Welttag des Artenschutz - was bewegt euch?

Im letzten Jahr ist mir an vielen Stellen, auch bei mir im Garten, das Jakobskreuzkraut aufgefallen, ist ja auch eine invasive Pflanze und sie ist für Pferde und Kühe wohl giftig. Auf der Wiese fressen die Tiere diese Pflanze nicht, aber wenn die Wiese gemäht wird und man dabei nicht bemerkt, dass da auch Jakobskreuzkraut mit dabei war und daraus dann Heu entsteht, fressen die Tiere die giftigen Pflanzen aus Versehen mit.

Im Kindergarten hat mir letztes Jahr ein Junge, dessen Eltern wohl einen Bauernhof haben, erzählt, dass sie zu mehreren über die Weiden und Felder gehen und das Jakobskreuzkraut manuell entfernen, was ziemlich mühsam ist. Der Junge, obwohl noch Kindergartenkind, hatte schon ziemlich viel Wissen über Pflanzen und Tiere, das hatte mir sehr gefallen.:)
 
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Ich habe gerade an meinen Vater gedacht, der als Kind in NRW noch Kartoffelferien hatte zur Erntezeit. Braucht es für die Kartoffeln auch einen Artenschutz? Wie ich so lese, ja, die alten Sorten sollen nicht verloren gehen, weil sie widerstandsfähig sind.
 
Wie verändert sich unsere Umgebung eigentlich wirklich?
bin hier außerhalb der Stadt viel mit meinem Hund unterwegs....
und die konventionellen Landwirte stehen mit ihren riesigen Feldspritzen schon in den Startlöchern. Man sieht die Teile schon auf ihren Höfen, es geht bald los. Die landwirtschaftlichen Flächen hier sind riesig und alles ist schnurgerade und korrekt, es gibt viel zu wenige Hecken und freie Flächen in der Natur. Komme ja ursprünglich vom Lande und ich kenne noch die Rufe der Rebhühner, die Natur, wo ich herkam war in Ordnung, und noch heute gibt es dort sehr viel Bio- Landwirtschaft, sehr viel mehr Vögel auf den Feldern, viele Hecken um die Felder. Im Gegensatz zu dort ist es hier fast "tot.
Und ich beobachte so generell, daß der Verkauf von Bio- Produkten zurückzugehen scheint, viele Bio- Produkte einfach wieder verschwinden. Viele Menschen müssen mit immer weniger Geld auskommen, alles wird teurer, da geht vieles nicht mehr zusammen. Und letztendlich leidet die Natur, leiden viele Tiere und Pflanzen, weil ihr Lebensraum verschwindet, sie keine Rechte haben, Und das geht ja weltweit so, so lange Wälder weltweit gerodet werden, wird es nur noch schlimmer, mit allem.
Aber viele kleine Dinge bringen auch viel, ich sehe es hier in der Stadt, die vielen Blühstreifen und Insekten, die damit angelockt werden und teilweise ernährt werden, das ist voll o.k. und bringt auch schon sehr viel. Ich beobachte es hier in dem Garten, den ich zur Verfügung habe. Es sind hier nicht wenige Vögel, sie fressen Insekten und ich brauche und würde es selbstvertändlich nie tun, keine giftigen, chemischen u.ä. Helfer im Garten.
Lebensraum schaffen für Tiere und Pflanzen, das ist mM das Wichtigste.
Vielleicht gewinne ich ja mal viel Geld, wer weiß, dann würde ich mir gerne so ein verseuchtes Stück Land kaufen und die ganze Fläche renaturieren... da werden zwar andere Menschen nicht von satt, aber das ist dann eben so.
 
bin hier außerhalb der Stadt viel mit meinem Hund unterwegs....
und die konventionellen Landwirte stehen mit ihren riesigen Feldspritzen schon in den Startlöchern. Man sieht die Teile schon auf ihren Höfen, es geht bald los. Die landwirtschaftlichen Flächen hier sind riesig und alles ist schnurgerade und korrekt, es gibt viel zu wenige Hecken und freie Flächen in der Natur. Komme ja ursprünglich vom Lande und ich kenne noch die Rufe der Rebhühner, die Natur, wo ich herkam war in Ordnung, und noch heute gibt es dort sehr viel Bio- Landwirtschaft, sehr viel mehr Vögel auf den Feldern, viele Hecken um die Felder. Im Gegensatz zu dort ist es hier fast "tot.
Und ich beobachte so generell, daß der Verkauf von Bio- Produkten zurückzugehen scheint, viele Bio- Produkte einfach wieder verschwinden. Viele Menschen müssen mit immer weniger Geld auskommen, alles wird teurer, da geht vieles nicht mehr zusammen. Und letztendlich leidet die Natur, leiden viele Tiere und Pflanzen, weil ihr Lebensraum verschwindet, sie keine Rechte haben, Und das geht ja weltweit so, so lange Wälder weltweit gerodet werden, wird es nur noch schlimmer, mit allem.
Aber viele kleine Dinge bringen auch viel, ich sehe es hier in der Stadt, die vielen Blühstreifen und Insekten, die damit angelockt werden und teilweise ernährt werden, das ist voll o.k. und bringt auch schon sehr viel. Ich beobachte es hier in dem Garten, den ich zur Verfügung habe. Es sind hier nicht wenige Vögel, sie fressen Insekten und ich brauche und würde es selbstvertändlich nie tun, keine giftigen, chemischen u.ä. Helfer im Garten.
Lebensraum schaffen für Tiere und Pflanzen, das ist mM das Wichtigste.
Vielleicht gewinne ich ja mal viel Geld, wer weiß, dann würde ich mir gerne so ein verseuchtes Stück Land kaufen und die ganze Fläche renaturieren... da werden zwar andere Menschen nicht von satt, aber das ist dann eben so.
Ich habe die gleichen Erfahrungen bezüglich Landwirtschaft wie du!
Noch etwas fällt mir dazu ein:

Natur wird gerne,
wo sie nicht landwirtschaftlich genutzt wird als Art " Abenteuer, Sport und Wellnessbereich" angeboten -
und entsprechend aufgerüstet -
weil normales Spazierengehen im Wald viele Leute nicht interessiert.

Also werden Mountainbike- Strecken, " Entspannungsoasen", Abenteuer Plätze mit entsprechende Events und, und, und geschaffen -
alles natürlich mit Müll, Lärm und Zerstörung verbunden...

Ich sag mal so - für wen " Natur pur" nicht interessant ist soll gleich in seiner Kletterhalle,
( wäre auch für die Bergretter entspannend)
Half Pipe, Hallenbad , Yogazentrem, Wellnesstempel etc...bleiben....
 
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Wenn man heute über Artenschutz spricht, tauchen so viele Fragen auf, die weit über "mehr Blumen pflanzen“ hinausgehen. Vielleicht ist genau das der Moment, um gemeinsam zu sammeln, was uns beschäftigt, ohne fertige Lösungen, einfach als offenes Nachdenken:

Wie verändert sich unsere Umgebung eigentlich wirklich? Welche Tiere oder Pflanzen seht ihr heute seltener als früher und welche tauchen plötzlich häufiger auf?

Welche Rolle spielt für euch die persönliche Verbindung zur Natur? Entsteht Artenschutz eher aus Wissen, aus Gefühl, aus Ritualen, aus Beobachtung , oder aus allem zusammen?

Was sind für euch Neophyten/Neozoen und wie geht ihr damit um?

Was hindert euch manchmal daran, aktiv zu werden, obwohl man weiß, dass es nötig wäre?

Was macht ihr konkret auf Balkon, im Garten, in eurer "Umgebung", für den Artenschutz?

Vielleicht ist der heutige Welttag des Artenschutzes genau der richtige Moment einmal gemeinsam darüber sprechen zu können.
Ich sehe zum Beispiel deutlich weniger Schmetterlinge als früher. Als Kind waren im Sommer überall Tagpfauenaugen und Zitronenfalter, heute freue ich mich schon, wenn überhaupt einer vorbeifliegt. Auch Feldlerchen hört man kaum noch. Gleichzeitig tauchen Arten auf, die früher hier keine Rolle gespielt haben wie Waschbären. Das fühlt sich manchmal widersprüchlich an es ist nicht „weniger Leben“, sondern anderes Leben. Und nicht immer ist das gut für die Arten, die hier eigentlich bei uns hingehören.

Für mich entsteht Artenschutz weder nur aus Wissen noch nur aus Gefühl. Es ist beides. Man kann Studien lesen, über Insektensterben diskutieren und Zahlen kennen aber wirklich etwas verändern will man oft erst, wenn man eine persönliche Beziehung hat.
 
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