Wege

N

Namo

Guest
fckw schrieb heute, 04:00 CEDT
@Namo:
Woher weisst du sowas jeweils? Hast du mal Theologie studiert oder einfach eine Unmenge drüber gelesen?
fckw bezog sich dabei auf das, was ich in dem tread über die 'Firmung' schrieb.

Hi fckw,

das ist eine lange Geschichte und sie ist eigentlich bedeutungslos. Jeder geht einen anderen Weg und im 'Schuhwerk' findet man nicht die Lösung des Weges. Das Diskutieren des 'Schuhwerks' oder gar der Person ist sinnlos. Das Erkennbare ist offen für jeden, der es sucht, und dem das zu Erkennende mehr bedeutet, als der Erkenner oder 'Besitzer' von 'Wissen'. Es ist auch viel einfacher in Ruhe Zusammenhänge zu erkennen, als über eitle Theorien von Autoritäten zu streiten. Es besteht keine Notwendgkeit zu Erkennen; aber wenn das zu Erkennende den potenziellen Erkenner ruft und er diesem zuhört, bekommt es eine Bedeutung. Ich denke, mit dieser wachsenden Bedeutung des zu Erkennenden mindert sich die Vorstellung des Wissenden als ein Zentrum, als eine Autorität oder eines nur aufgeblasenen Egos; zwei mal zwei ist dann nicht mehr nur deswegen vier, weil eine Autorität es sagt, sondern die erkannte Ordnung selbst ist die Autorität. Ich denke, daß man diese Sichtweise auf Vieles übertragen kann, daß die Menschen zu verstehen zu versuchen. Ist man nicht mehr einer Autorität hörig und auch keiner Tradition in Wissenschaft und Religion, dann ist man frei Wege zu gehen, die andere meiden oder fürchten. Man ist dann nur noch auf das gestellt, was man in sich als existent und an Ordnung als wahr und widerspruchsfrei erkannt hat. Auf diesen - oft gemiedenen - Wegen findet man dann im (je-)dem 'Du', das man trifft, das 'Ich' (als bewußte Seele) bestätigt, als etwas Gemeinsames, von dem jeder ein Teil ist, unabhängig von Kultur und Nationalität und Zeit. Das was ein Sumerer als wahr erkennt ist dann nicht verschieden von dem, was ein Tiroler erkennt oder ein Schweizer.

Der 'evolutionäre' Anspruch lebendige Wesen zu beherrschen um 'die (physische) Art zu erhalten' schwingt auch dann noch in den Köpfen der 'Priester' und 'Brahmanen', wenn sie sich der spirituellen Ordnung zuwenden. Aus der (schützenswerten) heiligen Göttlichkeit der Jungfrau, wird dann - wie bei Manu - die Unfreiheit der Frau, eingesperrt und dem eigenen Selbst entzogen, zu Dienen nur dem Manne zur Freude und seiner genetischen Sippe zu erhaltenden Art.

Es sind wohl diese Wege, die man frei von Konventionen als Selbst betritt, die dann auch das Gemeinsame, sowohl in dem physischen Bewußtsein die eigene Sippe, Familie, den eigenen Körper zu erhalten -- als auch das Wandern auf der Suche nach der spirituellen Gemeinsamkeit, eher aufzeigen, als die traditionellen hierarchischen Bahnen.

Ich glaube, man muß nicht allzuviel lesen; eher auf die Verbindungen schauen, die es gibt zwischen den Aussagen in den Schriften, die immer von einem wahrnehmenden bewußten Menschen stammen.

So ist die Frauenfeindlichkeit in den abrahamitischen Religionen nicht anders, als im praktizierten Hinduismus. Schaut man dann in ihre Schriften, dann sind diese Verbindungen offensichtlich, nur - es suchen nicht Viele nach Verbindungen - sie wären dann abseits von den öffentlichen Wegen, sozial isoliert und ohne Auditorium. Daß es diese Diskriminierung der Frauen in den vier Religionen gibt, ist doch jedem bekannt, daß es erkennbare Übereinstimmungen gibt, es interessiert halt nur Niemanden oder die Wege zu den Verbindungen sind verboten.
Interessanter scheint mir aber, dass du dein angeeignetes Wissen nicht grade für extremst relevant hältst. Oder wie soll ich sagen: Dass du dort nicht stehen bleibst, wo Diskussionen allzu oft letztlich lediglich in Streitereien um Kleinigkeiten und Detailprobleme ("Ist Gott eins in drei oder drei in eins? Gibt es soziale Unterschiede zwischen der Gleichstellung von Engelinnen und Engeln? War Karl Marx Vegetarier mit Abneigung gegen Mehlspeisen oder hatte er eine Abneigung gegen Mehlspeisen, die mit Schweineschmalz zubereitet wurden? Wieviele Kamele besass Abraham wirklich?") ausarten.
Ja, das ist richtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß das, was ist, kaum jemand interessiert. Es geht den Menschen meist nur um Autoritäten und deren Theorien. Das ist in der Esoterik nicht anders als in den Religionen, der Philosophie oder der Wissenschaft; von der Politik ganz zu schweigen.

Danke für Dein posting.

LG

Namo
 
Werbung:
P

Portrose

Guest
Hallo Namo,


Ja, das ist richtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß das, was ist, kaum jemand interessiert. Es geht den Menschen meist nur um Autoritäten und deren Theorien. Das ist in der Esoterik nicht anders als in den Religionen, der Philosophie oder der Wissenschaft; von der Politik ganz zu schweigen.


Wie recht du hast,

,, In der Stille oder auch in der Ruhe liegt die Kraft ,,


Alles liebe Portrose
 
Werbung:

roli

Mitglied
Registriert
14. Februar 2004
Beiträge
377
Hallo Namo
So ist es. Wie willst Du jemanden den Geschmack einer Zitrone erklären. Ganz einfach er soll eine essen. Aber die Menschheit streitet halt lieber über Detail und widerlegt es in dies und das bis ins unendliche und oftmals ins lächerliche über Dinge die nicht relevant sind, und übersieht dann das Tiefe. Wie sagte doch schon Laotse im ersten Vers: Das Tao über das man spricht ist nicht tao etc. wie wahr das doch ist. Und in einem anderen Spruch: Jemand der daran glaubt, führt es auch aus , jemand der der zweifelt ist mal so mal so, und die Narren lachen darüber. Tja was will man mit Narren diskutieren.....
Gruss Roland
 
Oben