Ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Es geht mir nicht um anonyme User in einem Forum, denn von denen darf man gar nichts erwarten. Die Fluktuation ist gross, das Interesse für den Anderen klein. Meine Frage bezog sich auf dein engeres reales Umfeld. Dein Partner, deine Mutter, deine Freundin... Mit welchem Verhalten würden sie dir eine Weltschmerz-Phase erleichtern? Du scheinst ja trotz Depression noch gut funktionieren zu können. Naja, das was halt im Alltag gerade so unbedingt nötig ist. Alles was darüber hinaus geht, wirst du vermutlich liegen lassen, bis du dich wieder gefangen hast.
Für welches Verhalten von deinem engsten Umfeld bist du dankbar? Sollen sie sich dich in Ruhe lassen? Gar nicht erst ansprechen bis du selber Kontakt suchst? Sollen sie dich lieber alleine zu Hause hocken lassen während sie in den Ausgang gehen, oder würdest du eigentlich insgeheim gerne mitgehen, auch wenn du wie eine Trantüte dabei sitzt? Sollen sie ihr normales Leben einfach weiterleben als ob nichts wäre, bis du wieder aus der Tiefe auftauchst? Hilft es dir, wenn jemand einfach nur neben dir sitzt oder willst du alleine sein? Sowas halt...
Entschuldige mein Missverständnis.
Es ist unterschiedlich. Der Grundtenor, der mir wohl helfen würde, wäre, wenn mein Mann mir vermittelt, "Ich sehe dich, ich kenne dich, erkenne dich und deine aktuelle Phase. Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst, aber ich glaube an dich und vertraue in deine Fähigkeiten. Du weißt was für dich richtig ist und ich unterstütze dich darin." (Sinngemäß). Es ist mutmachend und auf Augenhöhe, dennoch einfühlsam.
Der Rest, die Aktivitäten, sind unterschiedlich. Manchmal ist es gut alleine zu sein, um in sich selbst und mit sich selbst wieder klar zu kommen. Manchmal ist es falsch zu Freunden zu gehen, dann ist es eher gute Miene zu bösem Spiel. Manchmal ist es richtig, um wieder aus sich selbst raus zu kommen, so wie gestern Abend. Aber dass mein Mann deswegen seine Aktivitäten einstellt, wenn er Lust darauf hat und selbst mal Abstand benötigt, will ich nicht. Für ihn gilt das gleiche, ich unterstütze ihn darin, was er für sich als richtig empfindet.
Meine Freunde wissen natürlich auch Bescheid und handhaben es ähnlich. Dennoch bin ich, egal wie es mir geht, bei allen wichtigen Feierlichkeiten da und reiß mich dann zusammen, um es ihnen auch nicht zu versauen. Mir ist es wichtig, meinen Leuten zu zeigen, dass sie mir wichtig sind.
Also wenn sie mich ernst nehmen, in meinem Erleben und ein gesundes Gleichgewicht zwischen mal in den Arm nehmen und mal einen Arschtritt verpassen. Da bin ich dankbar für
Aber bei aller Hilfe und Unterstützung von anderen, bin und bleibe ich selbst in der Verantwortung. Das darf ich nicht vergessen und das darf mir auch keiner abnehmen.