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3 Kapitel aus meinem Manuskript

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von alwin, 11. April 2007.

  1. alwin

    alwin Mitglied

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    Berlin, den 01.09.2002 letzte Änderung 29.01.2007

    Einführung Seite 3-5

    Die Bedeutung der vergangenen Erdenleben
    ________________________________________
    Wer nicht zutiefst davon überzeugt ist, dass es ein Leben nach
    dem Tod gibt, sollte dieses Buch nicht lesen! Es ist nun mal eine
    Tatsache, dass Menschen, die ihr gegenwärtiges Leben als einmalig
    betrachten, mit den folgenden Texten nichts anfangen können und
    aus ihrer Haltung heraus auch nicht wollen. So müssen sie
    gezwungenermaßen all das von mir Geschriebene ablehnen und
    polarisieren.

    Als Einleitung habe ich dieses Thema gewählt, weil offenbar nur wenigen
    Menschen bewusst ist, welche Bedeutung die vergangenen Erdenleben für
    einen Menschen haben. Viele meinen ja, was hinter ihnen liegt, das ist
    vergangen und vorbei, weshalb sie dann ihren Blick nur noch in die
    Zukunft richten. Andere glauben, dass die Vergangenheit das Bessere
    war, und richten ihren Blick daher auf diese. Dann gibt es noch jene,
    die ihren Blick nur auf die unmittelbare Gegenwart richten. Diesen drei
    Lebenshaltungen ist gemeinsam, dass nur entweder auf die Gegenwart,
    die Vergangenheit oder die Zukunft geschaut wird, ohne die anderen
    beiden existenziellen Zustände in ihr Erleben mit einzubeziehen.
    Dabei ist es aber durchaus aus einem höheren Anschauungszustand gegeben,
    sozusagen herausgehoben auf diese drei Bereiche zugleich zu schauen
    und im Bewusstsein darum umfassender als vorher zu handeln. Mir geht es
    nun darum, deutlich zu machen, warum ein fokussierter Blick in die
    eigene Vergangenheit und insbesondere in vergangene Erdenleben und die
    inhaltliche Beschäftigung damit verantwortlich dafür ist, dass ein
    Mensch sich von seinem ungelösten Schicksal freimachen kann und frei
    wird für seine Handlungen der Gegenwart und Zukunft. Hierbei handelt man
    mit dem Wesen des menschlichen Ich, denn das Ergreifen der genannten
    Tatsachen bedingt eben eine andere Art der Wahrnehmung auf diese
    Zustände, als mit dem des materiellen Egos, das meist mit dem Ich als
    Wesenheit verwechselt wird. Ein unverzichtbarer Tatsachenbestand aus
    diesen drei Haltungen heraus ist für mich, dass ein unverschleierter
    Blick durch die Gegenwart hindurch in die Zukunft nur gegeben ist, wenn
    die Vergangenheit in der richtigen Weise aufgrund seiner wesenhaft
    gemachten Erkenntnis und Verbundenheit in das menschliche Wesens-Ich
    gehoben wird und so eine innere und äußere Schau in Gang kommt, die
    vollkommen klar und objektiv genannt werden kann. Weiterhin kann ich
    sagen, dass von unserer Gegenwart aus betrachtet, in der Summe aller
    unserer vergangenen Erdenleben das begründet ist, was uns als einen
    Gegenwartsmenschen ausmacht, denn unsere Vergangenheit wirkt viel
    umfassender auf uns, als wir das wahrhaben wollen.


    Seite 3
    © Copyright und Urheberrechte 2001-2007 by Braun & Partner


    Ohne die vergangenen Erdenleben in das Wesen mit einzubeziehen,
    hat ein Mensch doch das Erleben, dass er Zwängen unterworfen ist, die
    er nicht versteht und man fängt bei einer entsprechenden Unzumutbarkeit
    an, diese Zwänge seiner Umgebung im äußeren Dasein zuzuschreiben.
    Wie entstehen also diese Handlungszwänge und wie können sie sichtbar
    gemacht werden?
    Solche Zwänge denen man sich unterwirft, sind vorwiegend ungelöste Taten
    aus vergangenen Erdenleben die man selber begangen hat, aber nicht
    zurücknehmen konnte oder wollte und ebenso gibt es ungelöste Taten
    anderer an einem selbst, die von diesen nicht gelöst wurden, oder die
    man an sich als ein begangenes Unrecht moralisch bis zur Sühne festhält.
    Dadurch stellt man Bedingungen an einen anderen auf, die diesen
    solange nicht freilassen, bis sie erfüllt sind. Das kann Jahrhunderte
    dauern und bindet einen mit seinem Schmerz über das Unrecht, welches
    einem angetan wurde oder das man einem anderen antat solange, bis
    beide sich dessen bewusst werden und die Tat von sich und dem
    anderen lösen. Aber wie macht man sich das bewusst und löst es? Das
    braucht man im Grunde nicht besonders begründen, denn jeder Mensch
    erlebt solche Dinge im täglichen Erleben mit anderen Menschen. Und was
    für das gegenwärtige Erleben gilt, gilt insbesondere für vergangene
    Erdenleben, weil eine solche Handlung aus bestimmten Gründen viel
    tiefer in das Wesen eines Menschen eingreift, als man das glauben will.
    Ein Bewusstwerden vergangener aus gegenwärtigen Erlebnissen erfordert
    dabei eine wesenhafte Aufmerksamkeit. Man muss dabei auf jede
    moralische Einstellung oder Begierde verzichten, um einen
    Tatbestand unbefangen zu betrachten. Daraus ergibt sich auch eine
    objektive Handlungsmöglichkeit, um jede Verstrickung von sich zu lösen.
    Als ein Beispiel nehmen wir mal an, dass zwei Menschen sehr verliebt
    ineinander sind und nach einer Weile sich einer aus dieser
    Liebschaft löst, weil Er oder Sie erkannt hat, dass diese Beziehung
    zu sehr einengt. Was ist da nun geschehen? Zum einen wurde mit
    sicherem Gespür erkannt, dass der Eine seine Zuneigung aus einem
    begierdlichen Besitzstreben des bloßen Egos heraus entwickelte,
    das ja seine Kraft gerade aus der Verhüllung des Ungelösten der
    Vergangenheit zieht und sozusagen ein übersinnliches Wesen am
    Menschen darstellt, der andere aber aus seiner freien unbefangenen
    Liebe heraus diese Beziehung ansteuerte. Das dauert ja eine gewisse
    Zeit bis man das erkennt, zum Beispiel an so Kleinigkeiten, dass der
    andere nun plötzlich immer wissen will, wo man war und was man so den
    Tag über gemacht hat. Die eigene Freiheit wird immer mehr eingeengt
    und man fühlt sich nicht mehr wohl. Was daraus alles geschehen kann,
    gerade auch an Gewaltakten, Verfolgung und Kontrollwahn, das erzeugt
    mit ganz unterschiedlichen Schweregraden ein oft unlösbares Schicksal.
    Und dieses Schicksal, wenn es sich im gegenwärtigen Leben nicht wieder
    lösen lässt, wirkt in nachfolgende Erdenleben massiv hinein. Das ist
    das Wesen des Karma! Im Innersten eines Menschen und von innen herein
    wirkt das dann wie ein ungeheurer Vorwurf an einen und von außen aus
    dem übersinnlichen Raum tritt das Ungelöste als ein eigenes wenn auch
    einem selbst zugehörigen Wesen auf, das in den Menschen hineinstrahlt
    und zwingend sein Ego bildet. Man kann ja gerade an den fernöstlichen
    Religionen betrachten, wie geradezu alles versucht wird, dieses Ego,
    diese Art von Ego irgendwie loszuwerden, um sein Karma zu erlösen.
    Ich kann aber nicht sagen, dass es nun egal wäre wie man das schafft,
    denn Erstens halte ich den östlichen Weg des Vergessens oder Abtötens
    für falsch und Zweitens sind wir Europäer in einer anderen Wesenshaltung
    als zum Beispiel die Inder, so dass wir da nur mit dem Wesen und dem
    Bewusstsein des Ich,s in unserer Entwicklung weiterkommen.





    Seite 4


    Ich bin davon überzeugt, dass man generell in seinerwesensgemäßen
    Entwicklung nur weiterkommt, wenn der Selbstvorwurf von innen wie
    der Vorwurf und jegliche Anmaßung von außen über eine gemachte und
    erlebte Tat bewusst erkannt und wesenhaft verarbeitet wird. Das gilt
    für die Gegenwart wie die Vergangenheit und insbesondere die
    vergangenen Erdenleben. Wenn ich dergestalt etwas erkannt habe, dann
    kann ich dazu übergehen, das in die Praxis zu nehmen, was man lösen
    durch Vergebung erbitten oder gewähren nennen kann. Wenn einem so
    etwas in der Gegenwart geschieht, wie oben geschildert, dann muss man
    zur Vergebung aber manchmal auch in der Lage sein, den Kontakt mit
    einem Menschen innerlich wie äußerlich vollkommen abzubrechen, bis
    ihm seine Lage klar bewusst wird und dieser sein Verhalten ändert.
    Das ist aber oft leichter gesagt als getan!

    Dies habe ich vorausgeschickt, damit man in etwa versteht, was jemand
    als Grundgerüst benötigt, um sich als ganzen Menschen wie die
    Welt mit ihren Naturreichen zu erfassen, denen der Mensch angehört.
    Um sich selber und andere Dinge wesenhaft wahrzunehmen, muss man
    Einsicht in die Vergangenheit der eigenen Existenz nehmen können
    und es nützt nichts, wenn man es nur glaubt. Man muss ein
    untrügliches Gespür dafür entwickeln, was aus mentaler, ich würde
    es eher eine metaphysische Sicht nennen richtig ist und was
    eine enorme Aufmerksamkeit nach innen und nach außen erfordert.
    Jeder Zweifel verhindert eine freie untrügliche Erkenntnis und die
    damit verbundene Unbefangenheit, die man dafür entwickeln muss.
    Ob andere das dann als Fantasie, Unsinn oder dergleichen abtun, muss
    einen völlig unberührt lassen und zwar in einer Art von reiner
    ursprünglicher Unschuld, selbst wenn das durch das Unverständnis
    anderer als kalt und unnahbar empfunden wird. Das soll auch nicht
    als moralischer Schutzpanzer verstanden werden, sondern als reine
    Erkenntnis, die aus der Beleuchtung des Verstandesbewusstseins
    durch das Ich heraus entsteht. Das kann und sollte betrachtend
    innerlich wie äußerlich angewendet werden.





























    Seite 5
     
  2. alwin

    alwin Mitglied

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    © 2001-2007 by Braun & Partner Das 10. Manuskript 2.Buch
    Berlin, den 01.09.2002 letzte Änderung 17.03.2007
    -01.05.2003
    Kapitel 2 Seite 13-18

    Die Wesensgliederung, Erdenzyklen und
    die Naturreiche des Menschen
    _____________________________________
    Gegenwärtig gibt es eine einzige wirklich gute Quelle, was die
    Erdenzyklen anbelangt, und das ist „Die Geheimwissenschaft in Umriss,
    GA 13 und Aus der Akasha-Chronik, GA11“ von Rudolf Steiner.
    Nun ist es aber so, dass ein Verständnis über das, was man als
    menschlichen Ursprung bezeichnet, manche nennen es Himmel oder
    Paradies nur gewonnen wird, wenn Wesensgliederung, Naturreiche
    und Erdenzyklen in Zusammenhang gebracht werden. Besonders wichtig
    ist die Einsicht in diese Zusammenhänge, weil man letztlich nur so
    verstehen kann, zu welchem Zweck es den Kosmos und die Erde mit den
    Naturreichen darin überhaupt gibt. Ein schwerwiegendes Problem ist
    bislang, dass in entsprechenden Abhandlungen weder über die
    Wesensgliederung noch über die Naturreiche und schon gar nicht über
    den menschlichen Ursprung erschöpfend Auskunft gegeben wurde, was
    wohl der Tatsache zuzuschreiben ist, dass dieses Wissen geheim
    gehalten wird.
    Warum all das nun existiert, kann dem Umstand zugeschrieben werden,
    dass es um die Vergegenständlichung ursprünglicher Verhältnisse geht,
    die notwendigerweise einen Ausscheidungsprozess hervorrufen, durch den
    eine Entwicklung mit dem Ziel in Gang gesetzt wurde, den Ursprung selber
    zu stabilisieren, um ihm eine neue Festigkeit in Struktur und Wesen
    zu verleihen. Das ist natürlich vereinfachend dargestellt, weil jedes
    Naturreich ein eigenes Wesensglied mit eigener Leiblichkeit, eigenem
    Bewusstsein und damit einhergehend eigener Bestimmung entfaltet.
    Dabei muss man die Zeitpotenzen erfassen können, die zwischen der
    Entwicklung von Naturreichen und einzelnen Dingen liegen.
    Gegenwärtig entfalten und entwickeln wir das 4. Naturreich, nämlich
    das Menschenreich in seiner Ich-Werdung, wobei der Mensch selber als
    mikrokosmischer Teil des Menschenreiches gilt. Da die Naturreiche
    als solche einem künftigen Wesensglied und seiner Inkarnation
    vorbehalten bleiben, verhält sich das, was wir an ihnen betrachten
    können, bis zur vollständigen Vergegenständlichung als Entsprechung,
    was bedeutet, dass die Naturreiche noch lange im Werden begriffen sind.
    Teilchen, die durch die Quantenphysik wahrnehmbar und berechenbar sind,
    sind in ihrer Struktur spezialisierte Mikrokosmen, die man je nach Art
    und Bestimmung dem Menschen, dem entsprechenden Naturreich oder dem
    Kosmos selber zuordnen muss, weil kommende Naturreiche noch in einem
    Stadium des Entstehens begriffen und daher in eine ungeordnete
    feinstoffliche Makrostruktur eingebettet sind, die sich noch
    an den Verhältnissen auszurichten hat. Grundsätzlich muss davon
    ausgegangen werden, dass die Gerüste aller Naturreiche der Erde
    wie des gesamten Kosmos durch Wesen hervorgerufen wurden, die
    ursprünglich sind, und dass das, was wir als Elementarreich,
    Pflanzenreich und Tierreich wahrnehmen, leiblich betrachtet
    Ausscheidungen und sinnlich Abschnürungen des Menschen sind,
    beziehungsweise irdische Schöpfungen desselben. Man darf das
    nicht missverstehen, wenn ich von Ausscheidungen spreche, denn
    sie haben unabhängig davon, welchem Naturreich sie angehören,
    eine ganz besondere Bedeutung gerade für den Menschen. Er bindet
    nämlich das Wesentliche der Naturreiche an, in und durch sich so,
    dass er ohne das Elementarreich keinen Elementarleib bzw. Körper
    hätte, ohne das Pflanzenreich keinen Wachstumsleib und ohne das
    Tierreich keinen Bewegungsleib.

    Seite 13
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    Ohne das Menschenreich wäre er zudem nicht in der Lage, den
    Durchlichtungsleib zu bilden, der für sein Verstandesbewusstsein
    von so außerordentlicher Bedeutung ist.
    Erstaunlich dabei ist mir das offene System der Naturreiche, denn
    sie gehen in ihrer Entwicklung den einzelnen Dingen in ihnen, also
    der Erde, der Pflanze, dem Tier und dem Menschen hinterher. Der
    Mensch wäre ohne die Naturreiche trotzdem nicht fähig, auf der Erde
    so zu existieren wie er das tut, denn er entwickelt aus den leiblichen
    Grundlagen der Naturreiche jeweils ein entsprechendes Bindewesen.
    So betrachtet benötigt er also für seine Existenz wie für seine
    weitere Wesensveredelung die Naturreiche, um aus ihnen einerseits
    für sich vorhandene stofflich-unstrukturierte Kräfte einzubinden
    und umzuformen und andererseits diese Veredelung als eine neue Form
    an die Naturreiche zurückzugeben. Diese wiederum geben das an die
    ursprünglichen Wesen oder Schöpfer der Naturreiche ab, damit ihr
    Lebensraum veredelt wird. Wenn man also von einer Schöpfungsgeschichte
    spricht, kann man das in vergegenständlichter Form, die ja wahrnehmbar
    ist, ebenso als eine Ausscheidungsgeschichte bezeichnen. Was als
    irdisch sichtbare Form der Ausscheidung übrig bleibt, sind elementare
    Dinge in Form von Körpern, also Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen, die
    nach dem Abfall des sinnlichen Wesens, also dem natürlichen Tod zu
    Elementen zurückfallen, was nichts anderes bedeutet, dass die Essenz,
    die wieder in ihren Ursprung zurückkehrt, das Wesen an sich, dort nun
    in der Lage ist, selber vergegenständlichte Formen und Szenarien zu
    erschaffen und zu etablieren. Dabei ist es so, dass nicht nur der
    Mensch das für sich tun kann, sondern auch die Naturreiche auf eine
    bestimmte Weise neue sphärische Grundlagen im Ursprung erschaffen.
    Zurück bleibt zwar Staub und Asche, aber in einer derart elementar
    veredelten Form, dass sie, sobald sie von einem Wesen berührt werden,
    das zur Geburt kommt und sich vergegenständlicht, sich durch den Träger
    nach seinem Abbild manifestieren. Und darum geht es bei den
    Wesensgliedern, die inkarnatorisch ihren Werdegang antreten.
    Es sind zwar aus allen Wesensgliedern und damit auch aus den
    Naturreichen bereits einzelne Elemente vergegenständlicht und
    damit inkarniert, aber das Wesen der Naturreiche an sich noch nicht.
    Diese Unterscheidung ist wichtig, weil viele Eingeweihte meinen, dass
    sie schon alles inkarniert hätten, was es zu inkarnieren gibt.

    Es geht also darum, wie sich die Naturreiche zyklisch entwickeln,
    deren Erdentwicklungszustand an den Ablagerungen der Erde zeitlich
    verfolgt und betrachtet werden kann und in welchem Verhältnis die
    Wesensglieder der Naturreiche als Weltenwesensglieder stehen, wenn
    man ihnen einzelne Dinge, zum Beispiel ein Mineral, eine Pflanze,
    ein Tier oder einen Menschen gegenüberstellt. Der Mensch entwickelt
    also aus dem Urschlamm der Naturreiche zunächst sich selbst und
    wird damit auch irgendwann in dem entsprechenden Erdenzustand
    zum individuellen Naturreich. Hier kommt der Punkt, an dem die
    hierarchische Deklination ansetzen muss, denn das, was wir von
    den Naturreichen in ihrer eigentlichen Entwicklung erwarten,
    bildet sich unabhängig vom Menschen durch den menschlichen Ursprung
    und dem Schöpfer allen Seins, durch Gott selbst. Man muss sich
    das bildlich vorstellen, wie Gott den menschlichen Ursprung schuf,
    mit allen Hierarchien und Wesen, die wir bereits gegenständlich
    keinen, aber auch solchen, die zeitlich erst in Jahrmillionen
    auf der Weltbühne erscheinen, wie die Naturreiche als eigenständige
    Wesenheiten. Sie sind Gottes Werk, wobei wir Menschen ihm den
    Acker bereiten, denn wir befruchten ihn mit uns selbst als Dünger.
    Man sollte erkennen, dass es eine mehrfache Entwicklung von
    Verhältnissen gibt, die parallel und untereinander verläuft, so
    wie die Entwicklung des Menschen mit seinen ineinander laufenden
    Wesensgliedern, aber in ganz unterschiedlichen Zeiträumen.

    Seite 14


    Das von Gott ursprünglich Erschaffene bahnte sich irgendwann seinen
    Weg zur Vergegenständlichung, so dass von unserer Begrifflichkeit
    her das Ursprüngliche an sich als vorgebildet gilt und das irdische
    Dasein als Entsprechung der Vorbildung, der wir entwicklungsgemäß
    nachfolgen, bis die ursprüngliche Vorbildung vollkommen nachgebildet
    und damit vergegenständlicht ist. Das geschieht individuell,
    gemeinschaftlich und Gottgegeben nebeneinander, aber wie gesagt
    in zeitlichen unterscheidbaren Entwicklungsverhältnissen.

    Zunächst soll dargestellt werden, wie die Wesensgliederung des
    Menschen, beginnend vom Elementarleib(Körper) aus von mir gesehen wird.
    Welche Namen diese Glieder in Religionen und anderen Sprachen haben,
    das soll hier nicht zur Debatte stehen, denn es kommt mir insbesondere
    darauf an, das Wesentliche in meiner gegenwärtigen Muttersprache
    auszudrücken, um das bestmögliche Verständnis über die Sachverhalte
    vorzulegen. Als eine Zusammenfassung von Leibeswesen und Sinneswesen
    habe ich den Begriff Wesensglied gewählt.
    Ich erkenne sieben Wesensglieder, die unmittelbar mit dem Menschen zu
    tun haben und zwei weitere, die man kosmisch und göttlich nennen kann.

    Wie man sehen kann, habe ich die Wesensglieder in jeweils zwei
    Wesensbereiche aufgeteilt beziehungsweise differenziert, denn aus
    meinen eigenen Anschauungen ist es für mich unstrittig, dass
    jedem dieser Leiber ein Bewusstsein erwächst, wobei zuvor die
    Bewusstseinsarten, die ich als Ursprünglich betrachte, durch einen
    speziellen Prozess dafür sorgten, dass es die Leibesarten überhaupt
    geben kann. Im Vordergrund steht hier eindeutig die Entwicklung der
    physisch inkarnierten Leiber bis zum Ich und deren sich daraus
    entwickelnden Sinneswesen. Die gesamte Entwicklung muss durch den
    Repräsentanten unseres gegenwärtigen Erdenzyklus, das Ich, erfasst
    und gehandhabt werden.

    Die Wesensglieder des Menschen:

    Als individuelle Leibeswesen gelten für mich hierbei Elementarleib,Geistleib,Seelenleib,Ichleib,Dualleib,Androgynleib undZwillingsleib.
    Als Sinneswesen gelten für mich Physis,Geist,Seele,Ich,Dualität,Androgynität und Zwillinsindividualität.

    Dazu kommen noch Wesensglieder, die die Naturreiche der Erde umfassen wie auch die kosmischen Elementarreiche.

    Es kann betrachtet werden, wie das Ich von zwei Blöcken direkt umgeben
    ist, von denen der Erste mit dem Mineral, dem Geist und der Seele
    seine Erdenzustände bereits vollendet hat, aber dieser durch das Ich
    kontinuierlich weiterentwickelt wird, und der zweite Block die
    Erdenzyklen wiedergibt, die von uns aus betrachtet, entwicklungsgemäß
    in der Zukunft erst noch anstehen. Aus dieser Sicht muss auch klar
    werden, dass der mineralische Leib als der Entwickeltste von allen
    eine besondere Anziehungskraft auf das Ich hat, und umgekehrt.




    Seite 15
     
  3. alwin

    alwin Mitglied

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    Wer nun erkennen kann, wie innerhalb des physischen Leibes der
    Geistleib, der Seelenleib und der Ichleib einerseits unabhängig
    von diesem sind, aber andererseits so mit ihm ineinander laufen,
    das sie wie ein Leib wirken, kann erahnen, was da an gewaltigen
    Bindungskräften durch den Menschen aufgebaut wird. Dazu kommt die
    Erkenntnis, dass mit den weiteren Erdenzyklen, beginnend mit der
    Physis, in denen sich neue Wesensglieder entwickeln, diese die
    Physis in ein Wachstum bringen, ihr dann Beweglichkeit verleihen
    und gegenwärtig durch das Ich eine besondere Form der Durchlichtung
    einbringt, die durch den Verstand, den Willen und die Polarisierung
    ermöglicht wird. Die Bindekräfte der einzelnen Wesensglieder sind
    dabei vollkommen unterschiedlich, genauso wie ihre Leibes- und
    Sinneswesen, die sie im jeweiligen Erdenzyklus entwickeln.
    Zudem sind die Wesensglieder mit ihrer Geburt auf der Erde durch
    die Abstände von 7 Jahren beim Menschen in besonderem Maße zeitlichen
    Gegebenheiten unterworfen. Wie das zustande kommt, ist noch etwas
    unklar, aber fest steht für mich, dass bei der Geburt des physischen
    bzw. Elementarleibes, was ja etwas zu verallgemeinert Körper genannt
    wird, weder der Geist noch die Seele oder das Ich aus individueller
    Sicht mitgeboren wurden. Sie gebären sich selbst etwa im Abstand von
    7 Jahren innerhalb der elementaren Grundlage, die von irdischen Eltern
    zur Verfügung gestellt wird. Bis das geschieht, wirkt die Individualität
    eines Menschen auf die Physis aus dem übersinnlichen Raum durch die
    jeweiligen Naturreiche, in denen die Individualität Wesensglied für
    Wesensglied noch unspezialisiert eingebettet ist. Das hat natürlich
    ebenso eine Wirkung auf das Neugeborene, wobei man es so zu nehmen hat,
    dass daraus eine Schutzfunktion abzuleiten ist, die verhindert, dass
    das ungelöste Schicksal eines Menschen aus vergangenen Erdenleben
    mit voller Wucht schon bei der Geburt auf das Neugeborene einschlägt.
    Das ist natürlich nur ein Aspekt, aber ein sehr wichtiger, denn es
    zeigt unter anderem auf, wie die irdische Mutter um das Neugeborene
    eine Schutzhülle bildet, die den ungeordneten Einfluss der
    Individualität mit stabilisiert, solange die Wesensgliedergeburten
    nach dem des Körpers noch nicht vollzogen sind. Es zeigt aber auch,
    dass bei Menschen, die ihre vollständige Individualität im Ich
    inkarnieren können, so wie das bei Jesus der Fall war, das Karma
    erloschen ist und dadurch das volle ursprüngliche Bewusstsein wie
    auch alle Wesensgliedergeburten bis zum Ich bei der körperlichen
    Geburt mit enthalten sind. Dabei gibt es aber die Forderung, dass die
    irdischen Eltern selber vor dem Zeugungsakt sich ihrer Wesensgliederung
    bewusst sein und eine entsprechende Haltung dazu einnehmen müssen.
    Dazu muss ihr Karma ebenso erloschen sein, um einen möglichst unbefleckten
    Zeugungsakt begehen zu können, damit die zu gebärende Individualität nicht
    von dem Karma der irdischen Eltern beeinflusst wird. Bislang dürfte es so
    sein, dass irdische Eltern einer Individualität derselben ursprünglichen
    Wesensgliederfamilie entstammen, weil um sie bei einem direkten
    Aufeinandertreffen auf der Erde eine ungeheure Beschleunigung der
    spirituellen Entwicklung in Gang kommen kann. Das schließt die Einsicht in
    Wesengliederung und Naturreiche mit ein, wie die Handhabung derselben.
    Diese Kraft wirkt auf Physis, Geist, Seele und Ich, je nachdem
    wie ein Mensch in entsprechende vollendete Stimmungen kommt, auf die
    das Ich aufmerksam oder hingelenkt wird. Auf den zweiten Block bezogen
    und damit die Aufmerksamkeit auf die Zukunft gerichtet, bedeutet eine
    radikale Abwendung von den vergangenen Erdenzuständen, ob im Einzelnen
    oder insgesamt. Das Tragische daran ist, dass man sich von den
    vergangenen Erdenleben im Zustand der Ich-Entwicklung abwendet, was
    zur Folge hat, dass sich die Realität unserer gegenwärtigen
    Bewusstwerdung verschleiert.




    Seite 16

    Eine Frage dabei ist:
    Wie kann das geschehen? Das hängt damit zusammen, dass ein Mensch
    sieben individuelle und 2 makrokosmische Wesensglieder besitzt, von
    denen jedes Einzelne in einem Erdenzyklus, der auch Erdenzustand genannt
    wird, eine eigene gegenständliche Bewusstseinsart entwickelt. Dieses
    einzelne Bewusstsein hat aber in seinem jeweiligen Zyklus alle anderen
    soweit in sich eingebettet, um zu den vergangenen und künftigen
    Erdenzuständen seiner Wesensgliederentwicklung und praktischerweise zu
    sich selbst einen inhaltlichen Bezug herzustellen. Dabei zeigt sich
    eine Kraft, die durch das Ineinanderfließen der Wesensgliederung und
    ihrer Erdenzyklen so gewaltig ist, dass der inhaltliche Fokus, welcher
    sich mit dem gegenwärtigen Bewusstsein eines dieser Glieder auf ein
    anderes richtet, völlig in dieses eintaucht und von diesem vereinnahmt
    wird. Diese vereinnahmende Kraft ist von derartiger Stärke, dass es
    ungeheuer schwierig ist, sich daraus wieder zu befreien.
    Das kann ich zum Beispiel damit begründen, dass seit einem Konzil von
    Konstantinopel, das von der katholischen Kirche im 7. Jahrhundert
    abgehalten wurde, das Ich und das gegenwärtige Naturreich des Menschen
    als Wesensglied aus dem Sprachschatz verbannt wurde und das Christentum
    seither nur in einer seelischen Wesenhaftigkeit auf sich aufmerksam macht.
    Die fatale Folge davon ist, dass das Ich in die Seele eintauchen musste
    und sich seither durch diese mit dem Ergebnis ausdrückt, dass jede
    moralische Rechtfertigung gebeugt und nicht unbefangen im Licht des Ich
    und seiner Vernunft dargestellt wird.

    Um das näher zu betrachten, stelle ich die nachfolgende Darstellung auf:
    Die Wesensglieder und die Zugehörigkeit zu den Erdenzyklen des Menschen:

    Musste ich rauslassen, weil das Schema nicht übertragbar ist!

    Was hier als das größte zu offenbarende Geheimnis gilt, ist, dass
    so wie das Ich im gegenwärtigen Entwicklungsgang alles ursprünglich
    ichhafte aus jedem Wesensglied gegenständlich zu erkennen und
    zu inkarnieren hat, die Physis alles Leibliche für die Wesensglieder
    manifestiert.

    Das Entscheidende ist dabei die Betrachtung der jeweiligen Herrschaft
    eines Wesensgliedes in seinem Entwicklungszeitraum und das, was sich
    als Bewusstsein daraus eben leiblich vergegenständlicht hat. Das
    jeweilige Bewusstsein der Naturreiche, das sich zum Beispiel beim
    Menschenreich aus allen Menschen speist, die je gelebt haben und je
    leben werden, muss von seinem Wesen her umfassender betrachtet werden,
    als ein einzelner Mensch.





    Seite 17
    Dabei ist es so, dass das Menschheitsbewusstsein als Naturreich den
    polarischen Verhältnissen genauso unterworfen ist wie ein einzelner
    Mensch und dass es daher ein Menschheitsego von gewaltigen Ausmaßen
    gibt, das als ungelöstes Karma auf die Menschheit, die
    Volksgemeinschaften und den Einzelnen zurückstrahlt.

    Jede Vergegenständlichung eines Sinnes-Wesensgliedes hat zur Folge,
    dass ein Leibeswesen daraus erwächst, welches man bis zur endgültigen
    Vergegenständlichung die dingliche Entsprechung eines
    ursprünglichen Bewusstseins nennen kann. Aber noch wesentlicher ist, wie dann die
    bereits bestehenden Wesensglieder durch neue Wesensgliederinkarnationen
    in ihren Erdenzyklen umgearbeitet und weiterentwickelt werden.

    Es gibt noch einen interessanten Gesichtspunkt zu bedenken:
    Nehmen wir einmal an, dass die 4 Elemente Erde, Wasser, Feuer
    und Luft ebenso als Entsprechung fungieren, und zwar den
    kosmischen Wesensgliedern gegenüber!
    Es gibt hier lediglich die Einschränkung, dass die 4 Elemente
    unseres Planeten sich auf die Ausscheidungen der Menschheit
    bzw. der Naturreiche beziehen. Man kann aber davon ausgehen,
    dass auch das, was die Naturreiche ausscheiden, sich zu einem
    übergeordneten kosmischen Naturwesen mit eigenem Bewusstsein
    erhebt, so dass wir bereits 4 solcher Naturwesen als fest
    inkarnierte kosmische Wesen unser eigen nennen können.
    Wie von den Naturreichen der Erde aus auf den ganzen Kosmos ein
    Bezug abgeleitet werden kann, muss noch differenziert werden,
    aber ich gehe davon aus, dass es mit der Vorbildung kosmischer
    Wesensglieder zu tun hat, die ja erst ein grobes Raster
    kosmischer Ausprägung zur Vergegenständlichung geworfen haben,
    um dadurch den immer kleiner werdenden mikrokosmischen Wesensgliedern
    einen vorgegebenen Raum zu ihrer Spezialisierung zu übergeben.
    Wenn man die Umkehrung der Entwicklung aus dem Ursprung betrachtet,
    dann ist das eine logische Konsequenz, denn die kosmischen
    Naturreiche mussten zuerst das Gerüst schaffen, um den mikrokosmischen
    Wesen einen Platz zur eigenen Entwicklung übergeben zu können.

    Auch hier gilt demnach, dass ein Mensch als ein Teil des
    Menschheitswesens an der Entwicklung desselben nicht nur mitwirkt,
    sondern an einem bestimmten Punkt selber zu einem solchen wird.
    Und da das Menschheitswesen sich auf der Erde entwickelt, muss es
    logischerweise noch eine Steigerung geben, hin zu kosmischen
    Wesensgliedern. Der Zeitpunkt zu einer solchen vergegenständlichten
    Erkenntnisentwicklung liegt dabei daran, wann es die Menschheit
    schafft, andere Planeten zu betreten.
    Ob das Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sein müssen, oder
    ob das bereits mit dem Betreten des Mondes geschehen ist, muss noch
    geprüft werden.

    Demnach wäre dann folgende Zuordnung gegeben:
    Jeweils eine Minimierung von Makrokosmos zu einem Mikrokosmos
    Dabei gibt es eine Umkehrung der Verhältnisse, sobald das
    Bewusstsein eines Wesensgliedes seine volle Vergegenständlichung
    abgeschlossen hat und dadurch das mikrokosmisch abgeschnürte
    Einzelwesen wie der Mensch von der Menschheit beispielsweise
    selber zu einem makrokosmischen Wesen wird.


    Seite 18
     
  4. alwin

    alwin Mitglied

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    Berlin, den 01.09.2002 letzte Änderung 14.03.2007
    -- 11.08.2006
    Kapitel 3 Seite 19-26

    Die Ich-Entwicklung des Menschen
    ________________________________
    Zu Beginn dieses Kapitels muss das eigentliche Ziel der Entwicklung
    und Vergegenständlichung des Ich genannt werden. Das Ich hat für
    seine gegenwärtige Entwicklung das Ziel, sich selbst aus seiner
    ursprünglichen Vorbildung heraus zu vergegenständlichen. Dazu sollte
    es alles aus den bereits inkarnierten Wesensgliedern die zu ihm
    gehören, bis hin zum Ich in sich remanifestieren und lebendig machen.
    Dann kommt noch eine gewisse Art der Manifestation hinzu, die
    insbesondere für die Wesensglieder gilt, deren Vergegenständlichung
    erst noch ansteht, also der Entwicklung des Ich inkarnatorisch
    nachfolgen. Dabei greift man in verschiedene sphärische Bereiche
    durch das Ich hinein, um die eigenen Wesensglieder beziehungsweise
    Keime davon zu beleben. Die Wesensglieder, die bereits vollständig
    entwickelt sind, also Physis, Geist und Seele stehen ja in einer
    anderen Weise zum Ich und seiner Entwicklung, was sich so ausdrückt,
    dass man darin jedes Ich, das aus einem selbst heraus jemals gelebt
    hat, in sich wieder lebendig zu machen hat, ganz unabhängig davon,
    welcher Epoche ein Leben entstammt. Man rückt alles bewusst an
    seinen Platz, wobei man zuvor die Erkenntnis über vergangene
    Erdenleben zu gewinnen hat, dadurch Einsicht in die Wesengliederung
    gewinnt und damit die Fragmentierung des eigenen Wesens aufhebt.

    Was sich da nun durch das Ich als Wesensglied inkarniert bzw.
    vergegenständlicht, muss man in verschiedene Bereiche aufteilen.
    Zunächst erwächst ihm ein Leibeswesen durch die vielen Erdenleben,
    das man bis zu seiner vollständigen Entwicklung als Entsprechung
    betrachten muss. Dieses Leibeswesen ist etwas luftartiges und wird
    durch die Entwicklung des Sinneswesens, das sich aus dem Leibeswesen
    ab seiner Geburt um das 21. Lebensjahr herum weiterentwickelt,
    qualitativ gebunden. Das Sinneswesen des Ich kann man als lichtartige
    Entsprechung beschreiben, weil es alle Wesensglieder von den
    Leibeswesen her beleuchten und von den Sinneswesen her durchleuchten
    kann. Entsprechungen sind das deshalb, weil man bis zur vollständigen
    Entwicklung darauf angewiesen ist, durch das Sonnenlicht etwas zu
    erkennen was gegenständlich vor einem steht und auch darauf, dass
    man auf die Luft angewiesen ist, um atmen zu können. Beides wird
    an dem Punkt gegenstandslos, an dem man den Erdenzyklus des Ich
    abgeschlossen hat, weil man dann in der Lage ist, das, was man zum
    atmen und zum beleuchten braucht, aus sich selbst heraus zu erzeugen.
    Das Wesensglied des Ich, das sich aus dem Leibes- und Sinneswesen
    heraus entwickelt, wird am Ende seiner Entwicklung aus einem
    Wesen bestehen, welches in der Lage ist, lichthaft zu sein und in
    seinen Anlagen aus sich selbst heraus nicht einfach nur leuchten
    kann, sondern die bestehenden vollständigen Leibeswesen so umarbeitet,
    dass selbst der physische Leib des Menschen lichthaft aufstrahlt.
    Das luftartige Leibeswesen wird dabei zum Speicher des Wesenslichtes.
    Das Sinneswesen des Ich entwickelt ein lichthaftes Bewusstsein, welches
    in der Lage ist, sein Leibeswesen als Brennpunkt mit Erkenntnislicht
    anzufüllen und dieses als Fokus zu benutzen, um von diesem aus ganz
    gegenständlich alles zu beleuchten, worauf es seine Aufmerksamkeit richtet.
    Und wenn die Bedingungen stimmen, dann kann es sogar selbst zu dem
    werden was es beleuchtet.



    Seite 19
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    Die Art von Aufmerksamkeit, die ich meine, ist etwas, was man ein durch
    den Willen gebundenes Verstandesbewusstsein nennen könnte. Diese Bindung
    stellt dann die Hülle des Leibeswesens vom Ich dar. Wer also das
    ursprünglich vorgebildete Ich vollständig vergegenständlicht hat, das
    ja dort in seinem Ursprung aus sich selbst heraus leuchtet und atmet,
    der wird auch im Erdenleben in der Lage sein, auf Sonne und Luft als
    Entsprechungen zu verzichten. Und das sind die Bedingungen, um das
    nächste Wesensglied des Menschen zu inkarnieren, die Dualität.

    Es ist ja so, dass die Entwicklungen von Physis, Geist und Seele als
    eigenständige Wesensglieder bereits hinter uns liegen.
    Diese haben den Prozess der Vergegenständlichung für sich gewissermaßen
    abgeschlossen, obwohl deren Wesensveredelung mit jeder Inkarnation eines
    weiteren Wesensgliedes fortschreitet. Was aber haben sie in Bezug auf
    das Ich für eine Haltung gehabt und wie sieht die Haltung des Ich aus
    in Bezug auf die künftigen zu inkarnierenden Wesensglieder?
    Es konnten die in der Vergangenheit entwickelten Wesensglieder,
    weil das Ich für sie in ihrer Entwicklung noch in der Zukunft lag,
    lediglich ihr eigenes Bewusstsein der ursprünglichen Vorbildung aus dem
    Ich in ihr Wesen eingliedern.
    Das bedeutet, dass hier die Verbindungsstränge liegen, die die
    einzelnen Wesensglieder miteinander verbinden, aber auch die
    Möglichkeiten der Kommunikation untereinander. Das bedeutet außerdem,
    dass das Ich zum Beispiel der Seele gegenüber nun zwar durch die
    gegenwärtige Entwicklung desselben in einen direkten Kontakt von
    Wesensglied zu Wesensglied eintritt, aber dieses Ich noch keine
    diesbezügliche Möglichkeit hat, den Erdenzustand eines noch kommenden
    Wesensgliedes aus sich heraus zu inkarnieren sondern nur das ichhafte
    desselben. Demnach muss das Ich bis zu einer vollkommenen Kommunikation
    genauso auf neue Inkarnationen warten, bis künftige Wesensglieder sich
    in ihrem Erdenzustand inkarnieren, so wie die Seele in ihrem Erdenzustand
    zwar das Seelische aus dem Ich in sich inkarnieren konnte, aber erst jetzt
    mit dem Erdenzustand des Ich eine inkarnatorische Kommunikation und
    Wesensveredelung durch das Ich von Wesensglied zu Wesensglied zustande
    kommt. Das erklärt auch, warum die bestehenden Wesensglieder so ineinander
    untertauchen können, ja sich in einem anderen Wesensglied dramatisch
    verlieren können, während es praktisch nicht möglich ist, gegenständlich
    in ein Wesensglied unterzutauchen, das sich erst noch inkarnieren muss.
    Man kann sich dabei gewissermaßen nur in den Strom der ursprünglichen
    Vorbildung stellen, wozu man sich in einen anderen zeitlichen und
    sphärischen Bezug hinein begibt. Das ist aber keine Inkarnation sondern
    in sehr begrenztem Maße eine Manifestation, weil das Ich natürlich
    Zugang hat zu allem ichhaften aller Wesensglieder und Sphären. Seit
    sich nun das Ich als eigenständiges Wesensglied inkarniert, verändern
    bzw. veredeln sich dadurch die Organe von Seele, Geist und Physis
    entsprechend, wobei es mit zunehmender Inkarnierung des Ich gelingt,
    die Wesensglieder vom Ich aus ganz neu ineinanderzulegen, wobei das natürlich
    aus organischer Sicht am Besten einsehbar ist, was sich da verändert.
    Zugegebenermaßen ist es schwieriger, die Veränderungen der
    Sinneswesen zu betrachten, aber auch hier kann man die Veränderungen
    eigentlich daran beobachten, wie weit ein Mensch in seiner Einweihung
    steht und welche Wesensgliederhaltungen er sichtbar einnehmen kann.

    Interessant und besonders wichtig wird aber jetzt für uns Menschen,
    dass die Vorbildung des Ich inzwischen eingearbeitet ist in allen
    Wesensgliedern, denn dadurch hat das Ich gewissermaßen einen bewussten
    und ichhaften Zugang zu ihnen. Es ist zwar so, dass jedes Wesensglied,
    das in seinem inkarnatorischen Erdenzyklus steht, sein Wesen vorgebildet
    in den anderen Wesensgliedern findet, aber das zu erkennen und zu
    manifestieren ist gar nicht so einfach, zumal das einem paradox erscheint.


    Seite 20


    Es ist nämlich so, dass man, um aus der gegenwärtigen Inkarnation des Ich
    das Wesen z.B: der Dualität zu erkennen, eine völlig andere Wahrnehmung
    braucht, als das mit dem Ich möglich ist. Man muss das richtig verstehen
    und ergreifen, was da nun für Möglichkeiten in der Entwicklung des Ich
    entstehen, denn das Ich kann sich durch diese Arbeit, die Physis, Geist
    und Seele geleistet haben, in einer ganz besonderen Weise nachträglich in
    und durch diese Wesensglieder vergegenständlichen. Das Ich wird in die
    Lage versetzt, diese Wesensglieder vollkommener zu machen und gibt
    ihnen die Möglichkeit, durch die Vergegenständlichung des Ich ihn ihnen
    aus der eingeprägten Vorbildung heraus selber ichhaft zu werden, also zu wissen,
    was das Ich weiß und gewissermaßen auch zu können, was das Ich kann.
    Das Verständnis zwischen den Wesensgliedern wird umfassend und sie werden, was
    das Entscheidende ist, durch die Vergegenständlichung alles ichhaften in
    den anderen Wesensgliedern und die daraus folgende gegenseitige Erkenntnis frei.
    Man bemerkt das daran, dass wenn die Seele durch das Ich beleuchtet wird
    und sie etwas bedrückt oder erfreut, unmittelbar Bilder auftauchen, die
    bewegend, farblich und Wärme ausstrahlend sind. Das Ich war aber der
    Auslöser dieser Vorkommnisse und es befreit durch seine Einsicht die
    Seele davon, indem es der Seele vollkommen unbefangen mitteilt, warum sie
    jetzt gerade bedrückt oder erfreut ist. Das Ich rückt die Verhältnisse
    und damit die Freiheit der Seele zurecht. Derartiges geschieht ebenso mit
    dem Geist und der Physis, denn man muss wissen, dass das Ich mit Beginn
    seiner ersten Inkarnation durch die polarischen Verhältnisse und dem
    daraus entstehenden Karma Physis, Geist und Seele in ihrer reinen Haltung
    gebeugt und verrückt hat und dies nur mit der bewussten Einsicht, man
    kann auch sagen Erinnerung vom ersten Erdenleben bis zu dem in seiner
    Gegenwart zurücknehmen kann.

    Eigentlich ist das dann die Grundlage dafür, dass man die Wesensglieder in
    dem Sinne differenzieren und freilassend halten kann, denn es gibt kein
    Missverständnis mehr unter ihnen. So gesehen wird es dann ebenso keine
    Polarisierung und daraus resultierend auch kein ungelöstes Schicksal mehr
    zwischen den eigenen Wesensgliedern und anderen Menschen geben.

    Aber nun fängt eine besonders wichtige Arbeit an, die das Ich in Bezug
    auf die Wesensglieder zu leisten hat, die ihren Erdenzyklus und die damit
    verbundene irdische Vergegenständlichung noch vor sich haben.

    Es muss sich bewusst werden, dass es seine Vorbildung aus diesen sich
    noch zu inkarnierenden Wesensgliedern in sich aufzunehmen hat um 1. einen
    gegenseitigen Zugang zu schaffen und 2. diesen überhaupt zu ermöglichen,
    später das Ich in sich und sich durch das Ich zu vergegenständlichen.
    Das ichhafte dieser Wesensglieder, die da noch zu inkarnieren sind
    aus der Dualität, der Androgynität und der Zwillingsindividualität kann
    vom Ich vollständig manifestiert werden, wodurch es dann einen wesenhaften
    Zugang in diese Wesensglieder erhält. Um das noch einmal zu verdeutlichen:
    Man kann aus der Dualität seine gegengeschlechtlichen Erdenleben und
    aus der Androgynität seine androgynen Erdenleben in sich inkarnieren
    und aus der Individualität gewissermaßen jeden Menschen, der je gelebt hat,
    beziehungsweise je leben wird. Das ist auch der Grund dafür, dass es
    Menschen gibt, die in einem globalen Seelenleben wie Buddha stehen können
    und auch solche wie Zarathustra, der in einer Menschheitsphysis steht,
    oder wie Jesus, dem es gelang, sich in ein Menschheits-Ich zu verwandeln.
    Ich bin aber davon überzeugt, dass es in Zukunft Menschen braucht, die
    das alles in sich vereinigen können. Schwieriger wird es dann, wenn
    man die gesamte Vorbildung dieser Wesensglieder in sich manifestieren
    will, denn man darf nicht den Fehler begehen, diese inkarnieren zu
    wollen, was scheitern muss, sondern muss sie ichhaft manifestieren, was
    bedeutet, dass das bindende Verstandesbewusstsein mit der vollen
    Aufmerksamkeit durch das Ich auf die Verhältnisse schaut, die sich vor
    einem auftun.

    Seite 21
     
  5. alwin

    alwin Mitglied

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    Diese Verhältnisse sind dann wiederum als Entsprechung zu
    betrachten, solange die künftigen Wesensglieder sich nicht selbst
    inkarnieren können, denn ein solcher Blick verhindert, dass man in sie,
    die ja gegenständlich betrachtet nur keimhaft vorhanden sind, lediglich
    hineinflüchtet. Wenn dem Ich dieser Vorgang nicht gelingt, bleibt ein
    Mensch auf dieser Stufe stehen und kann eventuell sogar eine
    Rückentwicklung für sich einleiten, eine Fehlentwicklung aber allemal.

    Wer in der richtigen Weise in der Lage ist, also nicht in diese
    Keimanlagen mit seinem Ich hineinflüchtet, sondern bewusst aus diesem
    Ich und seinem Leib heraus die Verhältnisse ergreift die dort drinnen
    wie auch außerhalb zu finden sind, erzeugt etwas in sich, das wie eine
    inhaltliche Welle aus der Tiefe zum Ich zurückkehrt und von da aus in
    und auch vor den mineralischen Leib vordringt und wieder zurückschwingt.
    Diese Schwingungsart, die durch das Ich erzeugt und ergriffen werden muss,
    ist deshalb so bedeutsam, weil sie einerseits durch die bestehenden
    vollständigen Leibes- und Sinneswesen hindurchwirkt und andererseits
    die tieferen Keimanlagen sowie die bestehenden Leiber umarbeitet. Diese
    Wellenbewegung ist eine mehrfache Bewegung mit ganz unterschiedlichen
    Zeit- und Dichteabstufungen. Das Ich muss Kenntnis über die Dichtigkeit
    und den Zeitablauf der einzelnen Wesensglieder besitzen und seine
    Aufmerksamkeit permanent darauf fokussieren, damit es in der
    Wesensveredelung von Seele, Geist und Physis die volle
    Vergegenständlichung erlangt.

    Dies möchte ich in einer Darstellung nochmals zusammenfassen.
    Die Wesensglieder des Menschen vom Ich-Leib aus betrachtet:
    Von Innen nach Außen
    Leibeswesen:
    Ichleib
    Seelenleib
    Wachstumsleib
    Physischer Leib

    Sinneswesen:
    lichthaftes Bewusstsein
    empfindendes Bewusstsein
    formendes Bewusstsein
    mineralisches bzw. elementares Bewusstsein

    Wesen als Wesensumfassendes:
    Ich
    Seele
    Geist
    Physis

    Man sieht in der Aufteilung, dass das Wesenumfassende sich
    aus der Gegenständlichkeit heraushebt! Es herrscht und bildet.

    Wie ich bereits sagte, tritt das Ich seine äußere Herrschaft im
    Erdenleben etwa um das 21. Lebensjahr eines Menschen an, aber die
    innere Herrschaft beginnt bereits von dem Moment an, an dem ein Kind
    zu sich selbst Ich sagt. Wann das geschieht ist ganz unterschiedlich,
    aber diese innere Bewusstwerdung dürfte bei den meisten Menschen bis
    zum vierten Lebensjahr abgeschlossen sein. Das Entscheidende ist aber,
    dass diesem Ich nicht die Aufmerksamkeit zu seiner Stärkung gewidmet
    wird, wie das eigentlich notwendig ist, denn sein Stellenwert in unserer
    gegenwärtigen Existenz, sei sie nun gegenständlich, übersinnlich oder
    göttlich genannt, ist von überragender Bedeutung auf allen diesen drei
    Ebenen. Dies möchte ich damit begründen, dass der gegenwärtige
    spirituelle wie gegenständliche Erdenzyklus und seine Entwicklung
    unmittelbar an die Entwicklung des menschlichen Ich,s gebunden und
    das Menschheits-Ich durch sein lichthaftes Wesen sogar der Begründer
    und Erschaffer dieses Erdenzustandes ist, in dem wir Menschen uns
    derzeit entwickeln. Ich weiß aus eigener Anschauung, dass das Ich
    alle Naturgesetze erschaffen hat, die mit dem Licht der Sterne in
    Zusammenhang stehen und dass in der nächsten Erdentwicklung uns etwas
    anderes erhellen wird, als das gegenwärtige Tageslicht. Was dieses
    Tageslicht hervorbrachte und was uns aus diesem entgegenleuchtet
    ist nichts anderes als ein lichthaftes, ursprüngliches und menschliches
    Ich, welches in seiner Vollkommenheit steht.

    Seite 22


    Dass der einzelne Mensch aus dem vorgebildeten Menschenreich, als es
    zur Inkarnation antrat durch eine Art Abschnürung aus dem
    Gesamtzusammenhang ausgeschieden wurde und nach der Einsicht in diesen
    wieder zurückkehrt, ist im Grunde das, was Christus in Jesus ausgesagt
    hat. Wer dieses Wesen für sich ergreifen kann, dem wird klar, dass es
    sich um das Ich-Wesen handelt, denn das Bewusstsein des Ich,s aus
    gegenständlicher Sicht ist zunächst durchlichtet und wird Licht. Das hat
    direkt damit zu tun, dass alle gegenständlichen Willensgriffe, die
    polarisch und unbewusst sind, umnachtend wirken, und damit, dass erst
    im lösen dieser Willensgriffe das Bewusstsein sein Licht auf die
    Gegenstände und ihre Umstände werfen und diese klar betrachten und
    beurteilen kann. Das wahre Bewusstsein des Ich,s ist also sich selbst erhellendes Wesenslicht.
    Auch deshalb weise ich wieder auf die Erdenzyklen hin, weil jeder die
    wahre Bedeutung der Ich-Entwicklung, in der wir gegenwärtig stehen für
    sich ergreifen kann, denn es macht überhaupt keinen Sinn, sich mit dem
    Ich in eine Wesensentwicklung eines vergangenen Erdenzustandes hinein-
    zustellen, wie es genauso wenig Sinn macht, auf diese Weise alle
    künftigen Erdenzustände zu ergreifen. Dadurch lenkt sich das Ich
    selber von seiner eigenen Entwicklung ab und übergeht diese in einer
    Weise, die umnachtend wirkt. Mit Umnachtung meine ich ein Abgleiten
    des Ich,s in einen Zustand des Unbewussten.

    Das bedeutet aber keineswegs, dass man sich nun mit anderen Erdenzyklen
    nicht beschäftigen soll, sondern es geht darum, dass sich ein Mensch aus
    der Position des bewussten Ich,s heraus mit einer die Vergangenheit und
    Zukunft betreffenden Weise auseinandersetzt, welche die Herrschaft des
    Ich,s nicht verlässt. Christus in Jesus sagte: Ich bin das Licht der
    Welt, und das hat damit zu tun, dass er die gesamte menschliche
    Wesensgliederung in und durch sein Ich hindurch als Eindruck und
    Ausdruck zusammenfasste. Die Sprache, die er dabei benutzte, zeigt
    jedem, der davon inhaltlich etwas wissen kann, dass diese umfassende
    durch das Ich repräsentierte Wesensgliederung auch alle diese
    Wesensglieder anspricht und entsprechend ausspricht. Wer davon
    etwas versteht kommt dann in die glückliche Lage, dass man sich bereits
    durch die Aussprache in eine Wesensgliederdifferenzierung wie in
    eine sphärische Deklination hineinbegeben und untersuchen kann,
    ob und wie ein Mensch mit seinem Ich in den anderen Gliedern drinnen
    steht, und ob dieses Ich das Wesen der anderen Wesensglieder zu sich
    herangeholt und Regelgerecht behandelt hat. So frei, wie das Ich in
    seiner Herrschaft steht, genauso muss es seine mit und um es herum
    seienden ihm angehörigen Glieder und vor allem die Dingen darin
    freilassen, um unbefangen daraus zu Schauen und zu handeln.
    Nur auf diese Weise offenbart sich jegliches Bewusstsein im Menschen,
    denn die Art des Bewusstseins der Seele ist eine andere als die des
    Geistes oder jener der Physis. Wenn das auch gesondert in einem späteren
    Kapitel zur Sprache kommt, so will ich doch darauf hinweisen, dass
    in den vergangenen Erdenzyklen Seele, Geist und Physis sich ebenso
    ein eigenes gegenständliches Bewusstsein in vollkommener Weise
    ausgebildet haben, wie es gegenwärtig das Ich tut. Hinzu kommt aber,
    dass die Entwicklung von Seele, Geist und Physis immerzu weitergeht,
    denn das was sich durch das Ich entwickelt, prägt sich den anderen
    in seinem Sinne ein und auf. Insgesamt kann ich auch sagen, dass das
    älteste Wesensglied des Menschen das Vollkommenste ist, nämlich
    der physische Leib und sein Sinneswesen. Viele Menschen schauen
    deshalb auch voller Hingabe auf ihre Physis, aber diese Hingabe
    versperrt die Sicht auf das, worauf eigentlich geschaut werden
    müsste; auf die Entwicklung des Ich,s.




    Seite 23


    Worauf ich dabei hinaus will ist, dass das Ich im Wachzustand im
    physischen Sinneswesen oftmals untertaucht und diesem die Herrschaft
    überlässt, während jene Menschen, die dieses Sinneswesen richtigerweise
    zu ihrem Ich heranziehen, die Herrschaft über dasselbe ausüben, und
    damit auch die über den physischen Leib. Das soll kein Widerspruch sein,
    denn die Physis weiß auf ihre Art, dass sie selbst einmal die
    Herrschaft innehatte so wie jetzt das Ich die Herrschaft besitzt und
    sie steht dazu. Beim ersteren läuft ein Mensch wie ein Schlafwandler
    durch die Welt, und beim zweiten bemerkt man eine bewusste dynamische
    Zielstrebigkeit in klaren Bewegungen seiner Körperlichkeit. In dieser
    Art ist es genauso mit dem Geistes- und Seelenleben, denn da zeigt sich
    durch den Ausdruck eines Menschen, wie er mit dem Ich in ein solches
    untertaucht, wie in eine Meditation, die für gewöhnlich nichts weiter
    ist, als ein völliges Eintauchen in vergangene Verhältnisse. Dass
    Menschen dieses soweit gestalten können, dass sie sich in den
    vollendeten Endpunkt dieser vergangenen Verhältnisse hineinbegeben und
    meinen, dies sei der Weisheit letzter Schluss, zeigt nur den größten
    Irrtum der spirituellen Entwicklung in den letzten Jahrtausenden auf,
    den ich genauso begangen habe, wie so viele andere wesenhaft-spirituell
    interessierte Menschen.

    Es gibt ja genügend Beispiele gerade in der deutschen Kulturgeschichte,
    wie darum gerungen wird, dem Ich des Menschen seinen wahren Stellenwert
    in der Welt einzuräumen, aber es ist dabei zu beobachten, dass die
    einen in extrovertierter Weise vorgehen, was bedeutet, dass sie ohne
    spirituellen Inhalt vorgehen, und die anderen gehen in introvertierter
    Weise vor, ohne die Klarheit der äußeren gegenwärtigen Formen und Gestalten
    zu berücksichtigen. Eine Zusammenfassung von beidem im und durch das Ich
    ist aber notwendig, damit die Realität und das Bewusstsein um die
    wahren Verhältnisse sich manifestieren kann.
    Das ist bisher leider nur wenigen Menschen gelungen, und ein Problem
    dabei ist, dass die inhaltliche Sprache dieser Menschen nach ein
    paar Generationen von den meisten nicht mehr verstanden wird. Dazu
    kommt noch, dass Menschen nicht in genügender Weise auf die Inhalte
    dieser Sinnessprache achten wollen oder können. Ein weiteres ist aber
    auch, dass es bisher nicht genügend Menschen gibt, denen eine
    inhaltliche Übersetzung der herausragenden Schriften gelingt und
    dieses Unvermögen hängt damit zusammen, dass ein inneres Verständnis
    über die Wesensgliederung fehlt, welches sich gerade das Ich in allen
    Bereichen zu ergreifen hat. Alle Menschen haben ja die drei vergangenen
    Erdenzyklen durchschritten, so dass insgesamt jeder Mensch
    dieselben Erkenntnisse darüber hat und es ist unsinnig zu
    glauben, dass hierbei der eine weiter fortgeschritten ist als der
    andere. Damit will ich sagen, dass gegenwärtig die Unterschiede
    zwischen Menschen lediglich darin zu sehen sind, ob ein Mensch seine
    Wesensgliederung durch das Ich ergreift und die Herrschaft darüber
    behält, aber in freilassender und unbefangener Weise, oder sich
    mit diesem Ich in andere Wesensglieder und seine Erdenzustände
    hineinbegibt und seine Herrschaft dadurch an diese abgibt. So verhält es
    sich auch mit dem, was man eine hellseherische Tätigkeit nennen kann. Es
    gibt unzählige Menschen die in dieser Hinsicht seelisch, geistig oder
    mineralisch auf die Verhältnisse unserer Gegenwart in einer Art von
    Rückschau sehen und es gibt genauso viele, die durch die Keimanlagen
    unserer künftigen Erdentwicklung eine Vorschau betreiben, aber es gibt
    nur wenige im Verhältnis zur Menschheit, die durch das Ich auf beides
    blicken. Dennoch ist das alles im Vergleich zu der wahren Erkenntnis
    über das Ich und seinen Erdenzyklus sekundär, denn entscheidend ist,
    dass durch das Lösen des Willens aus der Vergangenheit wie der
    Zukunft und der damit verbundenen Einsichtnahme in diese wie auch
    in die Naturreiche ein völlig neuer Willensgriff benötigt wird,
    um den gegenwärtigen Erdenzustand abzuschließen.

    Seite 24
     
  6. alwin

    alwin Mitglied

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    An diesem Punkt der Erkenntnis in völliger Losgelöstheit aller
    Willenskräfte sieht man vollkommen frei und ungebunden durch alle
    Wesensglieder hindurch das, was von einem abgeschnürt ist, aber auch
    das, was trotz der scheinbaren Trennung individuell zu einem gehört.
    Der Willensgriff, der nun benötigt und auch an diesem Punkt erst bewusst
    anwendbar wird ist etwas, das aus dem reinen Bewusstsein des Ich,s
    heraus angewendet wird, denn das Ich nimmt hier die Wesen und ihre Gliederung um
    sich herum, auch seine eigenen aus Vergangenheit und Zukunft direkt
    in sich und sein Bewusstsein auf und muss nicht erst darüber nachdenken
    oder fühlen, was auf es zukommt. Es sieht und nimmt alles ganz
    wesenhaft wahr, mit allen Inhalten und differenziert es vollkommen!
    Daraus entsteht dann ein neuer Willensgriff, den man als ursprünglich
    bezeichnen kann und der trotz seiner ungeheuren Überzeugungskraft
    vollkommen freilassend ist, also niemand einengt oder bedrängt.
    Dieser Wille verbindet sich nur noch mit Dingen beziehungsweise Wesen,
    die zu einem selber gehören oder im Bewusstsein des eigenen Ich,s den
    gleichen Erkenntnisrang einnehmen, und zwar freiwillig. Das hat ganz
    zweifellos damit zu tun, dass ein Mensch sein ursprüngliches
    Wesenslicht wie eine Art Radar auch durch die gegenständlichen Dinge
    und Wesen hindurchleuchten lassen und diese wahrnehmen kann und nun
    die reine Wahrnehmung in eine freie unbefangene Bindung eintritt.

    Ob er es aber annimmt, das bleibt seinem Naturell überlassen.
    Entscheidend ist für mich, dass einem vollkommen bewusst ist, in welcher
    Weise und durch welche Wesensglieder hindurch diese neue Verbindung
    zustande kommt und ob diese Verbindung in einer Art Verschmelzung
    alles Wesenhaften zu einem gewollten neuen Ganzen generieren kann,
    oder ob aufgrund falscher Willensgriffe doch wieder nur eine
    Anhaftung polarischer Art zustande kommt. Eine richtige Verschmelzung
    bedeutet hier, dass zum Beispiel zwei Menschen aufgrund einer
    gleichzeitig erkannten wahren Erkenntnis, die sie von ihrem Wesen
    her nicht nur teilen, sondern miteinander verbinden wollen, ihre
    Willensgriffe bewusst und in vollkommener Einsicht mit dem Wesen
    und der Wesensgliederung des anderen verbinden. Es entsteht eine
    Bindekraft, die der Kraft und dem Willen des Menschenreiches selber
    gleichkommt. Das bedingt aber auch eine Einsicht in das Wesen des
    anderen in der Art, dass beide sich einander öffnen und
    entgegenstrecken, und das auch entsprechend wollen. Hier greift das
    Menschheitswesensglied in entscheidender Weise!
    Ein bloßer Glaube, den ein Mensch dabei einem anderen entgegenbringt
    und sich dabei vollkommen öffnet, wäre unfrei und unbewusst und kann
    nicht das Ergebnis bringen, zu dem zwei freie und unabhängige
    Menschen mit dem neuen Willensgriff, nämlich dem ursprünglichen
    leibesbildenden Verstandesbewusstsein fähig sind. Die Souveränität
    eines Menschen oder Wesens muss in einem Maße anerkannt werden, das
    der wahren Erkenntnis um das eigene Wesen entspricht, und beim Menschen
    ist das die ursprüngliche Souveränität des Ich,s.

    Zum vorläufigen Schluss dieses Kapitels möchte ich noch eine
    Anmerkung machen in bezug auf andere Wesensglieder am und im
    Menschen. Da habe ich den Eindruck, dass viele Menschen meinen:
    Wo bleibt denn bei all deinen Beschreibungen die Bedeutung der
    Seele? Ist sie nicht das eigentliche Wesen des Menschen oder
    zumindest das, was ihn zusammenhält und ausmacht? Und ist das,
    was du da schreibst nicht doch bloß wieder eine seelenlose
    Variante des grundsätzlich abzulehnenden Ego,s ?

    Dazu kann ich sagen, dass ich eine umfassende Wahrnehmung von meiner
    Seele und ihrem Erleben habe, die sich folgendermaßen darstellt:



    Seite 25


    Wenn ich meine Empfindungen über ein erfreuliches Ereignis in
    meinem Leben in das Licht meines Ich eintauchen lasse, dann strahlt
    mein Ich in gewissen farblichen Spektren hell und bisweilen so
    überirdisch auf, dass ich meinen Blick nicht lange darauf halten
    kann. Das kommt daher, dass die Empfindungen wie überschäumen und
    ich im Grunde derzeit noch nicht in der Lage bin diese umfassend in
    meine Gegenständlichkeit aufzunehmen. Ich finde das deshalb schwierig,
    weil diese ursprüngliche Reinheit meiner Seele in mir Schuldgefühle
    auslöst indem ich mir bewusst mache, wieviel ungelöstes Dasein aus
    der Vergangenheit noch an mir haftet. Und ich will mir erst dann
    gestatten, diese vollkommene Reinheit meiner Seele in mir einziehen
    zu lassen, wenn ich alles Ungelöste in der richtigen Weise von mir
    genommen habe, so dass ich sagen kann: Nun sind alle meine
    gegenständlichen Wesensglieder im Einzelnen gereinigt, so dass sie
    ihre wesensgemäße Ursprünglichkeit, man könnte auch sagen
    Jungfräulichkeit empfangen sollten. Man kann sich nun fragen ob
    es nicht sinnvoll wäre, das was machbar ist auch zu tun, aber meine
    individuelle Ansicht ist dabei diese, dass ich keines meiner
    Wesensglieder bevorzuge, auch nicht das Ich, sondern alle einen
    Anspruch darauf haben, vollkommen gereinigt in den nächsten
    Erdenzyklus überzugehen. Ich will keines davon zurücklassen, was
    im schlimmsten Fall dazu führen würde, denn ich würde mich nie mehr
    von diesem Verlust befreien können. Das ist mir jedenfalls auf meine
    Weise bewusst und mit dieser Erkenntnis gehe ich in meinem Sinne um.





































    Seite 26
     
  7. alwin

    alwin Mitglied

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    Berlin und anderswo
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    Inzwischen sind es doch schon über 100 Zugriffe auf die Kapitel.

    Wenn es bisher auch nur 3 Rückmeldungen per E-Mail waren, möchte ich mich für die konstruktiven Anregungen und die Sachlichkeit bedanken, die mir entgegengebracht wurden. Entgegnen muss ich in einem Punkt, dass es mir nicht darauf ankommt, so zu schreiben, dass sich möglichst viele Menschen in dem Gelesenen wohl fühlen, sondern so, dass die zugegebenermaßen schwer zu fassende spirituelle Selbsteinweihung ihren Anfang nehmen kann.
    Bei scheinbaren Wiederholungen bitte ich darauf zu achten, dass ich wichtige Themen aus unterschiedlichen Perspektiven anspreche, damit man sich die sphärisch unterschiedlichen Haltungen bewusst machen kann, die daran gebunden sind.

    Wenn sich also jemand umfangreicher über meine Themen informieren will, kann man bei mir eine PDF-Datei dieses Manuskriptes mit etwa 70 Seiten und 9 Kapiteln anfordern. Sie wird etwa 2 Jahre bestehen bleiben, bis die letzte Überarbeitung erfolgt ist. Das Manuskript ist natürlich kostenlos und Virenfrei!

    Das geht entweder über E-Mail oder einfach eine PN an mich schreiben.
     
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