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Das elfte Haus

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Arnold, 29. Januar 2006.

  1. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Januar 2005
    Beiträge:
    4.972
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    Kirchseeon/München
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    Das elfte Haus

    Das elfte Haus ist das Haus der Freundschaft, des idealen Menschenbildes, der Ethik. Es ist ein fixes Haus, weshalb stabilisierende oder kristallisierende Kräfte am Werk sind. Hier werden Gedankenformen gebildet, an die man sich halten kann, die zu Prinzipien werden und Träger einer höheren Lebensphilosophie sind. Aber es können auch kleinliche moralisierende Gedanken sein, die zu fixen Vorstellungen, zu Voreingenommenheiten führen, von denen man nicht mehr loskommt, die Enttäuschungen in menschliche Beziehungen bringen. Im elften Haus sucht man Gleichgesinnte, damit man selbst stark ist, man braucht andere, weil man sich sonst hilflos vorkommt. Viele brauchen einen Status, sammeln Mittel und Geld, bauen sich ein Haus, damit sie mit Höhergestellten standhalten können. Bei vielen besteht eine intellektuelle Unsicherheit, weshalb man sich an besonderen Persönlichkeiten oder an geistigen Prinzipien menschlicher Werte orientiert.

    Die Dreistufigkeit in diesem Haus ist offensichtlich:

    1. Materielle Ebene: Auf dieser sind Kristallisationskräfte am stärksten, deshalb gibt es hier den Fanatiker, den Sektierer. Menschen, die kompromisslos sind und nur die eigenen dogmatischen Ideen gelten lassen. Andersdenkende werden abgelehnt und verurteilt. Freunde sind nur jene, die die gleichen Ansichten teilen, alle anderen sind Feinde. Die Auserwählten – Theorie: „Wir sind die Guten, ihr seid die Schlechten“. Der Selektivmechanismus ist anspruchsvoll, elitär und oft asozial, der „Snob“.
    2. Gefühls – Ebene: Liebe und Gefühle werden nur für jene geteilt, die gleich empfinden, die dazugehören und den gleichen Status oder einen höheren haben. Man fühlt sich nur wohl unter Gleichgesinnten, ist ständig auf der Suche nach den richtigen Freunden, macht sich von ihnen abhängig und ist rasch enttäuscht, wenn sie die eigenen Erwartungen nicht erfüllen.
    3. Mental – Ebene: Hier sucht man sich im fairen Austausch mit den anderen zu vereinen. Man gründet einen Kreis von Gleichgesinnten, eine ideologische Gemeinsamkeit, die mit dem Zeitgeist harmonisiert und sich der Lösung menschlicher und geistige Aufgaben widmet. Man weiß um seine eigene Originalität und toleriert deshalb auch die der anderen. Auf dieser Stufe kann „Die Harmonie der Originale“ verwirklicht werden.

    Auf der materiellen Stufe ist man zweckorientiert und sucht Beziehungen, die in irgendeiner Weise Vorteile bringen ( Vetterliwirtschaft ). Freunde und Mitarbeiter werden dahingehend ausgesucht, inwieweit sie für das eigene Fortkommen nützlich sind. Andere Kontakte sind nicht interessant, man lässt sie rasch wieder fallen, wenn sie keinen Nutzen mehr bringen, oder wenn sie sich nicht so verhalten wie man es erwartet. Aber an Menschen, die etwas zu bieten haben, hängt man fest, man rennt ihnen sogar nach. Man wacht eifersüchtig darüber, dass ihre Aufmerksamkeit nicht nach lässt, tut alles, um sie nicht zu verlieren. Viele betteln um die Gunst Stärkerer, reden ihnen nach dem Mund, schmeicheln ihnen und bewundern sie, damit sie angenommen bleiben. Auf dieser Stufe ist die Elfthaus – Ethik nicht reflektiert, sondern nachgebetet, man spurt nach den ausgeprägten Prinzipien, lebt liniengetreu nach dogmatischen Grundsätzen, ist abhängig von geistigen Ideen oder Führern und bleibt damit unmündig und wird sektiererisch.

    Bewusst oder unbewusst übt man auf andere einen Zwang aus, die eigenen Vorstellungen zu erfüllen. Die intellektuelle Unsicherheit zeigt sich darin, dass man andere, sie sich anders verhalten, moralisch fertig macht. Man schaut auf sie herunter, kommt sich als etwas Besonderes vor und verurteilt alles Mittelmäßige. Der elitäre Anspruch basiert auf Formen, auf Doktrinen, auf materiellen Besitz, woran der eigene Wert aufgebaut wird, er entbehrt der inneren Reife. Absicherung geschieht meistens dadurch, indem man zu einem Verein, einem Zirkel, einem Club gehört, aus dem man nicht so leicht herausfallen kann, weil das Dazugehören materiell abgesichert ist, durch Kastengeist, Statuen oder Geld.

    Auf der Gefühls – Ebene will man im elften Haus einen Freundeskreis haben, indem man sich geborgen, verstanden und wohl fühlt. Viele sind immer auf der Suche nach den richtigen Freunden, die ihren Erwartungen, ihren Hoffnungen und Sehnsüchten entsprechen. Man wählt sich ganz sorgfältig einen Kreis von Gleichgesinnten aus, einen verschworenen Zirkel, Freunde, die im Geist eins mit einem sind. Hierher gehört auch der Geheimbund mit der Neigung zum Sich – Abschließen gegen die Außenwelt, mit Absicherungsmaßnahmen, damit niemand Unberufener eindringen kann. Es ist oft eine starke Exklusivtendenz vorhanden und stammt meistens daher, dass man sich von der Umwelt bedrängt fühlt und sich deshalb mit ein paar Verschworenen in einem sicheren Raum verschanzt, das kann eine geistige oder materielle Burg sein. Das elfte Haus kann so zu einer Fluchtburg werden, in die man sich vom Leben zurückzieht, sich gegen das Leben mit seinen Hässlichkeiten, Alltäglichkeiten und Schwierigkeiten absichert, eine Fluchtburg, die ganz egozentrisch ist. Manche suchen Zirkel und Gruppen, die exzentrische Ziele verfolgen, die etwas Besonderes sind, lassen sich täuschen und verführen, weil sie glauben, ihre Hoffnungen nach Getragenwerden in der Gruppe, nach Wichtigkeit ihrer eigenen Person, könnten erfüllt werden.

    Aber oftmals erleben sie abrupte Enttäuschungen, weil Gefühle allein nicht die Höchstanforderung dieses Hauses der Veredelung des Menschen garantieren. Es genügt nicht, für hochgestellte Persönlichkeiten zu schwärmen, diese als Leitbild für die eigene Entwicklung zu stilisieren und selbst nichts dazu zu tun, um zu reifen und zu wachsen. Schwärmerei und Projektionen genügen nicht, um einen Menschen zu veredeln. Deshalb kommt es oft vor, dass Menschen, die alles, was sie selbst als Wert und Fülle in sich haben, in Freunde oder Beziehungen hineinprojizieren, furchtbar enttäuscht sind, wenn diese nicht ihren Erwartungen entsprechen.

    Dann fühlen sie sich total leer, missverstanden, betrogen und können an der Welt verzweifeln. Das enttäuschte Elfte – Haus – Gefühl kann von Liebe und Bewunderung in Hass und Anklage umkippen. Viele gute geistige Ansätze in Gruppen und in Freundschaften sind auf diese Weise schon zerbrochen. Gefährlich ist es, wenn Macht, Eifersucht und Prinzipienreiterei im Spiele sind, dann will man unter allen Umständen den anderen von seiner Richtigkeit überzeugen, als ginge sonst die Welt unter. Man tut alles, um zu seinem Recht zu kommen, streitet um Ansichten, um Worte, um kleine emotionale Dinge. Gehen Liebe, Verständnis und Vertrauen im Getümmel des Kampfes verloren, dann sollte man sich sofort wieder versöhnlich zeigen. Da dieses Haus das tiefe Bedürfnis nach Gleichklang der Seelen, nach Übereinstimmung verlangt, sollen wir lernen, nachzugeben, auch den Standpunkt des anderen zu akzeptieren, auch wenn es total anders sein sollte, als der eigene. Das Zusammenfinden ist der einzige Weg aus dieser Krise heraus, das heißt, man sollte wieder das Übereinstimmende und nicht das Trennende suchen. Die Gefühls – Ebene ist immer die Stufe der Krise, die aufgrund von Konflikten zu eigenen geistigen Wachstum und damit zur nächsten Stufe führt.

    Die Mental – Ebene ist für die herausgebildete Ethik und Menschlichkeit von höchstem Wert. Da es sich um ein Lufthaus handelt, soll das geistige Konzept, das man vertritt, weltweit, umfassend und zukunftsweisend sein. Man sollte sich mit dem Geist der Epoche auseinandersetzen, sich mit den Gleichgesinnten zusammen tun, um die Ideale des Zeitgeistes zu verwirklichen. Probleme, die aus menschlichen, technischen und wirtschaftlichen Aufgaben kommen, werden gemeinsam gelöst. Hier kann man futuristische, progressive Ideen entwickeln und schöpferisch werden, wenn man sich in überpersönlicher Weise der Menschheitsprobleme annimmt und den persönlichen Ehrgeiz transzendiert hat. Dann wird man Organisationen bilden, welche ideologische Verbindungskanäle zwischenmenschlicher Beziehungen schaffen, wie Netzwerke, globales Bewusstsein, der Wassermanngeist in höchster Vollendung. Viele haben philanthropische Bestrebungen, üben Mäzenate aus, fördern aufkeimende Talente. Die Voraussetzung für eine ideale Freundschaft und Gruppenarbeit ist gegenseitiges Vertrauen, Unterstützung und Akzeptieren der Eigenart des anderen, sowie eine Ethik, die niemanden schädigen will. Als geistige Entwicklungsthematik erkennt man im elften Haus die Einheit aller Seelen, woraus die wahre Bruderschaft resultiert oder die „Harmonie der Originale“. Deshalb wird dieses Haus auch ein Wissen um das eigene Selbst bringen. Man lernt täuschungslos sich und seine Charaktereigenschaften kennen, erkennt seinen Platz im Evolutionsgeschehen und kann sich so in das Ganze einordnen.

    Aber ohne inneren Kampf geht das nicht ab, man muss lernen, einen anderen in sich aufzunehmen und so zu akzeptieren wie er wirklich ist, sogar als Teil seines Selbst zu lieben und dennoch als abgesonderte Einheit ihm seinen eigenen Weg gehen zu lassen. Die Toleranz geht so weit, dass wir dem anderen die Freiheit lassen müssen, seinem eigenen Leben die Form zu geben, die er will, selbst wenn sie uns nicht gefällt. Dabei ist es wichtig, in einer solchen Verbindung sich selbst zu sein und zu bleiben und diese Verbindung nicht mit unvernünftigen Forderungen belasten. An erster Stelle steht die aus sich selbst heraus gereifte Menschlichkeit, die Würde und Originalität des Menschen gelten lässt. Eine solche Weisheit weist in das Offene einer überweltlichen Zusammenschau, woraus die Heiterkeit entsteht, das Kennzeichen eines überragenden Menschen, der den Überblick gewonnen hat und Vorbild ist für seine Zeit.

    Ps: das 12. Haus wurde vor einiger Zeit schon im dazugehörigen Thread beschrieben.

    Alles liebe!:)

    Arnold
     
  2. Sterngeborene

    Sterngeborene Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
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    ♥ zischhhh ♥
    Danke, danke lieber Arnold ! :)
    Aufs 11. hab ich gewartet.

    Hab Sonne & Merkur im 11.Haus
    und besonders hat mich der Satz:

    "Auf dieser Stufe kann „Die Harmonie der Originale“ verwirklicht werden."

    ...angesprochen !!!!! :)

    Und:
    :danke:

    Alles LIEBE
    Sternlé
     
  3. Echelon

    Echelon Mitglied

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    Tirol
    Danke Arnold für den Beitrag zum Elften Haus.

    Als "Elfthäusler" spricht mich dieses Thema besonders an (Sonne, Merkur, Jupiter und Chiron im 11. Haus - je nach Häusersystem). Einen Teil meiner Lernaufgabe sah und sehe ich, mich nicht blindlings aus einer Einsamkeit heraus Gruppen anzuschließen, sondern nur solche, mit denen ich mich in irgendeiner Weise identifizieren kann, ohne mich zusehr verbiegen zu müssen (wie du schreibst, eine Toleranz entwickeln, aber auch sich und seinen Bedürfnissen gegenüber und sie nicht verleugnen).

    Mit Sonne/Merkur Opp. Uranus spielen entsprechende Tendenzen wohl auch noch eine Rolle, aber ich weiß nicht, wie das ins 11. Haus (dessen Herrscher Uranus ist...) einzuordnen ist.

    lg,
    Echelon
     
  4. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Kirchseeon/München
    Lieber Echelon, :)

    Das 11. Haus gehört zusammen mit dem fünften Haus der Beziehungsachse an. Im elften Haus findet man die Ethik und im fünften Haus die jeweils derzeitige Moral. Wahrscheinlich hast du Uranus im Skorpion im fünften Haus. Da gibt es im Tarot die Karte "der Gehängte", er hängt nicht im üblichen Sinne, sondern freiwillig betrachtet er die Welt und deren Möglichkeiten gemäß dem Uranus abstrakt. Steht er im fünften Haus, so zieht man auch häufig Menschen an, welche unkonvenionell sind, nicht so einfach einzuordnen in ihrem Wesen. Man spielt und experimentiert vielleicht selbst ein wenig. Da kommt es sicher auch auf den Mond ein wenig an, der ja primär für Kontake und Reflektion steht.

    Der Stier neigt seiner Natur etwas zur Angst vor Besitzverlust und der Skorpion lernt dabei, dass jedem Winter der Sommer folgt. Beide Prinzipien ergeben ein großes Ganzes. Uranus im fünften Haus wirkt mit dem Alterspunkt besonders im Alter von 24 - 30 Jahren, weil man ihn in dieser Zeit irgendwann in der Konjunktion berührt. Uranus will Freiheit und die Sonne entwickelt im elften Haus eine hohe Ethik. Diese gilt es aber mit dem fünften Haus in Einklang zu bringen. Dazu ein altes griechisches Sprichwort: "Die Menschen sind nicht so wie sie sein könnten, sondern so wie sie sind"...

    Alles liebe!

    Arnold
     
  5. chanda

    chanda Aktives Mitglied

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    München
    Hallo Arnold,

    danke für diesen schönen und klaren Text über das 11. Haus. Vieles davon trifft ja auch auf den Wassermann zu.

    Selbst habe ich den rückläufigen Pluto im Löwen im 11. Haus, der meiner Wassermann-Sonne in 5 gegenüber steht. Weiß nicht, vielleicht hat Pluto da etwas blockiert gehabt. Jedenfalls war mir der Sinn von 11 nie so klar, wie es Dein Text ausdrückt. Den werde ich mir ausdrucken und an die Wand hängen.

    Ich habe auch eine Wassermann-Schwester, auch Sonne-Pluto von 5 nach 11. Meine Schwester (habe gerade vor kurzem nach 30 Jahren Sendepause telefonisch den Kontakt wieder aufgenommen) lebt das 11. Haus und den Wassermann wirklich seltsam. Richtige und gute Leute sind ausschließlich diejenigen, die so sind wie sie und die ihre Ansichten teilen. Wie Du ja auch geschrieben hattest. Aber das ist so total bei ihr. Man spürt im Gespräch mit ihr, dass man bei fehlender Übereinstimmung sofort heftige Ablehnung von ihr bekommt, selbst wenn sie sehr höflich bleibt (Waage-Aszendent). Vielleicht macht das ja auch ihr Mond im Skorpion, der ist ja auch so kompromisslos und scheint nur Freunde oder Feinde zu kennen.

    Mein Ex-Mann hat seine Löwe-Sonne im 11. Haus. Er stritt mal vor Jahren mit mir über Boris Becker. Er hatte eine sehr negative Meinung über diesen Promi, aufgrund dessen, was er gelesen hatte oder aufgrund von seinem Foto. Ich fand das einfach zu extrem und brutal, wie er über diesen Mann redete, den er gar nicht kennt und habe ihn automatisch in Schutz genommen, ohne jetzt den Becker zu glorifizieren. Da ist mein Ex ausgerastet und hat zutiefst gekränkt zu mir gesagt: "Was ist denn das für eine Freundschaft? Wenn Du immer zu meinen Feinden hältst?!". Mein Ex hat auch einen Skorpion-Mond.

    Meine Tochter wiederum hat einen Stier-Mond im 11.Haus, der dem Skorpion-Pluto in 5 gegenüber steht. (Scheint ein Familien-Thema zu sein :stickout2 ). Sie hat solche Sehnsucht nach Freunden, findet aber keine, weil ihre Ansprüche zu hoch sind. Sie sind alle sämtlichst nicht gut genug.

    Auch meine andere Tochter hat ihre Löwe-Sonne in 11. Mein Ex hat ja selbiges und dieses arme Mädchen als seinen Feind auserkoren. Das war mit ein Scheidungsgrund für mich. Ich glaube, sie ist ihm zu ähnlich. Auf jeden Fall lebt meine Tochter nur, wenn sie unter Freunden ist, sonst vegetiert sie eher.
     
  6. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Liebe Chanda, :)

    Ich habe einen Freund, er ist Künstler und hat sechs Planeten in der Konjunktion im Löwen im elften Haus stehen! Er ist ein absolut begnadeter Künstler, malt Bilder, so vielseitig und einfach perfekt. Er hat mir Jahre von seinen Geschwistern vorgejammert, weil diese bei den Eltern mehr Wert waren und er das "ausgestoßene Schaf". Er jammerte immer über seinen Vater, weil er so geizig sei und ihm nichts zukommen lässt. Dabei ist er der Obergeizhals selbst.

    Er hat irgendwie eine manchmal abstoßende Art an sich, so daß er auf seinen Bildern und Kunstwerken meist sitzen bleibt. Aber er ist auch ein extremer Überlebenskünstler und lebt seit über 20 Jahren in einer sehr außergewöhnlichen Beziehung. Er ist mit einer sehr lieben Frau zusammen und hat von ihr als Hausmann sozusagen drei Kinder großgezogen mit ihr, welche alle drei jeweils einen anderen Vater haben.

    Seine Partnerin arbeitet derzeit als Erzieherin, nachdem sie sich als Gemeindesekretärin umschulen ließ. In dieser Zeit kochte er, machte die Wohnung sauber, eine Puppenstube übrigens, mit vier sehr kleinen Zimmern. Inzwischen sind die Kinder schon groß und ausgezogen. Dafür leben jetzt noch mehr Katzen in der Wohnung, aber wie! Da ziehen sich an der Decke entlang unzählige Äste und Nester für die Tiere..ein kleines Paradies.

    Mein Bekannter ist ein echter Künstler, hockt aber immer wieder im "Elfenbeinernen Turm", da er dermaßen nur auf sich bezogen ist, einerseits unglaublich spezialisiert ist, auf der anderen Seite nur seine Interessen sieht, das Gespür für sein Gegenüber immer wieder vermissen lässt.

    Eine Schwester von mir ist auch so eine "Elfthaushenne", sie will auch immer zu einer "besonderen Schicht" gehören, lach, wenns wenigstens so etwas wäre! Aber im Grunde ist sie nur mit Leuten zusammen, welche sich gegenseitig überbieten wollen in Hinsicht auf schicke und edle Kleidung, Konzerte...wo der Name des Künstlers wichtiger ist als seine musikalischen Qualitäten. Leider gibts ja die Attika-Zigaretten mit der schicken Schachtel nicht mehr zu kaufen, darauf stand: "Es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben"....:party02:

    Herzliche Grüße!:liebe1:

    Arnold
     
  7. valli

    valli Aktives Mitglied

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    hallo arnold,

    ich bin ja auch so eine 11thaushenne, und ich denke diese sonne ist besonders schwer zu fassen. ich hab grad waltraud im anderen forum ein feedback gegeben, ich find mich durch die standardformulierungen zur sonne im 11. haus überhaupt nicht angesprochen, und zweifelte deshalb jahrelang an der richtigkeit der astrologie.

    mir sind freunde überhaupt nicht wichtiger als meine familie. (hab auch auch mc im krebs)

    nur eines stimmt ganz sicher, ich stelle an meine freunde schon sehr hohe ansprüche - nicht an kleidung ... das nervt mich eher, angeber mag ich überhaupt nicht, aber ich muss mit ihnen anspruchsvolle gespräche führen können, wobei dies nicht an der bildung liegt, sondern am tiefgang dieser menschen. ich hasse oberflächliches geplauder unter freunden. dann lieber nicht - dann zieh ich mich lieber zurück - und leide dann auch.

    den drang die welt zu missionieren, die gesellschaftsordnung zu ändern, vor allem für berufstätige mütter, hab ich schon, aber ganz jungfrau, steh ich halt dann doch lieber in der 2. reihe.

    lg valli (melancholia) :)

    dein artikel, hat mir wieder ein stückchen weitergeholfen, auf dem weg mich selbst zu verstehen. danke arnold. :schnl:
     
  8. xcoetl

    xcoetl Mitglied

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    Hallo Arnold,
    du hast mal in einem anderen thread geschrieben, dass die Venus im 11. Haus eine Art Prinzessin auf der Erbse ist (hab ich tatswahrhaftig so erlebt)-wie kommt das? Also, weshalb hat dieses Haus so viel mit Status/Besitz am Hut und nicht das 2. Haus? Ich hab bisher immer an Freundschaft/Gruppe und sowas gedacht...?
    Gruß
    xcoetl
     
  9. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Liebe Valli,

    Es kann auch sein, dass man besonders in der ersten Lebenshälfte mehr sein Mondknotenhoroskop spürt. Dort steht das ganze Bündel aus dem 11. Haus im achten und neunten Haus. Das würde auch den dir eigenen Tiefgang ein wenig erklären, weil man sich im achten Haus nicht unbedingt mit den Oberflächlichkeiten zufrieden gibt. Die Sonne steht auf der neunten Spitze und Jupiter im neunten Haus...

    Alles liebe! :)

    Arnold
     
  10. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Xcoetl, :)

    Das elfte Haus wird von Uranus beherrscht und da kann es schon vorkommen, dass man mit einer Venus etwas "Besonderes" sein will. In diesem Haus findet man ebenso die Schicky-Micky Szene. Man stellt sich meist durch Kleidung und Outfit als etwas ganz außergewöhnliches dar, will sich sozusagen von den anderen abheben, immer der erste sein, sobald es darum geht im Mittelpunkt stehen zu können.

    Ein Mond im elften Haus zeigt sehr oft die hohen Erwartungen an ihr "besonderes Kind" an. Da wenn mit fünf Jahren "Alle meine Entchen" auf dem Glockenspiel fehlerfrei aufgeführt wird, denken die Eltern gleich, dass ihr Kind absolutes Talent hat.:)

    Manchmal kann mit dieser Stellung - aber eher sehr selten - beobachtet werden, wie ein Kind die Eltern auf Trab hält, sie förmlich mit seinen Ansprüchen tyrannisiert.

    Bei dir stehen im Radix auch der Saturn und der Mond im Du-Bereich, was sicher auf das eigene subjektive Empfinden starken Einfluss haben dürfte. Ich würde dich eher als einen "Spätzünder" bezeichnen, da du im elften und zwölften Haus insgesamt sechs Planeten stehen hast. Mit dem Alterspunkt steht man diesen sechs Planeten nach und nach im Alter zwischen 24 und 36 Jahren in der Opposition gegenüber. Da hat man oft nur ein verschwommenes Bild von den gegenüberliegenden Häusern und mit der Zeit kommt man ihnen näher und somit auch sich selbst.

    Im Juli dieses Jahr bildest du mit deinem AP eine Konjunktion zu deinem Mond und wechselst ebenso in das Zeichen Stier im siebten Haus. Daher ist sicher das Thema dieses Hauses und der eigene Mond als Gefühls- und Kontakt - Ich wichtiger, lach, weil man direkt mit der Nase drauf steht.

    Herzliche Grüße!:liebe1:

    Arnold
     
    Iakchus gefällt das.
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