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Meditation ein Beginn

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Felser Brand, 7. März 2004.

  1. Felser Brand

    Felser Brand Guest

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    Ich habe mich geistig darauf vorbereitet mit dem Meditieren zu beginnen. Ich erhoffe mir davon ein bewußteres Leben. Es gibt viele Lebensbereich in meinem Alltag, die ich kaum mehr wahrnehme. Wie ein Automat funktioniere ich einfach. Oft kommt es vor, dass ich im Nachhinein erst das Besußtsein schaffen kann über meine handlungen. Nun denke ich so möchte ich nicht weiter machen.

    Ich möchte mit Meditation achtsamer werden. Auf meinem Level dürfte dieses Vorhaben leicht umsetzbar sein.

    Nun bin ich zwar motiviert und möchte am Morgen eine Stunde dafür aufwenden. Inzwischen habe ich jedoch den Eindruck gewonnen (beim Lesen einiger Beiträge in diesem Forum), dass es um eine grundsätzliche Bereitschaft geht. Damit ich nicht ganz unbedarft an mein Vorhaben herangehe habe ich drei Bücher zumThema gelesen. Dabei bin ich zu der Ansicht gelangt, dass ein Meditationslehrer dabei sehr hilfreich sein kann. Da ich jedoch aufgrund meiner Lebenserfahrung gerne Erfahrungen sammle und mich erst danach mit meinen Fragen und Sorgen an einen Lehrer wenden möchte, wende ich mich an diese Forum mit meinen Fragen.

    Was sollte ich zu Beginn beachten? Gibt es grundsätzliche Fehler die ich mir gleich ersparen kann?
     
  2. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Hi Felser,

    Nein, die gibt es nicht. Ist ja auch logisch: Gäbe es solche Fehler, dann wären es ja keine Fehler mehr sondern bloss Gefahren, welche man im Voraus minimieren könnte. So funktioniert's also leider nicht. Ich kann nur von mir persönlich sprechen:

    1. Von der Meditation nicht Wunder-wer-weiss-was erwarten. Einfach easy nehmen, das ganze. Meditieren ist wie ein alter Mann, der einem kleinen Kind beim Spielen zusieht. Am besten nie vergessen, auch mal über seine eigene Unbeholfenheit (und den eventuell aufkommenden Eifer, und den Ärger, und...) zu lachen. Schliesslich ist Meditation ja kein Leistungsmarathon, oder?

    2. Nicht entmutigen lassen, wenn's nicht klappen sollte, wie du dir das vorgestellt hast. Denn, das sagt nämlich eigentlich viel mehr über deine Erwartungshaltung aus, als über die Meditation als Technik. Wenn du also das Gefühl hast, es funktioniere überhaupt nicht und sei reine Zeitverschwendung - hey, dann kannst du dir sicher sein, du bist auf dem absolut richtigen Weg. Schliesslich stehst du kurz davor dir bewusst zu werden, mit welchen Vorstellungen und Erwartungen du mit meditieren begonnen hast.

    3. Meditation sollte nicht allzu theoretisch genommen werden. Wie du sicher schon selbst gesehen hast, gibt es Unmengen an Literatur, Kursen, Lehrern usw. Am besten selbst ausprobieren, was dir passt, nie ganz den gesunden Menschenverstand abstellen, dann machst du eigentlich alles schon richtig.

    4. Ganz wichtig: Finde selbst heraus, was Meditation ist. Und was sie definitiv nicht ist. Dazu brauchst du wahrscheinlich ein bisschen Zeit und ein bisschen Übung. Lass dich nicht verwirren durch die unterschiedlichen und widersprüchlichen Meinungen von anderen. Auch nicht durch meine hier. Meine eigene Vorstellung davon änderte sich andauernd, bis ich irgendwann aufgegeben habe, mir überhaupt eine Vorstellung davon machen zu wollen. Und darum kann ich dir auch diesbezüglich gar nichts dazu sagen.

    (Und dann noch das übliche: Nach Möglichkeit regelmässig meditieren, eher 2x kurz als 1x lang meditieren, im Sitzen/Gehen/Liegen meditieren, je nach Lust und Laune, für den Anfang eine Meditationsart suchen, die du dann mind. ein paar Tage beibehältst usw.)

    Viele Grüsse
    fckw
     
  3. Felser Brand

    Felser Brand Guest

    Hallo fckw!

    Danke für deine Bestärkung.

    Ich habe den frühen Morgen für meine Meditationsübung ausgewählt. Zur Zeit bereitet mir die Sitzhaltung (Kreuzsitz) noch Probleme, da sich meine unterentwickelte Rückenmuskulatur während des Sitzens verkrampft. Soll ich die Meditation unterbrechen oder die Sitzposition verändern?

    Ich möchte mit geschlossenen Augen meditieren. Dabei versuche ich mir eine Scheibe vorzustellen auf der ein Buchstabe geschrieben ist. Es ist mir in drei Sitzungen noch nicht gelungen diese Scheibe ruhig und deutlich vor meinem geistigen Auge zu stabilisieren. Wie lange könnte es dauern bis ich die Scheibe in gewünschter Form sehen kann? :confused:

    Liebe Grüße
    Felser
    :blume:
     
  4. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Hi Felser,
    Das mit dem Sitzen kenn ich, ich bekam früher oft auch während der Meditation Rückenschmerzen. Inzwischen habe ich aber genügend Muskulatur aufgebaut und kann längere Zeit grade sitzen ohne Probleme.
    Du solltest nichts erzwingen. Ich würde vorschlagen, mache die Sitzmeditation so lange wie angenehm, so lange der Rücken nicht schmerzt (allerdings ein bisschen spüren darf man ihn schon, das ist ja nicht schlimm). Was ich manchmal mache, ist meinen Körper auf Verspannungen allgemein abzufühlen. Dann dient der Körper selbst als Meditationsobjekt. Konzentriere dich auf das Gefühl im Rücken und versuche es festzuhalten (aber eben - nur so lange es nicht wirklich schmerzt, wie gesagt, Meditation ist kein Leistungsmarathon). Dann, wenn du noch länger meditieren möchtest, lege dich am besten auf den Boden oder aufs Bett oder was auch immer. So kann sich deine angespannte Rückenmuskulatur wieder erholen. Ausserdem könntest du gezielt durch Training die Rückenmuskulatur aufbauen, vorausgesetzt du hast was übrig für Krafttraining oder ähnliches.
    Du kannst aber auch versuchen auf einem Stuhl sitzend zu meditieren.

    Den (original) Lotussitz bringe ich übrigens nicht fertig und finde ihn auch nicht entspannend. Der Grund warum in der Zen-Meditation oft frei sitzend meditiert wird ist schlicht, dass man nicht einschläft.

    Zur Scheibenmeditation (und vergleichbaren Arten): Persönlich finde ich solche Meditationsarten eher schwierig, sie hat aber bei mir den Vorteil, dass ich sehr aufmerksam die Konzentration aufrechterhalten kann, was z.B. beim Beobachten des Atems oft nicht so sehr der Fall ist.
    Es ist in meinen Augen durchaus normal, wenn du das Ding nicht lange am selben Ort behalten kannst. Ich kann es mit einem einfachen Dreieck kaum 10 Sekunden lang, ohne dass es sich irgendwo herumverschiebt. Ich würde vorschlagen, dass du dir vielleicht zu Beginn eine einfachere Form aussuchst, z.B. nur die leere Scheibe noch ohne Buchstabe und dass du zuerst einmal einfach nur versuchst, das Objekt überhaupt vor den inneren Augen zu behalten und dich nicht so sehr darum kümmerst, ob es hin- und herrutscht. Ich denke, für den Beginn ist es wichtiger, dass man lernt über längere Zeit dasselbe Meditationsobjekt zu behalten, ohne dass die Gedanken ständig abschweifen.
    Später kannst du dich dann auch noch kümmern, ob du das Ding am richtigen Platz behalten kannst oder nicht.

    Übrigens machst du tatsächlich Fortschritte: All diese Dinge, die du jetzt schilderst - hättest du das gewusst, bevor du mit Meditation begonnen hast? Hättest du gewusst, dass du ein ganz einfaches Bild kaum ein paar Sekunden lang dir innerlich vorstellen kannst? Na also! Wenn man sowas nicht als "Sich-bewusst-Werden" bezeichnen kann, dann weiss ich auch nicht...

    Viele Grüsse
    fckw
     
  5. sam°

    sam° Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2003
    Beiträge:
    500
    Hallo Felser,

    ich habe ein bisschen den Eindruck, dass Du Dir in den Kopf gesetzt hast, dass Dein Verstand das Ziel hat, diese Scheibe sehen zu wollen, visualisieren zu können.

    Was ist, wenn Du die Scheibe dann sehen kannst, sogar mit einem Buchstaben darauf geschrieben?

    Ich glaube, dass Dein Verstand dann sagen wird: "Ha! Jetzt hab ich's geschafft!"

    Die Erreichung dieses Ziels wird dann vielleicht Dein Ego, Deinen Verstand bestärken ... aber darum geht es nicht in Meditation, sondern wie Du richtig sagtest, um die Bewußtwerdung von dem, was ist - um die Ent-Automatisierung, die bewusste Wahrnehmung auch im Alltag.


    Vielleicht möchtest Du einmal eine andere Meditationstechnik probieren (auch um für Dich selbst zu überprüfen, ob die Visualisierung der Scheibe ein Ziel Deines Verstandes ist oder wirklich Dein Herzenswunsch nach Meditation):


    Wenn Du wirklich unbedingt mit geschlossenen Augen meditieren möchtest, dann könntest Du einmal folgende Methode probieren: http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?postid=20584&highlight=drittes+Auge#post20584


    Eine ganz einfache Technik, bei der die Augen allerdings offen bleiben, ist das Starren in eine Kerzenflamme (irgendwie habe ich das Gefühl, dass das etwas für Dich sein könnte): http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?postid=17802&highlight=Flamme#post17802



    Alles Liebe Dir
    sam
     
  6. sam°

    sam° Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2003
    Beiträge:
    500
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    Hallo Felser, Hallo fckw,


    Eure Visualisierung von Dreiecken und Scheiben hat mich gestern noch ein bisschen beschäftigt ... es ist eine gute Möglichkeit, um den Geist flexibler, weicher, offener zu machen


    Aber so ein Dreieck oder so eine Scheibe - das ist nur etwas für den Sehsinn, für die Augen

    Ihr könntet versuchen, möglichst alle Sinne anzusprechen, zu visualisieren ... und da kam mir die Idee für eine "Pizza-Meditation"


    Also, beispielsweise könnte fckw eine dreieckige Pizzaschnitte
    und Felser eine ganze, runde Pizza visualisieren.


    Stellt sie Euch dampfend heiß vor, um den Tastsinn anzusprechen ....
    und den Geruch .... vielleicht anfangs den Geruch Eurer Lieblingspizza ... und dann einmal den Geruch einer Pizza mit einer Auflage, die Ihr gar nicht mögt
    und den Geschmack dazu .... eventuell das Gefühl der Pizza in Eurem Mund ....


    zum Hörsinn fällt mir jetzt gerade zur Pizza auch nichts ein ... vielleicht das Bruzzeln im Backrohr ....


    nur so eine Idee :) - vielleicht habt Ihr ja Lust dazu


    Alles Liebe Euch
    sam
     
  7. Felser Brand

    Felser Brand Guest

    Hallo fckw, hallo sam!

    Danke für eure interessanten Anregungen.

    Es ist mir bisher noch nicht eingefallen, dass es mit einem Dreieck einfacher gehen könnte als mit einer Scheibe. Ich glaube, dass ich zunächst mit einem Dreieck auch zufrieden bin. Da ich noch nicht so tief in die Bereiche der Meditation eingedrungen bin spielt die Form noch keine so große Rolle.

    Es geht mir im wesentlichen darum, ein Objekt, welches auch immer zu visualisieren, um Erfahrungen zu sammeln. Ich möchte herausfinden wie ich einen Gegenstand vor meinem geistigen Auge halten kann, was empfinde ich dabei, was hält mich davon ab und welche Voraussetzungen sind dabei hilfreich.

    Die Anregung mit der Pizza finde ich köstlich. Insbesonders die Idee mehrere Sinne anzusprechen gefällt mir gut.

    Zur Zeit kämpfe ich damit dei Meditation in meinen Alltag zu ingegrieren. Dies ist für mich ein entscheidender Schritt.

    Liebe Grüße
    Felser
     
  8. sam°

    sam° Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2003
    Beiträge:
    500
    Hallo Felser,

    ja, nur das Wort "kämpfen" gefällt mir nicht so gut ... es ist vielleicht eher eine Art "dranbleiben" .... sich immer wieder daran zu erinnern

    dann wirst Du im Alltag immer öfter "aufwachen" - Dir bewusst werden, bewusst sein, was Du gerade tust, denkst, fühlst, ...


    Ich habe dazu einmal folgendes ins Forum geschrieben - besonders unten der Versuch des Selbsterinnerns von Ouspensky ist interessant: http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?postid=26051&highlight=selbsterinnern#post26051
    (in meinem nächsten Beitrag - ein Stückchen weiter unten - schrieb ich dann noch ein bisschen, was ich darunter verstehe)

    Vielleicht hilft Dir das ein bisschen ....


    Ein schönes Wochenende Dir
    sam
     
  9. aurinko

    aurinko Guest

    Ich versteh nicht so ganz,wieso so viele Leute Visualisierungstechniken benutzten. In der Meditation geht es doch eigentlich darum,einfach nur zu sein. Sobald man visualisiert ist man nicht mehr,sondern man tut etwas und "zwingt" seinen Geist quasi dazu,sich auf ein Objekt zu konzentrieren. Warum den Geist nicht einfach frei laufen lassen,bis er sich irgendwann von selbst "beruhigt"?
    Eigentlich geht es in der Meditation doch um das "Nichts" oder wie auch immer man es nennen mag. Einfach sitzen und sein. Das ist natürlich meine persönliche Auffassung.
     
  10. Felser Brand

    Felser Brand Guest

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    Hallo aurinko!

    Danke für deinen Beitrag. Inzwischen habe ich noch nicht viel aber doch einige Erfahrungen sammeln können. Deshalb finde ich deinen Beitrag, in Bezug auf meine Entwicklung, passend. Gerade heute morgen habe ich mir das Gleiche gedacht. Ich lasse los und beobachte was da alles kommt. Wie nicht schwer zu erraten kam recht viel. Als ich mir dann all die Gedanken, Bilder, Einfälle, eben das ganze Durcheinander aus einiger Entfernung anschauen konnte, hat sich mein, nun nicht mehr mit aller "Gewalt" erhoffter Kreis, von selbst geformt. Wenn auch nur für einige Augenblicke, aber er war da. Deutlich erkennbar vor meinem geistigen Auge. Wie eine Belohnung für mein Loslassen.

    :winken5:
    Liebe Grüße
    Felser
     
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