Wiedergeburt im Buddhismus

vimutti

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16. Januar 2026
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Nach der Überlieferung konnte sich der Buddha nach seinem Erwachen an viele vergangene Leben erinnern. Er wusste dass dies nun sein letztes Leben ist, weil er die höchste Wahrheit gefunden hat. Wiedergeburt findet aufgrund von Unwissenheit bzw. Verblendung statt und ein Hauptmerkmal der Verblendung ist die Vorstellung, dass man der Körper oder der Geist wäre oder beides zusammen. Die Ursache dieser Verblendung ist das Begehren, das eben mit dem Erwachen zur Wirklichkeit versiegt.
Was also immer wieder geboren wird, ist die Ich-Vorstellung in fünf verschiedenen Formen: Mensch, Tier, Gespenst, Himmelswesen oder Höllenwesen. Gemäß den Handlungen (Karma) gerät man immer wieder auf eine dieser vergänglichen Daseinsfährten.
Die Frage, wie die Wiedergeburten begonnen haben, beantwortet der Buddha so: Ein Anfang ist nicht erkennbar. Mit dem Ende der Wiedergeburten ist das todlose Nirvana, das erkennbar ist am Verlöschen von Begehren und Verblendung. Die Lehre handelt davon, wie sich das bewerkstelligen lässt.
 
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Nach der Überlieferung konnte sich der Buddha nach seinem Erwachen an viele vergangene Leben erinnern. Er wusste dass dies nun sein letztes Leben ist, weil er die höchste Wahrheit gefunden hat. Wiedergeburt findet aufgrund von Unwissenheit bzw. Verblendung statt und ein Hauptmerkmal der Verblendung ist die Vorstellung, dass man der Körper oder der Geist wäre oder beides zusammen. Die Ursache dieser Verblendung ist das Begehren, das eben mit dem Erwachen zur Wirklichkeit versiegt.
Was also immer wieder geboren wird, ist die Ich-Vorstellung in fünf verschiedenen Formen: Mensch, Tier, Gespenst, Himmelswesen oder Höllenwesen. Gemäß den Handlungen (Karma) gerät man immer wieder auf eine dieser vergänglichen Daseinsfährten.
Die Frage, wie die Wiedergeburten begonnen haben, beantwortet der Buddha so: Ein Anfang ist nicht erkennbar. Mit dem Ende der Wiedergeburten ist das todlose Nirvana, das erkennbar ist am Verlöschen von Begehren und Verblendung. Die Lehre handelt davon, wie sich das bewerkstelligen lässt.
Kannst du das Nirwana welches Buddha nach seinen Tod erreicht hat und nicht mehr wiedergeboren ist besser beschreiben? Ist es das Ende der Existenz? Was fühlt man da und wie ist das Dasein in Nirwana falls es keine Beendigung der Existenz ist? Inwiefern unterscheidet sich das Buddhistische Nirwana zum Einswerden mit der Leere und der absoluten Neutralität?
 
Kannst du das Nirwana welches Buddha nach seinen Tod erreicht hat und nicht mehr wiedergeboren ist besser beschreiben? Ist es das Ende der Existenz? Was fühlt man da und wie ist das Dasein in Nirwana falls es keine Beendigung der Existenz ist? Inwiefern unterscheidet sich das Buddhistische Nirwana zum Einswerden mit der Leere und der absoluten Neutralität?
Ich kann das Nirvana nach dem Tod nicht beschreiben, es wird auch als "Das Transzendente" bezeichnet (Lat. trānscendentia - das Übersteigen, Überschreiten’). Etwas das alles übersteigt, lässt sich nicht wirklich beschreiben.

Im Palikanon gibt es einige Andeutungen:

Es besteht ein Reich, ihr Mönche, wo es keine Erdenart gibt, Wasserart nicht, Feuerart nicht, Luftart nicht, wo kein Bereich ist eines unbegrenzten Raumes, oder endlosen Erfahrens, oder Nicht-Etwas, auch nicht Weder-Wahrnehmung noch keine, diese Welt und jene – beides gibt's dort nicht, auch Sonne, Mond nicht.
Kommen gibt's dort nicht, Gehen nicht und kein Sichstützen, Schwinden nicht und Wiederkommen: Frei von Stützen, frei von Fort-Gang: So ist es ganz unabhängig. Wahrlich: Das ist Leidens Ende. (Udana VIII.1.)

Es besteht das Ungeborene, Ungewordene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte. Wenn dieses Ungeborene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte nicht bestünde, nicht wäre dann ein Entrinnen aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Zusammengesetzten zu erkennen. (Udana VIII.3.)

"Für das, was abhängig ist, gibt es auch Bewegung, für das, was nicht abhängig ist, gibt es keine Bewegung; wo keine Bewegung ist, ist Ruhe; wo Ruhe ist, ist kein Verlangen; wo kein Verlangen ist; ist kein Kommen und Gehen; wo kein Kommen und Gehen ist, ist kein Vergehen und Neuentstehen; wo kein Vergehen und Neuentstehen ist, ist weder ein Hienieden noch ein Jenseits noch etwas zwischen beiden; eben dies ist das Ende des Leidens." (Udana.VIII.4.)
Ansonsten gibt es keine Konzepte über Nirvana, weil das eben wieder nur Vorstellungen sind. Ich habe nach Gott und einem ewigen Selbst gesucht und als ich das nicht finden konnte, habe ich analysiert, was mein Dasein tatsächlich ausmacht: Der Körper und der Geist mit Denken, Fühlen, Wollen und Bewusstsein. Die Erkenntnis und Verwirklichung, dass nichts davon ein Ich oder Selbst ist, soll mir wahrlich genügen.

Nirvana bedeutet wörtlich Verlöschen, das bezieht sich auf das Verlöschen von Gier, Hass und Verblendung. Zu Lebzeiten fühlt man dann das Glück der Befreiung, das größer ist als jegliche Sinnesfreude.
Was du mit "Einswerden mit der Leere" und "Absolute Neutralität" meinst, ist mir nicht ganz klar.
 
Anders formuliert, dein Ego löst sich auf, wenn du ins Nirwana kommst, heißt, du kriegst eh nichts davon mit, weil es dich dann so nicht mehr gibt. Warum das Nirwana ein Ende allen Leidens ist, sollte auch klar sein. Was nicht ist, kann auch nicht Leiden.
 
Anders formuliert, dein Ego löst sich auf, wenn du ins Nirwana kommst, heißt, du kriegst eh nichts davon mit, weil es dich dann so nicht mehr gibt. Warum das Nirwana ein Ende allen Leidens ist, sollte auch klar sein. Was nicht ist, kann auch nicht Leiden.
Sehe ich auch so, wenn die Verblendung völlig erloschen ist, löst sich das Ego nach dem Tod auf. Es gibt dann eben kein Begehren mehr, das ein weiteres Dasein verursachen würde. Im jetzigen Dasein löst sich das Ego meines Erachtens nicht auf, mit dem Erlöschen der Verblendung wird aber klar erkannt, dass es in Wirklichkeit eine geistige Gestaltung ist, die aus bestimmten Ursachen entstanden ist und von bestimmten Bedingungen abhängt. Was zur Folge hat, dass man nicht mehr daran hängt, nichts tut um es zu vergrößern oder zu festigen, also keine egoistischen Wünsche mehr hat. Auch keine Angst sich zu verlieren oder unangenehmen Zuständen ausgesetzt zu sein. Z.B. Schmerz wird als das wahrgenommen was er ist, ein Gefühl, das man nicht ergreifen muss um es zu meinem Gefühl zu machen. Man ist losgelöst und wunschlos glücklich, vollkommen bewusst über die Vergänglichkeit aller Dinge.
Nicht dass ich es verwirklicht hätte, es ist aber nachvollziehbar und teilweise schon erfahrbar. Leid entsteht, weil man etwas verliert an dem man hängt, etwa an Gegenständen, anderen Lebewesen, an der eigenen Befindlichkeit oder der eigenen Existenz. Mit der Loslösung gehen aber nicht Mitgefühl, Wohlwollen und Hilfsbereitschaft verloren.
 
Nach der Überlieferung konnte sich der Buddha nach seinem Erwachen an viele vergangene Leben erinnern. Er wusste dass dies nun sein letztes Leben ist, weil er die höchste Wahrheit gefunden hat. Wiedergeburt findet aufgrund von Unwissenheit bzw. Verblendung statt und ein Hauptmerkmal der Verblendung ist die Vorstellung, dass man der Körper oder der Geist wäre oder beides zusammen. Die Ursache dieser Verblendung ist das Begehren, das eben mit dem Erwachen zur Wirklichkeit versiegt.
Was also immer wieder geboren wird, ist die Ich-Vorstellung in fünf verschiedenen Formen: Mensch, Tier, Gespenst, Himmelswesen oder Höllenwesen. Gemäß den Handlungen (Karma) gerät man immer wieder auf eine dieser vergänglichen Daseinsfährten.
Die Frage, wie die Wiedergeburten begonnen haben, beantwortet der Buddha so: Ein Anfang ist nicht erkennbar. Mit dem Ende der Wiedergeburten ist das todlose Nirvana, das erkennbar ist am Verlöschen von Begehren und Verblendung. Die Lehre handelt davon, wie sich das bewerkstelligen lässt.

Ehrlich gesagt, ist mir das buddhistische Nirvana schlicht zu langweilig. 🥹😊
 
Ehrlich gesagt, ist mir das buddhistische Nirvana schlicht zu langweilig. 🥹😊
Ich kann mich nicht gegen den Gedanken wehren, dass das Eingehen ins Buddhistische Nirwana seelischer Selbstmord ist weil das Leben scheisse ist.

Daher bin ich kein Buddhist, habe aber Elemente des Buddhismus in meinen Glauben integriert. Ich finde die Person Buddha megacool und seine Lehren sind eine große Erweiterung meiner Spiritualität. Aber nur Teile davon, ich empfinde das Leben als Lebenswert und das Begehren, die Lebensfreude, der Genuss und gutes Karma sind was Gutes für mich.
 
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