Wiedergeburt im Buddhismus

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Das Selbst gibt es immer noch. Ich vermute, Nirvana ist ein Zustand...
Ja, darüber gibt es zumindest geteilte Meinungen.
Viele behaupten, ein Höheres Selbst gäbe es nicht, behaupten aber gleichzeitig, es gäbe Reinkarnation, damit
der Mensch was lernen soll.
Wenn sich alles auflöst, kann aber nichts von Leben zu Leben transportiert werden, weil es kein Gefäß dafür gibt
und also gäbe es keinen individuellen karmischen Schwung mehr und kein Lernen.
Ich glaube auch dass es das/ein individuelles Selbst weiter gibt, Sri Aurobindo glaubt es z.B. auch.
 
Ich folge dem Buddhismus wegen seiner Tiefe und Friedlichkeit. Aber ich folge nicht dem Konzept, dass alles hier nur Maya und zu überwindendes Elend und Leid ist.
Dafür ist die Welt der Erscheinungen zu schön, wenn man sich nur die Natur anschaut und die Anstrengung, die Genauigkeit und Arbeit, die in allem steckt. Jedes Blatt am Baum ist ein Wunderwerk, das ist so.
Es kann sein, dass die "Materie" nicht so wichtig ist, wie wir denken, aber so unwichtig, wie der Osten es denkt, ist sie wieder auch nicht...
 
Ich kann mich nicht gegen den Gedanken wehren, dass das Eingehen ins Buddhistische Nirwana seelischer Selbstmord ist weil das Leben scheisse ist.
ja, leben ist leiden (oder so ähnlich), ist ja auch so ein Buddha-Spruch.....so ist man möglicherweise auf einem Weg zur Erleuchtung, könnte man sagen.
dein Ego löst sich auf, wenn du ins Nirwana kommst,
sollte das sich nicht schon vorher auflösen, solange man lebt? (Hab ich auch irgendwie wo aufgeschnappt).
 
ja, leben ist leiden (oder so ähnlich), ist ja auch so ein Buddha-Spruch.....so ist man möglicherweise auf einem Weg zur Erleuchtung, könnte man sagen.

sollte das sich nicht schon vorher auflösen, solange man lebt? (Hab ich auch irgendwie wo aufgeschnappt).

Irgendwann begann einer elektrochemischer Prozess in deinem Kopf. Solange dessen Kontinuität nicht abbricht, bist du am Leben und hast ein Ego. Durch bloßes Meditieren oder anderen Formen der Selbstkontrolle wirst du diesen Prozess nicht beenden können, denn das allermeiste des "Ichs" ist außerhalb der Kontrolle, sogar außerhalb der Wahrnehmung.
 
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Es gibt das Modell der modernen Wissenschaft und das der Esoterik. In der Wissenschaft wird angenommen, dass der Geist ein Produkt des Gehirns ist, in der Esoterik, dass er einer anderen Kategorie angehört, eine Bezeichnung dafür ist feinstofflich. Wenn der Körper stirbt, stirbt auch der Geist, sagen die Einen. Wenn der Körper stirbt, verlässt der feinstoffliche Körper den Physischen, sagen die Anderen.
Wiedergeburt lässt sich auch so verstehen, dass sich nach dem Tod der feinstoffliche Körper wieder mit einem menschlichen oder tierischen Körper verbindet, oder zu einem Gespenst, einem Himmelswesen oder einem Höllenwesen wird. Das sind die fünf Daseinsfährten nach der Lehre des Buddha, in denen man seit unvordenklichen Zeiten durch das Samsara reist. Dazu braucht es keine ewige Seele, das Ich oder Selbst ist eine sich stets verändernde geistige Gestaltung, die durch Begehren verursacht wird. Wenn es kein Begehren gibt, entsteht nach dem Tod kein Selbst mehr und das Kreisen im Samsara ist zu Ende.
Es gibt aber im Buddhismus auch sehr detaillierte Darstellungen des Wiedergeburtsprozesses.
 
Es gibt das Modell der modernen Wissenschaft und das der Esoterik. In der Wissenschaft wird angenommen, dass der Geist ein Produkt des Gehirns ist, in der Esoterik, dass er einer anderen Kategorie angehört, eine Bezeichnung dafür ist feinstofflich.
Es gibt nicht entweder oder. Die beiden fokussieren sich auf unterschiedliche Betrachtungsebenen mit mehr oder weniger großen Überschneidungsflächen. Das, was du hier aussagst, es gäbe nur Äpfel oder Birnen. Nein, es gibt beides. Und beides beschreibt letztlich dasselbe Ganze, nur sind wir noch nicht so weit mit unserem Wissen fortgeschritten eine funktionierende Synthese zu schaffen.
 
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