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Innere Unruhe

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Asaglia, 8. November 2012.

  1. Asaglia

    Asaglia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Oktober 2007
    Beiträge:
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    ja, darunter leide ich, ich kann gar nicht genau sagen seit wann - eigentlich seit eh und je. ich war schon immer kein langsamer mensch, ich arbeite gewissenhaft, aber schon mit einem gewissen tempo - andere bezeichnen das wohl als hektik. mich machen dinge sehr schnell nervös und das schlimme ist, dass es die anderen auch bemerken. ich habe dann oft das gefühl, man nimmt mich nicht ernst, oder man nimmt mich nicht für voll, dass ich eben als das "sensibelchen" gelte. im job ist man bisher immer zufrieden mit mir gewesen, bekomme nach wie vor gute resonanzen von den eltern und bewertungsgespräche laufen gut, und ich habe auch freunde, die mich sehr schätzen, aber seit einiger zeit kommt zutage, was eben kollegen von mir denken...oder zu denken scheinen...
    da bekomme ich dann von hinten herum mit, dass man mich lieber nicht alleine arbeiten lassen möchte, wenn jemand fehlt, weil ich dann wieder so nervös wäre:rolleyes:usw. ich mache mir nun natürlich auch gedanken, dass es so,wie ich bin, nicht gut zu sein scheint und auch, woher das kommen könnte.
    ich habe oft auch den inneren drang, dass ich mich beeilen muss, oder keine zeit zu irgendwas habe, fühle mich rastlos. ich habe dieses gefühl nicht täglich, aber schon öfters.
    als wir im urlaub waren im sommer, da konnte ich mich das erste mal so wirklich über einen längeren zeitraum hinweg und langanhaltend entspannen, nach lagem. dort habe ich es geschafft, wirklich einen freien kopf zu haben und einfach zu leben. ich glaube, dass fehlt mir im alltag ganz oft. ich kann mich auch nicht einfach in die badewanne legen und einfach genießen... ich halte das nicht lange aus.
    nun ist es so, dass mein sohn konzentrationsschwierigkeiten hat und sich auch sehr leicht ablenken lässt. er ist ein vorschulkind und kommt nächstes jahr in die schule. ich weiß, dass er in dieser richtung probleme hat. nun habe ich aber, heute morgen zufällig erfahren, dass meine kollegin (ich arbeite auch in dem kiga) der lehrerin erzählte, dass sie sich sorgen um ihn mache. die muss es so drastisch dargestellt haben, dass meine kollegin und feundin mich ganz perlplex darauf ansprach, ob ich das schon wüsste. die erzieherin meines sohnes hätte sich wohl so heftig ausgedrückt, dass meine freundin überrascht gewesen wäre.
    was mich nun so enttäuscht ist, dass man hat überhaupt kein gespräch mit mir gesucht hat, obwohl die erzieherin meines sohnes ja meine kollegin ist und wir uns jeden tag sehen. nicht mal ein kurzes feedback, oder ein kurzes tür und angel gespräch. ich war dann auch durcheinander, warum ich so etwas wichtiges auf diese art und weise erfahre, denn in unserer gruppe ist es so, dass die eltern informiert werden und auch gespräche statt finden, besonders wenns um etwas wichtiges geht, oder etwas vorgefallen ist.
    meiner meinung nach, hätte sie mich darüber unterrichten müssen, dass es schwierigkeiten gibt und das der lehrerin etwas aufgefallen ist. (mein sohn war sehr aufgeregt und unkonzentriert als die lehrerin zu besuch war, weil mein sohn an diesem tag vom papa abgeholt wurde-leben in trennung. mein sohn wurde nicht als verhaltensauffälliges kind beschrieben bisher, der lehrerin fiel aber auf, dass er als einzigstes kind auffällig war).
    nun bin ich danach auch gleich auf meine kollegin zugegangen und habe sie darauf angesprochen um das zu klären und sie zu fragen, was das nun bedeutet.... meine freundin steht nun als buhmann da, weil die ja quasi "gepetzt" hat, was bei dem gespräch gelaufen ist, obwohl wir uns ja natürlich auch darüber unterhalten, weil wir beide ja eine gruppe zusammen haben. das war ja dann klar, dass ich informationen irgendwann erhalte.
    naja, sie hat sich dann bei mir auch entschuldigt und rechtfertigte sich damit, dass ich ja meine lebensumstände nicht ändern könne (mein sohn ist ein trennungskind. sein vater hat eine neue partnerin und ich auch einen mann). er wäre so ruhelos, weil er eben den wechsel zwischen zwei familien erlebt, eben wenn er zuhause ist und dann, wenn ihn der papa holt. wenn ihn der papa holt, ist er den ganzen tag auch besonders aufgeregt und durch den wind, auch wenn er wieder nach hause kommt. das problem sehe ich schon auch. sie hat wohl entschieden mich nicht zu informieren, weil sie nicht möchte, dass ich mir sorgen mache, angst bekomme und nervös reagiere-weil sie mich ja kennt, wie ich bin:schmoll:; sie würde ja wissen, dass ich ein nervöser mensch wäre und blablabla und sie hätte die befurchtung, dass ich das dann auf meinen sohn übertrage und dann mit gewalt versuche, meinen sohn in eine richtung zu drängen, dass dann eher das gegenteil davon erreicht, dass erreicht werden soll- das mal überhaupt nicht auf mich zutrifft...
    sie meinte, dass er eben die ruhe bräuchte, verwurzelung usw. und ich eben selbst die ruhe ausstrahlen müsse und sie nicht der überzeugung war, dass ich nicht ruhig sein kann, wenn ich das wüsste. und sie meinte, dass ich eh nichts dagegen tun könne.
    tja.. nun stehe ich da, bin total fertig, weil ich mir nun natürlich die schuld dafür gebe, dass das alles schief läuft.
    ich habe ihn wohl nicht richtig erzogen und das auch noch als erzieherin, im job läuft es momentan auch nicht so (bin generell nicht wirklich sicher, ob ich nicht eine berufliche veränderung wage), dann betrachtet man mich von außen aus solchem blickwinkel, mit dem ich nicht klar komme.
    ich scheine ja keine gute mutter zu sein? ich versuche mein bestes, versage aber sowohl als mensch, sowohl als erzieherin und auch als mutter.
    so fühle ich mich im moment.
    ich weiß selbst, dass ich lernen muss, gelassener und ruhiger zu sein - und habe gleichzeitig angst, auf grund dessen eben kein guter mensch zu sein und mich packen selbstzweifel.
    ich weiß im moment nicht, wie ich damit umgehen soll, wie ich es am besten anpacken könnte, diesen teil an mir zu ändern und auch danach zu handeln, was meinem sohn gut tut, dass er seinen weg macht.
    ich bin gerade sehr verzweifelt, weil das heute morgen so auf mich einstürtzte. ich habe ja schon woanders geschrieben, dass bei mir generell einige dinge nicht so gut gelaufen sind und das ist für mich irgendwo auch der höhepunkt des ganzen. und am montag, wurde auch von seiten der chefin, einfach etwas beschlossen, meine stelle betreffend, dass ich nicht vertreten kann - bin also allgemein nicht gerade glücklich mit der arbeit.
    was mir auch auffällt: mein sohn ist zuhause ganz anders als im kindi.
    ich sehe auch gewisse problematiken bei meinem sohn, die sich mit den ansichten meiner kollegin decken, aber lange nicht so drastisch, wie sie. er macht auch logo und dort arbeitet er super und sehr konzentriert mit. die logopädin sagte, dass mein sohn sie zurecht weißen würde, wenn sie gerade nicht aufgepasst hat.
    ich heiße es auch gut, dass man mit der lehrerin darüber spricht, damit sie einfach weiß, wie sie mit ihm dann später umgehen kann. aber die art und weise und dann die "schuldzuweisungen", was jetzt bestimmt nicht so gemeint war - sie wünscht uns ja nur das beste und will uns nichts böses- ist so eine sache, wo ich merke, dass ich doch überall versage. und im moment geht es mir so schlecht, dass ich dann sogar denke: kein wunder hast du dein baby verloren - schau doch mal an, was du für eine mutter bist. deine mutter konnte es schon nicht, du bist auch nicht besser...bei den problemen- kein wunder das du nach 2 1/2 jahren einfach kein zweites kind bekommst.
    das soll hier kein heulthread werden, aber ich musste das jetzt einfach los werden und mir von der seele schreiben. ich frage mich nur, wie ich aus dem muster heraus komme und das ändern und besser machen kann? ich bin ja ein selbstreflektierender mensch, erkenne und sehe ja, was falsch läuft, aber wie schaffe ich es, da raus zu kommen?
     
  2. Reinhold

    Reinhold Sehr aktives Mitglied

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    Du bist genauso wie du sein sollst, im jetztigem Moment. Das was dich noch verrückter macht ist, das du versuchst dich zu verändern, das geht jetzt aber noch nicht.

    Habe Geduld bis du die Kraft bekommst, damit sich Dinge verändern können und eins sei dir gewiss du bist nicht umsonst so Unruhig, es wird etwas gutes dabei heraus kommen, nur Geduld.

    Ein Werkzeug muss geschmiedet werden, bevor es gebraucht werden kann, zu einem bestimmten Zweck.
     
  3. Asaglia

    Asaglia Sehr aktives Mitglied

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    Imladris
    ich danke dir, dass zu lesen war wirklich schön für mich.:kiss4:
    ich hoffe, du hast recht damit.:) ich spüre auch genau das
    in meinem herzen, dass ich eine veränderung brauche. ich weiß
    halt noch absolut nicht, in welche richtung das gehen soll.
    mir fehlt halt auch das nötige selbstvertrauen und nach dem,
    was die letzen tage im kiga gelaufen ist, zweilfe ich noch mehr.
    vorallem mache ich mir große sorgen um meinen sohn.

    ja genau, ich habe das gefühl, dass ICH mich verändern muss,
    und gleichzeitig bin ich auch so wütend auf mich,
    dass ich mich heute so verletzlich gezeigt hab, mir sind ein
    paar tränen herunter gelaufen, weil das dann heute echt
    der abschuss für mich persönlich war. damit zeigte ich ihr,
    dass ich nicht als selbstsichere frau vor ihr stehen kann und
    sie ja im grunde recht hat.:rolleyes: und ich schäme mich auch
    irgendwie. wie steh ich jetzt vor meinen kollegen da? ist ja
    klar, dass es morgen alle im kindi wissen....
     
  4. Susa44

    Susa44 Neues Mitglied

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    Ich kann nicht zu allen Dingen etwas sagen, aber nur soviel, dass ich mir sicher bin, dass sich Unruhe der Eltern sehr leicht auf Kinder überträgt. Man sieht es ja so gut wie überall, in Supermärkten oder auf der Straße, dass Eltern ihren Kinder gereizt gegenübertreten. Da ist man berufstätig und gestresst, vielleicht auch noch unzufrieden im Beruf und vergisst im Alltag mal ganz schnell, dass das kleine unschuldige Lebewesen das gar nicht immer alles deuten kann, warum wir Erwachsenen so handeln wie wir handeln. Ich sehe die Eltern so oft ungeduldig rumnörgeln. Diese Eltern haben dann meistens auch unangenehme Kinder, die sich so verhalten als Reaktion auf die Einflüsse. Gerade kleine Kinder sind meistens das Spiegelbild ihrer Eltern. Natürlich auch deshalb, weil sie von ihren Eltern lernen und vorallem wollen Kinder auch gefallen. Wenn dann immer Informationen an das Kind gesendet werden, die es einfach nicht empfangen kann (nicht kindgerecht), entsteht eine gewisse Frustration und das Kind reagiert dann hysterisch oder verhaltensauffällig, wenn es oft zu solchen Situationen kommt.
    Ich sage damit nicht, dass du eine schlechte Mutter bist, die ihr Kind falsch behandelt. Durch deinen Beruf hast du da ja sicher sowieso schon das gewisse Know-How. Aber Änderungen tun dir sicher gut, wenn du merkst, dass du dich selber nicht gut fühlst, denn dann fühlt sich auch dein Kind nicht wohl. Du sagst, zuhause ist dein Sohn nicht so, bist du Zuhause vielleicht einfach entspannter und freust dich, dass du endlich Zuhause bist? Kann es daran liegen, dass sich die von dir genannten Störfaktoren nicht Zuhause befinden und das gleichermaßen auf deinen Sohn abfärbt? Hast du es schon mal mit Entspannungsübungen versucht? Yoga? Wie wäre es mit Sport? Sport ist absolut einmalig um Körper und Seele in Einklang zu bringen und es gibt immer Möglichkeiten ihn in den Alltag einzubauen. Eventuell kannst du deinen Sohn dann sogar in den Sport mit einbinden. Es gibt so viele Möglichkeiten.
    Ein dauerndes Wechseln des Wohnortes, auch wenn es nur einmal in der Woche ist (mal bei Mama, dann bei Papa), ist für ein Kind sicher nie leicht zu verkraften. Ich spreche da aus Erfahrung, da es für mich als Erwachsene schon nicht leicht zu verkraften ist. Ich bin dann immer sehr ruhelos und fühle mich sehr unwohl. Ein festes Zuhause ist ein Ruhepol. Natürlich kannst du nicht alles ändern und bist in der Hinsicht machtlos. Aber mit der Erkenntnis dieser Störfaktoren, sollte es dir leichter fallen an den Dingen zu arbeiten, Lösungen für diese Probleme zu finden. Vielleicht kannst du mit dem Papa über die Probleme reden und ihr könnt euch zu Gunsten eures Sohnes anders einigen. Das ist schwer, aber wenn man daran arbeiten will ist vieles Möglich.
    Wenn du mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen an die Sache ran gehst, wird alles gut. Deine Ruhe wird sich auf deinen Sohn übertragen. Der Papa sollte natürlich optimaler Weise mitziehen und nicht völlig andere Methoden ausüben als du. Wie gesagt... dieses dauernde hin und her... nicht gut.
    Fange einfach an, dich mit deinen Problemen auseinanderzusetzen. Reden ist der erste Schritt. Ich weiß es ist schwer Menschen zu finden, die dich in dieser Hinsicht ernst nehmen oder dir zuzuhören. Viele haben da einfach keine Lust drauf. Aber kaue es immer wieder durch und du wirst die Lösungen in dir finden.
    Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück und denke du bist auf dem richtigen Weg.
     
  5. Susa44

    Susa44 Neues Mitglied

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    ps gefühle zeigen ist keine Schwäche. Ich denke es ist ein Schritt alles zu verarbeiten. Wenn du es immer hinunterschluckst, dann wirds nur noch schlimmer. Dass du geweint hast, ist dir erstmal unangenehm, aber da musst du einfach drüber stehen. Wenn du dazu stehst, stehen auch andere dazu und wenn nicht, brauchst du dir jedenfalls keine Gedanken über solche Menschen machen, da sie selber Probleme haben.
    Ich habe nur sehr wenig Wissen über Waldorfkindergärten, aber das, was ich gehört habe klingt ganz interessant und einfühlsam. Halt einfach mal die Augen auf.
     
  6. Asaglia

    Asaglia Sehr aktives Mitglied

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    es ist so, dass ich sehr viel energie in meine arbeit und in die kinder stecke und ich mich nach der arbeit sehr oft ausgelaugt und müde fühle.
    ist ist so, als hätte ich meine energie dort gelassen und fast vollständig aufgebraucht. ich mag meinen job sehr gerne, die kinder liegen mir sehr am herzen und ich arbeite auch sehr gerne in dieser einrichtung - obwohl sich auch dieses gefühl zur zeit eher in frust umgewandelt hat.
    ich befinde mich eben manchmal im konflikt, indem ich das gefühl habe, dass der job nicht mehr das richtige für mich ist. ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass ich in meiner mutterolle auf eine ganz andere art und weise aufgehen und argieren könnte, wenn ich mich ausschließlich um meinen sohn kümmern würde und nicht auch um fremde kinder. ich reflektiere eben und möchte auch nicht in das muster verfallen, dass du bezüglich des genörgels der eltern beschrieben hast. natürlich bin ich auch nicht perfekt und mir passiert das auch mal, wie jeder anderen mama auch, aber wenn ich merke, dass der job mich soweit bringt, dann muss ich mich irgendwie umorientieren, wenn das für mich und meine familie besser ist.
    vielleicht ist es auch nicht gut, dass ich in der selben einrichtung arbeite, in der auch mein sohn ist.

    meine tätigkeit füllt mich auch nicht vollständig aus. ich habe das innere gefühl, dass das nicht meine richtige erfüllende arbeit und bestimmung ist. ich bin immer noch auf der suche nach "meiner" herzensaufgabe.

    ich bin natürlich auch nur ein mensch und mache fehler, auch als erzieherin bin ich davor nicht gefeit. aber ich versuche immer, mein bestes zu geben, überall. das ist wohl auch mein problem, dass ich mich selbst zu sehr unter druck setze.

    ich habe ja bereits geschrieben, dass mein sohn zuhause ganz anders ist.
    ich bin oft sehr überrascht, wenn ich ihn im kindi sehe, denn so kenne ich ihn gar nicht.
    er hat zwei freunde, die ihn sehr mitreissen. er macht natürlich auch mit, ist bestimmt kein engel, aber er möchte den jungs gerne gefallen. in seiner gruppe herrschen andere regeln, als bei uns in der gruppe. dort haben die kinder sehr viele freiheiten. ich habe öfters mit meiner kollegin darüber gesprochen, weil die kinder mit ganz langen stöcken herum rennen und sich fast gegenseitig die augen ausstechen, ohne dass es jemanden auffällt oder grenzen gesetzt werden. und ich kann auch täglich beobachten, dass auch beim frühstück keine strukturen herrschen und die kinder auf dem boden tiger spielen, wo doch gegessen werden sollte. mein sohn nutzt das natürlich aus und benimmt sich auch demenstsprechend. in der gruppe geht es allgemein manchmal zu.... mein kleiner ist auch so, dass er dinge schnell erledigt haben möchte, wenn er auf etwas keine lust hat, oder anderes im kopf hat. er erledigt dann die dinge falsch und unkonzentriert in der schnelle, obwohl er es aber kann. deswegen bin ich mir nicht sicher, ob seine erzieherin ihn so richtig einschätzt.
    er ist auch sehr leicht zu verunsichern. er kann so vieles und ist ein inteligenter bub, aber er traut sich viel zu wenig zu, verfällt dann in die unsicherheit und überspielt das ganze, indem er quatsch macht, oder sich "dümmlich" stellt, wenn er angst hat.
    wir versuchen auch, ihn zu bestärken, loben ihn viel usw. letztens hat er zu mir gesagt, dass er angst davor hat, ein vorschüler zu sein und auch, wenn die lehrerin kommt... er hat angst vor den aufgaben, die nun von ihm abverlangt werden... und ich denke, dass das auch eine große rolle spielt.

    ja auf jeden fall, genauso ist es. einmal sagte mein sohn zu mir, dass er manchmal gar nicht weiß, was er spielen soll, weil es einfach zu viele spielsachen im kindi gibt. wenn er zuhause ist, ist es auch so, dass er erstmal pause braucht. ich glaube, dass es bei uns beiden der kindi ist. vielleicht fühlt er sich auch unter druck gesetzt, bestimmten erwartungen zu entsprechen, weil ich ja alles mitbekomme in der einrichtung, ich bin ja da. ich könnte mir schon vorstellen, dass das auch ein wichtiger faktor ist.
    und mit sicherheit spielt es auch eine rolle, dass eben der papa nicht bei uns lebt. er kennt es aber nicht anders, wir haben uns schon getrennt, als er ein baby war, aber dennoch.

    ja das machen wir bereits. wir fahren viel fahrrad, sind viel am see oder gehen in den wald. wir sind viel draußen. erst heute bin ich laufen gewesen und mein kleiner möchte nun gerne fussballspielen. ich denke, dass das auch eine gute möglichkeit ist, sich richtig auszupowern.

    ja der papa.. das problem ist halt, dass er beim papa alles bekommt.
    der erzieherische part übernehmen eher wir. er ist halt für die unterhaltung zuständig. wir kommen gut klar miteinander, aber es gibt schon einige dinge, die ich anders sehe: regeleinhaltung, grenzensetzung, auch mal nein sagen.
    aber klar, der papa hat ihn auch nicht immer und bei ihm ist auch immer die angst im hintergrund, dass er irgendwann nicht mehr zum papa kommen mag. und mein sohn weiß schon, wie er papa in die mangel nehmen muss, damit er alles bekommt, was er will.
    zuhause sieht es halt etwas anders aus. es ist eine schwere situation, mit der ich auch nicht glücklich bin, aber nichts ändern kann. ich kann es nur mit dem papa besprechen, umsetzten muss er es.

    weißt du, hätte ich das gespräch heute nicht zufällig mitbekommen,
    hätte ich gar nicht in der form reflektieren können wie jetzt. mein mann und ich haben uns natürlich gedanken gemacht und auch beschlossen, dass eine oder andere anders zu gestalten und zu verändern.
    mein mann unterstützt mich wo es nur geht, hört mir immer zu. von ihm kam auch die idee, zu kündigen. egal was ist, er hält immer zu mir. glücklicherweise habe ich auch ganz tolle freundinnen, die immer da sind für mich. ich rede viel darüber. ich habe auch schon überlegt, mit einem psychologen zu sprechen, in dem falle, dass es sich nicht lösen lässt.
    ich lasse nichts unversucht.
     
  7. Ännaaa

    Ännaaa Mitglied

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    Hallo Engelchen :)

    Da unterschreibe ich direkt, was Reinhold sagt. Lass die Veränderung auf dich zukommen, wenn sie eben kommt und helf nicht krampfhaft nach, sonst geht´s nach hinten los. Du baust dir somit noch mehr Druck auf, was dich bestimmt noch mehr aus der Ruhe bringt. Und so schließt sich langsam der Teufelskreis. Das Zauberwort heißt wohl erstmal Akzeptanz. Zu akzeptieren, dass du so bist, wie du (gerade) bist und dein kleiner Sohni auch :) Der macht seit der Trennung bestimmt einiges durch. Der muss erst mal mit allem zurecht kommen. Ging meinem Kleinen auch so, doch jetzt, seit er in der Schule ist und seit ca. drei JAhren einen Hort besucht, scheint er sich von allem, was mir, den Pädagogen und Therapeuten damals so auffiel, erholt zu haben.
    Dass du so reflektiert bist und vieles erkennst, ist doch die beste Vorraussetzung, dass es bald mal "besser" laufen könnte.
    Die Situation im Kiga stelle ich mir auch schwierig vor. Da wird jetzt von allen Seiten beurteilt, was das BEste für einen sei und bli bla blubb. Kenne ich wohl auch. Da ist es wichtig, den Rest dadraußen reden zu lassen, jedoch sich nicht beeinflussen zu lassen – ja, sage gerade ICH :D Aber wenn man selbst nicht der Betroffene ist, sieht man mehr, als bei sich selbst :rolleyes: Naja, ist jedenfalls mal wieder lustig, zu lesen, dass Menschen meinen, Probleme bei anderen sehen zu müssen. Kommt mir ja schon wie Geläster vor, wenn du gar nicht in diese Gespräche mit einbezogen wirst, und sowas erst von deiner Freundin erfahren musst. Und die wird dafür auch noch schräg angemacht.....tztztz.....konfuse Welt :rolleyes:

    Würd gerne noch weiter schreibben, aber die Arbeit ruft. Ich wünsche dir einen schönen Start in den Tag und viel Kraft :)

    LG
     
  8. Susa44

    Susa44 Neues Mitglied

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    Ännaaa, die Trennung erfolgte schon als das Kind ein Baby war, was natürlich nicht heißt, dass die Situation deshalb ganz und gar anders ist... aber ich dachte ich füge das trotzdem noch mal an.

    Engelchen, aber deiner letzen Nachricht nach, habe ich einen komplett anderen Eindruck. Das hört sich doch alles nach einem ganz normalen Familienleben an, mit Problemen, die wir alle haben. Dein Sohn ist doch noch so klein und lernt Tag für Tag Neues. Wenn er sich in der Gruppe anders verhält und Dinge ausprobiert, lernt er was er mit seinem Verhalten bewirkt. Auch wenn das Verhalten deiner Meinung nach nicht angemessen ist oder nicht nachvollziehbar. Ich denke es ist ein normaler Prozess, der sehr wichtig für ihn ist. Er muss die Sachen ausprobieren und lernen. Er wird mit der Zeit herausfinden, was für ihn das Beste ist und seine Stärken ausprägen, so wie wir alle es im Laufe des Lebens tun. Ich denke du musst dich halb so sehr sorgen, es hört sich an, als würdest du einfach alles geben. Und ein absolut sorgenfreies Leben bringt ja nicht gleichzeitig intelligente, leicht umgängliche Kinder hervor. Ganz im Gegenteil, Probleme lassen uns auch wachsen und es finden immer neue Entwicklungen statt, wohingegen doch die Abwesenheit von Problemen meistens Stagnation bedeutet. Das ist jedenfalls meine Meinung.
    Manchmal weiß man gar nicht, wie gut man es mit der eigenen Familie hat, in der es vielleicht oft mal Probleme gibt, die zu bewältigen sind. Es gibt Familien, die Probleme weder erkennen, noch bewältigen wollen.
    Wenn du deinem Sohn Liebe schenkst und das tust du, dann kann doch gar nichts schief gehen.
     
  9. Asaglia

    Asaglia Sehr aktives Mitglied

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    ja eben, dass ist auch ein grund, weshalb ich keine lust mehr auf die arbeit dort habe. die meisten mitarbeiterinnen sind unzufrieden... unsere leitung (ist nicht die erzieherin meines sohnes) kann ziemlich bösartig sein. sie lästert mit mitarbeitern über mitarbeiter, erzählt alles weiter und trascht. sie sieht auch ständig fehler und reibt das einem ganu fies unter die nase, teilweise auch vor den anderen. es gibt gerade viele unstimmigkeiten und unzufriedenheiten. ich befürchte, dass das bald richtig kracht.
     
  10. Asaglia

    Asaglia Sehr aktives Mitglied

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    danke susa, dass gleiche feedback bekam ich von meiner freundin auch.:) bei uns läuft alles ganz normal, sind eine ganz normale familie mit ganz normalen problemen. problematisch wäre es in meinen augen, wenn der papa sich nicht um unseren kleinen kümmern würde... aber das ist ja nicht der fall, deswegen kann ich das gar nicht verstehen. für ihn ist dass das normalste der welt und er sagt es auch immer, dass er es so toll findet,
    dass er zwei papas hat und ist da auch ganz stolz. für
    ihn ist das sogar etwas ganz besonderes.
    klar ist er sehr aufgedreht bevor er zum papa geht und
    auch danach, wenn er wieder kommt. aber ich halte das für völlig normal.
    am mittwoch hatte mein sohn vorschule und die lehrerin war da. mein sohn wurde der lehrerin bisher
    nie als problematisches oder auffälliges kind beschrieben.
    mein kleiner wurde am mittwoch mittag vom papa abgeholt, er darf bei ihm gerade
    ferien bis sonntag abend machen und dementsprechend aufgeregt war er an dem morgen. er
    zählte schon seit letze woche die tage, wann es endlich soweit ist. so, der lehrerin fiel er an diesem morgen
    extrem auf, weil er wohl das einzigste kind war, dass nicht konzentriert war, unruhig und hibbelig war.
    die lehrerin sprach dann wohl seine erzieherin darauf an. einen tag später kam die
    lehrerin zum gespräch und erst darauf kam sie auf ihn zu sprechen.
    seine erzieherin hätte mir ja am mittwoch ein kurzes feedback geben können, was abgelaufen ist.
    warum muss ich das so erfahren?
    ich hatte das gefühl, dass meine kollegin meine charakteristischen eigenschaften als mangel darzustellen versucht und das als ursache sieht - das ich sozusagen dafür verantwortlich bin und mein sohn bei mir keine ruhe hat. und eben auch dadurch, dass er auch öfters zum papa geht:rolleyes:
    aber ganz ehrlich, rechtfertigt sowas, dass man nicht mit
    den eltern spricht, wenn man solche - wie sie es ja der lehrerin
    gesagt hat- gravierende meineung hat???
    mir kommt es fast so vor, als musste irgendeine begründung her,
    weil sie einfach mist gebaut hat und dabei ertappt wurde.
    und dadurch, dass ich mich eben manchmal so fühle, wie ganz oben beschrieben, fühlte ich mich in diesem moment verunsichert - was wohl auch das ziel war - weil das eben auch dinge sind, die mich selbst stören und ich ändern möchte und sie mir genau das vorwarf: ich wäre ein nervöser mensch, sehr sensibel usw.
    indirekt gab sie mir zu verstehen, dass sie glaubt, dass ich zu streng mit ihm umgehe und ich ihn verbiege, damit er dem entspricht, wie ich ihn gerne hätte und das ist überhaupt nicht der fall. sie versteht nur nicht, was in ihm vorgeht und sieht auch nicht, dass die strukturen in ihrer gruppe für manche kinder nicht das richtige ist. indem man mit den kindern star wars laserschwerter bastelt, übt man nicht wirklich konzentriertes arbeiten;)
    und unsere "besondere" familienverhältnisse schiebt sie als grund vor, dass es ihn überfordert, dass er einen richtigen papa hat und dann noch den stiefpapa. ich bin mit meinem partner zusammen, seit mein sohn 1 jahr alt ist, also seit bald 5 jahren....
    mir tut es nur so leid für meinen sohn, dass er in so eine schublade gesteckt wird und nicht erkannt wird, was tatsächlich das problem ist. bei einer
    logopädin vor 2 jahren war es genau das selbe: da war es ja schon schlimm,
    dass der sohn einer erzieherin erst so spät anfängt zu sprechen und
    gleich die aussage: sie sind erzieherin, dann kann er ja bestimmt
    sehr gut schneiden und malen." klar, ich setze mich jeden
    tag mit ihm hin und schneiden dinge aus:rolleyes:
    das er ruhe braucht, dass sehe ich auch so, er ist ein sehr lebhaftes kind. er ist einfach so.
    aber was man nicht vergessen darf ist, dass er noch 10 monate zeit hat, bis er eingeschult wird...bei uns wird erst mitte september eingeschult und diese zeit sollte man ihm auch geben.
    ja ich denke auch, dass er mit sicherheit seinen weg gehen wird und er hat immer seine familie, die ihn liebt und ihm auf die beine hilft, wenn der weg einmal schwer sein sollte. ich sehe es genauso wie du.
     
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