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Wann darf man andere um Hilfe bitten?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Marc Aurel, 18. April 2004.

  1. Marc Aurel

    Marc Aurel Mitglied

    Registriert seit:
    17. April 2004
    Beiträge:
    77
    Ort:
    Frankfurt a.M.
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    Hallo & Salve,

    da ich neu hier bin (und mich auf einem neuen Lebensweg befinde, den ich sehr unsicher und zögerlich begehe), habe ich erst einmal eine etwas allgemeinere Frage. Das hier hätte wohl auch unter "Lebensfragen" gepasst, doch da es mir hier auch um die Forumsetikette geht, dachte ich es wäre unter "Allgemeine Diskussion" angebrachter.

    Doch vorher noch einige Worte zu mir:

    Mein ganzes Leben dachte ich, ich müsste alles alleine schaffen --was bis heuer auch ganz gut geklappt hat. Ich war der Überzeugung, dass nun mal jeder sein eigenes Päckchen (oder Kreuz) zu tragen hat, dass schwer genug wiegt, da bräuchte ich mich nicht zu erdreisten, andere mit meinen Sorgen und Nöten zu belasten. Hinzu kam noch die Überzeugung, dass meine Sorgen und Nöte gar nicht so schwer wiegen, besonders wenn ich meine mit denen Anderer vergleiche!

    So kam es, dass ich mir ein Einzelkämpferdasein aufgebaut habe.

    Umgekehrt war ich aber immer für andere da, wenn sie mich oder meine Fähigkeiten brauchten. Ich erinnere mich noch an ein Mädel dass mich fragte, woher ich denn bloss die ganze Energie nehme für mich und für sie und für alle anderen. Tatsächlich machte ich mir nie Gedanken darüber... ich dachte, meine Ressourcen wären unbegrenzt, doch... ich werde immer schwächer und kränker, ich kann Nachts nicht mehr schlafen und bin morgens noch erschöpfter als am Tag zuvor.

    Natürlich weiss ich, dass ich den Weg alleine weitergehen muss, aber andererseits weiss ich auch, dass ich es alleine nicht kann und ich bin, wie erwähnt, doch recht ungeübt in "andere um Hilfe bitten", ja, ich schäme mich fast schon dafür. Und ich möchte auch keinesfalls gegen die Forumsetikette verstossen, indem ich euch mit irgendwelchem Blödsinn zuseusele...

    Deshalb meine Frage: Wie seht ihr das? Wann ist es euerer Meinung nach legitim, andere um Hilfe zu bitten? Woher wisst ihr, ob eurere Probleme oder Fragen zu, wie soll ich sagen, "doof" sind, um an andere herangetragen zu werden?

    Vielleicht ist allein diese Frage schon zu doof, aber sie ist mir wichtig.

    Vielen Dank im Voraus für euere Antworten,

    Ave

    Marc Aurel
     
  2. ayin

    ayin Mitglied

    Registriert seit:
    14. September 2003
    Beiträge:
    175
    Ort:
    Graz
    Ich denke, du darfst immer jemanden um Hilfe bitten. Allerdings gehen musst du selbst, das kann keiner für dich übernehmen. Aber mit Hilfe anderer fällt es einem gleich viel leichter.
    Und wenn du, wie du sagst, schon vielen anderen geholfen hast, dann finden sich auch Menschen, die dir helfen, die kommen dann manchmal auch ganz von selbst.

    Seine eigene Schwäche zu erkennen und dann andere um Hilfe zu bitten erfordert schon einiges an Mut manchmal. Aber ich bin zuversichtlich, dass wenn du um Hilfe bittest, auch genau die richtige Hilfe bekommst, die du am nötigsten hast.
     
  3. Augen

    Augen Guest

    Marc,

    versuche es doch hier einfach mal.
    Bitte um Hilfe.


    (ein 'um Hilfe bitten' ist immer ein Öffnen. Das bist Du nicht gewohnt.
    Deshalb sage ich dazu: wenn Du Dich öffnest, wirst Du verletzt werden. Das ist ganz normal. Wenn es so weit ist, lasse Dich verletzen und schaue Dir den Schmerz in Dir ruhig und genau an.)


    Bitte um Hilfe, wenn es Dir ein Bedürfnis ist.
     
  4. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo Augen

    Augen, das ist eine ganz phantastische Erkenntnis. Wenn Du wirklich den Mut hast, so zu leben, dann ziehe ich den Hut vor dir. Nur mit dem ruhig ansehen wird das nicht immer so einfach sein. Manchmal wirst Du traurig, wütend, und manchmal rotiert es tagelang in deinem Kopf herum ... und manchmal möchte man am liebsten den Knüppel nehmen... Du kennst das ja bestimmt.

    @Marc Aurel

    Das hört sich nicht gut an. Es hört sich ein wenig nach Resignation an. Wie wär's denn mit Autogenem Training oder Meditation? Aber erwarte keine schnellen Erfolge. Alles braucht seine Zeit. Sieh es einfach mal aus der Perspektive, dass dein Körper dir Signale sendet, damit Du dein Leben anders gestaltest.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  5. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Hi Marc Aurel,

    Oh mann, den Spruch kenn ich - hatte 40 Jahre lang damit und danach gelebt, bevor ich es mir zugestand, es Wert zu sein, auch um Hilfe zu bitten - und sie zu erhalten.

    Mir persönlich hat eine Ausbildung geholfen, in welcher es mir im zweiten Abschnitt so :angry2: ging, dass ich aufgeben wollte - damals zwang ich mich, meine Gruppenbetreuerin um Hilfe zu bitten - und es war einfach toll.

    Sie coachte mich nur 2 Stunden lang - wir sassen auf der Terrasse ihres Hauses in der Wachau und blickten auf die Weinberge - aber es wurden so viele Dinge klarer, dass sich alles wieder in - für mich stimmige - Bahnen lenkte.

    Das war vor 3 Jahren - ich bitte seither auch nicht sehr oft um Hilfe - aber ich weiß, ich dürfte es jederzeit.

    Was mir noch geholfen hat, war die Erkenntnis, dass ich mir in meiner Kindheit eine sogenannte *unterbrochene Hinbewegung* aufgebaut hatte - das ist passiert, als meine Mutter schwer krank auf der Intensivstation lag - und mein Vater für 3 Monate in Südamerika war.

    Ich war verzweifelt - hatte niemanden, bei dem ich mich ausheulen konnte - meine Oma war mit 3 Kindern derart beschäftigt, dass sie keine Zeit hatte, mich auch noch zu trösten.

    Damals lernte ich, dass ich auf mich allein gestellt bin - und auf Menschen, die sich überfordert fühlen, Rücksicht nehmen muss.

    Was will ich DIR damit sagen? Warte nicht, bis es *fast* zu spät ist - es gibt viele Methoden, neue Lebens-Energie auch über die Ferne zu schicken - da brauchst gar nirgends hin zu gehen - was ich dir gleich hier und jetzt schenken kann ist:

    :umarmen: :flower2: :grouphug: :banane: :schaukel:

    Und dann geh beim nächsten Sonnentag raus und lehn dich an einen Baum - oder umarme ihn - und tank mal sowohl Energie als auch Sonne auf.

    Deine nicht unbedingt - aber die des Universums sind es

    (Anmerkung: ich wollte eigene img rein aber das geht nicht *heul* aber dann hab ich die weiteren entdeckt *freu* aber die Welle geht nicht)
     
  6. Seelenfluegel

    Seelenfluegel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. August 2003
    Beiträge:
    1.716
    Ort:
    Donnersbergkreis
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    Hallo Marc Aurel,

    Wer hilfsbeduerftig ist, darf bitten und es wird ihm geholfen, damit man wieder auf die Beine kommt, um keiner Hilfe mehr zu beduerfen.



    lg
    Chris
     
  7. Rijke

    Rijke Mitglied

    Registriert seit:
    18. Juni 2002
    Beiträge:
    109
    Ort:
    NRW
    Hallo Marc Aurel,

    mir ging es lange Zeit auch so. Ich quälte mich regelrecht. Für andere fand ich auch immer Lösungen aber nie für mich, bis jemand auf mich zukam und sagte: Du musst hier raus!! Dein Leben neu gestalten.
    Ich will damit sagen, dass es auch Situationen gibt, wo die Hilfe kommt ohne das man darum gebeten hat. Was ich aber gemacht hab ist: beten.
    Auch finde ich ist es mutig, eigene Schwächen zu sehen und einzugestehen. Keiner ist perfekt und viele fragen um Hilfe und bekommen sie dann auch. Denn für alles gibt es "Fachleute". Aber wichtig ist, dass du demjenigen vertrauen kannst, den du fragen möchtest. Ich denke da liegt oft das Hindernis: das man Angst hat, ausgelacht zu werden. Aber das ist unnötig.

    Kopf hoch Marc Aurel, nur wer fragt, dem kann geholfen werden. Und er muss sich auch helfen lassen. Was manchen ja auch nicht gerade leicht fällt.

    Ich wünsche dir alles Liebe und Licht
    Rijke
     
  8. Marc Aurel

    Marc Aurel Mitglied

    Registriert seit:
    17. April 2004
    Beiträge:
    77
    Ort:
    Frankfurt a.M.
    Hallo, Augen,

    Hach, genau diese Antwort hatte ich mir sehnlichst erwünscht. Danke!

    Ich fühle mich ertappt. Ja, vielleicht ist das ein Grund für... na, jedenfalls ist das, um mich Lotusz anzuschliessen "ganz phantastische Erkenntnis"!

    Lieben Dank

    M.A.
     
  9. Marc Aurel

    Marc Aurel Mitglied

    Registriert seit:
    17. April 2004
    Beiträge:
    77
    Ort:
    Frankfurt a.M.
    Hallo Lotusz,

    Danke für die Tipps. Tatsächlich wird es eine meiner schwierigsten Aufgaben sein, endlich die Kunst des Meditierens zu lernen. Habe mich bisher erfolgreich dagegen verwehrt, ganz sicher weil ich irgendeine Angst vor irgendetwas habe, was dur Meditation ans Licht befördert werden könnte...

    Doch ich weiss, dass ich diesen Weg schon längst und mit grosser Anstrengung hätte beschreiten müssen...

    Herzlichst,

    M.A.
     
  10. Serafine

    Serafine Mitglied

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    309
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    Ich weiß, es ist nicht einfach um Hilfe zu bitten.
    Ich sehe es inzwischen so:
    Hätte ich die Hilfe von anderen immer zurückgewiesen,
    wären ich nicht der Mensch der ich heute bin.
    Vieles hätte ich alleine nicht geschafft.
    Mein jetziger Freund hat mir geholfen.
    Er hat mich aus der Verbitterung und dem Selbsthass geholt.
    Ich empfinde das als positiv für mich und auch für andere.
    Ich habe meine Energie wieder und kann dadurch auch anderen helfen.


    Selbständigkeit ist wichtig und in dieser schnelllebigen Zeit auch sehr notwendig,
    doch sollte man sich nicht durch falschen Stolz behindern lassen.
    Wenn du alleine nicht mehr weiter weißt,
    wenn du glaubst es hat alles keinen Sinn,
    wenn du etwas alleine machst, was man in Gesellschaft besser erledigen könnte,
    dann finde ich, kannst du um Hilfe bitten.

    Dazu sind meiner Meinung Freunde da.
    ich helfe anderen mit Freude,wenn ich kann.
    Aber ich setze auch klare Grenzen, sodass mich die Probleme anderer nicht auffressen.
    Und siehe da:
    Manch dankbarer Freund ist für mich da,
    wenn es mir mal schlecht geht.

    Liebe Grüße, Serafine
     
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