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Suizid – ein Menschenrecht

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von pixie, 17. Juli 2008.

  1. pixie

    pixie Mitglied

    Registriert seit:
    26. Mai 2008
    Beiträge:
    380
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    Ausgehend von der Diskussion zu Dr. Kusch:

    Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch, wann er will sein Leben beenden darf.

    An die, die dagegen sind; ich verstehe das nicht, wie begründet ihr das im Hinblick auf die Menschenrechte. Denn das Recht auf Suizid ist in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert.

    Die einzige Bedingung für Menschenrechte ist, dass man ein Mensch ist.

    Wenn man Unterscheidungen macht und sagt, der darf, weil er krank ist und dieser nicht, finde ich das ungeheuerlich, Menschenrechte sind doch universell.

    Und was ist mit dem Recht auf Selbstbestimmung, wollt Ihr wirklich von aussen vorschreiben, wer wie leben muss und/oder sterben darf?

    Das ist allein im Ermessen des Einzelnen und man hat auch das Recht Fehler zu begehen. Wenn die Entscheidung von aussen her als Fehler betrachtet wird, ist dies jedoch irrelevant, schliesslich kann man auf die übrigen Lebensentscheidungen anderer Menschen auch keinen Einfluss nehmen.

    Das Recht auf Selbstbestimmung hört erst dort auf, wo die Freiheits-Rechte anderer eingeschränkt werden. Dies ist beim Suizid ganz klar nicht der Fall, es gibt zwar Menschen, die darunter leiden, aber ihre persönlich Freiheit wird nicht eingeschränkt und sie müssen den jeweiligen Entscheid akzeptieren, weil jeder mit seinem Leben machen kann und darf, was er will.

    Auch jemand mit Liebeskummer hat das Recht auf Suizid, auch für ihn gelten die Menschenrechte.
    Tatsasche ist, das wohl die allerwenigsten Menschen deswegen Suizid begehen, und auch wenn die meisten diese Phase des Liebeskummers mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überwinden werden, ist ein Verbot in diesem Fall keine Lösung. Man kann niemandem sein Leben und Sterben vorschreiben.

    Denn ein Mensch hat auch eine Eigenverantwortung, diese würde durch eine absolute Liberalisierung gestärkt werden. Jetzt ist sie beim Thema Tod grösstenteils inexistent, kann daher auch nicht wahrgenommen werden.
    Der Mensch wird wie ein unmündiges Mündel behandelt, der Staat und die Gesellschaft massen sich an zu beurteilen, was gut für ihn ist. Die individuelle Entscheidungsfreiheit geht in diesem Bereich flöten.

    Ich bin der absoluten Überzeugung, dass durch eine Lieberalisierung der Sterbehilfe die Suizidrate sinken wird. Menschen schöpfen Mut und Hoffnung, wenn das Leben kein Zwang mehr ist, es gibt ihnen eine innere Ruhe, wenn sie wissen, dass dieser Weg jederzeit offen steht.

    Ausserdem finden Suizide sowieso immer statt, und wie bei der Abtreibung ist es besser wenn man dafür eine humane Lösung findet, als wenn Menschen sich vor Züge werfen und von Brücken stürzen müssen. Das zuzulassen, das ist unmenschlich, nicht einem Menschen zu helfen, der sich autonom dafür entschieden hat, diesen Weg zu gehen.

    Der Tod eines jeden Menschen ist eine zutiefst private Sache und geht den Staat und die Gesellschaft gar nichts an.

    Zum Glück geht da die Schweiz mit gutem Beispiel voran, hier wurde vom Bundesgericht in einem Präzedenzfall basierend auf den Menschenrechten das Recht eines jeden Menschen, (eingeschlossen Menschen mit psychsischen Störungen) auf Suizid und Sterbehilfe festgelegt.

    Wenn ich an etwas wirklich glaube, dann sind es die Menschenrechte und die Autonomie und Selbstbestimmung eines jeden Menschen. Religionen und abstrakten Denkmustern gegenüber bin ich äusserst kritisch.

    Solange es kein Recht auf Suizid gibt, existiert gleichwohl auch nicht das Menschenrecht auf Leben, beim Recht auf Leben kann es sich nicht um ein Recht handeln, wenn es gleichzeitig per Zwang verordnet wird, in Deutschland und in den meisten Ländern ist das aber faktisch so. Wer ein Zwang zum Leben hat, hat nicht ein freies Recht auf Leben. Denn diese beiden grundlegenden Menschenrechte bedingen einander und können nur durch das jeweilig andere existieren und ihre Bedeutung erhalten. Ohne das eine ist auch das andere inexistent.

    Ich bin wirklich gespannt auf Argumente und Erklärungen im Bezug auf die Menschenrechte.
     
  2. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde

    Stimm ich vollinhaltlich zu.

    Und zwar, weil es sich so auch mit den spirituellen Gegebenheiten deckt.

    :)

    crossfire

     
  3. pixie

    pixie Mitglied

    Registriert seit:
    26. Mai 2008
    Beiträge:
    380
    das freut mich :–), dass du mir zustimmst.

    Leider ist es ja so, dass gerade basierend auf Spirituellem viele Suizid als Eingriff ins Schicksal oder so ähnlich ablehnen. Aber diese Einstellung, die wir haben, scheint doch immer mehr im Kommen zu sein, das stimmt mich zuversichtlicht.
     
  4. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde

    Naja, die Meisten haben eben die Sache mit dem freien Willen, den Gott den Menschen gab und den er achtet, nicht wirklich bis zum Ende durchdacht.

    Gibt aber anscheinend Leute, zum Beispiel, wenn sie Menschenrechtskonventionen formulieren, die durchblicken.

    :)

    crossfire


     
  5. saviana

    saviana Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    91
    Hallo ihr Lieben,
    ich bin geschockt...muss erst einmal tief Luftholen...

    Das was mir gar nicht zusagt,ist das "Recht" auf Suizid bei psychischen Störungen...es ist grauselig dieses weiterzudenken...

    Solch eine "Störung" ist wie der Name ja schon sagt ->eine STÖRUNG,
    die man bei entsprechender Behandlung wieder beheben kann...zumindestens in den meissten Fällen...
    Was bitte ist mit der Nächstenliebe,Menschlichkeit und dem Mitgefühl...würdest du deinen Sohn beim Suizid begleiten...nur weil es sein momentaner Wunsch ist?

    Der Schutz des Lebens MUSS oberste Priorität haben !
    Und das darf man nicht mit Gesetzen ausser Kraft setzen.

    Liebe Grüsse

    Saviana
     
  6. zadorra125

    zadorra125 Aktives Mitglied

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    Ja Gott gab uns den freien Willen und die 10 Gebote!

    Du sollst nicht töten! D.h. auch sich nicht selbst!

    lg Pia
     
  7. zadorra125

    zadorra125 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Januar 2007
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    Hofsgrund
    Da stimme ich schon eher zu! Der Schutz nicht sondern der Mensch hat oberste Priorität! Warum will sich ein Mensch selbst töten? Das sollte mal diskutiert werden?

    lg Pia
     
  8. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde

    Nun, was ist eigentlich Nächstenliebe und Mitgefühl?

    Fängt das nicht damit an, dass ich den Anderen und seinen Willen akzeptiere?
    Wenn mir Jemand seine Selbsttötungsabsicht kundtut, dann kann ich versuchen, ihn mit Argumente und tätiger Hilfe davon zu überzeugen, dass es sich zu leben lohnt.
    Wenn er aber auf seinem Willen besteht, wäre es Manipulation, wenn ich ihn mit Gewalt (Einweisung) daran hindere.

    Es richtig, dass der Schutz des Lebens Priorität hat. Dann, wenn es um das Töten eines Anderen geht. Denn das ist wiederum die größtmögliche Manipulation des Freien Willens.

    :)

    crossfire


     
  9. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
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    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde

    Meinst du, es macht einen Unterschied, ob ich mich mit einem Gift töte? Oder dadurch, dass ich seelische Befindlichkeit ignoriere und mich über eine Krankheit umbringe.
    Denk mal an deinen Thread: Was will dir deine Krankheit sagen?

    Ist denn nicht so, dass der Mensch immer seine Todesursache ist?

    Und weshalb sollte er dann nicht den Entschluß verwirklichen dürfen, sich selbst zu töten? macht er doch eh, wenn er nicht auf die Symptome hört.

    :)

    crossfire

     
  10. Fleddermausi

    Fleddermausi Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    599
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    Ja - dieses falsche ethisch-moralische Religionsgefasel.
    Die halten sich doch selbst nicht dran, was sie da sagen.

    Diese Gebote sind von Menschen für Menschen gemacht um sie beherrschen zu können.
    Ob die wirklich von Gott sind sei mal dahingestellt.

    Mein Leben ist ausschließlich ein geschenk meines Schöpfers an mich.
    Ergo bin ich auch derjenige der darüber bestimmen kann - ALLEINE, ohne das mir da noch zusätzlich einer sagt, was ich damit zu tun oder zu lassen habe.

    Und wenn ich mein Leben selbst beende. aus welchen Gründen auch immer - ist das auch ausschließlich eine Sache zwischen mir und meinem schöpfer.
    Und da hat mir auch keiner reinzureden.

    Das ist freier Wille - Die 10 Gebote schränken diesen Willen nämlich schon wieder ein, und sind damit ein widerspruch in sich selbst.
    Das ist religiöses gefasel, genauso was den sogeannnten *Sündenfall* betrifft.

    Wer selbstbewußt und -verantwortlich sein Leben lebt, braucht auch keine Gebote.
    Da dieses aber ca. 99% der Menschheit nicht macht, brauchen die dann auch die entsprechenden Vorschriften.
    Und selbst mit diesen Vorschriften, kriegen sie es nicht auf die reihe.
     
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