Das mag "normal" sein, aber es ist nicht wirklich konsequent. Nehmen wir mal z.B. jemanden, der begeistert Karten legt und meint damit stimmige Aussagen generieren zu können, aber der Astrologie ablehnt, weil es darüber keine wissenschaftlich wasserdicht validen und zuverlässig reproduzierbaren Belege gibt. Die gibt es bzgl. Karten legen allerdings auch nicht. Wieso ist man da nicht konsequent und legt die gleichen Kriterien bzgl. Glauben und Skepsis an alle Themen an?
Zur Klarstellung: Es geht dabei um Aussagen/Themen über Naturgesetze, Zusammenhänge, Fähigkeiten und Existenzen - also "allgemeingültige" Aussagen. Es geht nicht darum, ob Bier gut schmeckt - reine Geschmackssache; ich mag es nicht - oder ob man Angst vor einer Operation hat o.ä.
Und das kommt auf die Art der Aussage an. Ich bin nicht skeptisch ggü. der Aussage: "Ich mag kein Bier." Es ist meine Erfahrung, dass mir dieses Getränk nicht gut schmeckt, damit drücke ich aber eben auch nur meinen eigenen Geschmack aus und stelle keine Behauptung über allgemeingültige Naturgesetze o.ä. auf.
Wer hingegen behauptet, dass z.B. auf ganz bestimmte Art hoch-verdünnte Präperate - so hoch verdünnt, dass die "Urtinktur" mitunter nicht wahrscheinlich einmal mit einzelnen Molekülen vertreten ist - immernoch eine speziefische medizinische Wirkung über Placebo-Effekte hinaus besitzen, der stellt damit eine ein allgemeingültiges Naturgesetz betreffende Behauptung auf. Und da kommen dann die wissenschaftlichen Belege und auch die Plausibilität ins Spiel, wie weit ich einer solchen Behauptung Vertrauen schenke.
Die sogenannte evidenzbasierte Medizin versucht eine Medizin zu finden, die ohne den Menschen für den Menschen funktioniert. Und das geht nicht.
Selbst so ein Saulus wie Nathalie Grams hat anerkannt, dass das Gespräch zwischen Patient und Arzt einer der wesentlichsten Faktoren zur Heilung ist. Wird aber nicht untersucht. Wird ignoriert.
Es ist immer der Mensch, der den Menschen heilt.
Das will die evidenzbasierte Medizin nicht wahrhaben und daran scheitert sie.
Ferner wird von Leuten wie Ireland gerne vergessen, dass die evidenzbasierte Medizin nach Statistik entscheidet, was "heilt" und was nicht. Damit fallen auch in der evidenzbasierten Medizin genau die Menschen weg, die auch von der evidenzbasierten Medizin nicht geheilt werden können. Und genau um diese Menschen geht es.
Denn diese Menschen sind vermehrt hier.
Und in ihrem Wunsch geheilt zu werden müssen diese Menschen andere Wege gehen. Die evidenzbasierte Medizin sagt "unheilbar krank" oder "das müssen sie jetzt bis an ihr Lebensende einnehmen". Das heisst, diese Menschen fallen aus der evidenzbasierten Medizin heraus. Sind für die evidenzbasierte Medizin unheilbar.
Dann erst gehen die allermeisten Menschen zu anderen Heilweisen über.
Menschen die das Urteil "Unheilbar" nicht akzeptieren landen bei den alternativen medizinischen, menschlichen, psychologischen, schamanischen und geistigen Heilweisen. Völlig natürlich.
Und einige erfahren sogar Heilung dort. Und sprechen davon. Sie haben es selbt erlebt.
Und dann kommen Leute wie Ireland und sagen, dass das nicht sein kann, dass es der Placebo-Effekt sei.
Aber diese Menschen haben es selbt erlebt. Erfahren. Die sind da durch. Da kann Ireland behaupten, dass das unmöglich sei. Stimmt nicht. Es ist. Die sind geheilt. Punkt. Habe fertig.
Und Placebo-Effekt ist einfach nur der
Fachausdruck für "ich habe absolut keine Ahnung". Das wäre klar, wahr und ehrlich.
Etwas mehr Ehrlichkeit würde der so selbstherrlichen evidenzbasierten Medizin da gut tun.