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Familie

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Reiki-Christian, 7. September 2002.

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    Hallo an alle,

    ich lese die meisten Beiträge recht interessiert und stelle dabei fest, dass die meisten von euch die zeit der Welt haben, dies oder jenes zu lesen, auszuprobieren.
    Ausser mir und meiner Frau sind noch drei Kinder hier und das ist alles zeitintensiv.
    Ist es tatsächlich so, dass ich meinen weg nur als Single gehen kann?

    Gruß Christian
     
  2. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Viele Wege sind nur breit genug für einen, aber welchen Weg Du gehst entscheidest Du selbst. Welcher Weg der richtige für Dich ist hängst von Deinem Ziel ab, und Du erreichst es nur, wenn Du kraftvoll voranschreitest.
     
  3. Filippo

    Filippo Guest

    Hallo Christian!

    Also ich denke, die ideale Situation ist es, wenn Dich Deine Familie auf dem Weg begleitet. Das funktioniert natürlich nicht immer, ist aber doch sicher erstrebenswert. Vielleicht ist es ja bei Dir auch möglich...

    ciao, Phil :)
     
  4. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Die Familie ist der Weg.
     
  5. Isis

    Isis Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2002
    Beiträge:
    1.003
    Ort:
    Saarland
    Eine Richtung ist niemals ein Weg. Wo man sich hinbewegt, davon braucht es keine Vorstellung, sondern lediglich Beobachtung von dem was ist. Das was ist, ist Faktum, welches uns unterrichtet. Es lehrt uns alles, was es zu verstehen gibt, alles was es zu entdecken gibt, des Lebens Geheimnis. Die richtige Art zu leben ist, sich diesem Geheimnis zuzuwenden mit Interesse und Neugier, mit Freude und Mut. Eine vorgefaßte Meinung zu haben ist überflüssig. Was sich zeigen will, entfaltet sich von selbst in der stillen Betrachtung. Es braucht keinen Antrieb, um in Erscheinung zu treten.
    Man muß immer beginnen mit dem was ist. Jede erfüllt Form zerbricht von selbst.

    Liebe Grüße
    Isis
     
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    mmmhh,na ja, war jetzt noch nicht so das dabei was mir denn Aha-Effekt verliehen hat. Darum habe ich meine Frage überprüft, auf dass was ich wissen will.

    Also versuche ich es mal anderst herum.
    In den Büchern steht "loslassen" , keine Angst haben, Gott (das Universum) sorgt für dich.
    Beruflich, klappt das wunderbar, selbst bei solchen Sachen wie Auto, Haus, ..... alles ok. Kein halten, so wie es kommt so will ich das auch.
    Bei der Familie, meinen vieren da ist doch immer Angst und Furcht mit dabei, wieso klappt es da nicht?

    Gruß Christian
     
  7. Isis

    Isis Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2002
    Beiträge:
    1.003
    Ort:
    Saarland
    Hallo Christian,

    Liebe ist ausgestorben in der Welt.
    Beziehung ist ausgestorben in der Welt.

    Wir haben Vorstellungen voneinander, die dem Bedürfnis nach Sicherheit und somit unseren Ansprüchen nach Besitz dienen. Und wenn der Andere diesen Vorstellungen nicht entspricht, sind wir sauer und glauben ein Recht darauf zu haben, daß er unsere Erwartung erfüllt. Wir stehen nur zu diesen Bildern in Beziehung und solange alles läuft ist alles prima – bis der große Knall kommt.

    Irgendwann wird sichtbar, daß der Andere nicht das ist, was wir in ihm sehen wollten, und dann haben wir die Quelle für Streitigkeiten und Konflikte: die Unwahrheit der eigenen Bilder. Dann reicht es nicht aus, ein bißchen sein Verhalten zu ändern, sondern wir sollten mit Freude daran gehen, zu sehen wie der Andere wirklich ist. Ansonsten bleibt das Leben trostlos.
    Jeden Augenblick neu hinschauen, immer wieder neu begreifen, niemals denken, ich kenne den Anderen, - das bringt unmittelbaren Kontakt, Liebe eben.

    Nicht der Gedanke kann die Bilder in uns auflösen. Er erschafft die Bilder. Sie gehorchen uns. Wir können sie besitzen, im Gegensatz zu dem Lebendigen. Sie sind die Gewohnheiten, die nur durch Anschauen durchbrochen werden können. Hinschauen, als würde man den Anderen zum ersten Mal sehen. Jeder Tag muß ein neuer Tag sein. Jede Begegnung ist eine neue Begegnung. Das schafft Verbindlichkeit in der Beziehung aufgrund von Liebe und nicht aufgrund von Gewohnheit.

    Die Gedanken, die den Mustern folgen konditionieren den Menschen. Das Gehirn ist das Ergebnis der Evolution und daher universal. Die Gehirnzellen bewegen sich in der Zeit und setzen deshalb die Programme fort. Durch den Versuch des Gehirns, seine eigene Funktion anzuhalten, wird das alte Programm verstärkt. Deshalb funktioniert das auch mit dem Loslassen nicht. Es gibt keine Technik zur Dekonditionierung und dies sollte auch nicht die Absicht sein. Es braucht eine radikale Entleerung des Bewußtseins ausserhalb von Zeit und Denken. Nur Wahrnehmung bringt den Blitz der Erkenntnis.

    Sich darüber klar zu sein, daß man konditioniert ist, ist schon der erste Schritt.

    Es braucht eine ganzheitliche, unmittelbare Wahrnehmung, die nicht verzerrt ist. Volle Aufmerksamkeit, keine Bewertung, keine Emotionen, keine Erwartungen. Die Klarheit der Wahrnehmung führt zum Ende des Wahrgenommenen. Unklare Wahrnehmung häuft eine Schuld an die Vergangenheit an.

    Viel Erfolg. :)

    Liebe Grüsse
    Isis
     
  8. Horus

    Horus Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2002
    Beiträge:
    71
    Ort:
    Deutschland, Nordrhein-Westfalen
    Dein Text hat mir sehr gut gefallen, ein paar Anmerkungen bzw. Fragen zwecks genauerem Verstehen habe ich dennoch:

    Wahrnehmung kann Erkenntnis bringen aber Erkenntnis bringt nicht zwangsläufig eine Auflösung der problematischen Struktur!?

    Was verstehst Du unter einer "radikalen Entleerung..." und wie soll sie Deiner Meinung nach zustande kommen?

    Worin besteht für Dich der Unterschied zw. Dekonditionierung und Entleerung - würde nicht eine vollständige Dekonditionierung zu einer Entleerung führen.

    Und zu guter Letzt hoffe ich doch sehr, daß die Liebe nicht ausgestorben ist und denke, daß es durchaus Möglichkeiten der Dekonditionierung (interessant: ich wollte gerade Dekontamination schreiben) gibt.

    Vielleicht liegt es ja nur an einem unterschiedlichen Verständnis der Begriffe - von daher freue ich mich schon auf Deine Antworten.

    Viele Grüße
     
  9. Isis

    Isis Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2002
    Beiträge:
    1.003
    Ort:
    Saarland
    Hallo Horus,

    Erkenntnis aufgrund klarer Wahrnehmung führt zwangsläufig zum Ende des Wahrgenommenen.

    Natürlich gibt es eine vollständige Dekonditionierung, eine vollständige Befreiung von allen Prägungen, aber es gibt keine Technik oder Methode. Oder kennst du eine? Jede Beschreibung würde zu einem neuen Gefängnis – einer neuen Konditionierung.

    Ausserhalb von Raum und Zeit gibt es nur eine radikale, plötzliche Entleerung, ein Ausstieg aus dem Zustand des Denkens, in dem sich die Menschheit bewegt.

    Und zu guter Letzt: Nicht hoffen, sondern die Liebe leben.;)

    Liebe Grüße
    Isis
     
  10. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Werbung:
    Hi Christian,


    Soso, der "aha-Effekt" fehlt. ;)



    Vielleicht so:

    Vor Jahren begann ich, mich mit Meditation zu befassen. Ich saß stundenlang im Schneidersitz oder Zazen bis die Knochen schmerzten. Ich las Bücher und diskutierte mit anderen, und suchte rastlos in alledem nach dem Sinn meines Lebens, nach Antworten auf meine vielen Fragen, die ich mir über mein Leben stellte.
    Ich kam allerdings kaum "voran" mit meinen Studien - das war zumindest mein Gefühl, und ich wünschte mir auch, mehr Zeit für die spirituellen Dinge übrig zu haben, um endlich schneller voran zu kommen und die brennenden Fragen beantwortet zu haben.


    Tatsächlich aber fand ich die Antworten die ich suchte nicht in Schulen oder Büchern - und auch nicht in der Meditation, sondern im ganz normalen Alltag. Mein Leben - das Aufstehen, die Familie, die Arbeit, die Freunde, das Essen, Lieben, Laufen - das alles waren die spirituellen Dinge, mit denen ich umgeben war. Die Probleme, die ich hatte waren die spirituellen Gewichte, die ich zu heben hatte um Mut und Mitgefühl zu entwickeln. Das Leben, so erkannte ich, war die wirkliche spirituelle Schule, in die wir alle gehen.

    Das mag jetzt banal klingen, aber mich haute diese Einsicht damals um. Ich knickte in die Knie ein und musste lange und lauthals lachen. Überall hatte ich nach Antworten gesucht, wo sie doch die ganze Zeit so offenbar gewesen waren, und zwar 'jetzt und hier', in jedem klitzekleinen Augenblick, den wir bewusst erleben können. Die Morgensonne, die früh durch die Bäume eines nebligen Waldes bricht, das Schillern eines Wassertropfens auf einem Grashalm, vor dem ich meditiere, ein Stück Holz, das ich sorgsam und konzentriert bearbeite sind zwar alltägliche Momente, aber sie sind immer etwas ganz Besonderes !


    Mein Leben hat sich von diesem Tag an verändert, denn ich habe mich verändert. Ich habe etwas unglaublich Aufregendes gelernt: es gibt keine alltäglichen Momente.
     
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