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Das 12. Haus

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von sternja, 25. Oktober 2006.

  1. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.193
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    Hallo liebe Astro-Freunde,

    mir ist aufgefallen, dass irgendwie allgemein eine gewisse Ratlosigkeit über das 12. Haus herrscht. Es werden immer wieder Begriffe, wie nicht leicht fassbar, vernebelt, verträumt, illusorisch, auch Feinde, Heim, Gefängnis usw. genannt.

    Ich persönlich habe Sonne, Mond, Mars und Neptun in Schütze in 12.
    Dass ich es oft nicht leicht hatte, irgendwie immer das Gefühl, nicht richtig wahrgenommen zu werden, nicht wirklich dazu zu gehören, kann ich bestätigen.
    Auch das mit den vielen Feinden.
    Anders herum aber auch immer gleich dieses: „vom Schlimmsten ausgehen.“
    Was dann ja auch eher dazu führt, negative Energien herbei zu rufen.
    Und ja nicht auffallen, da einem das nur Ärger einbringt. So ein Sich-entziehen-wollen aber es irgendwie emotional nicht wirklich können.
    (Das habe ich aber mittlerweile aufgegeben. Es ist nämlich unmöglich es der ganzen Welt recht zu machen. Diese Einsicht hat allerdings sehr lange gedauert.)

    Kann das jemand so in etwa nachempfinden?

    ---------------------------------------------------------------

    Jetzt habe ich mir aber vor kurzem ein Buch zum Thema 12. Haus besorgt von Karen Hamaker-Zondag.

    Sie vermutet, dass Menschen mit Planeten im 12. Haus irgendwie direkt mit dem Kollektiv verbunden sind. Man fühlt sich irgendwie eins mit der ganzen Welt. Wird von den allgemein herrschenden Stimmungen sehr leicht erfasst und kann sich schwer dagegen abgrenzen.

    Kann man zwar schon, was aber dann meist ein Davonlaufen, Flüchten in Traumwelten, Alkohol, Drogen etc. bedeutet. Was ja sicher auch nicht der richtige Umgang mit der Thematik sein kann.

    Karen vermutet aber auch, dass Menschen mit einem besetzten 12. Haus, die Möglichkeit haben, die eigene Welt mit der des Kollektivs zu verbinden, oder anders ausgedrückt, die spirituelle mit der materiellen Welt in Einklang zu bringen.

    Ich persönlich habe oft so meine Schwierigkeiten, daran zu glauben, dass ich anstatt mich von der materiellen Welt zu distanzieren, weil mir die Ignoranz und Unehrlichkeit oft unerträglich erscheint, :escape:
    auch einen Beitrag dazu leisten könnte.

    Da mich dieses Thema schon beschäftigt, seit ich begonnen habe mich mit Astrologie zu befassen, was mittlerweile ja doch 12 Jahre sind, bin ich nach wie vor auf der Suche nach Antworten um das Mysterium des 12. Hauses.

    Irgendwie fällt es mir überhaupt leichter, Zugang zur Psyche anderer Menschen herzustellen, als zu meiner eigenen, was vielleicht auch damit in Zusammenhang steht, dass der Schleier des 12. Hauses erst mal gelüftet werden muss, um etwas Reales damit anfangen zu können. :dontknow:

    Da ich sehr begeistert bin, wie viele neue Einsichten, sich durch die Zusammenarbeit hier im Forum ergeben, dachte ich mir, vielleicht könnt ihr mir ja da einen Schritt weiter helfen. Und vielleicht ja nicht nur mir?

    Lieben Sternengruß:)
    Tanja
     
  2. Feinsinn

    Feinsinn Guest

    Liebe Sternja,

    es findet sich wirklich in vielen Wortbeiträgen eine gewisse Ratlosigkeit das
    12. Haus betreffend. Viele meinen, dass Menschen mit stark besetztem Haus nicht wirklich in der Realität leben oder in das Leben finden.
    Lass dich davon bitte nicht beirren. Ich denke die eigene Wahrheit findet sich jenseits von Koch-Rezepten und Büchern, wo einer vom anderen abschreibt.
    Ich kann dir im übrigen das psychologische Horoskop von Liz Greene empfehlen...

    Liz Greene schreibt auch über die Beziehung von Kollektiv und 12. Haus.
    Es liegt aber an uns selbst, etwas aus unserem Leben zu machen, das steht in keinem Horokop über uns.

    Auch Madonna hat ein vollbesetztes 12. Haus. Sie beteiligt das Kollektiv an der Vermehrung ihres Reichtums, indem sie ihnen Illusionen verkauft.. Du siehst das 12. Haus kann man so oder so leben


    Aber Träume können die Realität verändern...

    Am Anfang ist der Traum..

    :) Alles Liebe
     
  3. Luonnotar

    Luonnotar Guest

    hallo tanja!

    wie gehts dir?

    wir haben ja gestern schon ein bischen über das 12. haus geplaudert...
    du hast da je ne ganz schöne sammlung von planeten stehen...
    was dabei sehr interessant wäre sind die aspekte...

    sonne, mond und neptun...

    ich habe 'nur' mond und saturn in 12, und das ist nicht einfach.

    das gefühl des nicht dazugehörens, schwebens, kenne ich auch;
    das nicht verstanden werden, da keiner soweit hinabtaucht, in die geheimen (nisvollen) welten des 12. hauses...

    es ist eine weit verbreitete annahme, dass das 12. haus mit weltflucht und drogenkonsum in zusammenhang gebracht wird;
    ich sehe es eher als das entrückt sein an sich. man will sch nicht entfernen, man ist fern.
    oder: anders verbunden...

    ich glaube, da hat die dame nicht ganz unrecht.
    das collective unterbewußtsein fließt durch das 12. haus...
    ...durch alles huindurchfliessen und von allem durchflossen werden...

    genau darin liegt de große gefahr des mondes in 12.


    lg,
    ***luonnotar


    buchtip:
    'der mond, licht bund schatten astrologischer mondkonstellationen,
    von michael roscher. sehr ausführlich und feinsinnig...
     
  4. Luonnotar

    Luonnotar Guest

    @ feinsinn:

    schöne interpretation *grins*

    ***luonnotar
     
  5. Ayukas

    Ayukas Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2006
    Beiträge:
    585
    Ort:
    NRW
    Sternja,ich kann Interesse nachvollziehen.Ich interessiere mich auch sehr für das 12.Haus.
    Es ist das Haus,das am schwersten greifbar ist.Ich kann gut deine Gefühle verstehen:dieses nicht dazugehören und man kann anderen besser helfen als sich selbst.Ich habe den AC Herrscher Saturn,Uranus und den ''Hausbesitzer'' Neptun im 12.Haus.Ich hatte auch oft mit den Thematiken diese Hauses zu tun:Illlusionen,Sensibilität,Launen,Feinde oder Krankenhäuser.
    Weiß nicht,ob Ansätze von Empathie auch daher kommen,aber ich kann bei anderen Leuten immer sofort erkennen,was sie und sie es meinen,sowie deren Gefühlswelt.
     
  6. Luonnotar

    Luonnotar Guest

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    hi ayukas,

    saturn und uranus in 12, hui...

    man kann anderen besser helfen, als sich selbst, obwohl man genau sieht, was in einem passiert...
    ...als ob man immer ein stück weit weg ist...

    kann ich nur bestätigen:
    empathie und telepathie, verstehen...
    ...aber nicht verstanden werden...

    lg,
    ***luonnotar
     
  7. vergnuegt

    vergnuegt Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2006
    Beiträge:
    327
    Ort:
    im südwesten
    hallo zusammen :)

    tja, das 12. haus - als erstes wuerde ich mal sehen, in welches zeichen haus 12 faellt - und der aszendent. ist, denke ich, nicht ganz unbedeutend. wenn ich mich recht entsinne, faellt das 12. haus von madonna in krebs oder loewe? - korrigiert mich, aber ich glaube sie hat einen loewe-aszendenten .... und damit drueckt man natuerlich ganz andere dinge aus - als zum beispiel mit einem steinbock- oder fische-aszendenten ...

    einen buchtip am rande: es gibt von tracy marks ein buch mit dem titel "dein verborgenes selbst - das mysterium des 12. hauses - das halte ich fuer eine gute alternative zu dem von karen hamaker-zondag.

    ich selbst habe .... sonne, merkur, venus, mars, saturn, .... lilith und einige kleine asteroiden im 12. haus (spitze wassermann), aszendent fische.

    es ist doch die frage: will man dazugehoeren? - muss man dazugehoeren? und vor allem: warum will man dazugehoeren? - aber die erkenntnis ist doch eine voellig andere:

    im 12. haus wird einem klar, dass man die "kreuzwege des lebens" :) - um es mal pathetisch auszudruecken - immer alleine gehen muss - krankheit, sterben, tod, ..... es hilft uns niemand, weil niemand uns helfen kann - und auch nicht soll :clown: und darf. wir leben immer in der illusion ... eines grossen freundeskreises, von naehe, ... ich sag gar nix dagegen :escape: - aber mir faellt haeufig in meiner umgebung auf, dass wenn andere von gefuehlen sprechen, dass ich spuere "oh - das ist nicht echt" oder "oh - das erleb ich aber ganz anders" :)

    svenja, es geht nicht darum, es anderen recht zu machen, sondern vor allem es dir rechtzumachen (o. k., auch ich sitze da ein wenig im glashaeuschen :) ). und es ist natuerlich schwierig, ohne "normen" oder masstaebe etwas eigenes zu entwickeln. und es ist auch laestig und nervig, von anderen nicht verstanden zu werden .....

    :liebe1: stefan
     
  8. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.193
    Hallo alle zusammen,

    Liebe Luonnotar, danke der Nachfrage!:)
    Willst du eine ehrliche Antwort?
    Geht so. Grübel, grübel und studier...........

    Ja da hast du denke ich recht......man will sich nicht entfernen, man ist fern.......und es ist schwer den Zugang zu finden, vielleicht auch genau deshalb weil der andere diesen Zugang so gar nicht leben kann. Er ist in seinem Lebensplan vielleicht einfach nicht vorgesehen.

    Also das zeugt ja alles schon davon, dass es mit dem irgendwie „über den alltäglichen Dingen stehen“ und „sich unverstanden fühlen“ nicht so weit hergeholt ist.

    Zitat Luonnotar:
    „ich glaube, da hat die dame nicht ganz unrecht.
    das collective unterbewußtsein fließt durch das 12. haus...
    ...durch alles hindurchfliessen und von allem durchflossen werden...
    genau darin liegt de große gefahr des mondes in 12.“

    Ja und irgendwie immer das Gefühl nur dabei statt mittendrin.
    Und vielleicht auch gar nicht mittendrin sein wollen.


    Hallo Stefan,:)

    das ist ja eine ganze Menge in 12.
    Vielleicht kannst du ja mit deinem Fische-AC der ja zu zwölf gehört, leichter Zugang finden, als ich mit meinem hartnäckigen, alles logisch erklären müssenden Steinbock-AC, der allerdings in Konjunktion zur Schütze-Sonne in 12 steht.

    Aber auch dich scheint der nicht so ganz vor dem unbestimmten Gefühl, dass auf der Welt einiges schief läuft zu bewahren, vielleicht spürst du das ja sogar noch mehr als ich?

    Was mir dazu auch noch einfällt:
    12 = Neptun = All-Liebe
    Und immer wieder im Leben darauf herein fallen, dass es so was wirklich auf der Welt geben könnte. Nicht einfach für Beziehungen!

    Wie steht ihr allgemein zu Gott?

    Lieben Sternengruß
    Tanja
     
  9. blackandblue

    blackandblue Guest

    Hallo Sternja,

    hm.. 12 haus.. fische.. neptun..
    ja ich denke es geht auch um das kollektiv aber im noch globaleren sinne als gruppe, staat, nation.. menschheit sondern evtl mit dem wirklich grossen ganzen..

    es geht um den fluss, dessen färbung.. um seelisches..psychisches..strömungen in gesellschaften zB auch..
    wortlose kommunikation..wirkung von wahrnehmung..wirkung von signalen.. senden.empfangen.. auf subtiler ebene..
    dem fluss der dinge..

    ich denke, dass die persönliche beziehung zu der sache individuell ist.. man färbt diese strömungen stimmungen und atmosphären mit.. kann sie sanfter machen..gestalten oder vergiften..

    und ich denke es findet das alles auch statt.. und darauf kann man auch reagieren.. dieses psychische feld muss sauber sein.. denn es inflitriert einen auch.. aber gut.. geht jetzt weit..

    ich denke da mal zB an stimmungen in geschichtlichen epochen an bestimmten orten.. macht man mit? formt es mit..stellt sich gegen ein entwiclung?

    vermutlich hat man mit 12 haus betonung mit und an der sache zu arbeiten..
    nimmt es stärker wahr.. sieht sich aber/ oder ist anders handlunsfähig.. als einer der diese verbindng nicht hat..

    lg
     
  10. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Kirchseeon/München
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    Hallo ihr Lieben,

    Anbei etwas zum 12. Haus von meiner Lehrerin Louise Huber:

    Arnold:zauberer1

    Das zwölfte Haus.

    Das zwölfte Haus ist das letzte im Zodiak. Der lange Weg durch das Häusersystem brachte viele Erfahrungen und Möglichkeiten, mit denen sich das Ich identifizieren und verwirklichen konnte. Im zwölften Haus schließt sich der Kreis und ein neuer Zyklus, eine Neugeburt wird vorbereitet. Hier sammeln sich alle Ich – Kräfte, im eigenen Innern, ziehen sich auf das eigentliche Sein zurück, damit der Zugang zur Transzendenz gefunden wird. Im Altertum brachte man das zwölfte Haus in Verbindung mit Klöstern, Spitälern, Kerkern und abgeschlossenen Räumen. In der heutigen Zeit können auch Büros in den Betonbauten wie Gefängnisse sein.

    Schon immer nannte man das zwölfte Haus der Isolation, der Einsamkeit, der Zurückziehung, der Entsagung, der Prüfung, aber auch der All – Liebe, der Transzendenz, der All – Verbundenheit und der inneren Heimkehr. Hier muss man Frieden schließen mit dem Gewordenen, den Leerläufen, den Feinden. Es ist ein Ort der Wandlung und verlangt Verzichten, Loslassen, Opferbereitschaft, Bescheidenheit, Demut und Innenkehr. Andere Autoren nennen das zwölfte Haus den Ort des mystischen Versunkenseins, der Träume, der Fluchttendenzen, der Drogenszene, wobei die Grenzen zur Realität sich oft verwischen. Deshalb ist hier alles im Fluss, viele extreme Zustände treten auf, die sich auch widersprechen, sowohl das eine wie das andere bedeuten könnte. Manchmal kehren sich die Werte um, und man kann keine deutliche Grenzlinie zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle, Leben und Tod ziehen. Viele schwanken zwischen Gottsuche und Haltlosigkeit hin und her. Es ist schwierig, die drei Ebenen deutlich zu unterscheiden. Wir wollen es trotzdem versuchen:

    1. Materielle Ebene: Hier sind die auflösenden Mächte oder die Todestriebe, wie Freud sie nennt, am stärksten wirksam. Als Gegenpol tritt eine starke Weigerung auf, loszulassen, sich zu bescheiden, man hält krampfhaft an materiellen Dingen fest, an Positionen, Forderungen. Je verbissener die Weigerung ist, umso mehr verliert man. Resignation äußert sich in Krankheit.
    2. Gefühls – Ebene: Das veränderliche Wasserelement lässt die Ebene zerfließen, man lebt in einem entgrenzten Zustand, kann sich nirgends festhalten und keine feste Form finden. Man ist den eigenen Gefühlskräften ohne Freiheit der Entscheidung ausgeliefert und oft in Gefahr, sich mit allem zu identifizieren und sich selbst zu verlieren.
    3. Mental – Ebene: Das Alleinsein wird bewusst gesucht, man fühlt sich mit dem ganzen Weltall verbunden und ist nicht an äußerer Macht interessiert. Im Wesensgrund verankert ist man mit sich selbst zufrieden und vergnügt, braucht niemanden, um glücklich zu sein. Frei kann man sich zu allen in Beziehung setzen. Friede und Weisheit strahlen aus dem Dazugehören zum großem Ganzen.

    Auf der materiellen Stufe ist man ängstlich darauf bedacht, sich gegenüber der Außenwelt abzugrenzen, niemanden ins eigene Innere zu schauen lassen. Weil man selber nicht genau weiß, wer man ist, hat man Angst, in seiner Hilflosigkeit entdeckt zu werden. Man findet hier aber auch Menschen mit innerer Stärke, die sich selbst und ihre Grenzen gut kennen. Es gibt also nicht nur den schwachen, empfindsamen und scheuen Typus, sondern auch Menschen mit einem starken Ich – Kern, der im eigenen Innern verankert sich nicht unterkriegen lässt. Die meisten „Zwölfthäusler“ wollen in der Anonymität bleiben, sie wollen nicht auffallen, nicht hervortreten, sich nirgends hineinziehen lassen, sondern im Verborgenen wirken. Oft verschließen sie sich, vermeiden die Teilnahme am bunten Treiben des Lebens, bleiben passiv beobachtend und sind scheu und zurückhaltend. Manche arbeiten im Stillen daran, Zugang zu heimlichen Mächten zu bekommen, die sie schützen und behüten sollen. Oft geraten sie dabei in die Hände von Verführern, sie sie zu willenlosen Werkzeugen machen. Die Grenzenlosigkeit des zwölften Hauses kann den Ich – Willen auflösen. Was auf der einen Seite die mystische Neigung ist, den kleinen Willen in den höheren Willen aufgehen zu lassen, kann auf der materiellen Ebene verhängnisvoll sein, wenn man in falsche Hände gerät. Das eigene Ich, der eigene Wille kann leicht durch einen stärkeren Willen beherrscht, aufgelöst oder gelähmt werden, wodurch Haltlosigkeit hervorgerufen wird, die zum Spielball der Umwelt werden lässt.

    In dieser Sphäre ist auch das Kriminelle zu Hause, wie leicht rutscht man hier aus und rückt vom geraden Weg ab. Manche sind ( je nach Zeichen ) immer Stärkeren ausgeliefert, lassen sich verführen, hineinziehen, können sich nicht wehren und nicht abgrenzen. „Mitgefangen, mitgehangen“ ist das richtige Wort, deshalb ist es auch das Haus der Gefängnisse. Wer nicht aufpasst, kann leicht in irgendwelche Intrigen oder gesetzwidrige Handlungen verwickelt werden. Das zwölfte Haus ist in der Tat ein Haus der Extreme, hier gibt es den Heiligen und den Kriminellen zugleich.

    Auf der Gefühls – Ebene spielt sich viel mehr im Innern ab, als man von außen ahnen oder wahrnehmen kann. Leidenschaftliche Gefühle können auftreten, die sowohl das zwischenmenschliche Feld betreffen, wie auch narzisstische Züge tragen. Die Spannweite ist sehr groß, vom Höchsten bis zum Niedrigsten. Einige fühlen sich berufen, als Helfer in der Not aufzutreten, andere suchen die Weltabgeschiedenheit in klösterlicher Ruhe, andere fallen auf die Stufe des Vagabunden oder des Clochards zurück. Wieder andere bestrafen die Umwelt für das nicht Teilhaben – können, indem sie krank werden oder sich abhängig machen.

    Das zwölfte Haus kann hier auch als eine Sammelstätte unbewusster Schattenseiten angeschaut werden. Man wird oft mit seinen ungelösten Problemen konfrontiert und weiß nicht genau, warum man auf der Gefühlsebene von Ängsten und Unsicherheiten geplagt wird. Manche innere Befürchtungen führen zu psychosomatischen Störungen oder tatsächlicher Verfemung und Verbannung durch die Umwelt. Die heimlichen Feinde des zwölften Hauses können plötzlich im eigenen Innern auftreten, entweder durch Träume, oder durch seltsame psychische Zustände, die man selbst herbeiführt, wie zum Beispiel durch Alkohol, Drogen oder andere Süchte, verdrängte Komplexe können wie Magnete wirken und gerade das hervorrufen, wovor man sich am meisten fürchtet. Verdrängte Existenzängste brechen oft gewaltsam hervor und suchen kompensativen Halt in fragwürdigen Beziehungen oder seltsam gelebten psychischen Zuständen. Phantasiebegabte bauen sich selbst eine Scheinwelt auf, in die sie sich immer wieder flüchten, wenn es brenzlich wird. Heimlich sinnen sie auf Maßnahmen, wie sie sich möglichen Feinden gegenüber verhalten sollen.

    Viele wollen sich nicht festlegen, lassen sich nicht in die Karten schauen, weichen Eindringenden geschickt aus. Je nach Zeichen verstricken sie sich in ein Lügengespinst oder flüchten sich ins Irreale. Man tarnt seine Absichten, ist nicht ehrlich und offen, verheimlicht das Wesentliche. Je nach Zeichen sinnt man auch heimlich auf Rache, wie zum Beispiel der Giftmörder, der selbst nicht hervortritt, oder der Schüsse aus dem Hinterhalt abgibt, oder denunziert, Dokumente fälscht und Wahrheiten verschleiert.

    Auf der mentalen Ebene ist das zwölfte Haus ein Ort der Freiheit, des Alleinseins, der isolierten Einheit auf der Denkebene, das sich gleichzeitig mit allem was lebt, verbunden weiß. Durch die tiefe Sehnsucht in den Urzustand der Einheit zurückzukehren, begibt man sich bewusst auf den Weg der Heimkehr. Hier lösen sich Ich – Grenzen auf und das Sein wird erfahrbar. Manche erleben es durch ein mystisches Versunkensein, durch Meditation oder Identifikation mit den transzendentalen Bereichen des Daseins. Sie erfahren, dass das Innerste Wesen unbegrenzt, unendlich und ewig ist, und dass jeder Mensch eine unsterbliche Seele hat. Hier setzt die Sinnsuche ein, das Interesse an esoterischen Lebensfragen mit der Rückbindung an den göttlichen Ursprung ( Religio ), die der Heimkehr in das Vaterhaus gleichkommt. Wo andere meinen, man verzichte nur und opfere sich auf, da hat man gerade seine innere Seligkeit gefunden. Wer freiwillig oder unfreiwillig abseits der großen Strasse wandern muss, wird zum Entdecker der verborgenen inneren Schätze, von denen niemand etwas weiß. So liegt im Zurückziehen zugleich ein Reichtum verborgen. Hier gelangt der Mensch zu seinem Wesensgrund, er lotet sein Innerstes aus, das ihm Ruhe und Geborgenheit gibt. Er schließt Frieden mit allem, was gewesen ist, gibt seine scheinbar berechtigten Ansprüche auf, verzichtet auf seinen Ich – Standpunkt, ebenso wie auf den letzten Besitzanspruch, der noch verblieben war. Hier wird Entsagung, Einsamkeit und Ichlosigkeit durch einen höheren Seinszustand abgelöst. Das Ich ist auf der Mentalebene schon soweit und umfassend geworden, dass es nichts mehr aus seiner universellen Schau ausschließen kann. Wer mit allem eins ist, der kann an keinem besonderen Gegenstand mehr haften.

    Wer mental in diesem Haus bewusst lebt, kann sich aus jeder Gemeinschaft bewusst herauslösen und für sich selbst leben. Er ist unabhängig und hat die große Freiheit gewonnen. Durch sein Verbundensein mit der All – Einheit ist er in seinem Innern nie allein. Die ganze Welt spiegelt sich in ihm, weil er in Liebe mit ihr verbunden ist. In Gedanken nimmt er an allem teil, auch was weit weg von seinem sinnlichen Erfahrungsbereich geschieht. Auf der Denkebene kann er am Weltgeschehen gleichsam unsichtbar mitwirken, indem er im stillen Kämmerlein der Welt sitzt und allen Hilfsbedürftigen positive Gedanken schickt. Hier ist auch der Raum der Geistheilung, der unsichtbaren Helfer, die auf transzendentalen Ebenen wie auch im eigenen Innern vorhanden sind. Es ist aber auch – je nach Stellung von Planeten und Zeichen – der Raum, wo sich das Helfersyndrom entwickeln kann, das kompensativ für ein gequältes Ich in diesem Haus auftritt. Es hängt weitgehend vom geistigen Entwicklungszustand, das heißt vom Grad der wahren Bewusstheit ab, ob man aus einer echten Seinserfahrung oder nur aus einer eingebildeten heraus sich für die Verbesserung der Zustände in der Welt verpflichtet fühlt.
     
    Nereide gefällt das.
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