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D I E N E N

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Juppi, 1. August 2004.

?

Ist -DIENEN- heute noch zeitgemäß ?

  1. JA

    68,3%
  2. NEIN

    31,7%
  1. Juppi

    Juppi Guest

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    Umfrage : Ist Dienen " Out " oder " In "


    Der Sinn wahren Lebens ist Dienst und Opfer. Leben ist bestimmt zum Dienen, nicht zur Selbstsucht.
    Durch Dienen wird das Herz gereinigt. Egoismus, Haß, Eifersucht und Überheblichkeit verschwinden. Demut, reine Liebe, Sympathie, Toleranz und Barmherzigkeit entwickeln sich.
    Die Vorstellung des Getrenntseins verschwindet. Selbstsucht wird beseitigt. Deine Sicht des Lebens weitet sich. Du beginnst das Einssein und die Einheit des Lebens zu spüren. Dein Herz wird weit, und Deine Ansichten werden weit und großzügig. Schließlich erlangst Du Selbsterkenntnis. Du erkennst das ‘Eine in allem’ und ‘Alles im Einen’.



    Nicht nur Swami Sivananda, sondern viele Meister und Meisterinnen betonen, wie wichtig das Dienen, das selbstlose Helfen und Handeln, gerade zu Beginn des spirituellen Weges steht. Mit Dienen löst und überwindet man die Identifikationen und Ego-Verhaftungen, die zu den größten Hindernisse für echten spirituellen Fortschritt zählen.
    Dienen, anderen zu helfen, ist klassischerweise der erste Schritt auf dem spirituellen Weg. Heute beginnen die meisten Menschen im Westen den Yogaweg mit Asanas. Wenn sie dann von den ursprünglich körperlichen Motiven weitergehen zum spirituellen Aspekt, gilt: Sie sollten großen Wert auf „Dienen“ legen. Das beginnt mit kleinen Gefallen, die man anderen tut. Es geht weiter, dass man auf etwas verzichtet, was andere brauchen. Schließlich ist es eine Einstellung: Alles was ich tue, sei dem Wohl anderer gewidmet. Die innere Einstellung sollte dabei Dankbarkeit sein dafür, dass man anderen dienen kann. Swami Sivananda sagte gerne und oft, wenn sich jemand bei ihnen bedankte: „Danke für die Gelegenheit, Dir zu dienen“.
    Dass Dienen als erster Schritt auf dem spirituellen Weg genannt wird, heißt jetzt nicht, dass wir es nach einer Weile weglassen können. „Erster Schritt“ heißt, es ist die Grundlage, die wir erst legen müssen, um von diesem festen Fundament aus zur Selbstverwirklichung voranzuschreiten. Das Interessante ist: Erst kommt das Dienen, dann die Liebe. Viele Menschen sagen: „Ich würde ja gerne etwas Gutes tun zum Wohl der Menschheit, aber irgendwie - ich fühle es noch nicht ausreichend vom Herzen, deshalb lasse ich es lieber sein und warte, bis die Liebe da ist, das Herz bereit ist.“ Und manche Menschen warten so bis zum Ende ihres Lebens, dass sich das richtige Gefühl auf eine magische, mystische Weise einstellt....
    Es ist anders. Wir müssen Gelegenheiten suchen, um zu helfen, und wir müssen sie aktiv ergreifen. Swami Sivananda hat gesagt: “Suche nach Gelegenheiten, anderen zu helfen! Diene aktiv!“ Wenn wir Gelegenheiten zum Dienen aktiv ergreifen, wachsen wir daran, und das dazugehörige Gefühl stellt sich mit der Zeit ein. Dabei sollten wir auch nicht zu schüchtern sein. Eine beliebte Aussage von Swami Sivananda war auch: - Habe Mut, traue dich, verstecke dich nicht, warte nicht, bis Dich jemand um Hilfe bittet. Diese Art von (falscher) Bescheidenheit und Schüchternheit hat auch etwas mit Egoismus zu tun und vor allem: Sie ist ein großes Hindernis, wenn wir wirklich die Befreiung, die Selbstverwirklichung, erreichen wollen. Dazu brauchen wir Mut. Dienen ist eine gute Gelegenheit, Schüchternheit zu überwinden und aktiv auf andere zuzugehen.

    Obwohl ich öfters in meinen Beiträgen darauf hingewiesen habe, habe ich durch Rückmeldungen den Eindruck bekommen, daß viele das -Dienen- als etwas Altes, längst Überholtes, nicht mehr Zeitgemäßes ansehen.
    Eure Ansicht darüber könnt Ihr durch Beiträge und / oder Abstimmung aüßern.
    Vielen Dank...............Juppi :)
     
  2. Albi Genser

    Albi Genser Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2004
    Beiträge:
    987
    Moin Moin Juppi,

    "Definiere dienen bitte" war mein erster Gedanke.

    Dienen hast Du vor allem im Sinne des positiven und des Heilens beschrieben. Sehr schön.
    Aber auch der (lustig gemeinte) Ausspruch: .... jemand kann im Notfall auch als schlechtes Beispiel dienen, ist ja auch eben ein dienen im Sinne des Ganzen.

    Ich möchte damit nur sagen, daß ich noch nicht weiß, wie du genau das Wort "Dienen" meinst/verstehst/definierst.

    Was ich aber sagen möchte:
    Beim Zitat oben hab ein (?kleines?) Problem:
    Heilung darf meiner Ansicht nach prinzipiell nicht aufgedrängt werden.
    Der zu Heilende muß oder sollte zumindest selber nach Helung fragen oder um Heilung bitten. Das symbolisert auch den Wunsch selber Heilung zu möchten als doch immerhin eine Grundvorraussetzung für nachhaltige Heilung.

    Ich möchte sogar sagen, daß der Heiler nicht zuletzt auch sein eigenes Ego durch Heilen befriedigt, und das ist auch gut, Es ist eine "Win-Win"-Situation und dient auch der Motivation des Heilers,
    AAAAber: Wenn der Heiler seine Dienste aufdrängt, dann ist das evtl. / bzw eben meiner Ansicht nach: ein latent einseitig egoistischer Akt des Heilers.
    Und somit ein bißerliiiii """verwerflich""" pardon, mir fällt gerade kein anderes Wort ein ;)

    Liebe Liebe Grüße.

    T Albi Genser GII zu K :morgen:

    Äh, ja aber sonst ist Dienen erst mal ne klasse Sache :sekt:
     
  3. Juppi

    Juppi Guest

    Das sehe ich ganz genauso wie Du


    Das sehe ich zwar auch so, stelle mir aber vor, daß dieses Selbstgefällige mit der Zeit durch Selbtloses abgelöst werden kann. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das sich darüber bewußt sein ist der Anfang.

    Gruß..................Juppi :)
     
  4. Asathiel

    Asathiel Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juni 2004
    Beiträge:
    598
    Ort:
    Nähe Hamburg / Germanien
    das mit dem dienen ....

    ich denke, der gedanke geht ins indische kastensystem zurück. die haben eine dienerkaste. ist also sehr geschickt, denen dienen (karmayoga) als spirituelle praxis zu verschreiben. dann mucken die nicht auf und man selbst (die idee vom karmayoga entsprang bestimmt den höheren kasten) hat immer genug diener. hätten die industriebarone zu den zeiten des manchester liberalismus sich vielleicht auch mal einfallen lassen sollen sowas

    ich zerpflück das zitat hier mal n bissel:
    Der Sinn wahren Lebens ist Dienst und Opfer.
    >>> wer will den anderen den sinn ihres lebens vorschreiben?

    Leben ist bestimmt zum Dienen, nicht zur Selbstsucht.
    >>> 90% des dienens geschieht aus selbstsucht. ich diene, damit ich spirituell vorankomme. ich diene, um ein gutes gefühl haben zu können. ist die geliche ebene wie "ich diene für 35€ die stunde". man dient wegen belohnung. man kann nicht uneigennützig handeln. is nich. denn IMMER fällt etwas positives auf einen zurück, das einen nützt. deswegen halte ich auch nichts vom ideal des uneigennutzes.
    halten die sich eigentlich nicht für wertvoll genug, um eigennützig handeln zu dürfen?



    Durch Dienen wird das Herz gereinigt. Egoismus, Haß, Eifersucht und Überheblichkeit verschwinden. Demut, reine Liebe, Sympathie, Toleranz und Barmherzigkeit entwickeln sich.
    >>> manchmal bei manchen. funktioniert nur dann, wenn es der eigene weg is

    Die Vorstellung des Getrenntseins verschwindet.
    >>> schafft aber auch ungleichgewichte. wenn man etwas für andere tut ohne gegenleistung fehlt der ausgleich. seine leistung bewußt verschenken ist ok. aber wenn das nicht gemahct wird, dann kann dienen zu neid und abhängigkeit führen

    Selbstsucht wird beseitigt.
    >>> manchmal. könnte auch ein lichti-eso daherkommen und sagen " ich diene der menschheit. ich bin so toll und entwickelt. ich sonne mich im glanze meiner überlegenheit und uneigennützigkeit"

    Deine Sicht des Lebens weitet sich.
    >>> oder man entwickelt das weltbild eines dieners. "slave mentality" heißt das bei GURPS

    Du beginnst das Einssein und die Einheit des Lebens zu spüren.
    >>> gibt viele wege zum ziel. wenn DAS der eigene weg is, ok. wenn er es nich is, bringt auch nix.

    Dein Herz wird weit, und Deine Ansichten werden weit und großzügig. Schließlich erlangst Du Selbsterkenntnis. Du erkennst das ‘Eine in allem’ und ‘Alles im Einen’.
    >>> theoretisch möglich



    mir scheint oftmals, also wollte man durch dienen gegen das eigene ego ankämpfen. wie wärs mit akzeptieren und das eigene ego mit herz und verstand auszuleben? das eigene ego ist ein WICHTIGER teil des systems. es geht nicht darum, es loszuwerden. es geht darum, es harmonisch ins gesamtsystem einzufügen.

    ich bin teil des ganzen. daran orientiert sich mein handeln. ich diene mir. wenn es meine entscheidung ist, diene ich anderen. und manchmal erweise ich mir selbst den größten dienst, indem ich anderen diene.
     
  5. Geli

    Geli Mitglied

    Registriert seit:
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    171
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    Wien
    Ich hatte vor kurzem einen Krankenhausaufenthalt. Bei dieser Gelegenheit durfte ich viele Menschen erleben, die ihren Dienst an Menschen als Schwestern, Pfleger, Ärzte nicht nur als Beruf, sondern Berufung und Dienst am Menschen annahmen, mit einer Hingabe auch an "lästige" Patienten versahen. Ich war vor allem beeindruckt, wieviele junge Menschen wirklich ernsthaft und mit Hingabe bereit sind, für andere Menschen da zu sein.

    Unsere Gesellschaft braucht gerade jetzt diese Bereitschaft zu dienen, ich denke da an Alterspflege, Pflege von kranken Menschen, aber auch an die Betreuung von vielen Ausgegrenzten in unserem Gesellschaftssystem. Und wenn ich meine Umgebung beobachte, finden sich auch immer mehr junge Menschen dazu bereit. Junge Mädchen, junge Burschen, die sich für Sozialdienst entscheiden ... vielleicht eine Sinnsuche?

    Ich wurde zu dienen und helfen erzogen, ich weiß heute, daß mein ursprüngliches "Helfen wollen" nicht ganz uneigennützig war, das ich dafür auch soziale Anerkennung erlangen wollte. Heute bin ich durch viel Selbsterlebtes demütiger und dankbarer geworden und möchte das was ich habe mit anderen teilen, ich möchte meine Kraft und meine Gaben mit anderen teilen.
    Letztlich habe ich durch Eigenerlebtes heute auch den Unterschied von Mitleid und Mitgefühl erkannt und kann helfen ohne mich dabei selbst aufgeben zu müssen oder von Leid erdrückt zu werden.

    Danke Juppi für dieses Thema, das mich seit einiger Zeit sehr beschäftigt.

    Liebe Grüße Geli
     
  6. Juppi

    Juppi Guest

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    Lieber Asathiel,

    danke für Deine Auseinandersetzung mit dem Thema, dennoch hat mich beim lesen etwas gestört. Jetzt weiß ich auch was es war. Wenn ich Deine vielen - man - ersetze durch - ich, mein, mich - , sieht das ganze doch etwas mehrsagender aus über Dein Verhältnis zu - DIENEN -

    Gruß..................Juppi :)
     
  7. Geli

    Geli Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2003
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    Wien
    Noch ein Gedanke, der mir soeben gekommen ist:
    Vielleicht ist es ja das Wort DIENEN, mit dem manche Menschen Probleme haben, weil es vielleicht mit Knechtschaft, Unterwürfigkeit oder ähnliches assoziiert wird??????????
    Dann kann man es ja durch "freiwilligen Dienst" oder andere Worte ersetzen.

    Der Sinn ist das Wesentliche und der ist heute wichtiger als je zuvor.
     
  8. Juppi

    Juppi Guest

    Liebe Geli,

    auch Dir danke ich für Deine gewohnt gut gewählten Worte.
    Ich denke Du hast am eigenen Leib erfahren, was dienen im menschlichen Bewußtsein bewirken kann.
    Mein Freund, der schweizer Astrologe Siegfried Schmid, für mich ein Großer seiner Gilde, verabschiedet sich in seinen Analysen meist mit dem Satz : Ich hoffe, daß ich Dir dienen konnte.

    Ganz lieben Gruß...........................Juppi :)
     
  9. Asathiel

    Asathiel Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    598
    Ort:
    Nähe Hamburg / Germanien
    das wörtchen man ist schon bewußt gewählt. ich habe meine meinung klar dargestellt und auch kenntlich gemacht, was auf mich persönlich zutrifft. das "man" bezieht sich auf allgemeinere aussagen, die auf manche leute zutreffen.
     
  10. Juppi

    Juppi Guest

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    Eigentlich erwarte ich persönliche Meinungen, was ich auch erbeten habe.
    " manche Leute "werden sich selbst zu Wort melden, denke ich doch.

    Gruß Juppi :)
     

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