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Die Macht der Dummheit ...

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von KingOfLions, 28. Mai 2018.

  1. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    YouTube, Facebook, Twitter, Wikipedia und viele andere Quellen berieseln uns seit der Verbreitung des Internets mit ihren Weisheiten. Aber sind diese Weisheiten wirklich so "weise" wie sie vorgeben zu sein?

    Die ganz klare Antwort dazu ist NEIN. Im Internet kann jeder schreiben was er will. Aber will jeder? Nein. Denn Menschen die wirklich etwas wissen, die ein ausgefülltes Leben und einen spannenden Beruf haben, und wirklich "die Wissensträger" sind, haben gar nicht die Zeit um sie an solche Plattformen zu verschwenden.

    Um im Internet zu Schreiben muss man eine Kombination von Interessen haben. Schaut man sich z.B. YouTube an, dann ist der grösste Antreiber nicht das Wissen sondern die Selbstdarstellung. Der Endeffekt ist, dass auf YouTube tausende von Menschen ein "Wissen" weitergeben, das nicht einmal die 5 Minuten anschauen des Videos wert ist., das bestenfalls Halbwissen, meist jedoch schlichte Ahnungslosigkeit oder das "Wundern über die moderne Welt" dokumentiert.

    Daneben werden diese Plattformen auch noch von allen möglichen Interessen benutzt, sei es für Marketing (um präsent zu sein), um seine eigenen Ansichten ohne Widerrede darzustellen, um Falschinformationen zu verbreiten (und damit die richtigen Informationen zu entwerten) ... Es gibt unterschiedlichste Gründe ... was es aber nur sehr selten gibt, ist der Grund Wissen zu vermitteln.

    Die Informationen auf diesen Plattformen sind daher eher sehr mit Vorsicht zu genießen. Aber: diese Plattformen sind die bevorzugten Informationsquellen unserer Jugend, die mittlerweile gelernt hat, diesen Quellen zu vertrauen, sie als glaubwürdige Information anzusehen.

    Welche Auswirkungen wird das langfristig auf die Gesellschaft haben? Wird das Wissen und Können des Durchschnitts noch weiter gesenkt werden, als das mittlerweile die Schule schon schafft? Wird die Ahnungslosigkeit grösser werden? Die Ideologisierung in die eine oder andere Richtung sich noch mehr als bisher verstärken? Die Beeinflussung durch Unternehmen noch grösser werden als sie jetzt schon ist?
     
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  2. Kontemplator

    Kontemplator Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Vor 40 Jahren gab es Wissen in Bibliotheken und Schulen. Wie man am besten von Bäumen fällt musste man selbst erlernen. Allerdings nützt mir dieses Wissen von vor 40 Jahren heute nichts mehr. :)
     
  3. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Die ganz klare Antwort ist: Es gibt auf diesen Plattformen alles, von sehr dumm bis sehr lehrreich. Und doch, auch sehr kluge Menschen, die Experten auf ihrem Gebiet sind, schreiben Artikel und Blogs, laden Videos hoch und verteilen ihre Beiträge auf sozialen Plattformen wie z.B. Twitter. Insofern ist es eine individuelle Frage wofür man sich interessiert, was man liest oder sich anschaut, wie tief man in ein Thema einsteigen möchte etc.

    Möglicherweise ist Deine Aussage über Internet-Plattformen doch eher eine über Dich selbst. Und da wir in einem Eso-Forum sind... Ich finde die "Spiegel-Metapher" mal wieder sehr angemessen :D
     
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  4. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Wien
    Nein, da brauchst Du dir keine Sorgen zu machen :D. Ich suche nur immer wieder sehr fachliche Artikel und Videos, und stelle immer wieder fest, dass gute 80-90% der Videos und Artikel schlichtweg Schrott oder maximal Halbwissen sind. Genauso wie die Inhalte vieler Webseiten. Es wird sicherlich sehr oft Glauben vertreten ... aber halt ziemlich wenig Wissen.
     
  5. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

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    Völlig richtig.
    Wenn man sich in der Prä-Internet-Ära Fachwissen über ein spezielles Thema aneignen wollte, musste man in Vorlesungen gehen, in Bibliotheken oder, wenn dort nicht vorhanden, diese Bücher bestellen und wochenlang darauf warten, ein enormer Zeit- und Kostenaufwand, den sich heutzutage kaum noch jemand vorstellen kann.

    Andererseits hat auch @KingOfLions gar nicht mal so unrecht, auch Halb/Garkein/Schwachsinnswissen verbreitet sich wie die Pest im Mittelalter.
    Nehmen wir als Beispiel mal solche Hirnriss-VTs wie Chemtrail und Co, in der Prä-Internet-Zeit wäre das gar nicht möglich gewesen, da hat man höchstens mal in einem Groschenromanheft eine Werbeannonce gesehen mit Titeln wie "Werden wir von oben vergiftet? Wer steckt dahinter? Juden oder Amis? Erfahren Sie die erschütternde Wahrheit! Bestellen Sie noch heute unseren Weltbestseller von Prof. Dr. Amöbius!!!!! Nur 20 DM + Versand!" Einmal kurz gelächelt und das wars.
    Heutzutage kann sich jeder Psycho 24/7 damit eindecken und immer verrückter werden bis er die Reptos im Keller scharren hört.

    Beide Sichtweisen betrachtend,
    der Crowley
     
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  6. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Du selbst verbreitest jede Menge Halbwissen und auch Unwahrheiten im Thread über Kryptowährungen - weshalb ich bei der Diskussion ausgestiegen bin. Insofern wäre auch da ein Blick in den Spiegel nicht schlecht.

    Ganz grundlegend kann man aber sicherlich sagen, dass es streng genommen sehr wenig wirklich sicheres Wissen gibt, was es dann aber auch wieder schwerer machen kann etwas sicher als Schrott zu entlarven. Auch in der Wissenschaft steht ja fast alles immer auch auf dem Prüfstand, wartet darauf widerlegt oder zumindest vervollständigt zu werden.

    Gleichzeitig wird es vermutlich kaum ein Thema geben, wenn überhaupt, bei dem Du Experten tatsächlich überlegen bist. Falls doch würde mich aufrichtig interessieren welches Thema das ist. Niemand kann in allen Bereichen in der Top-Liga spielen, nur wenige können es überhaupt bei irgendeinem Thema. Daher ist der Umgang mit all dem sehr entscheidend. Der Glaube an die eigene intellektuelle Überlegenheit ist ziemlich oft lediglich eine Kombination aus Arroganz und Naivität.
     
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  7. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Das Internet verstärkt natürlich das was oft Filterblase genannt wird und da gibt es ja v.a. zwei Aspekte:

    1. Menschen tendieren sowieso dazu eher auf das zu achten was ihre Überzeugungen bestätigt
    2. Algorithmen, z.B. auf Facebook, YouTube und anderen Plattformen, tun das ebenfalls.

    Wobei ich nicht so sicher bin, dass es tatsächlich prinzipiell anders ist als früher. Es wird möglicherweise nur klarer, was dann schon wieder positiv wäre. Nehmen wir Dein Beispiel: Mittelalter. Die Menschen lebten in ihrem eigenen eher kleinen Umfeld, viele sind vermutlich nie weiter gereist als vielleicht 50km oder so, lebten ihr Leben an einem Ort. Auch das hat dann Filterblasen-Charakter und sorgte sicherlich für sehr starre Ansichten. Und auch das was damals noch nicht erkannt wurde, etwa die Ursachen von Krankheiten, führte zu "Verschwörungstheorien" die sich durchaus ebenso verbreiteten wie Krankheiten. Man denke nur an die Hexenverfolgungen... das fand ja nicht nur in Europa statt. Und sowas findet noch heute z.B. in einigen afrikanischen Gebieten statt.

    Oder Antisemitismus... Juden werden schon seit Jahrtausenden (vor Chr.), möglicherweise seit es die jüdische Religion gibt, immer wieder für alle möglichen Missstände verantwortlich gemacht und verfolgt.

    Insgesamt halte ich das Internet eher für positiv. Die vielen Probleme die wir natürlich auch sehen sind sehr oft eher "Luxus-Probleme" und die Alternative wäre nicht unbedingt besser. Denn das Gegenteil zu verrückten Verschwörungstheorien wäre ja eher eine Art Informations-Hoheit die leicht missbraucht werden kann und auch würde (wird).
     
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  8. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Ja, dashalb bist Du auch so schnell abgehauen .... Weil Du Währungssystme so gut verstehst :rolleyes:.

    Das Problem ist nur, wenn wir auch dieses bisschen Wissen, das die Wissenschaft heute hat, zerschießen, dann wird den Menschen nicht mehr viel bleiben. Was in Summe heisst, es werden sich noch mehr als heute "Wissensklassen" bilden. Der hehre Wissenschafler, der noch mehr Mist als heute verzapfen kann (und noch mehr an Steuergeldern bereichern), und der Doofe Mensch dem mal alles einreden kann, weil ihm das Wissen zur Überprüfung fehlt.

    Die Frage ist, was ein Experte tatsächlich ist. Im Endeffekt sind es die oberen paar % aller jener, die einem spezifischen Fach nachgehen, die internationale Erfahrung und Kontakte haben, die über den Tellerrand hinausschauen und auch die Schnittstelle zu anderen Disziplinen suchen. Nur ... einen Häschen-Stempel ins Mitteilungsheft gibt's dafür keinen ... und so kann sich letzendlich jeder Experte nennen, dem danach ist.
     
  9. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Allerdings auch mit dem Vorteil, dass der Zugang höherschwelliger war, und damit schon ein echtes Interesse indiziert war. Heute schaut sich jemand ein Video an und ist nachher Spezialist .... Und das birgt natürlich sehr viele Gefahren in sich.
     
  10. sikrit68

    sikrit68 Sehr aktives Mitglied

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    Provokante Frage:
    Willst du damit sagen, dass du nicht wirklich etwas weißt, kein ausgefülltes Leben und keinen spannenden Beruf hast?
     
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