Siriuskind
Sehr aktives Mitglied
Es ist kaum ein islamisches Land heute besetzt, und die Invasion in Afghanistan war nun wirklich gut begründet. Die haben de facto einen Angriffskrieg auf die USA gestartet, und das auch zugegeben. Und christliche Gruppen leben auch traditionell in islamischen Ländern, ohne viele Rechte zu haben und trotzdem gibt es da keinen Terror. Die Kämpfer in Mali haben gegen ein nicht besetztes islamisches Land gekämpft. Da hat es ethnisch nicht gepasst. Die Islamisten sagen tatsächlich dass Saudi-Arabien besetzt ist, aber das sind definitiv Militärbasen eines Verbündeten.
Der IS als früherer El Kaida Ableger war genauso gegen Hussein wie die Amerikaner, Hussein war kein Islamist. In seiner Regierung waren sogar Christen. Ja, nun rekrutieren sie einige Kader im Irak. Es ist aber so keine Widerstandsbewegung (wenn überhaupt, dann eher gegen die Schiiten) und erst recht erklärt sich der Erfolg in Syrien nicht dadurch, dass der Westen dort gegen den Volksaufstand gewesen wäre. Man hat diesen sogar, wie in Libyen auch, anfangs unterstützt bevor die radikalen Kräfte Einfluss gewannen.
Klar mag es sein, dass Hussein die Lage im Griff behalten hätte, aber ernsthaft hätten sich die radikalen Gruppen dann trotzdem in Syrien durchgesetzt, nur vielleicht nicht der IS sondern El Nusra. Die Syrer hatten jedenfalls keine Gründe gegen den Westen Widerstand zu leisten, aber Islamismus ist eben auch eigentlich keine Widerstandsbewegung gegen den Westen.
Ein entscheidender Fehler wurde auch dadurch gemacht, dass man den Irak nicht aufgeteilt hat.
Ja, der Irakkrieg war ein Fehler, eine Erklärung für diese Entwicklungen ist es aber nicht, der Islamismus war ohnehin stark im Kommen, und sogar dort wo der Westen das Volk unterstütz hat.
Dass der Islam vom Westen drangsaliert wird ist Propaganda von Islamisten. In Wahrheit geht es zwar auch um Interessen aber vielfach profitierten islamische Gruppen und Länder vom Kampf gegen Kommunisten und von guten Geschäftsbeziehungen. Es ist nicht so erklärbar. Und die Juden werden ja wohl auch noch dort leben dürfen (sage ich, weil auch davon gesprochen wird, dass Palästina besetzt ist) wo sie seit Jahrtausenden gelebt haben und wenn dem nicht so gewesen wäre, würde es den Islam und auch das Christentum gar nicht erst geben.
P.S: Zuletzt ist es auch unerheblich ob es sich um eine Widerstandsgruppe handelt. Wenn diese Frauen und Kinder versklavt und Ungläubige ermordet (welche nebenbei nicht einmal etwas mit dem Westen zu tun haben) gibt es nichts zu entschuldigen.
Es entschuldigt keiner hier, was der IS dort veranstaltet. Trotzdem siehst Du die Situation etwas zu einfach.
Es gab nicht erst durch die Amis militärische Aktionen in Afghanistan. Die Sowjets waren dort und haben viel Unruhe dort reingehracht ( ist noch nett ausgedrückt ) und da ja die Amis Angst vor dem Einfluss der Kommunisten hatten, unterstützten sie religiöse Gruppen und es konnten sich die Taliban dort stark machen. Also "hausgemachtes" Problem. Man will den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.
Und sicherlich haben die Juden auch ein Recht, dort zu leben ( warum sagst Du eigentlich nicht "Israelis", denn so heissen sie laut Staatsangehörigkeit und es machen viele Juden ausserhalb Israels selber Unterscheidungen! ). Nur nicht auf Kosten des Unglücks eines anderen Volkes, welches sich im Laufe der letzten zweitausend Jahre dort angesiedelt hat, nachdem die Juden vor, man bedenke mal die lange Zeit, zweitausend Jahren vertrieben wurden. In der Zeit geschieht viel und keiner kann erwarten, dass nach so langer Zeit, wenn man zurückkehren möchte, dann noch alles so ist wie vorher. Aber bei dieser Situation haben die Engländer viel Mist gebaut, da sie beiden Völkern Palästina zugesichert hatten und Unfrieden stifteten. Juden und Araber hätten friedlich zusammen leben können und das Land gemeinsam aufbauen können. Nun ja.
Und auch in all den anderen Ländern ist durch wiederholte und auch nicht sehr freundliche Einmischung sehr viel schief gelaufen ( ich meine jetzt nicht die letzten 25 Jahre, die waren sowieso schlimm ), weswegen man im Nahen Osten nicht gut auf den Westen zu sprechen ist und weswegen aufgrund von Demütigungen sich Leute radikalisierten. Muss man nicht verstehen oder nachvollziehen, es ist aber so.
Afrika ist sowieso schon gebeutelt, seit Jahrhunderten, Sklavenhandel, jede Kolonie wollte da ein Stück vom Kuchen abhaben und so entwickelt sich da auch jeder Mist.