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Vater und Mutter ehren????

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Ännaaa, 21. Oktober 2012.

  1. Ännaaa

    Ännaaa Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2012
    Beiträge:
    242
    Ort:
    Essen
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    Was geht in Menschen vor, die ihre Eltern in Schutz nehmen und nichts über sie kommen lassen, auch wenn diese ihren Kindern übelst geschadet haben? Und dabei noch so Sprüche bringen, wie: Es sind nunmal meine Eltern, Eltern hat man nur einmal......bla bla...

    Das Thema nagt ziemlich an mir und ich finde bisher keine Erklärung für so eine verbohrte Denkweise. Und da ich des Öfteren mal selbst sowas an den Kopf geschmissen bekomme, kann ich diese Thematik nicht einfach bei mir hinten dran vorbei gehen lassen. Mich greift es persönlich sogar ganz schön an.

    Also ich bekomme einen wirklichen Brechreiz, wenn mir jemand daherkommt und mir weismachen will, dass ich z.B. ohne meine Mutter nie geboren worden wäre und doch mal respektvoller mit ihr umgehen solle. Bah, zum kotzen! Als ob ich mir das Leben und meine Eltern ausgesucht hätte. Dabei haben sie sich ein unwissendes Wesen ausgesucht, welches diese konfuse Welt bewohnen soll. Und genau da bleibt der Respekt dann auf der Strecke? Hallo??

    Was mich daran noch stört ist, dass ich sehe, wie lieblos solche Menschen in heutiger Zeit mit sich selbst umgehen, weil sie es nicht anders kennengelernt haben und nie aus diesem Muster entflohen sind (wenn sie überhaupt merken würden, dass sie in einem solchen drinstecken). Sie haben irgendwie gerlernt, dass sie einen Wert erst dann haben, wenn sie anderen im Leben dienen und sich selbst ganz weit an letzter Stelle platzieren. Macht mir Bauchschmerzen :(


    Ach kein Plan. Ich hoffe, es ist ein wenig rübergekommen, was mich bedrückt und vielleicht hat der eine oder andere hier auch eine Meinung dazu.

    Soweit erstmal wünsche ich eine gute NAcht.
    LG
     
  2. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    Jemanden ehren heisst, sich selbst der positiven Aspekte seines Seins bewusst zu sein. Für das Kind heisst das, daß es die eigene Geburt wertschätzen soll und den Eltern vergeben dafür, daß sie nicht alles richtig gemacht haben. Ehrst Du jemanden, dann verstehst Du ja meist, warum er oder sie so gehandelt hat, weil Du in Distanz zu seinem/ihren Handeln gehst. Von daher ist der Aufruf, Vater und Mutter zu ehren der Aufruf zur Abnabelung von den eigenen Eltern und dazu, sie so zu lassen, wie sie sind. Denn auch gegenüber ihnen gilt im Christentum das Gebot der Nächstenliebe. Diese geht immer damit einher, den Nächsten zu ehren, und sei es der Ärmste, Dümmste oder sonstwie Geringste.

    lg
     
  3. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2012
    Beiträge:
    4.598
    Ort:
    Wien
    Liebe Ännaaa,

    die Eltern "schönzureden" ist ein Schutzmechanismus unserer Psyche. Schließlich sind sie unsere Vorbilder, von denen wir unsere gesamte Kindheit lernen. Können unsere Eltern unsere Bedürfnisse nicht erfüllen, dann arrangieren wir uns damit und lernen trotzdem zu überleben. Wenn dann der Verstand dazukommt, dann versucht dieser die Fehlleistungen der Eltern zu entschuldigen ... eben wegen dieser starken Verbindung, und wir entschuldigen uns damit gleichzeitig auch selber, bzw. das was wir von unseren Eltern gelernt haben. Daher auch - je problematischer die Kindheit, desto mehr wird "schöngeredet".

    Aber eines ist schon richtig ... wenn deine Eltern nicht gewesen wären, dann würdest Du heute so (zumindest in dieser Form und mit diesem Bewusstsein) nicht existieren.

    Was bedrückt dich denn so sehr im Zusammenhang mit deinen Eltern, dass Du sie anscheinend nicht einmal auf menschlicher Ebene respektieren kannst?

    Dass andere Menschen lieblos miteinander umgehen - ja, ist so. Aber wieso trifft dich das so? Du bist für dich selber verantwortlich, aber nicht für diese Menschen um dich! Du wirst sie auch nicht ändern können - sie sind genauso wie Du in ihren eigenen Mustern gefangen ... und leider gehen nur sehr wenige Menschen in Beratungen, um diese Muster aufzulösen.

    Liebe Grüße
     
  4. Signe

    Signe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2011
    Beiträge:
    1.530
    Magst Du erklären, weshalb es Dich so wütend macht, wenn jemand der Meinung ist, daß man Vater und Mutter ehren oder lieben soll?
    Was ist passiert?
     
  5. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2011
    Beiträge:
    2.909
    Ort:
    Nordrhein-Westfalen
    Die Eltern sind Träger der Vererbungslinie. Durch sie erhalten wir die Grundlage unseres Lebens. Würden wir die Eltern nicht ehren, würden wir aus dieser Sicht auch das nicht ehren, was uns durch die Vererbung als Grundlage für unser Leben gegeben wurde.

    Die Vererbung wirkt psychisch wie eine unsichtbare Bindung, die besonders dann deutlich wird, wenn Adoptivkinder den sehnlichen Wunsch nach ihren leiblichen Eltern entwickeln. Sie haben den brennenden Wunsch - formal ausgedrückt -, wissen zu wollen, von wem sie abstammen und woher ihre Identität kommt.
    Es entsteht durch diese psychische Bindung ganz wie von selbst eine Hemmung, die Eltern zu kritisieren oder gegen sie vorzugehen.

    Aber es gibt noch eine andere Seite im Menschen, die über die Vererbung hinausgeht. Wir sind nicht bloß Empfänger einer leiblichen Vererbung, andernfalls wären wir wie Tiere, die nichts anderes tun, als das, was ihre Vorfahren schon immer getan haben. (Die Biologie mag das übrigens etwas anders sehen.) In uns ist noch etwas Eigenes, das nicht von den Eltern stammt, durch das wir in der Lage sind, uns über sie zu erheben. Erst dadurch kann eine Weiterentwicklung möglich sein, die über das Alte und Gegebene hinausgeht. Auf diese Weise entwickeln wir Individualität.

    Es sind also zwei Positionen in uns, die einander widerstreiten können, das Alte und das Neue. Wie gehen wir mit beiden um, wie stellen wir sie gegenseitig in ein Verhältnis? Wir können dem Alten gegenüber missbilligend gegenüberstehen, während wir im Gegenzug dem Neuen nicht zugeneigt sein können. Die einen bleiben gerne konservativ, die anderen ziehen das Progressive vor.
    Die Eltern ehren, heißt für einen Erwachsenen nicht zwingend, alles billigen zu müssen, was von den Eltern kommt, aber es kommt darauf an, wie man als eigenständige erwachsene Person den Umgang zwischen beiden pflegt.
     
  6. noiona

    noiona Guest

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    Ich würde mir an Deiner Stelle einige positive sowie negative Eigenschaften der Persönlichkeit von Deinen Eltern aufschreiben und sie mir genau betrachten!Danach würde ich mich selber genau unter die Lupe nehmen.
    Mache Dir mal die Mühe,Änaaa....
    Du wirst staunen,was dabei rauskommt.
    Letzlich kann Dich keiner dazu bewegen gar zwingen Deine Eltern zu achten.Ehren als WORT ist vielleicht für Dich negativ besetzt.Jedoch kann ich nur sagen,der Prozess die Eltern in ihrem So-Sein anzunehmen,da sie ja auch nur Menschen sind mit all ihren Makeln hilft ungemein erwachsen zu werden so wie sich abzunabeln.

    Warum sollten Menschen aneinander nicht dienen? Tun sie doch tagtaeglich auch wenn sie selbst davon nichts erahnen.
    Sei es Freude an Vielfalt, aber auch Wachstum,Lernen,das Leben aus einer anderer Perspektive zu betrachten.
    Meine Eltern waren meine besten Wegbegleiter mit all den Herausforderungen,die sie mit ihrem So-Sein an mich gestellt haben.

    Wer wen ausgesucht hat hier in dieser Inkarnation das Leben zu erfahren ist eine esoterische Erklaerungsmodel,die weder Dich noch andere Menschen weiterbringt.

    Es geht doch um Liebe!
    Deine Eltern lieben Dich auch wenn es sich nicht so anfühlt!!!
    In diesem Sinne einen Herzensgruss von Noio:)
     
  7. Sunset77

    Sunset77 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2011
    Beiträge:
    1.825
    Diesen Absatz finde ich interessant, da er bereits die Antwort enthält.
    Das Muster erkennen und auflösen. Sich selbst wertzuschätzen bzw. zu erlernen usw.. Sind Teile der Persönlichkeitsarbeit und somit jedem selbst gegeben, sich zu verändern.


    Ich lese aus deinen Zeilen viel Wut, Enttäuschung, Kummer?

    Wenn du deine Eltern ablehnst (glaub mir, ich kann das verstehen) lehnst du automatisch auch Teile von dir ab. Das wiederum blockiert deine eigene Entwicklung. Lerne zuerst dich selbst kennen, anzunehmen, abzunabeln.
    Solange wir von Emotionen (zurecht) und Mustern beherrscht werden, ist es nicht möglich nur einen anderen Blickwinkel zu zulassen.
     
  8. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    die Eltern ehren als diejenigen, die zu mir, zu meinem System gehören, deren Erbe ich in mir trag und weitergebe - das ist eine Seite.

    Die andere Seite ist das, was sie einem angetan haben. Das hat mir ihnen selbst zu tun. Das haben wir leider auch in uns, ABER: wir können es wieder heilen. (davon bin ich immer noch überzeugt, obwohl ich bisher kaum jemand gefunden habe, der die Wunden ansehen kann, die mir meine Eltern angetan haben). Sie sind eben heute immer noch wirksam, weil die "Prägung" noch vorhanden ist. Eine Prägung kann nachträglich geändert werden, das innere Erbe, das in den Genen drinsteht, nicht. Obwohl das Ändern der Prägung Auswirkungen auf das Erbe hat.

    Vielleicht hilft es auch, sich mal anzuschauen, wo Ähnlichkeiten vorhanden sind und diese als gegeben hinzunehmen. Wurde etwas anerzogen, dann kann es auch geändert werden.

    Vor kurzem habe ich festgestellt, dass ich nur an meine Eltern zu denken brauche und plupp bin ich in einem anderen Film: unfrei, negativ, seltsam. Das bin ich auch, würde so manch ein "Therapeut" dann sagen. Ich bin dann aber nur noch eine Reaktion, welche ich nicht mehr beeinflussen kann. Bis der Film, die Reaktion, zu Ende ist. Für mich ist das ein Trauma. Und das, was man mir angetan hat, ist von Tätern geschehen. Also habe ich im Prinzip sogar vier Eltern: zwei, die ich ehren kann, und zwei Täter. Damit klarzukommen, das ist noch ein Weg von mir ihn zu gehen.

    viele Grüße pluto
     
  9. Reinhold

    Reinhold Sehr aktives Mitglied

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    Liebe deine Feinde damit es DIR wohlergehe und nicht deinen Feinden. Verzeihe deine Eltern, damit du nicht das Opfer bleibst, denn die Gedanken des Hasses, sind weitaus schlimmer als Schläge.
     
  10. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
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    verzeiehen würde für mich so sein, dass alles vergeben ist, was sie einem angetan haben. Sie sind Täter und müssen auch so behandelt werden. Das Fatale ist, dass sie auch Eltern sind. Eine sehr schwierige Mischung.

    Verzeihen kann man sich selber, dass man immer noch die Liebe und das Anerkannt werden bei ihnen sucht und sich unvollständig fühlt, weil das ein Lauf ins Leere ist.

    pluto
     
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