N'Abend! 
Gehe von einer anderen Grundprämisse aus, die sich nicht 1zu1 auf den Menschen übertragen lässt, da der Mensch prinzipiell dazu in der Lage wäre sich von außen zu betrachten, übergeordnete Zusammenhänge zu erkennen und somit eine Metaperspektive einzunehmen, was dem Gehirn überhaupt nicht möglich wäre.
Hmm ... nein, das hab ich immer noch nicht gerafft.
Was befähigt den realen Menschen zu der Perspektive,
die dem simulierten welchen verschlossen bliebe?
Die kollektive Wirklichkeit wird durch die Gemeinschaft in der das Individuum sich bewegt bestimmt.
Interessant, das wäre dann wohl jene Variable, die befähigt ist,
duch abweichende, subjektive Sichten den Zweifel am
Weltbild des Individuums zu säen. Dazu anregt, Dinge die
als feste Größen angenommen wurden zu hinterfragen.
Je nach Ausrichtung der Wertegemeinschaft wird dies ganz unterschiedliche Effekte auf die erlebte Realität des Individuums haben ...
Jepp, das scheint mir jenen Einfluß zu bilden,
den HeidiMarley immer wieder angesprochen hat.
(... ich versuche noch die verschiedenen Sichten auf einen Nenner zu bringen!)
Das ist dann der subjektive Faktor, ohne den sich mMn. gar nichts verändern würde.
Genau, das scheint mir jene WIRKung zu sein, von der
@Syrius spricht.
Was virtuelle Realität betrifft, keine Ahnung, das ist dann so der Film im Film.
Hatte ich als solches zwar überhaupt nicht im Sinn, aber
kann durchaus auch so seine Anwendung finden.
Ließe sich sogar noch tiefer verschachteln ...
... wie ein Traum im Traum sozusagen.
Meinst du mit dem Begriff ausschließlich computeranimierte Welten?
Absolut nicht! Da fallen nach meinem Erachten auch Realitäten
mit rein, die mehr oder minder erträumt sind, oder welche
die auf psychischen Fehlfunktionen beruhen.
Eigentlich auch alle Programme, die eine frapante
Abweichung zu jenen Parametern aufweisen, die
wir im Kollektiv als gegeben ansehen, wie
beispielsweise anerkannte Fakten.
Mitnichten, stellt sich so dar wie eine Summe an Möglichkeiten. Doch wer entscheidet über die Auswahl der Kulisse? (auch ne gemeine Frage,ha!)
Das ist im Grunde wieder die Frage nach der Wirklichkeit der Wirklichkeit.
Nehmen wir eine höhere Entität als Erbauer der Realität an,
so haben wir einen Fixpunkt. Tun wir das nicht, bleiben die
Dinge soweit offen, das wir uns selber als Kreationinsten
betrachten könnten ... beides nicht belegbar und beides
daher latürnich auch nicht widerlegbar ... ein Patt

Vielleicht gibt es keine in sich geschlossenen Systeme und diese sind ebenfalls Konstrukte und selbst auferlegte geistige Schranken ...da ist er wieder der Zweifel
Der ist durchaus berechtigt, meiner Ansicht nach.
Nur weil der menschliche Geist auf Schubladendenken ausgelegt
ist, heißt das nicht zwingend das ein Universum auch aus
Schubladen bestehen muß ...
... die Art der Betrachtung sagt nicht unbedingt was über
das betrachtete Objekt aus, bzw ist Vorsicht geboten,
durch die Art der Betrachtung keine Fehlschlüsse
auf das Objekt zu projizieren.
(siehe Quantenphysik)
Wobei ich finde das die Natur als Ökosystem ein perfektes in sich geschlossenes System ist.
Zumindest solange keine Einflüsse von Außen dieses System über
die Maßen beeinflussen - zB: Meteoriten versus Dinosaurier
Nun neigt der Mensch dazu scheinbar geschlossene Systeme zu erschaffen, die aber glücklicherweise immer wandelbar und modifizierbar sind.
So funktionert unser Verstand, würde ich mal zustimmen.
Obwohl wir auch befähigt sind abstrakte Denkprozesse zu bewältigen,
finden wir in diesen kaum einen Anker ... also wieder zurück
zu gewohnten Denkweisen
Glaubst du die Sichtweise verändert die Begebenheiten oder die Erkenntnis um die Begebenheiten verändert die Sichtweise?
Das könnte meinereins nicht klar fixieren. Da sehe ich eher eine Wechselwirkung.
Du sprachst von Paradigmenwechsel. Der Auslöser erfordert Einwirkung von Außen
aber durch den Wechsel tritt auch widerum eine Beeinflussung nach Außen ein.
Oder so ... Puuuh, Du forderst mich wirklich
(dankenswerter Weise)
abendliche Grüße - Ischariot