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Die weibliche Seite des Christentums

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Dolphins Mind, 28. Dezember 2007.

  1. Werbung:
    Diese gibt es tatsächlich - und zwar auch abseits solch wunderlicher Romane wie "Sakrileg".

    Hier einige interessante Textstellen:

    "Hier stoßen wir auch auf das Geheimnis der „Sophia", der „Weisheit" des Alten Testaments, einer weiblichen Ausdrucksform göttlicher Kraft. Im Bereich der orthodoxen Ostkirche ist Maria vielfach mit Sophia identifiziert worden. Der Sophiologe und Visionär Solowjoff hat sie als erst in unserer Zeit in ihrer kosmischen Dimension näherkommende Wesenheit erlebt - wie dies auch für Christus angenommen wird, z.B. Steiners „ätherische Wiederkunft Christi" um 1909, o.a. Wie Jesus und Maria im Kleinen, so kann offenbar der „kosmische Christus" und Sophia als Himmelsmutter im Großen mystisch erlebt werden. S.a. Hildegunde Wöller "Ein Traum von Christus". Der Zusammenhang kann auch so ausgedrückt werden: die "mütterliche" Eigenschaft Gottes wirkt daran mit, daß die Schöpfung Gott entgegenwachsen kann, wie Gott ihr seinerseits entgegenkommt.

    Feministische Theologinnen haben darauf hingewiesen, daß der Heilige Geist in der damaligen Sprache eigentlich „Heilige Geistin" hieß. Maria bzw. Sophia könnten eventuell genauer als Ausdrucksform gesehen werden, in die der Heilige Geist einfließt und Gestalt annimmt, wie im Symbol der Taube.

    (...)

    Das Kommende hat jedenfalls männlich-weiblichen Charakter, ist nicht mehr patriarchalisch, aber auch nicht matriarchalisch.

    Während etwas vom Wirken Christi in jedem Menschen ist, wie in vorangegangenen Kapiteln erläutert wurde, kann dies nun durch den äußeren Christus und den Heiligen Geist von neuem verstärkt werden, auch durch seine Worte, aber nicht nur durch diese."

    http://www.christuswege.net/de1234/24.htm



    Liebe Grüße
     
  2. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.057
    Ort:
    burgenland.at
    das entspricht ziemlich genau der realität.

    man muss sich dabei aber von der allgemeinen orientierung trennen,
    dass für männlich der mann steht, und für weiblich die frau.

    abgeleitet von mann und frau wurde sehr wohl die welt eingeteilt, in einen bereich der sich kraftvoll und weltlicht entfaltet in der weiblichen welt, und in einer empfangenden weiblichen religiösen und spirituellen seite des lebens, die auf den jenseitigen männlichen teil wartend verbleibt.

    darum ist es wohl auch ein offenes geheimnis, dass sich das urchristentum nach den ereignissen in jerusalem drastisch umgeformt hatte und den weiblichen faktor der gemeinschaft betonte in erwartung einer jenseitigen erkenntnis. sehr wohl spielte darin die sophia eine wesentliche rolle, genau so wie auch die weibliche form der taube, die ihren ursprung in der symbolik des hahnes begründet, der gelegentlich mit dem nicht minder aktiven huhn in verbindung gebracht wurde ("wie ein huhn ihre kücken unter ihre flügel schart, so wollte ich euch einen, aber die welt wollte nicht ...") und letztlich seine darstellung gefunden hat im monatszeichen des griechischen krebses.

    diese umgestaltung lässt aber auch erkennen, dass man gewillt gewesen ist, nicht aus dem eigenen seine entwicklung zu stärken und zu verbessern, sondern vorwiegend auf den einfluss von aussen bedacht gewesen ist.
    in der sache selbst ist das eine recht glaubhafte vorgangsweise und die damit verbunde erfolgsrate sollte diesem versuch auch recht geben.
    beim erlangen von teilerfolgen und im ausbleiben weiterer positiver werte verlagert sich dann aber diese einstellung.
    wir kommen dann auf den ursprünglichen gedanken wieder zurück, wo die wechselwirkung von weiblich und männlich hervorgehoben wurde.
    im fehlen der zuvor praktizierten männlichen seite, machte sich danach doch nur diese weibliche darstellung bemerkbar, und die männlichen aspekte wurden wenn überhaupt nur ansatzweise eingeflochten verwendet.

    hier ergab sich ein breit angelegtes betätigungsfeld, das zuerst von den missionarischen tätigkeiten genützt wurde.
    an dieser stelle ist sehr stark das paarweise auftreten in der usprünglichen durchführungsweise hervorzuheben.
    das hatte einen sehr starken praktischen wert. geplant war das verbreiten der lehre in der form, dass jeder "männliche" also weltliche vertreter einen weiteren teilnehmer eines anderen personenkreises heranziehen möge, indem er sich von seinem vorherigen trenne oder getrennt wurde, um damit einen neuen zusätzlichen "weiblichen" faktor in der gemeinschaft mit einbeziehen möge. von der "weiblichen" und eigenen geistigen seite aus gesehen, verstand sich diese vorgehensweise genau in die andere richtung, im dazugewinnen einer weiteren person die sich in einem "männlichen" also weltlichen kreis befand.

    ein umfangreiches wachstumprinzip.

    leider oder gott-sei-dank je nach dem wie man zu dieser sache steht, wurde aber nur eine richtung in der weiteren praxis verwendet.
    das bedeutet, mit der allgemeinen umwandlung der ganzen apostelbruderschaft in eine erwartende "weibliche" und geistig ausgerichtete gemeinschaft, dadurch wurde nur eine richtung favorisiert, in der sich lediglich die anreicherung mit weltlichen elementen vollzogen hatte, mit der bindung an die geistigen werte der gemeinschaft. dadurch wurde das eigene religiöse weltbild zwar konserviert, verhinderte aber auch jede weiterentwicklung aus anderen geistigen strömungen.

    ob nun gut oder schlecht das sei dahingestellt.
    meiner meinung nach waren die menschen der damaligen zeit mit dem umfassenden programm überfordert.
    darum machte das einfache handeln sinn, stärkte das eigene verständnis im glauben und die mögliche gestaltung und weiterentwicklung im eigenen darin, und wurde durch äussere weltliche elemente im adaptieren verstärkt.

    es dauerte im christentum sehr lange bis sich der ursprüngliche charakter der weltlichen komponente wieder bemerkbar machte und in einer kleinen staatsbildung durchsetzte, ohne dabei jemals wieder den einst vorgesehenen charakter zu erzielen.

    in einem solchen werden spreche ich von der eigendynamik der apostelbrüderschaft in den ausgehenden tendenzen des urchristentums, die sich von der eigentlichen lehre des meisters entfernte, in der geringeren schrittweise durchgeführten praxis.

    es scheint also zuwenig nur von anklingenden weiblichen aspekten und den minus-werten der welt zu sprechen, wenn wir heute das christentum bewerten, sondern das findet sogar in der formulierung "kirche, die frau christus" ihre bestätigung.

    obwohl es dazu historisch und programmanalytisch
    ganz andere einblicke und bewertungen vorzuweisen gibt.
    was aber vor allem aus der optischen ähnlichkeit von jesus und paulus rührt,
    und bestimmt nicht allen und jedem ersichtlich sein kann.

    und ein paar :koenig: :zauberer1
     


  3. Ja, das ist wahr. Auch deine anderen Gedanken gefallen mir sehr gut ...

    Liebe Grüße
     
  4. Lobkowitz

    Lobkowitz Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Juni 2003
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    Wien
    im hebräischen urtext der bibel ist gott androgyn, wie die übersetzung bubers beweist..
    "und gott schuf den menschen nach seinem vorbild: als mann und frau erschuf er IHN" das beweist die zweigeschlechtkichkeit gottes.. meist wird fals übersetz.. erschuf er SIE daher kommt die geschlechtliche dualität.. bzw das bild gottes als !mann"
    alles liebe
    thomas
     


  5. Ganz verstehe ich das jetzt nicht. Gott ist androgyn z. B. als Brahma (im Indischen). Seine erste Schöpfung, wozu auch Christus gehört, ist bereits zweigeschlechtlich. Deswegen wurde von den Urchristen dem männlichen Christus eine weibliche Sophia zugeordnet ...


    Liebe Grüße
     
  6. Lobkowitz

    Lobkowitz Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Wien
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    ich rede von der bibel,, dort entsand das patriarchalische gottesbild...
    alles liebe
    thomas
     


  7. Ja. Das Problem bestand vielleicht auch schon darin, dass Jesus den Juden und den anderen Völkern kaum den weiblichen Aspekt Gottes vermitteln konnte, weil auch diese Gesellschaft stark patriarchale Züge hatte ...

    Sie haben ihn schon so kaum verstanden, und er müsste ständig in Gleichnissen sprechen ...


    Liebe Grüße
     
  8. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
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    6.057
    Ort:
    burgenland.at
    damit wir besser vertehen können, warum in der bibel im NT die positionen von personen der vergangenheit zwar in den jeweiligen monaten und jahressektoren berüchsichtigt wurden, ohne unmittelbar im zusammenhang damit zum ausdruck kamen, sollten wir uns diese anekdote näher betrachten ...

    matthäus hat folgendes geschrieben:

    grundsätzlich sind die handelden personen, der nazaräner, petrus, jakobus, johannes, und johannes der täufer in folgenden jahresabschnitten geboren:

    der nazaräner - widder,
    petrus - stier,
    jakobus - krebs,
    johannes - wassermann,
    johannes der täufer - krebs.


    nun kann man sehr einfach den berg auf den sie damals gestiegen sein wollten mit dem bauch der werdenen mutter in zusammenhang bringen.

    in dieser erzählung wird uns die erscheinung von mo-ses und elia glaubhaft gemacht.
    diese personen befanden sich bei der geburt in folgenden zeichen:

    mo-ses - skorpion,
    elia - widder.


    nun führt die zeugung im krebs (jakobus) in 9 monaten zum widder (elia).
    oder die zeugung im wassermann (johannes) in 9 monaten zum skorpion (mo-ses).

    während sich die zeugung im stier (petrus) in 9 monaten im wassermann (noah) verliert,
    und nicht in einer personellen gestalt ausdruck gefunden hatte.

    dagegen führt uns die zeugung im krebs (johannes, der täufer) in 9 monaten zu einer realen person im widder (der nazaräner).

    einerseits wird hier das weibliche und mütterliche prinzip betont und im jahreskreis dargestellt und erklärend zum verständnis gebracht,
    anderseits wird damit gleichzeitig die symbolische funktion des zeichens am ende, also bei der geburt entwertet.
    darüber hinaus enthält diese aussage einen hinweis auf eigene befindlichkeiten der handelden personen,
    genau so wie sie sich ausdruck verschafft im hinblick auf visionäre empfindungen jener zeit, die sich zu den unmittelbaren verstorbenen (johannes der täufer) distanziert verhielt
    und entfernte, schon lange von uns gegangenen personen (noah) keine gestaltende form mehr zugesprochen hatte.

    dazu kommt noch, dass der weltliche und männliche teil,
    der am besten mit andreas zur darstellung gelangen konnte,
    im werden von fisch-schütze,
    hier gar keine benennung erfahren hatte,
    im bezug auf abraham, der die gleichen werte beansprucht,
    und in dessen sohn jakob, mit dem werden widder-steinbock,
    nur im angfang der zeugung als widder ansatzweise angesprochen wurde.
    in den formen der drangsal seine berücksichtigung gefunden hat.

    wo letztlich als unüberwindliches philosophisches hindernis eine frauengestalt stand,
    in der person der gattin des nazaräners, judith.
    mit ihrem unvorteilhaften schicksal, für eine sinnvolle weitere zukunftsgestaltung.

    womit sich die kombination schütze - steinbock erledigte,
    und unmittelbar andere weibliche wege gesucht wurden.

    bis dann endlich jemand drauf kommen wird,
    dass elia im unbekannten göttlichen verweilte,
    sich in einem menschen optisch wiederkommend kund getan hat,
    und damit die schriften erfüllte.

    angeblich wollte damit eine zeitliche spanne überbrückt werden,
    und sollte eine verlängerung geplant gewesen sein ...

    und ein :weihna2

    nur so kommt man da hinein,
    egal ob es sich damals um eine enge tür drehte,
    oder heute um ein grosses tor handelt.

    und noch ein :weihna1
     
  9. Lobkowitz

    Lobkowitz Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Juni 2003
    Beiträge:
    3.278
    Ort:
    Wien
    nein, das ist aus der schöpfungsgeschichte.. die steht in der hebräischen bibel, ist also älter als die gleichnisse jesu..
    alles liebe
    thomas
     
  10. Werbung:

    Ja, das spricht aber dafür, dass in der Hebräischen Bibel schon das männliche Weltverständnis der Juden entstanden ist ...


    Liebe Grüße
     
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