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Wann ist ein Planet peregrin?

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Pollux, 20. Januar 2014.

  1. Pollux

    Pollux Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2011
    Beiträge:
    302
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    Liebe Astrofreunde

    Es herrscht sogar unter klassischen Astrologen/innen auch heute noch Verwirrung, wann ein Planet peregrin (fremd) ist. Der grosse Meisterastrologe William Lilly schreibt in Christian Astrology Books 1 & 2, auf Seite 331, ein Planet sei peregrin, wenn er sich weder in seinem Haus (hier meint er Zeichen), seiner Erhöhung, seiner Triplizität, seinen Grenzen (Term) oder seinem Gesicht (Dekanat) befände. Somit wäre also ein Planet in seinem Exil (Vernichtung) oder in seinem Fall peregrin. Das stimmt aber nicht!

    Morinus sah es anders als Lilly. Früher war John Frawley auch der Meinung von Lilly, wie man beim Lesen von seinem Buch: "Die wahre Astrologie" feststellen kann. In seinem Lehrbuch der Stundenastrologie ändert John Frawley seine Meinung und folgt Morinus. Auch Erik van Slooten liegt richtig, wenn er meint: stünde ein Planet nicht in seinem Domizil oder Exil, nicht in seiner Erhöhung oder seinem Fall, nicht in Triplizität und nicht in seinen Grenzen oder in seinem Dekanat, so gelte er als fremd. Peregrin stammt aus dem Lateinischen "Peregrinus" und bedeutet fremd.

    Der klassische Astrologe Oscar Hofman, ein ehemaliger Schüler von John Frawley, ist ebenfalls dieser Ansicht! Auf der einen Seite William Lilly (den wir alle sehr schätzen!), auf der anderen Seite Morinus (den wir alle ebenfalls sehr schätzen!) und in seinem Sog John Frawley, Erik van Slooten und Oscar Hofman, welche bezüglich Peregrinität eines Planeten auf der Linie von Morinus liegen.

    Es ist also nicht möglich, dass ein Planet peregrin ist und zusätzlich im Exil steht! Wenn ein Planet peregrin ist, so ist er richtungslos oder neutral. Wenn er vernichtet ist, so ist seine Wirkung negativ. Hier pflichte ich Oscar Hofman absolut zu, wenn er meint, man solle nicht kritiklos alte Texte zitieren. Logisches Denken ist auch in der Astrologie von Vorteil. :thumbup:

    Beste Grüsse

    Pollux :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Januar 2014
  2. Fluegelchen

    Fluegelchen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2012
    Beiträge:
    102
    Ort:
    Norddeutschland
    Lieber Pollux,

    ich finde du hast das alles sehr gut und stimmig erklärt.
    Und ja, denken ist immer von Vorteil!:D


    Liebe Grüße
    Fluegelchen
     
  3. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Kannst du das noch etwas ausführen? Was meinst du mit "die Wirkung ist negativ"? Negativ inwiefern? Und ist es nicht möglich, auch einen Planeten im Exil durch entsprechende Arbeit an sich selbst auf positive Art und Weise zu leben?
    Und was heisst denn nun, ein Planet ist "richtungslos", kannst du hier ein Beispiel machen? Danke.
     
  4. venus-pluto

    venus-pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Januar 2008
    Beiträge:
    3.223
    Ort:
    Wien
    Ich frag mich gerade, was diese Überlegungen für einen Sinn machen sollen. Was bewegen sie in der Astrologie? Machen sie was erklärbarer? Oder nur noch komplizierter? Was sagt uns das alles praktisch?
     
  5. Pollux

    Pollux Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2011
    Beiträge:
    302
    Guten Morgen zusammen

    Also, ich bin ein wenig in Eile, deshalb nur ganz kurz. Wenn ein Planet in einem Zeichen peregrin ist, also keine Würde und keine Schwäche (Debilität) hat, so ist er in seiner Wirkung neutral (wobei es heisst, seine Wirkung tendiere eher in negativer Richtung).

    Ein Planet in seinem Domizil, z.B. Venus in der Waage, zeigt sich von der besten Zeit und verfügt über viel essentielle Würde. Das Gegenteil wäre ein Mars in Waage (in seiner Vernichtung)! Wobei noch die akzidentielle Position der Planeten eine wichtige Rolle spielt! Um zu sehen, was ein Planet machen kann, schaut man auf gegenseitige Rezeptionen, wobei ein Planet in seinem Exil trotzdem schwach bleibt oder man hält sich an seinen Dispositor. Auch darf man entsprechende Aspekte nicht ausser Acht lassen.

    Venus-Pluto? Was dies für einen Sinn hat zu schauen, ob ein Planet peregrin ist? Nun, für die Praxis kann dies sehr relevant sein, zum Beispiel, wenn man in einem Stundenhoroskop schauen muss, ob ein Gegenstand gestohlen wurde. Ich hatte letzthin so einen Fall, wo der Traktor (Trekker) eines alten Bauern unrechtmässig entwendet (gestohlen) wurde, und ich den Täter nur dank eines peregrinen Planeten eruieren konnte. Hätte ich nicht gewusst, was Peregrinität eines Planeten bedeutet, hätte ich diesem Bauern nicht helfen können und hätte einen schlechten Job gemacht.

    Beste Grüsse

    Pollux :)
     
  6. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
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    Hallo Pollux,

    mich würde auch interessieren, welche Auswirkungen dies aber nun auf ein Geburtshoroskop hat? Saturn im Exil zum Beispiel.

    LG
    Stern
     
  7. Pollux

    Pollux Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2011
    Beiträge:
    302
    Guten Morgen Stern

    Also, in meiner Radix ist genau das Gegenteil der Fall: Saturn in seinem Domizil am MC. Da wir hier im Forum sehr viele haben, welche eine Astrologie betreiben, die psychologisch orientiert ist, ist für diejenigen die Sprache der Klassiker fremd und unverständlich.

    Wenn sich zum Beispiel ein Klassiker und ein Anhänger der MRL austauschen, reden beide ebenfalls in einer anderen Sprache.

    Ein Saturn im Steinbock steht stark in Würden, in seinem eigenen Domizil, hat also viel essentielle Würde. Im obigen Beispiel am MC auch akzidentiell stark! Hier betrachten die Klassiker diesen Saturn als Wohltäter. Er kann seine positiven Eigenschaften gut entfalten, z.B. Konzentration, Tiefe, Ausdauer etc.

    Ein Saturn in seinem Exil, in Krebs oder Löwe ist nicht unbedingt schwach, er zeigt sich halt eher von seiner ungünstigen Seite (bad boy). Wobei man natürlich Planetenstellung nicht isoliert betrachten sollte. Ich möchte nochmals wiederholen, jeder Planet im Radix kann Wohl- oder Übeltäter sein.

    Wer zum Beispiel in seiner Radix einen Saturn in seinem Exil oder Fall im 12. Haus stehen hat, wird in seinem Leben nicht nur eitel Sonnenschein erleben.

    Beste Grüsse

    Pollux
     
  8. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
    Hallo Pollux,

    danke für deine Antwort. :)

    Ich denke kein Mensch erlebt ein Lebtag eitel Sonnenschein, Saturn im Exil hin oder her.
    Ich kenne die Würden, sind ja auch in der modernen Astrologie nicht unbedeutend.
    Was ich aber meinte ist, wie zeigt sich so ein bad-boy-Saturn ganz konkret im Leben?
    Und um die Frage von fckw nochmal aufzugreifen, ist es möglich auch so einen Saturn oder auch andere Planeten im Fall oder Exil durch Arbeit an sich positiv zu integrieren oder zu meistern, es dauert halt vielleicht nur länger oder verlangt mehr Anstrengung?

    LG
    Stern
     
  9. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.711
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD






    shalom pollux,


    ich empfinde peregrinität wesentlich problembeladener als die schwäche des planeten. das ist aber eher ein intuitive aussage, als belegbar...




    shimon
     
  10. Syndra

    Syndra Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.263
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    Hallo zusammen,

    ich denke nicht, dass ein peregriner Planet neutal wirkt oder ein Planet im Exil negativ wirkt. Es ist eher so, dass sich die Umgebung (Tierkreiszeichen) auf den Planeten auswirkt, also entweder fördernd, hemmend oder neutal.

    Um sich das mal bildlich vorzustellen: Saturn in Krebs, der grummelige Alte muss beispielsweise im quirligen Kindergarten abhängen... Saturn bleibt Saturn, aber im Kindergarten muss er sich an die dort herrschenden Regeln halten (...wir singen vorm Essen...) und kann seine wahren Eigenheiten nicht so gut ausleben, er wird gehemmt. Das macht ihn nicht gerade zufrieden. Der Dispositor, in diesem Fall Mond, bestimmt die Regeln! Und ein Planet im Exil muss sich den Regeln seines Dispositors bedingungslos unterwerfen.

    Beim peregrinen Planeten wirkt sich die Umgebung und damit der Dispositor neutral aus, richtungslos ist unser Planetenwesen nur insoweit, dass er von seinem Dispositor ignoriert wird und sein Ding machen kann. ("Sein Ding machen" geht im Domizil natürlich besser, man ist in seinem eigenen Haus, hat seinen ganzen Kram um sich, in der fremden Wohnung fehlt das ganz persönliche Zeugs, aber alles andere ist grundsätzlich da. Man kann mit dem Vorhandenen tun und lassen, was man will. Weswegen ein Planet logischerweise nicht gleichzeitig im Exil und peregrin sein kann...) Was vorhanden ist, bestimmt der Dispositor (sein eigener Zustand wirkt sich auf sein Zeichen aus).

    Liebe Grüße,

    Syndra
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2014
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