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Astrologie und psychologische Ausbildung

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Pollux, 11. Dezember 2013.

  1. Pollux

    Pollux Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2011
    Beiträge:
    302
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    Guten Abend zusammen

    Heute las ich in einer Schweizer Zeitschrift den folgenden Ausspruch einer Schweizer Astrologin B. M.: "Ohne eine psychologische Ausbildung funktioniert die Astrologie nicht." :confused: So ein absoluter Schwachsinn!

    Man denke zum Beispiel nur an die grossen Astrologen der Vergangenheit, zum Beispiel einen Morinus, einen William Lilly oder in der Neuzeit einen Wilhelm Th. H. Wulff, welche keine psychologische Ausbildung hatten, trotzdem Meister ihres Faches und für ihre genauen Prognosen bekannt waren.

    Gerade wer klassisch-orientiert arbeitet, empfindet so eine dämliche Aussage als Hohn! Man muss die Techniken beherrschen, über Erfahrung und einen gesunden Menschenverstand verfügen. Dann kann man zum Beispiel mittels der Fragehoroskopie brennende Fragen von Menschen beantworten und nachher das Resultat nachprüfen. Diese Frau B.M. kam wohl noch nie in ihrem Leben mit "funktionierender Astrologie" in Kontakt!

    Eindrücklich ist es, wenn man mittels eines Stundenhoroskops verlorene Gegenstände oder entlaufene Haustiere auffinden kann. Und dies alles ohne psychologische Ausbildung. Diese Frau M. aus der Schweiz sollte vielleicht von der psychologischen Astrologie zur Klassik wechseln, weil diese klassische Astrologie auch ohne psychologische Ausbildung funktioniert.

    Ich setze mich stets für mehr Toleranz zwischen den verschiedenen astrologischen Richtungen ein, aber wenn ich so etwas lese, kann ich mir nur an den Kopf greifen. Dann kann ich einen John Frawley gut verstehen, wenn er über die moderne (psychologische) Astrologie lästert.

    Vor einiger Zeit sagte ich zu einer praktizierenden psychologischen Astrologin, deren Radix ich hatte, sie hätte im Alter von etwa 3 1/2 Jahren einen schlimmen Unfall oder eine schlimme Krankheit gehabt, welche einen langen Krankenhausaufenthalt nach sich gezogen hätte. Sie war völlig erstaunt und fragte mich, woher ich dies wüsste? Ich antwortete ihr, sie solle doch bitte einmal einen Blick in ihr Radix werfen. Jeder Amateurastrologe, welcher seine Hausaufgaben gemacht hat, hätte ihr die gleiche Antwort geben können.

    Ein Neurotiker ist einer, der sich Luftschlösser baut, ein Psychotiker bewohnt sie und der Psychiater (oder eine psychologische Astrologin mit psychologischer Ausbildung) kassiert die Miete.

    Und dann kommt noch ein weiter Missstand hinzu: Solche psychologischen Astrologinnen mit psychologischer Ausbildung können astrologische Beratungen, wenn sie wollen, über die Krankenkassen abrechnen lassen. Dies führt dann schliesslich zu noch höheren Krankenkassenprämien und führt total in die falsche Richtung.

    Die Klienten solcher Astrologinnen werden mit nebulösen und diffusen astrologischen Beratungen in die Irre geführt und wir Prämienzahler bezahlen die Zeche! Es ist in etwa dasselbe, wenn ein Neurotiker 5 - 7 Jahre 2 - 3 x in der Woche sich bei einem Psychiater auf der Couch einer Psychoanalyse unterzieht. Nach 5 - 7 Jahren sind 30'000.00 bis 40'000.00 Euro sinnlos verpulvert worden, der Patient weiss zwar jetzt, was das Problem ist, aber er hat es noch immer!

    LG

    Pollux
     
  2. Dilbert

    Dilbert Sehr aktives Mitglied

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    Aufmerksamkeit erregen durch Provokation.
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    Strategie: Trittbrett Psychologie, weil diese anerkannt ist

    D.
     
  3. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Der Satz ist von der gleichen tiefen Qualität wie der, den Du anprangerst. Ansonsten geht es hier offenbar eh nur um Glaubensrichtungen und vorgefasste Meinungen, also erspar ich mir das Argumentieren.
     
  4. Kayamea

    Kayamea Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juni 2005
    Beiträge:
    5.641
    Ort:
    da, wo das Herz schlägt
    ja genau, sehr seriöser Ansatz! Psychologisch ungeschult Leuten Fragen beantworten und Antworten an den Kopf klatschen und "hinterher" nachprüfen, ob es stimmt. - schon sehr seriös, auf Kosten der Fragenden seinen Horizont zu erweitern. :rolleyes: :ironie:

    Aus psychologischer Sicht hilft man nicht beim Suchen - Astrologen, auch psychologische - sind ja keine Osterhasen - sondern man hilft z.B. dabei herauszufinden, warum manche Leute zur Nachlässigkeit mit ihren persönlichen Dingen neigen. ;)

    Werbung missglückt! Leider signalisierst Du hier deine eigene Intoleranz anderen Ansichten gegenüber. Aber Du wirst den "Schlüssel" zum Erfolg schon finden, mach einfach ein Fragehoroskop. :D

    Tooooooollllllll :thumbup:

    Hast wohl ne hohe Miete in deinem Luftschloss? :D

    Ach, und du kannst mittels klassischer Astrologie "Probleme wegzaubern". Meines Wissens kann man das als Astrologe, egal welcher Ausrichtung, nicht. ;)

    netter Beitrag :)
     
  5. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Januar 2005
    Beiträge:
    4.971
    Ort:
    Kirchseeon/München
    Hallo,

    Wenigstens sollte man das Wort "Psychologie" sich verinnerlichen, da dieses Wort schon so "psychologisch" klingt. Psycho kommt übersetzt von der Seele, und so könnte man dazu auch Seelenkunde sagen! Hinzu kommt die Abgedroschenheit dieses Wortes. Alleine in Deutschland finden wir derzeit um die 700 psychologische Richtungen, wovon zwei Gruppierungen das meiste davon ausmachen. Die größere Gruppe findet man unter den Psychoanalytikern, die andere unter den Vertretern der humanitären Psychosynthese. Analyse bedeutet so etwas wie "zerlegen", Synthese bedeutet "ganz machen."

    Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Psychoanalyse die Existenz der Seele in Frage stellt und auch von der Möglichkeit der Reinkarnation nicht ausgeht. Diese Gruppierungen gehen aus der Zeit Sigmund Freud und Wilhelm Reich zum größten Teil hervor.

    Ein Wegbereiter der Psychosynthese war sicher der Italiener Roberto Assagioli, sowie der bekannte Carl Gustav Jung. Jedenfalls kann man meiner Ansicht nach nicht alles in einen Topf werfen. Es gibt sicher sehr gute Analytiker und Psychologen. Liz Green, also eine Astrologin aus England, verlangt bei der astrologischen Ausbildung ebenso ein gewisses Maß an Kenntnis in Psychologie von ihren Schülern.

    Bei der Huberschule waren solche Kurse ( Damals bei David Bach ) freiwillig, wurde also nicht zwingend verlangt. Trotzdem denke ich, dass ein bestimmtes Grundwissen auch einen jeden Astrologen gut tut! Ein Astrologe tut ja auch nichts anders, sobald er sich ein Radix eines Menschen anschaut. "Radix" kommt von Wurzel. Ob gewollt oder nicht, hier treffen zwei Methoden aufeinander, da das Ziel beider ja mehr Verständnis über einen Kienten X bringen soll.

    Das Honorar eines Astrologen sollte auch dem Stundensatz angeglichen sein, welchen die Psychologenverbände in den Raum stellen, und das ergäbe einen Satz von 60-120 Euro die volle Stunde. Klar, psychologische Behandlung wird zumeist von den Krankenkassen erstattet, den Astrologen muss man ( leider ) privat bezahlen. Diese Kosten sind für den Steuerzahler nicht so hoch, eher die Beiträge für ausssichtslose Chemobehandlungen, unnütze Operationen....das kostet weitaus mehr als alle anderen Faktoren im Gesundheitswesen.

    Es mag jedem seine eigene Entscheidung sein ob mit Psychologie oder nicht, aber über einen Kamm scheren sollte man das ganze mit Sicherheit nicht!

    Alles liebe!

    Arnold
     
  6. Pollux

    Pollux Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2011
    Beiträge:
    302
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    Guten Morgen liebe Astrofreunde

    Hier möchte ich ein Zitat widergeben von einem Meisterastrologen, welcher über mehr als 50 Jahre Erfahrung und Praxis auf diesem Gebiet verfügt:

    Das Herrschersystem: Wer nicht mit den Herrschern arbeitet, der wird in der Astrologie immer ein Fragment- oder Teilzeitastrologe sein!

    (Ram Aleph)
     
  7. chanda

    chanda Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Oktober 2005
    Beiträge:
    847
    Ort:
    München
    Guten Morgen, Pollux, :)

    Ich hatte mich lange Jahre geweigert, mit Häuserherrschern zu arbeiten. Jetzt ist es eine Selbstverständlichkeit für mich geworden.

    LG ~ Chanda
     
  8. Gabi0405

    Gabi0405 Sehr aktives Mitglied

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    3. Mai 2007
    Beiträge:
    11.048
    Geht mir auch so liebe Chanda, aber nicht weil irgendein Meister-Astrologe dies zum Novum erklärt hat, sondern weil ich für mich die Bedeutung der Herrscher- und Häuserbeziehungen erkannt habe.
    Bin eh dafür sich die Dinge zu erarbeiten als blind zu übernehmen.

    lg
    Gabi
     
  9. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
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    5.379
    Ort:
    Graz
    Ich denke, wer immer es nötig hat, mit der Abwertung Andersdenkender zu argumentieren, könnte auch darüber nachdenken, warum denn die Argumente in eigener Sache nicht auszureichen scheinen?

    Das Zitat von Ram Aleph könnte aus dem Führerhauptquartier stammen. Und bevor die Aufregung überschwappt: Ich unterstelle ihm und keinem hier NS-Gedankengut, möchte aber gleichzeitig darauf hinweisen, dass auch die Sprache, in der sich Astrologie vermittelt, etwas damit zu tun hat, wie sie rezipiert wird.

    Ich denke, es steht außer Frage, dass das "Herrschersystem" zu den Grundlagen gehört, um in den komplexen astrologischen Mustern eines Horoskops Beziehungen herzustellen – das ließe sich sogar topmodern untermauern, wenn ich etwa an die Luhmannsche Systemtheorie denke: Er postuliert, dass ein System nicht durch die Elemente entsteht, die ihm zugeordnet werden, sondern durch die Kommunikationen (wie Luhmann es nennt) zwischen den Elementen. Ich denke, die "Herrscherbeziehungen" ließen sich auch als solche Kommunikationen lesen. Und damit bin ich raus aus einem sprachlichen Kontext, der zumindest fragwürdig klingt.

    Nur Etikettenschwindel? Ich glaube nicht. Hinter den Sprachmustern stehen ja auch Identifikationen und Befindlichkeiten (sag ich mal psychologisch ...): Hier die einen, die meinen, als Adepten einer überlegenen Zunft das Wahre und das Richtige, die Herrschaft des Wissens zu hüten, zu preisen und zu predigen. Dort die anderen, die in der sokratischen Tradition des Nichtwissens (auch eine Art von Klassik) als Suchende unterwegs sind und sich immer wieder auch verunsichern lassen, weil jede Falsifikation willkommen ist als Impuls für nützlichere Hypothesen. Das ist ja nicht nur in der Astrologie so. Und ich riskiere mal die Vermutung, dass es ganz belebend ist, wenn die einen die anderen provozieren und umgekehrt ...

    Back to topic: Ich will die hier von Pollux zitierte Astrologin nicht interpretieren, ohne ihre Aussagen selbst in dem Kontext gelesen zu haben, in dem sie publiziert wurden. Es liegt auf der Hand, dass Astrologie nicht zwangsläufig an Psychologie zu koppeln ist, und es liegt noch viel offensichtlicher auf der Hand, dass die Beschreibungs- und Erklärungskonstrukte der Astrologie eine "andere Sprache sprechen" als jene der Psychologie. Aber gerade deswegen halte ich es für äußerst hilfreich, wenn AstrologInnen zumindest dann, wenn sie in der Begleitung und Beratung von Menschen engagiert sind, eine gediegene psychologische (und mir wäre lieber: eine psychotherapeutische) Ausbildung aufweisen könnten. Für die wohl überwiegende Zahl der marktüblichen Anliegen, die an die AstrologInnen herangetragen werden, wäre das freilich unerheblich.

    Für jene Anliegen allerdings, bei denen ein Leben aus dem Gleis geraten ist oder zu entgleisen droht, wünsche ich mir seitens des Beratenden ein Höchstmaß an emphatischem Einfühlen und Können. Oder auch nur dafür, hinter den vordergründigen drei G-Punkten (Geld, Glück, Geliebte) das zu erkennen, was sich hinter den Fragestellungen verbirgt an essenziellerem Anliegen (da können sich A und P ganz wundervoll ergänzen, meine ich).

    Dafür bietet auch eine Therapieausbildung keine Garantie, das ist auch in allen anderen beratenden Berufen ein Problem, und selbst bei den Fliesenlegern gibt es trotz gleicher Ausbildung Qualitätsunterschiede :) ... es geht schlicht um Optimierung der Rahmenbedingungen.

    Und es ist keinesfalls selbstverständlich, dass ein hervorragend geschulter und arbeitender Astrologe zugleich auch ein kompetent kommunizierender und hilfreicher Berater sein muss. Der kann alles "richtig" sehen und auf den Einriss am Meniskus links vor 27 Jahren hinweisen ... hilft alles nix, wenn das nicht dort a) ankommt und b) verarbeitet wird, wo's in Wechselwirkung tritt. Ein Astrologe, der für solche Wechselwirkungen blind ist, mag ein großer Seher im Horoskop sein, aber ein im Dunkeln Tappender, was Kommunikation anlangt. Sogar in Bezug auf die Kommunikation mit dem eigenen Spiegelbild.
     
  10. Gabi0405

    Gabi0405 Sehr aktives Mitglied

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    11.048
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    Hallo Jake,

    deine Texte inspirieren mich immer wieder....:danke:

    In Bezug auf astrologische Ausbildung wäre es m.E. schon ein großer Schritt, den angehenden Astrologen deutlich zu machen, dass Astrologie nichts mit Moral, Bewertung und persönlicher Meinung zu tun hat und möglichst außen vor bleiben sollte.

    Ein Astrologe ist kein Therapeut, er kann Probleme erkennen und vielleicht benennen aber nicht therapieren.
    Meistens gehts ja auch nicht um Probleme, die therapeutisch behandelt werden müssten, sondern um kleine Alltags-, Liebes- oder Jobschwierigkeiten, wo oft schon eine kleine unterstützende astrologische Sichterweiterung ausreicht.

    lg
    Gabi
     
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