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Wie interpretiere ich die Aspekte im Häuserhoroskop?

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Iakchus, 12. Januar 2006.

  1. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
    Ort:
    Deutschland
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    Hallo lieber Arnold! Hallo liebe Freunde!

    Ich finde die Perspektive des Häuserhoroskops sehr interessant.
    Zur Einführung hier kurz mal einige Erläuterungen, wie sie mir schon bekannt sind. Das Häuserhoroskop (HK) ist eine Technik, die aus der Huber-Schule stammt. Zusammen mit dem Mondknotenhoroskop (MK) und dem normalen Radix kann man sogenannte Tripelhoroskope erstellen, die einen umfassenden Überblick erlauben.

    Es heisst, die Aspekte des HK können sich verändern, und zwar im Vergleich zum normalen Radix, wo die Tierkreiszeichen ja gleich gross sind. Im Häuserhoroskop werden die Tierkreiszeichen (irgendwie) in Bezug gesetzt zu den Häusergößen des betreffenden Radix und verändern so ihre Größe von normal 30°. Zur Veranschaulichung habe ich mein HK mal im Anhang angeheftet.

    Weiterhin heisst es, dass dieses Häuserhoroskop (HK) die Einflüsse der Umwelt zeigen, insofern ja dieses Horoskop von den Häusern hergeleitet wird und die Häuser Lebensbereiche anzeigen, also konkrete greifbare Situationen, Natur, Zivilisation, Personen. Was uns von dort als Wirkungsfaktoren erreicht, in unser Bewusstsein dringt, zwingt uns Bezug auf diese Dinge zu nehmen und uns darauf einzustellen.
    Aspekte im HK zeigen sozusagen Anreize zur Weiterentwicklung. Grosse Zeichen (gestreckte) zeigen uns eher Überforderung, und kleinere Zeichen (gestauchte) eher Unterforderung.

    Aus Hubers Mondknotenastrologie (aus dem ich auch das obige teilweise habe) habe ich noch:

    "Wir können das HK massgeblich für die Gegenwart, also zeitlich eindimensional, auch als eine Anreizung zur Weiterentwicklung sehen. Wenn es den Umwelteinfluss anzeigt, zeigt es, welche verändernden Kräfte auf uns einwirken. Es zeigt nicht das Endresultat an, sondern die verändernden Kräfte. Wir befinden uns also nicht in einem deterministischen Gebäude, wo man von vorneherein weiss, was herauskommt, sondern es liegt sehr erheblich an uns, wie weit wir uns durch die Kräfte, die aus uns einwirken, verändern lassen; wir können Widerstand leisten, oder wir können mitarbeiten. Wir können aber in dieser Mitarbeit unter Umständen Veränderungen erwirken, die weder weder vorgeschrieben noch notwendigerweise angezeigt sind. Hier setzt die Freiheit ein. (...) Die Umwelt ist das Mittel des Schicksals, uns herauszufordern, uns Zwänge aufzuerlegen, mit denen wir uns befassen müssen, um an ihnen zu wachsen. Das Häuserhoroskop zeigt diese Reizwirkung der Umwelt auf unsere Entwicklung an." (Mondknotenastrologie; Bruno und Louise Huber; API-Verlag; S. 157f)

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    Jetzt kommt die gute Frage:

    Was ich nicht verstehe, ist, wie ich einen Aspekt im HK jetzt interpretieren kann?
    Nehmen wir beispielsweise Merkur, der im normalen Radix unaspektiert ist. Jetzt im HK bildet Merkur ein QUINKUNX zu Mars und ein HALBSEXTIL zum Mond.

    Wenn ich in einem lapidaren Aspektbuch mit Unterteilung zwischen positiven und negativen Ausdurcksformen schaue, steht unter Merkur-Mond Halbsextil zum Beispiel:

    + besitzt ein einfühlsames Denken, welches häufig intuitiv erahnt, was in anderen Menschen vor sich geht; flexibles Denken; spürt immer wieder Geheimnisse auf.
    - geht verträumt durchs Leben und bemerkt gar nicht, wie er in seinem Denken durch seine unbewussten Gefühle ferngesteuert wird; verändert je nach Stimmung seine Meinung; schwelgt in seinen Erinnerungen, anstatt sich auf die momentane Situation zu konzentrieren.


    Wenn ich nun die Aspekte des HK als Einflüsse von aussen betrachten soll, wie kann ich diese Aspekte verstehen?
    Setze ich sie in einen Bezug auf mich, bewirken die was, was ich also kann und sind dann diese Aspekte ein Talent von mir, oder bezeichnen sie das, was andere tun, also einwirken, wie es ja auch angedeutet ist in den ganzen Erläuterungen, - und da hapert es in meinem Verständnis: muss ich da irgendeine "Algebra" (Übersetzungarbeit) leisten, um sie zu meinem Horoskop (oder meinem Erleben, meinem So-Sein) in Bezug zu setzen??
    Mir ist das völlig ein Rätsel... es gibt da diese Ebene äusserer Einflüsse, was verleiten lassen könnte zu glauben, es sei das Horoskop der anderen, aber es ist ja meines, und insgesamt eigentlich unterscheidet sich das Aspektbild ja nun auch nicht so sehr vom normalen Radix.

    Kurzum:
    Was ist eigentlich der Unterschied im Vergleich zum Radix, wenn man das HK konkret deutet, und wie müsste ich zum Beispiel jetzt Merkur mit seinem Quinkunx zu Mars und Halbsextilen zu Mond/Uranus deuten?
    >>> Wie sieht dieser Deutungsschritt aus, so dass ich das auf andere Horoskope übertragen kann? Welcher Gedanke oder Hintergrund ist es, der mich dazu anleiten muss, einen Aspekt im HK zu verstehen? Ich dachte, es sei ein Einfluss von aussen, so wie man die Erläuterungen verstehen könnte, aber es ist ja alles in Bezug gesetzt zu meinem Erleben?

    Liebe Grüße! :)
    antidisch
     

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  2. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
    Ort:
    Deutschland
    Ich habe noch das Sextil Merkur Venus im HK vergessen.

    Aber für mich ist das alles ein Rätsel?!

    Grüße!
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  3. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Januar 2005
    Beiträge:
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    Ort:
    Kirchseeon/München
    Hallo Antidisch, :)

    Bei dir ist das Häuserhoroskop letztlich eine nützliche Bereicherung, auch wenn es dort ein wenig "rot" zugeht. Der Merkur erhält jedenfalls eine Förderung, da er drei Aspekte erhält und auch in drei Figuren eingebunden wird. Einmal ist dies die Reizfigur mit Uranus/Mond, Merkur und Mars und zwei Lerndreiecken klein und mittelgroß. Das kleine Lerndreieck besteht im HHk aus Jupiter/Venus ( hier bei Rot geht der Lernprozess los ), im Quadrat zu Uranus/Mond ( hier treffen rot-grüne Aspektlinien zusammen, also "Konflikt und Denkprozess" ) und dem Halbsextil von beiden zu Merkur, welcher zuletzt ein Sextil zu Jupiter/Venus bildet ( Speicherung der gemachten Erfahrung und damit Wissen darüber ).

    Das mittlere Lerndreieck beginnt ebenfalls bei Jupiter/Venus, bildet ein Quadrat zu Mars ( Anstoss zur Tat ). Mars bildet ein Quincunx zu Merkur und dieser ebenso ein Sextil zu Jupiter/Venus. In deinem Häuserhoroskop kommt die im Radix fehlende Farbe Grün hinzu. Im Radix hast du eine "Rechtschaffenheitsfigur", welche außen zwei Sextile und Trigone hat und innen verlaufen zwei diagonale Oppositionen. Man hält seine eigenen Konflikte gerne mit dieser Figur zurück und im Häuserhoroskop hat man sicher gelernt, mehr zu fighten und für seine Bedürfnisse einzustehen.

    Aber man sieht ebenso wie deine Talente und Fähigkeiten nicht erkannt oder gefördert wurden. Neptun ist hier losgelöst und im Radix führt er ein kleines Talendreieck an. Roberto Assagioli hatte übrigens auch eine Rechtschaffenheitsfigur in seinem Radix. In der Kindheit gab es sicher manchen Konflikt und Spannung, aber letztlich ziehst du dir genau die Dinge aus dem HHK heraus, welche für dich nützlich sind.

    Saturn steht zum Beispiel im Radix in der Rechtschaffenheitsfigur, im HHk fehlt im das Blau. Aber letztlich ist dein HHk wirklich eine sinnvolle Ergänzung, das viele Blau aus dem Radix bekommt Energie, besonders durch das Leistungsdreieck im Häuserhoroskop. Trotzdem hat man es dir auch in der Kindheit nicht gerade leicht gemacht. Saturn und Sonne in Opposition ist nicht selten der Elternkonflikt. Man kann sich einen Speisesaal mit einem langen Tisch vorstellen. An einem Ende sitzt der Vater, am anderen die Mutter, beide schweigen und schauen sich an. Oft ist man der Zankapfel der Eltern gewesen mit so einem Aspekt.

    Alles liebe!

    Arnold
     
  4. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
    Ort:
    Deutschland
    Hallo Arnold!

    Uui, das ist ja richtig aufschlussreich.

    Es stimmt das mit der fehlenden Förderung (jetzt kenne ich einen astrologischen Faktor, der das anzeigt), später, nach der Kindheit fiel mir auf, wie man mir sogar regelrecht Steine in den Weg gelegt hatte, ich erinnere mich, dass ich (mehr oder weniger aus Versehen) in den Arbeitsunterlagen meines Vaters oft gekritzelt habe. Das hat dann erst mal eine Tracht Prügel gegegen. *g* Aber anstatt mir dann ein Blatt zum Malen zu geben, nix. Eine Kinderbibel, zum Ausmalen, ja, die durfte ich dann ausmalen, nicht aber ohne den eifrigen Blablablablabla Kommentar meines Vaters. Mein Vater war auch von Grund auf immer sehr geizig, meine Mutter eher grosszügig. Zwei Extreme waren das.
    Es war lange Zeit, bis dass meine Mutter starb, so, dass die beiden sich, vor allem von meiner Mutter ausgehend, sich einfach jeden Tag in der Wolle hatten. Es gab immer etwas, was meiner Mutter (oft berechtigterweise) gegen den Strich ging. Und dann wurde es umso lauter, weil mein Vater leiser wurde, irgendwie hat er immer zurückgesteckt.
    Mein Bruder hat das ähnlich nervenaufreibend erlebt und er ist früh ausgezogen, aus diesen Gründen der nicht zu vermeidenden nervtötenden Lautstärke in diesem Haus und natürlich auch, weil es immer schwer zu sagen war, ob meine Mutter im Recht war oder nicht; wir sagten der Mutter immer, sie solle sich soch nicht so aufregen, doch nie wussten wir wirklich, wie wir an ihrer Stelle gehandelt hätten, wir hatten nur unsere Perspektive und das Entsetzen, mit an zu sehen, wie die Tage so gehässig erlebt wurden, sobald mein Vater anwesend war (in Bezug zu uns war sie ganz anders).
    Als meine Mutter dann starb, war das für mich: nicht nur in einer Hinsicht belastend, weil man eben nur eine Mutter hat, sondern, ich kann es mir nicht verübeln, auch eine Befreiung, weil der Streit aufhörte - obwohl ich hätte einfach ausziehen können, aber das hatte andere opportunistische Gründe, dass ich bei denen wohnen blieb. Ich dachte, hier brauche ich keine Miete zahlen. Der Preis - diesen Sreit noch zu erleben, der sich zudem verschlimmerte, als mein Vater in Rente kam - war mir bewusst , aber ich habe ihn in Kauf genommen.

    Na, das mit dem Häuserhoroskop werde ich wohl erst mit der Zeit richtig verstehen. Es scheint so, als würde es anzeigen, was von aussen kommt und was - durch Aspekte ersichtlich - aktiviert wird (durch Lebensumstände, Einflüsse?).

    Sind die Faktoren im Radix und im Häuserhoroskop aktiv, dann zeigt sich eine gewisse Harmonie zwischen aussen und innen, also Schicksal spielt einem in die Hände.

    Im Grunde anscheinend kein so grosser Unterschied zu einem Radix, nur muss man wohl das HHK so sehen, dass es eine zusätzliche KRAFT anzeigt, und das, was im Radix steht ist, ist, was durch das HHK "angetrieben" wird?

    Viele Grüße! :)
    Antidisch
     
  5. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Kirchseeon/München
    Hallo Antidisch,

    Das Häuserhoroskop zeigt die Anreize der Umwelt zur Weiterentwicklung auf. Im Einzelfall reicht hier die Spanne von echter Förderung bis hin zum "Drauftramplehoroskop". Das HHK kann fruchtbar oder furchtbar erlebt werden. Besonders in den ersten Lebensabschnitten ist man weich und formbar. Es gibt Menschen, die leben absolut in ihrem Häuserhoroskop und werden im Laufe der Zeit damit krank, zeigen psychosomatische Symptome, die letztlich zu organischen Krankheiten führen könnten. Man ist nicht mehr sich selbst, sobald man nur im Häuserhoroskop lebt, bez. dessen Muster lebt.

    Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft = Mondknotenhoroskop, Häuserhoroskop, Radix...wobei die letzten zwei austauschbar sind. Es kommt auf das Horoskop im Einzelnen an. Bei API sieht zum Beispiel Wolfhard König im Häuserhoroskop einen Anreiz für die Zukunft. Michael Huber dagegen sagt, das Radix ist letztlich das wichtigste Horoskop, da es ja die eigene Wahrnehmung spiegelt, während das Häuserhoroskop die Wahrnehmung der Umwelt von uns spiegelt.

    Aber die drei Horoskope zusammen erlauben eben bei der Deutung eine Verfeinerung und Beleuchtung der Umstände, so wie ich dies von keiner anderen astrologischen Methode kenne.

    Alles liebe! :)

    Arnold
     
  6. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Arnold!

    Herzlichen Dank für die Einblicknahme und die Erläuterungen! :)

    Liebe Grüße!
    Antidisch
     
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