Es gibt das Modell der modernen Wissenschaft und das der Esoterik. In der Wissenschaft wird angenommen, dass der Geist ein Produkt des Gehirns ist, in der Esoterik, dass er einer anderen Kategorie angehört, eine Bezeichnung dafür ist feinstofflich. Wenn der Körper stirbt, stirbt auch der Geist, sagen die Einen. Wenn der Körper stirbt, verlässt der feinstoffliche Körper den Physischen, sagen die Anderen.
Wiedergeburt lässt sich auch so verstehen, dass sich nach dem Tod der feinstoffliche Körper wieder mit einem menschlichen oder tierischen Körper verbindet, oder zu einem Gespenst, einem Himmelswesen oder einem Höllenwesen wird. Das sind die fünf Daseinsfährten nach der Lehre des Buddha, in denen man seit unvordenklichen Zeiten durch das Samsara reist. Dazu braucht es keine ewige Seele, das Ich oder Selbst ist eine sich stets verändernde geistige Gestaltung, die durch Begehren verursacht wird. Wenn es kein Begehren gibt, entsteht nach dem Tod kein Selbst mehr und das Kreisen im Samsara ist zu Ende.
Es gibt aber im Buddhismus auch sehr detaillierte Darstellungen des Wiedergeburtsprozesses.