Aiwanger-Skandal (Er darf bleiben)

Last - but not least..

03.09.2018
Die Freien Wähler warnen vor Markus Söder: Dieser würde mit einer absoluten Mehrheit „durchregieren wie ein Diktator“ - bremsen will Parteichef Aiwanger Söder am liebsten höchstpersönlich. Als Koalitionspartner.
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Ich würd´s eher ein Skandälchen nennen.
Typisch ein Sommer-Loch-Thema und dazu noch kurz vor der Bayernwahl. Es leben nur ca. 200000 von ca.84 Mill., in Bayern. Aufregen über eine 35Jahre alte Verfehlung tut sich ganz D. Medial natürlich ein gefundenes Fressen. Besonders für die Linken. Dabei weiß jeder Pädagoge, daß Jugendliche häufig provozieren und übers Ziel hinausschießen, wie man bei den Klimaklebern gut beobachten kann.
Gut das Söder nicht über dieses Stöckchen gesprungen ist.

G.
 
Was ich irgendwie nicht verstehen kann, ist, dass das erst jetzt rauskommt.
Aiwanger ist nicht erst seit gestern in der Politik. Wo waren denn die empörten Klassenkameraden 2018 als er stellvertretender bayerischer Ministerpräsident sowie bayerischer Wirtschaftsminister wurde.
Auch davor war er schon politisch tätig und niemand hielt es für nötig, seine Vergangenheit ans Licht zu holen.


Ich habe z.B. "Mein Kampf" in den 70-ern gelesen und wahrscheinlich auch in die Schule mitgenommen.
Allerdings ging es mir dabei um Beweise gegen eine Schulbekannte zu haben, die behauptete, dass Hitler nie Krieg gewollt habe oder gar was gegen Juden gehabt hätte.
Das "Buch" hatte ich allerdings in der Stadtbibliothek ausgeliehen.
 
Aber viele Rechte in Bayern glauben offensichtlich, dass sie die AfD abwehren können, indem sie ihre rechtsextreme Rhetorik nachahmen.“

Genau das lese ich auch des öfteren. Nur, mir fehlt der Glaube, dass da eine reflektierte, abgewägte „Nachahmung“ statt findet.

Mittlerweile denke ich vielmehr, dass es auf nachhaltig Verbohrte wie ein Befreiungsschlag wirkt endlich wieder sagen zu können / „dürfen“, was „man“ wirklich denkt.

Es sind unverhohlen überzeugte Faschisten, die die da agieren.
Rechte Pocken.

Und es geht ja noch weiter - die „Entnazifizierungspropaganda“, die seitens der Putin-Faschisten da einklinkt, die wird uns richtig schwer zu tun machen.

Eine Lüge gibt die nächste, schön verrührt im braunen Verschwörungssumpf.

Da ist nix intendiert, um was besser zu machen, das ist ein Strudel bösartiger Schlichtheit.
 
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Wie ich diese raunende Verschwörungsrhetorik hasse.

Es geht hier doch nicht um Plagiatsvorwürfe in (Jahre zurück ;) liegenden) Doktorarbeiten.

Es geht um glasklares Kleinreden der Shoa heute!
Wäre man 2018 so sensibel gewesen, hätte man u.U. Aiwanger voll ausbremsen können.
Dass die Shoa/Holocaust seit 45 kleingeredet wird, ist nichts Neues.
Das passierte und passiert wohl täglich, mehr oder weniger offen.
Bei uns wurde das Verfahren wegen rechtsextremer Symbole eingestellt.
Begründung in diesem Artikel.
Ich möchte mit solch einem Nazi nicht zusammenarbeiten müssen.
 
Das passierte und passiert wohl täglich, mehr oder weniger offen.
Genau das ist so gefährlich, weil sich diese bösartige Schlichtheit einzuschleichen versucht in Alltägliches.

Gut, dass ihr aktiv seid und direkt kontert, auch wenn‘s nur wieder „Ausländer“ thematisiert.
Das ist nicht der Kern, nur im Faschistenhimmel sind „Ausländer“ eine spezielle Gattung.
 
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Aiwanger persönlich hat das antisemitische Flugblatt, das man einst in seinem Schulranzen fand, als „ekelhaft und menschenverachtend“ bezeichnet. Tatsächlich wiegt das Pamphlet schwer. Darin wird dem Gewinner eines imaginären Bundeswettbewerbs „ein Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz“ versprochen. Wer sich derlei ausdenkt, ist kein dummer Junge, sondern Überzeugungstäter.

Schüler und Lehrer beschreiben Hubert Aiwanger als Menschen, der von nationalsozialistischem Gedankengut fasziniert war und offenbar genauso dachte, wie es das Flugblatt nahelegt. In einem Land mit einer historischen Erblast von sechs Millionen systematisch ermordeten Jüdinnen und Juden ist das für sich genommen keine Kleinigkeit und für jeden Menschen erklärungsbedürftig – auch wenn es 36 Jahre zurückliegt.
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