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Lilith- die "verteufelte" Göttin

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von sternja, 11. März 2014.

  1. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
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    Der helle und der dunkle Mond im Einklang.
    Die freyje Frau:
    Freyja
    Göttin der Liebe, Göttin des Mondes, Gebieterin des Schicksals, der Sterne und der Magie; Herrin der Katzen

    Ihr Name bedeutet übersetzt "Herrin, mächtige Frau, Gebieterin". Nach Snorris Prosaedda leitet sich unser Wort Frau- im Unterschied zu wîp (Weib) - als weibliche Ehrenbezeichnung von dieser Göttin ab. Wîp bezieht sich also mehr auf das Geschlecht, Frau hingegen auf die Würde. Vornehme Frauen waren freyjur und das Wort hûsfreyja bezeichnete die Hausfrau, in deren Händen auch die Wahrsagekunst lag. "Und von ihrem Namen stammt die Ehrenbezeichnung vornehmer Weiblichkeiten: Frauen ", so steht es in der Prosaedda. Diese enge Verwandtschaft von Frau und Freyja erlaubt einen weiteren Schluss: Die Frau ist ihrem Namen nach bereits Göttin!

    Ihr Tag ist der Frei-tag ("Tag der Freyja"). Nicht nur unsere heutige Bezeichnung für einen unserer Wochentage, sondern auch der früher gebräuchliche Begriff freien(=heiraten) leitet sich von ihrem Namen ab. So war der Freitag ursprünglich ein Liebes- und Glückstag, an dem man heiratete und sich vergnügte.

    Freyja ist die größte Göttin der Vanen. Sie ist die herrschende Stammutter der älteren Götter. Die Vanen (insbesondere die Vaninnen) galten als ein seherisches, weises und weissagendes Geschlecht. Die Mythen erzählen, Freyja habe Odin die Kunst des Seiðr gelehrt. Seiðr ist die Magie der Verwandlung und des Siedens("Seiðr" bedeutet "sieden") magischer Tränke im heiligen Kessel. Seiðr ist eine frauenspezifische alte magische Übung, die mit dem Schamanismus verwandt ist. In Freyja verehren wir alles, was bereits unseren VorfahrInnen heilig war: die Macht der Liebe, die sich in der Sexualität und ihren schöpferischen Kräften manifestiert.

    Freyja spendet allen Lebewesen in gleicher Weise Leben: Alles Leben ist ihr Geschenk und gleich heilig. Freyjas heilige Tiere sind die Katze, das Schwein und der Falke. Sie fährt einen Wagen, der von zwei Katzen gezogen wird, sie reitet auf einem Schwein. Sie trägt ein Falkenkleid, mit dem sie, in einen Falken verwandelt, fliegen kann. Diese Verwandlungsfähigkeit ist ein Zeichen ihrer magischen Kraft, denn Freyja ist die Herrin der vanischen Art der Magie (Seiðr). Freyja wird auch gerufen, wenn es darum geht, eine Schwangerschaft abzubrechen.

    Freyja ist nicht nur die Göttin der Liebe & Sexualität, sondern auch die Göttin von Leben und Tod und auch eine Kriegerin. Die lebensspendende Göttin ist zugleich die todbringende. Die Edda berichtet von einem Eber namens Hildisvinn (Kampfschwein), den Freyja besitzt und davon, dass sie die Hälfte der gefallenen KriegerInnen auswählt (die andere erhält Odin). Freyja führt diese nach Fólkvangur. Dort gibt sie ihnen ein neues Leben.

    Freyja war übrigens, was Männer betraf, ziemlich wählerisch. Oðr musste dreimal um sie werben, ehe sie ihn überhaupt eines Blickes würdigte... Somit gilt Freyja auch als Beschützerin aller freyjen Frauen!

    ***

    Die Teilung "der Mondin" in hell und dunkel oder "gut und böse":

    Maria
    Große Göttin, Himmelskönigin, Meerstern und für ChristInnen die Mutter Gottes

    Mari ist ein Grundname der Großen Göttin. Ihr lateinischer Name war Maria, was die Meere bedeutet. Oft wird sie auch stella maris genannt, Meerstern.

    Maria gebar, wie so viele andere Frauen & Göttinnen, ein Kind in Menschengestalt: Rhiannon gebiert ihren Sohn Pryderi, durch Isis wird Horus wieder geboren, Demeter bekommt ihre heilige Tochter Persephone, die Erdgöttin schenkt Dionysos das Leben, und in Japan kommt Amaterasu aus ihrer Höhle. In unserer Kultur schenkt eben Maria Jesus das Leben.

    Der Kaiser Theodosius ließ um 384 das Christentum im römischen Reich zur Staatsreligion erheben und alle alten Religionen verbieten. Doch Glaube lässt sich halt nicht erzwingen, und so wurde Isis mit Maria identifiziert und aus Isis mit dem Horuskind die christliche Göttin Maria mit dem Jesuskind. Es gibt Statuen aus dieser Zeit des Übergangs von Isis zu Maria, von denen man nicht weiß, ob sie Isis mit dem Horuskind auf dem Arm oder Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm darstellen sollen.

    Die Christen wollten den matriarchalen Kult der Göttinnen-Verehrung auslöschen und ihre eigene Religion, in der es keine Frauen gab, in der ein zorniger, strenger, herrischer und rachsüchtiger Vatergott mit seinem Sohn angebetet wurde, durchsetzen. Doch das Bedürfnis der Menschen, eine Mutterfigur, eine Frau als göttliches Wesen zu verehren, konnten sie nicht auslöschen. Nachdem die Kirche also sah, dass die Menschen nicht davon abließen, weiterhin zu ihren Göttinnen zu beten, beschloss sie, die jahrtausendealte Göttinnen-Verehrung für sich zu nutzen, sie umpolen und umzuleiten auf ihre eigene Religion. Eine Aussage von Papst Gregor I. macht diese Geisteshaltung recht deutlich: "...man solle die Bräuche und Glaubenslehren der Völker nutzen und nicht versuchen, sie auszulöschen. Wenn eine Gemeinschaft einen Baum anbete, so solle man ihn, anstatt ihn umzuhauen, Christus weihen und sie ihre Anbetung fortsetzen lassen...".

    In diesem Sinne beschloss Papst Julius I., den Geburtstag Jesu, also Weihnachten auf den 25. Dezember zu legen, da dieses Datum mit den alten Bräuchen zur Wintersonnenwende (meist um den 21./22. Dezember herum, war ein bewegliches Datum) zusammenfiel. Die Kirche wollte das alte Fest Wintersonnenwende durch das christliche Weihnachten austauschen. Doch der Anlass für die beiden Feierlichkeiten war sehr unterschiedlich: Beim Wintersonnenfest wurde die Göttin gefeiert, der Schwerpunkt lag also auf der Frau, und der alte Name für diese Nacht lautete Modraniht (Mutter-Nacht). Im christlichen Weinhachten jedoch wurde der Gottessohn in den Mittelpunkt gestellt.

    Die christliche Gestalt der Maria entstand in den ersten vier Jahrhunderten der christlichen Ära aus einer Mischung althergebrachter Göttinnen, deren Attribute und Symbole sie vereint:

    der alte Aspekt der der jungen Frau als Göttin
    die Rose als Sinnbild für Blut, Liebe und vor allem die weibliche Sexualität und ihre Sinnlichkeit
    Mondsichel und Spindel
    die Muschel als Symbol für die Vagina
    ihr blauer Sternen-Mantel verweist auf ihre Identität als Himmelskönigin
    (...)

    Eine Zusammenfassung aller wichtigen Ur-Göttinnen:
    http://www.frauenwissen.at/goettinnenlexikon.php

    ***

    Ich möchte hier jetzt nicht den Eindruck einer Feministin erwecken, denn das liegt mir fern. Mir scheint es mit Lilith eher um die Gleichberechtigung zu gehen. Also um Gott UND Göttin, die miteinander "regieren" bzw. "herrschen".
    Für mich ist Gott mit Geist und Göttin mit Materie vergleichbar.
    Das Fehlen oder Herabsetzen der (eigenen) Göttin, der großen Mutter (Natur, zu der auch unser Körper gehört) mit all ihren Attributen, sowie eben auch Leben UND Tod, führt zu Abspaltung und Leiden.

    Das ist (nur) meine Sicht und Erkenntnis.

    LG
    Stern
     
  2. Dilbert

    Dilbert Sehr aktives Mitglied

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    D-Südpfalz
    Hallo Sternja,

    Schöne Überschrift. :D Folgendes habe ich von einem AT-Theologie: Es ist normal, daß die Götter der Nachbarn verteufelt wurden. In der Bibel gibt es dazu auch viel Probaganda.

    Dreikaiseredikt = Obrigkeits-Kirche.

    Kleine Ergänzung: Wintersonnenwende plus 3(!), dann kommt man auf den 24. 25.

    Gott, altgemanisch = Anrufbare

    Der Anrufbare
    Die Anrufbare
    Das Anrufbare

    D.
     
  3. Dilbert

    Dilbert Sehr aktives Mitglied

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    Quelle: Jener AT-Theologe. Er sagte in der AT-Forschungen arbeiten die 3 Wüstenreligionen, Archologen, Historiker und Philologen zusammen.

    ca 1000 v.Chr.

    Verleichbar mit Zeus und Hera: El und Aschera
    JHWH entspricht Wetter- und Kriegsgott; Gefährtin = Amat

    Dazwischen gibt es noch eine Lücke, danach

    JHWH und Aschera

    Durch Vereinigung Judäa und Israel unter einem Gott: JHWH ca 500 v.Chr.
    Nach 500 v.Chr. gibt es keine Hinweise für Aschera mehr.

    Bis 500 v.Chr jede Menge Funde über viele Götter (Sippengötter) in Israel. Ab 500 vor nichts mehr dergleichen.

    JHWH Aufstieg vom Sippengott zum höchsten Gott. Er hatte Geschwister, darum das Gebot "Du sollst keine fremden Götter neben mir haben"; um sich selbst zu den anderen erhöhen.

    Wie oben erwähnt, Quelle AT-Theolge. Dazu findet man leier nichts im I-Net.

    D.
     
  4. Dilbert

    Dilbert Sehr aktives Mitglied

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    Um dem Faden eine astrologische Note zu geben, folgendes:

    Als ich den Theologen fragte, ob das Verhältnis von EL und JHWH vergleichbar wäre mit Uranus und Saturn, war seine Antwort, daß es es nicht ganz so sähe.

    D.
     
  5. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

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    Hallo D.

    das find ich schön. :)

    Hab da auch was Schönes bei Remo F. Roth heut gelesen.
    Find die ganz toll die Homepage.

    Der Archetypus der mystischen Hochzeit in der Alchemie und im Unbewussten des heutigen westlichen Menschen

    http://www.paulijungunusmundus.eu/hknw/coniunctio_alchemie_mod_t2a.htm

    LG
    Stern
     
  6. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo D.

    Die astrologische Note würd ich eben bei Mond (heller Mond) und Lilith (dunkler Mond) sehen.
    Ich habe die Vermutung, dass Lilith vor allem wenn sie zum Mond in nicht verträglichem Zeichen steht, besonders mächtig wirkt.
    Wie bei mir mit Mond in Schütze und Lilith in Stier.
    Meine Mutter dagegen hat Lilith in Zwillinge und Mond in Waage.
    Sie konnte meine "Neigung zur Rebellion" irgendwie nie nachvollziehen. :D
    Heute versteht sie mich zwar schon, aber sie ist halt nicht so.
    Sie ist was ihre "Weiblichkeit" betrifft mit sich im Reinen, schon immer gewesen.
    Bin ich heut zwar auch, aber das hat halt gedauert... da waren "Aufgaben zu lösen", um dahin zu kommen.

    LG
    Stern
     
  7. Freija

    Freija Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Juni 2008
    Beiträge:
    4.945
    wunderbar, danke dir für deinen text ;)
     
  8. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Nur als kleine Nebenbemerkung: Zur mystischen Hochzeit kann ich wenig sagen. Aber das Thema des Tantrismus hat der Herr Roth offenbar ungenügend verstanden, und es scheint, als habe er selbst nie ein tantrisches System wirklich ernsthaft praktiziert. C.G.Jung's Ansichten zum Tantrismus, veröffentlicht immerhin vor ca. 80 Jahren, welche Roth zitiert, müssen heute als überholt angeschaut werden. Jung selbst hat ebenfalls nie wirklich ein tantrisches System praktiziert. Ich denke, wir sind hier bedeutend weiter, was die Integration tantrischer Systeme im Westen anbelangt. So schreibt Roth beispielsweise:
    Ich würde sagen, die letzte Aussage Roths trifft weder auf die hinduistische noch auf die buddhistische Variante wirklich zu, oder sie stellt zumindest eine grobe Vereinfachung der Situation dar.
     
  9. ELi7

    ELi7 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. November 2007
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    2.905
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    Las Terrenas, Dom.Rep.
    Lilith- die "verteufelte" Göttin, guter Titel.

    Gut gesagt, habe ich immer so verstanden. Jede Frau, mit der ich zusammen war, habe ich immer als Göttin angesehen und behandelt. Ich musste aber akzeptieren, dass darunter aber auch zwei Teufelinnen waren, die nur eines im Sinn hatten, sich finanziell zu bereichern, sehr extrem zu lügen und zu betrügen. Das verhilft dem o.a. Titel, aus meiner Sicht, zu seiner Berechtigung. Dass dies auch bei Männern, als Teufel, der Fall ist, sei nur am Rande zur Ehrenrettung der Frau erwähnt.

    Liebes- und Glückstag Ja, manchmal aber auch ein Unglückstag, siehe Freitag, der 13. Woher kommt dieser Freitag, der 13.?

    Unsere Vorfahren hatten ja einen Mondkalender und der Mondzyklus hat 29.5, also fast 30 Tage. Von Vollmond angefangen kommt nach 14 3/4 Tagen der Neumond, dem nach 14 3/4 Tagen wieder der Vollmond folgt. Im englischen Sprachgebrauch hat sich bis heute der Begriff der 'forthnight' erhalten und auch wir kennen noch die '14 Tage'. - Bytheway, 'Frau Göttin' weiss natürlich, dass 14 Tage vor dem nächsten Regelbeginn möglicherweise die Entstehung eines Kindes erwartet werden kann und sie stellt sich daher auf diesen Glücks- oder vielleicht auch Unglückstag ein. Manch ein Mann tut desgleichen, wie ich, der ich mit 4 Kindern gesegnet bin.

    Auch unsere männlichen Vorfahren hielten sich natürlich an den Mondkalender und hatten am 13.Tag des Mondzyklus anderes im Sinn als zu arbeiten, nämlich auf 'Frayas Füssen' zu gehen, ein Freier zu sein, also Frayas Tag zu feiern, natürlich mit der Frau. Dieser Freitag, der 13. war daher für die meisten ein Glückstag, für manche auch ein Unglückstag. Letzteres hat sich bis heute als Freitag der 13. erhalten, weil bekanntermassen sich eine Unglücksmeldung besser in Umlauf bringen lässt, als ein Glückstag.
    LG HJ
     
  10. Sati

    Sati Mitglied

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    Wo ist denn der Zusammenhang zwischen Freya und Lilītu?

    Das eine ist eine altnordische Gottheit und das andere eine sumerisch-babylonische, die nichtmal 'ne mythologische Ähnlichkeit haben, außer dass es weibliche Gottheiten sind. :eek:
     
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