Wer hat die Pyramiden wirklich gebaut?

entweder untergegangen oder aufgestiegen, ganz wie man das will. Man sagt, dass eine Zivilisation 6500 Jahre hält, bis sie zur Hochkultur wird, das wäre so etwa genau jetzt. Ich frag mich nur, wo sie bleibt, die Hochkultur, ich kann sie noch nicht so recht entdecken.
 
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Ein altes ägyptisches Tagebuch war Quelle eines Fernsehfilms über den Pyramidenbau (um welche Pyramide es sich dabei handelte, hab ich nicht mehr in Erinnerung). Der Verfasser war ein ägyptischer Bauer aus einem kleinen Dorf. Das Tagebuch bzw. der Film beginnt damit, wie er von seinem Dorf für den Pyramidenbau abgeholt wurde. In weiterer Folge wird auch erzählt, wie er sich vom einfachen Arbeiter (Wasserträger) zu einer leitenden Führungskraft (Bauleiter) hocharbeitete.

Zusammendfassend geht aus diesem Film bzw. Tagebuch folgendes hervor:

1) Es wurden bei diesem Bau keine Sklaven eingesetzt, sondern vorwiegend Männer vom Lande, die diese Arbeit freiwillig verrichteten.

2) Die Arbeitskräfte wurden in keinster Weise ausgenützt, unter Zwang gesetzt, mit Peitschen angetrieben oder sonstwie schlecht behandelt. Sie waren bestens versorgt mit Nahrungsmitteln und Unterkünften.

3) Alles war bis ins kleinste Detail geplant und organisiert. So gab es Spezialisten für alle möglichen Tätigkeiten (Köche, Feuermacher, Werkzeugmacher und -schleifer, Blöckemeissler und -zieher, Bootsbauer, Holzfäller, Schmierer usf.). Ohne eine solche Organisation wäre ein Pyramidenbau überhaupt nicht durchführbar gewesen.

4) Die meisten Arbeier verbrachten ihr ganzes Leben mit dem Pyramidenbau, gleiches galt für die Nachkommen. In der Nähe der Pyramide entstand quasi eine mittelgroße Stadt.

5) Der Pyramidenbau selbst begann mit einer sorgfältigen Suche nach einem geeigneten Bauplatz. Dabei spielten astrologische Faktoren eine entscheidendte Rolle. Auch Pendel und andere Hilfsmittel wurden dafür herangezogen. In der Nähe musste auch ein Steinabbaugebiet vorhanden sein.

6) Die Blöcke wurden mit Meisseln aus dem Berg gehauen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren schichtweise ca. 15000 Meissler tätig, wobei die Meissel in kurzer Zeit durch andere, frisch gehärtete bzw. geschliffene, ausgetauscht wurden (eine riesige Menge von Arbeitern war nur dafür zuständig, die Meissel abzuholen, den Schleifern zu bringen, und neu geschliffene den Meisslern zu retourniern).

7) Der Transport der Blöcke erfolgte durch eigene Arbeitsgruppen. Die Blöcke wurden von den Gruppen mittels Seilen gezogen. Als Unterlage dienten runde, gerade Baumstämme sowie geschmierte Holzkufen. Beim Ziehen wurden die hinten freiwerdenden Stämme von dafür verantwortlichen Arbeitern wieder vorne vorgelegt usf. Analoges galt für die Kuven, die zudem von Schmierern regelmäßig geschmiert bzw. gekühlt wurden. Diese Vielzahl von Block-Zieher-Gruppen veranstalteten regelmäßig Rennen untereinander (wer am schnellsten das Ziel erreichte). Gesang bei der Arbeit war die Regel.

8) Der Transport zu höheren Lagen erfolgte auf riesigen, eigens dafür errichteten Rampen. Die Blöcke wurden von den Gruppen auf diesen Rampen hochgezogen. Hier folgte Gruppe auf Gruppe. Wenn die Rampen nicht mehr benötigt wurden, entfernte man sie wieder (wurden von oben nach unten wieder abgetragen). Für den Bau einer Pyramide waren eine Vielzahl solcher Rampen nötig. Schon der Bau und spätere Abtrag dieser Rampen war eine planerische und bauwerkliche Meisterleistung. Gewünschte Steinsorten, die nicht im lokalen Abbaugebiet vorhanden waren, wurden mittels kleinen Holzschiffen aus anderen Arealen herantransportiert.


Der Film lief vor ca. 1 Jahr im Fernsehen. Ich glaube im 3Sat. An den Titel kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

bg franz
 
Hi Franz!

Danke für die Sendung, sozusagen.

Das hat mir sehr gut gefallen, weil ich mich heute schon den ganzen Tag an ein Bilderbuch erinnere, dass ich als Kind hatte. Das war eines von diesen überdimensionalen Pappbüchern, mit mehreren Bildern aus mehreren Epochen. Und eine Doppelseite zeigte auch den Pyramidenbau. Naja und was soll ich sagen: es war exakt so abgebildet, wie Du es berichtest aus dieser Fernsehsendung.
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Wenn mir so etwas begegnet, dann frage ich mich immer, ob ich nicht tot bin und alles nur träume, oder ob ich irgendwie in eine parallele Zeitschleife gesprungen bin, die aber rückwärts läuft. Oder ich frage mich, ob ich als Kind beim Lesen dieses Buches ins Koma gefallen bin und bis hierher alles nur geträumt habe. Weil es wirklich passt wie Faust auf's Auge.

:liebe1:
 
Hast du schon von der Stufenpyramide des Djoser gehört? Angeblich wurden alle Pyramiden mit diesem Prinzip erbaut. Zuerst wurde eine Rampe gebaut, die mit der Pyramide mitwuchs, das kann man sich so vorstellen wie eine Schlange, die sich um die Pyramide windet. Am Ende sah die Pyramide dann so aus wie die des Djoser.

Am Ende wurden noch die "Schmucksteine" hinaufgeschleppt, die die Stufen verschwinden ließen und der Pyramide ihr glattes Aussehen gaben.

Ich traue den Ägyptern schon den Bau der Pyramiden zu. Wie bereits zuvor gesagt wurde, sie hatten die Macht, das Geld, die Zeit und die dafür nötigen Sklaven.

Allerdings soll die Sphinx viel älter sein als die Cheops-Pyramide. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass die Wissenschaftler Probleme haben, den Stein richtig zu datieren...

Die Ägypter wussten vieles, von dem heute keiner mehr weiß. Bei dem großen Brand in Alexandria wurden tausende Papyri vernichtet, der Verlust dieses Wissens ist bis heute ungemessen.

Lg Anchesenamun
 
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