation aus dieser Erkenntnis zieht.


das erkennen wir heute, ausgestattet mit unserer durchschnittlichen schulweisheit .
aber das gleiche vor 2500 jahren, frage nicht?

aus meiner sicht handelt es sich dabei mehr um eine kommunikation zwischen einer lebenden person und "elementen" die sich bereits von der symbiose mit dem eigenen körper verabschiedet haben. obwohl das erkennen der mitteilung in den tatsächlichen strukturen gar nicht hoch genug bewertet werden kann. trotzdem erfolgen solche "kommunikation" in der darstellung als "visionen vor allem am beginn vorwiegend in der form, dass ein stein ein stein, das auge ein auge, und ein zahn ein zahn ist.

aus dieser beibehaltung an den formen wie wir sie verwenden und im "behütenden" und "beschützenden" verhalten ist eigentlich eine unmittelbare und verknüpfende struktur zu erkennen, meine ich. zum einen wird hier so etwas wie die grundlage einer gemeinschaft gelegt, und anderseits ist die befindlichkeit in einem augenblick wie jetzt eben nicht ganz einfach von der hand zu weisen.

da wird auf die einfachen denkmuster bedacht genommen, egal wie die gestrickt sind, in der fortschreitenden entwicklung in einer person ist jedoch eine hinwendung auf diese höhere ebene bemerkbar, und hier ersetzt dann die neue gemeinschaft eine eigentlich gewohnte menschliche gesellschaft.

aber wie gesagt, ohne kenntnis des micro- oder macrokosmos
auf diese werte zu kommen, das ist recht beachtlich.


und ein :kuesse:
 
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FrischMilch, Du hast folgendes geschrieben:

Hi Taigabid

Bestimmt kann man das so sehen, was du schreibst. Ich halte es aber der Übersichtlichkeit halber für besser, keien Begriffe wie Göttlichkeit, Gott, Paradis, Hölle etc, in die buddhistischen Erklärungen einflissen zu lassen. Diese Begriffe sind oft schon vom Sinn her belegt, und kann eigentlich nur zu Mißverständnissen führen.

Dieser Weg ist für das Erfassen der Lehre bestimmt ein gangbarer.

Aber wenn sich ein solches "nicht-materielles Programm" in Verbindung mit Energie zu Materie gestaltet, und dabei alles in sich selbst beinhaltet und daher auch zu allen Teilelementen Zugriff hat, daraus jene Richtlinien gestaltet sind, zu den die wir kennen "Naturgesetze" sagen, dann ist das doch so etwas wie ein ursprüngliches Muster oder eine überdimensionale Vorlage, der wir in bescheidenen Rahmen nacheifern, um dabei halbwegs auf Kurs zu sein.

Immer im Bestreben, etwas Bestehendes und Vorhandenes nachzuformen, nachzubilden.

Darin besteht auch der Unterschied, zum Ursprung
und zu dem Nachahmenden, was wir Menschen betreiben.

Wenn ich etwas mache, dann muss ich auch das Ziel kennen,
oder zumindest so halbwegs wie ich dorthin gelange.


und ein :zauberer1
 
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