Wie beurteilt ihr Prostitution? V2.0

Wie beurteilt ihr Prostitution?

  • stellt eine Verletzung der Menschenwürde dar, und ist daher ohne Wenn und Aber zu verbieten.

    Stimmen: 6 14,3%
  • Bestraft werden sollten die Freier und Bordellbetrieber, nicht aber die Prostuierten

    Stimmen: 7 16,7%
  • Ist ein nicht änderbares Übel und sollte unter staatliche Kontrolle

    Stimmen: 7 16,7%
  • Ist im Grunde eine Dienstleistung wie andere auch und sollte staatlich kontrolliert werden

    Stimmen: 22 52,4%

  • Umfrageteilnehmer
    42
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Im Kern geht es um die Beobachtung, dass Prostituierte systematisch infantilisiert werden: Im Narrativ des politischen Aktivismus werden Prostituierte meist nicht als selbstbestimmt dargestellt, sondern als weitgehend fremdbestimmt. Es wird ihnen abgesprochen, dass sie willentlich die Art von Sexarbeit verrichten, die sie eben verrichten, und es wird ihnen unterstellt, dass sie in aller Regel "traumatisiert" wären, und nur deshalb diese Arbeit überhaupt verrichten könnten oder würden. Die Implikation ist, dass wenn sie "gesund" wären, sie unmöglich eine solch schreckliche Arbeit ausführen würden.

Damit wird ihnen auf erstaunliche Weise ein eigener Wille unter dem Deckmantel der Hilfe weggesprochen. Sie werden entmündigt. Offenbar wissen alle Menschen ausser Prostituierten selbst, wie es ihnen ergeht.

Ich plädiere schlicht dafür, erst einmal von der Mündigkeit von Prostituierten auszugehen. Sie also schlicht in dem, was sie tun, erst einmal ernst zu nehmen statt ihnen zu unterstellen, es könne unmöglich das sein, was sie tun wollten.

Nein!

Du verkennst hier die Lage: Multiple Abhängigkeiten. Existenzieller Natur, sozial, Drogen, Erpressungen usw... . All diese Formen der Abhängigkeiten sind Teil der Prostitution:

2008 äußerte der damalige Leiter der Kriminalpolizei Augsburg, Klaus Bayerl, die ab 2002 entstandenen Großbordelle seien Einrichtungen, in denen die offiziellen Geschäftsführer Strohpersonen seien, während die tatsächlich und im Hintergrund agierenden Verantwortlichen direkt aus dem Zuhälter- oder Schwerkriminellen-Milieu stammten und fast durchgängig enge Beziehungen zur organisierten Kriminalität hätten.[61

Im Bereich der Kriminalität mit Bezug zu Prostitution und Nachtleben wurde 2005 Druck auf mutmaßliche Opfer ausgeübt, die Aussage zu verweigern. Von 642 mutmaßlichen Opfern wurden 325 (ca. 50 %) zu diesem Sachverhalt polizeilich befragt. Bei 93 (ca. 15 % der Gesamtzahl der mutmaßlichen Opfer, ca. 29 % der befragten mutmaßlichen Opfer) ermittelte die Polizei Anhaltspunkte einer unzulässigen Beeinflussung.[
 
Ich weiß nicht, leute. Nehmt mich morgen argumentativ auseinander für heute hab ich genug. @Yogurette, ich weiß, weil ich dich öfter lese, daß du kein 'simple mind' bist - ich werde sehen was ich deinen argumenten entgegenbringen kann. Gute n8
 
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