Abtreiben?

Abtreibung?

  • Ja, jederzeit, egal aus welchen Gründen

    Stimmen: 177 30,5%
  • Nein, nur wenn die Mutter vergewaltigt wurde

    Stimmen: 150 25,9%
  • Nein, nur wenn ein schwerst behindertes Kind erwartet wird

    Stimmen: 195 33,6%
  • Nein, auf gar keinen Fall - egal unter welchen Bedingungen

    Stimmen: 160 27,6%

  • Umfrageteilnehmer
    580
hi mara

ich würde sagen es gibt eine instanz ganz tief drin im menschen, nämlich diese göttliche instanz. (vielleicht ist sie auch draussen, oder beides)

und ich stimme dir auch wieder zu, niemand außer uns selber kann wirklich richten. auch wenn urteile von außen weh tun, so wie ich das erlebe...
ebenso kann im endeffekt nur ich selber mir verzeihen, gnade schenken.
gott hat es schon längst getan....

in diesem sinne (beschwipst ich binne)

gute nacht
menschin
 
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mina73 schrieb:
du glaubst aber doch wohl nicht, dass verantwortungslosigkeit NICHT mit unserer gesellschaft zu tun hat... du weisst eigentlich auch, was ich meine.
aber das ist halt so in unseren breitenkreisen, wo die menschen denken, sie wären unsterblich, seit es die dampfmaschine gibt. DAS meine ich. auch meine oma hat sich keine solchen gedanken gemacht, als sie im tiefen anatolien in irgendeinem busch niederkam.

abtreibung ist eine gute sache, wenn man weiss, dass man dem kind nichts zu bieten hat. es ist zwar ein drama, wenn es so weit kommt (indien). aber es ist eine persönliche, sehr traurige entscheidung, die letztendlich zum wohle der gesellschaft ist (indien). schliesslich sind wir doch herdentiere...

wusstet ihr, dass rattenweibchen föten zurückbilden können, wenn ihre existenz bedroht ist (bei zu wenig nahrung)?


morgen mina ... :)

ja und nein. klar ist es "leicht" in einer verantwortungslosen gesellschaft verantwortungslos zu sein. aber die entscheidung des zu sein liegt immer noch im einzelnen. es ist heute so, das menschen die ehrlich sind, verantwortungsvoll handeln, belächelt werden. das ist krank. aber es sich deshalb leicht zu machen und zu sagen: "alle anderen sind ja auch so. also warum soll ich anders sein." bleibt eine ausrede. denn egal wie mein umfeld ist. ich bleibe diejenige, die verantwortungslos handelt.

wir sind keine ratten, mina. das unterscheidet uns eben von den tieren. die ratte MUSS sich paaren. sie hat keine wahl. wir schon. und auch deine oma in anatolien hatte die wahl ihrem mann die pfanne überzuhauen und er hatte natürlich auch die wahl, nicht bedenkenlos, sinnlos, verantwortungslos seinen samen zu verspritzen, im bewußtsein, das er arm ist und einen möglicherweise entstehenden leben nichts zu bieten hat.

aber noch ein punkt ist da, der mich widersprechen läßt. auch dieses im busch zur welt gekommene kind erlebt freude. es findet vielleicht eine blume und sieht ihre schönheit. jemand reicht ihm vielleicht ein stück brot oder streichelt ihm über den kopf und es ist seelig. oder es trifft, wenn es erwachsen ist einen menschen, inden es sich verliebt. vielleicht entwickelt es gerade durch seine herkunft einen unbiegsamen überlebenswillen und macht seinen weg. wird zu einem menschen, der dem leben immer etwas abgewinnen kann, weil es bescheidenheit gelernt hat und sich an kleinen dingen erfreuen kann.

... und dann sagt ihm deine großmutter: ich hätte dich abgetrieben, wenn ich gekonnt hätte.
 
menschin schrieb:
hi mara

ich würde sagen es gibt eine instanz ganz tief drin im menschen, nämlich diese göttliche instanz. (vielleicht ist sie auch draussen, oder beides)

und ich stimme dir auch wieder zu, niemand außer uns selber kann wirklich richten. auch wenn urteile von außen weh tun, so wie ich das erlebe...
ebenso kann im endeffekt nur ich selber mir verzeihen, gnade schenken.
gott hat es schon längst getan....

in diesem sinne (beschwipst ich binne)

gute nacht
menschin


ja menschin.

aber ich weiß etwas: gott hat dir nie einen vorwurf gemacht...

weißt du, gott sieht dich heimkommen und sagt: "menschin, was du da gemacht hast, das war aber nicht in meinem sinne." und dann dreht er sich um und fragt: "was gibt es zu essen heute, mein schatz"


;)
 
Deine Antwort war sehr klärend über das Bild, das du hast, und ich bin damit versöhnt. Was du da gelesen hast, das stimmt durchaus, denn ich war auch nur in bestimmten Situationen, die mich zum Handeln zwangen, in meinem irdischen Leib(Fötus). Und ich bin die ersten Wochen nach der Zeugung noch zwischen Ursprung und Leib gependelt. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt der Leibesreife schafft man es nicht mehr, voll in den Ursprung einzutauchen, und der irdische Leib zwingt einen immer näher an sich ran, ob man das will oder nicht. Das habe ich in diesem Leben so erlebt. Und du weißt ja, dass ich, so wie ich schreibe, eher eine Abneigung gegen ein eigenes gegenständliches Leben habe. Die Abtreibung in einem anderen Leben habe ich dir so geschildert, wie ich das erlebt habe, und es macht für mich keinen wesenhaften Unterschied, ob das ein anderes meiner Leben ist oder das gegenwärtige. Der Schmerz war aufgeteilt in einen körperlichen und einen existenziellen Schmerz. Das Körperliche war etwa so, wie man sich fühlen muss, wenn einem mit einem Messer oder in dem Fall mit einer langen Nadel der Leib aufgeschlitzt wird und man in dem Moment sicher weiß, dass dieser Leib das niemals überlebt. Das Existenzielle als ein ungeheurer Schock, der sich in mir festfraß, war das, dass ich mich in diesem Mutterleib vollkommen beschützt fühlte, ja so wie du sagst, noch zu einem gut Teil ursprünglich in vollstem Vertrauen stand, und dann kam dieser unerwartete Angriff ausgerechnet von der Person, der ich absolut vertraute, den ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte und wollte. Ich empfand das als einen besonders gearteten Vertrauensbruch, denn er geschah ja sozusagen im Raum zwischen einem Gegenstand und seinem Ursprung. Viel später in diesem Leben musste ich dann aber auch erkennen, dass ich an diesem Akt nicht ganz unschuldig war, ihn sozusagen aus gewissen Gründen mitinszenierte. Lieben Gruß Alwin
 
danke alwin ...

das du diese erfahrung mit uns teilst. mir tut schon allein das lesen weh und ich kann das nachvollziehen.

es bestärkt mich nochmal in meiner eigenen überzeugung, das wir leben erhalten, achten und pflegen sollen.
 
das sehe ich genauso. Zumindest sollte man es immerzu versuchen, obwohl einem ja bei ungenügender Aufmerksamkeit sowas leicht entgleitet. Da kann ich sogar ein Beispiel geben! Als ich etwa 20 war, da hörte ich innerlich den Hilferuf meiner Cousine, die unglücklich verliebt war und sich langsam mit E- 605 vergiftete, was natürlich keiner wusste. Jedenfalls verstand ich das von seinem Wesen her damals nicht so genau, obwohl ich wusste, dass der Hilferuf von ihr kam. Ich habe darauf auch nicht mit der Entschlossenheit reagiert, wie ich das sonst öfters tue, und am übernächsten Tag war sie tot. Eigentlich hätte ihr wohl niemand mehr helfen können, aber ich hätte ihr Begleitung und Schutz sein können auf dem Weg hin zu ihrem irdischen Tod. Auch wenn ich sie dann nach dem Tod angesprochen habe um ihr den Weg zu weisen, so bedaure ich immer noch, dass mir das nicht direkt in körperlicher Form gelungen ist. Das sehe ich als eine der verpassten Chancen an, Menschen zu retten oder ihnen ihre Würde zurückzugeben. Wir alle leben ja und sind meist froh darum, aber wir sollten vor allem froh darum sein, dass sich nicht irgendwer angemaßt hat, zu entscheiden, ob wir leben dürfen oder nicht. Lieben Gruß von Alwin
 
buschkind mag manchmal lachen. aber das buschkind hat es verdammt schwer gehabt und hätte sich gewünscht, es wäre nicht auf der welt. es feiert auch nicht seinen geburtstag. das sind andere verhältnisse.

heutzutage haben wir die wahl. und das finde ich gut. auch das argument, dass es zu viele menschen gibt, leuchtet mir ein. ich bin nicht darauf erpicht, mein supergutes erbgut zu verstreuen, so gut ich kann. und wenn es dann doch passiert, bin ich froh um die möglichkeit, mich dagegen zu entscheiden.

menschen können zwar ihre föten nicht zurückbilden im richtigen moment (wie ratten), aber sie haben eine ähnliche möglichkeit entwickelt, für die man sich entscheiden kann oder auch nicht.

gruss
mina
 
mina73 schrieb:
buschkind mag manchmal lachen. aber das buschkind hat es verdammt schwer gehabt und hätte sich gewünscht, es wäre nicht auf der welt. es feiert auch nicht seinen geburtstag. das sind andere verhältnisse.

heutzutage haben wir die wahl. und das finde ich gut. auch das argument, dass es zu viele menschen gibt, leuchtet mir ein. ich bin nicht darauf erpicht, mein supergutes erbgut zu verstreuen, so gut ich kann. und wenn es dann doch passiert, bin ich froh um die möglichkeit, mich dagegen zu entscheiden.

menschen können zwar ihre föten nicht zurückbilden im richtigen moment (wie ratten), aber sie haben eine ähnliche möglichkeit entwickelt, für die man sich entscheiden kann oder auch nicht.

gruss
mina


... und die möglichkeit schon im vorfeld dafür zu sorgen, dass nur das geschieht, was geschehen soll, gibt es für dich nicht ?
 
ich möchte mich ja nicht mit dir anlegen, aber

mina73 schrieb:
heutzutage haben wir die wahl. und das finde ich gut. auch das argument, dass es zu viele menschen gibt, leuchtet mir ein. ich bin nicht darauf erpicht, mein supergutes erbgut zu verstreuen, so gut ich kann. und wenn es dann doch passiert, bin ich froh um die möglichkeit, mich dagegen zu entscheiden.
...leider zu spät, wenn du dich schon entscheidest, warum dann nicht vorher..? Gegen zu viele Menschen gibt es Unfälle, Naturkatastrophen und Krankheiten. Das kommt von alleine, da braucht man nicht auch noch nachhelfen.

mina73 schrieb:
menschen können zwar ihre föten nicht zurückbilden im richtigen moment (wie ratten), aber sie haben eine ähnliche möglichkeit entwickelt, für die man sich entscheiden kann oder auch nicht...
...wusstet ihr, dass rattenweibchen föten zurückbilden können, wenn ihre existenz bedroht ist (bei zu wenig nahrung)?
Wenn ein Kind nicht geboren werden soll, dann geht es auch von alleine ab.


mina73 schrieb:
abtreibung ist eine gute sache, wenn man weiss, dass man dem kind nichts zu bieten hat. es ist zwar ein drama, wenn es so weit kommt (indien). aber es ist eine persönliche, sehr traurige entscheidung, die letztendlich zum wohle der gesellschaft ist (indien). schliesslich sind wir doch herdentiere... )
Wer entscheidet dieses alles? Du weißt doch gar nicht, was dein Kind geboten bekommen möchte. Du weißt doch gar nicht, wie´s kommt und was kommt.

mina73 schrieb:
buschkind mag manchmal lachen. aber das buschkind hat es verdammt schwer gehabt und hätte sich gewünscht, es wäre nicht auf der welt. es feiert auch nicht seinen geburtstag. das sind andere verhältnisse.
Das Buschkind ist wahrscheinlich viel glücklicher als du dir vorstellen kannst. (Ich hoffe ich habe nichts überlesen.)

Die Menschen meinen immer sie wüssten alles und könnten alles berechnen. Und müssen alles in der Hand haben. Entscheiden über Leben und Tod.
Ich finde das ganz schön traurig.
Tarot
 
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das man die verantwortung hat, wenn man mit jemanden schläft aber kein verhütungsmittel ist 100 % ig sicher außer die enthaltsamkeit. ich bin der meinung, dass keine mensch, der nicht selber schon einmal in der situation war oder ist, darüber urteilen kann ob abtreibung oder nicht. jede frau wird ihre gründe dafür haben und ich denke auch, dass es keiner frau leicht fällt diesen schritt zu gehen. ich finde verurteilungen sind hier am falschen platz. jeder hat seine meinung dazu und sollte diese auch haben, es sollte nicht zu verurteilungen kommen. Alles im leben hat einen sinn, jede tat und jede entscheidung die man fällt.

lg

ruhrgebietsfee
 
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