Joey
Sehr aktives Mitglied
Die Patientin war gleichzeitig in ärztlicher Behandlung und unter klinischer Aufsicht.
Die Patientin waralso doch noch in Behandlung? Du schriebst, Chemotherapie lehnte sie ab, und eine Operation hätte auch nicht stattgefunden. Worin bestand denn die Behandlung, wenn nicht nur unter der besagten Aufsicht?
Und, da Du ja so auf Fakten stehst, hier mal ein paar Fakten zur Homöopathie:
In homöopathsichen Mitteln mit einer höheren "Potenz" als ungefähr D25 ist es sehr unwahrscheinlich ein Molekül der ursprünglichen Substanz vorzufinden. Sie sind chemisch und physikalisch in nichts mit eben Zuckerkügelchen - oder welche Darreichungsform auch immer gewählt wird - zu unterscheiden. DAS ist FAKT.
Und damit ist der Threadtitel als Aussage nich vollkommen aus der hohlen Hand gepfiffen, sondern hat einen sehr realen Hintergrund.
Eine spezifische Wirkung der homöopathischen Mittel, die mehr bewirken soll als Placebos, passt so ganz und gar nicht in alles, was wir über Physik, Chemie, Biochemie etc. wissen. Auch nicht in die Quantenmechanik. Auch DAS ist FAKT.
Du wirst jetzt wahrscheinlich erwidern wollen, dass dann eben unser Wissen über Physik, Chemie, Biochemie etc. unvollständig sei. Das ist sicher richtig, sonst würde nicht mehr geforscht werden. Das macht aber nicht automatisch jede Behauptung wahr, wie dieses "Mehr" aussieht. Und, um solche Behauptungen zu überprüfen, kommt man an "Studiengeschwätz" nicht vorbei. Da reicht ein metaphorisches Fußaufstampfen a la: "Ich habe Erfahrungen und Ihr nicht" nicht aus, um irgendwelche Aussagen über Informationen, die irgendwie irgendwo gespeichert werden sollen, in die Lehrbücher aufzunehmen.
Sehr viele wissenschaftlich hochwertige Studien gingen negativ für die Homöopathgie aus. Auch DAS ist FAKT.
Wir Menschen sehen die Welt nicht objektiv, sondern unterliegen unter andem unserem Bestätigungs-Bias. Das hat nichts mit Dummheit oder Inkompetenz zu tun, sondern ist menschlich. Damit kommt es vor, dass Menschen über Jahre und Jahrzehnten nur ihren Illusionen bzw. ihrem Bestätigungs-Bias nachjagen. Auch DAS ist FAKT. Wenn da also jemand nur rumtönt mit seinen Erfahrungen, so beeindruckt mich das erst einmal herzlich wenig, so lange nicht mehr sachliche Argumente kommen.
Hier wirst Du möglicherweise anmerken wollen, dass damit sicher auch ich dem Bestätigungs-Bias unterliege. Ja, tue ich, denn ich bin ein Mensch. Weil ich das weiß, habe ich auch Kriterien, die mich dazu bewegen würden, meine Haltung zu überdenken. Kriterien, die von wahren Behauptungen im Normalfall gut gemeistert werden.
Mit wissenschafts-basierter medizinischer Therapie ist es heutzutage möglich, einen Anteil der Kreberkrankungen zu besiegen - je nach Art und Stadium des Tumors sind die Chancen mehr oder weniger groß. Und durch die Forschung werden diese Chancen weiter verbessert. Somit werden jährlich sehr viele Menschen von ihrem Krebsleiden befreit. DAS ist FAKT.
Du hingegen erwähnst ständig nur diesen einen Fall, in dem Deine Patientin eine Chemotherapie ablehnte und der Tumor verschwunden ist. Da wir nicht das Stadium desTumor kennen und auch nicht den histologischen Befund etc. können wir auch nicht wirklich abschätzen, wie wundersam ihre Heilung wirklich gewesen ist. Im Vergleich zum "Onkologen meines Vertrauens" ist das eine recht magere Erfolgsquote. Auch DAS ist FAKT.
Du erwähnst dann auch gerne, dass Du Krebspatienten begleitend zur medizinischen Therapie behandelt hast. Wie weit da Deine Therapie wirklich zur Heilung beigetragen hat, ist fraglich.