Astroharry schrieb:
Hast Du das mal gelesen?
Ja, der besagte Erzähler erzählt seine Sinneseindrücke.
Was sollen Sinneseindrücke bzw. veränderte Wahrnehmungen ausdrücken?
Ich kann dir von Wonnegefühlen berichten, du würdest blass werden *ggg*. Was sagen sie aus? Doch nur, dass der Mensch genau diese Wonnegefühle bzw. -Wahrnehmungen genau zu diesem Zeitpunkt gebraucht hat oder dass sein Organismus chemisch gerade in einem Zustand sich befand, in dem das zentrale Nervensystem und Hormonhaushalt für diese Gehirnaktivität optimiert waren?

Man hört daher auch vermehrt von Menschen, die bewußtseinverändernde Rauschmittel und Drogen verwenden, veränderte Wahrnehmung. Was Chemie bewirkt, kann der Körper natürlich auch hin und wieder von alleine so einstellen, so dass die Wahrnehmung sich zeitweise verändert. Was sagt das aber über andere Ebenen (oder über den Jenseits) aus?
Das dumme ist, dass nie einer vom Tod zurückkehrte,
um irgend eine Theorie überhaupt zu bestätigen.
Es kann alles der Wahrheit über Geist und Jenseits bedeuten und genauso gut nichts anderes als eine Selbsttäuschung sein, weil der Mensch sich seinen eigenen Tod übel nimmt.
So gesehen täuschen sich dann Welche Zeit ihres Lebens und stellen irgend wann einmal fest: Ist der Stecker raus, entsteht ewige Funkstille.
Ätsch, das war´s.
Das Gute daran ist aber:
"Was symbolisiert der Stecker???" *ggg*
Auf der anderen Seite können genauso gut alle Theorien nur individuelle Wahrnehmung bedeuten, während die Wahrheit im Auge des Betrachters liegt und jeder seine höchst persönliche Jenseits erlebt. Was mir irgend wo sehr vernünftig und äusserst logisch erscheint. Was aber bedeutet, dass ich niemals das erleben werde, was sich dir offenbart und du nie das, was sich mir öffnet. Stelle dir vor, wir sitzen zusammen an einem Tisch. Jede von uns hat eine ganz andere Perspektive vom Tisch.
Advaita sagt natürlich, dass du und ich im Grunde eh eins sind, daher kann es nur eine Perspektive im Endeffekt geben.
Die Natur bringt Ähnliches hervor, doch niemals Gleiches.
Wenn du den Vierkant drauf anwendest, dann
-gibt es Gleichheit,
-es gibt keine Gleichheit
-beide sind wahr und
-beide sind nicht wahr.
Den Vierkant kann man doch wirklich auf alles anwenden.
Astroharry schrieb:
Die Theorie dazu ist folgende:
Der Mensch ist Göttlich von Natur aus, jedoch erkennt er es nicht, da ihn zahllose Wünsche plagen. Jeder Wunsch bedeutet Leiden. Warum?, weil der Wunsch seine "Nicht Erfülltheit" in sich birgt. Dieses läßt uns Leiden. Könnten wir einen Zustand erreichen in dem wir frei von Wünschen wären, dann wäre das reine Glückseligkeit, unsere eigentliche Natur, die wir aber leider selbst durch Wünsche überdecken.
Wenn ein wunsch in Erfüllung geht, so ist es nicht das gewünschte Objekt, das uns glücklich macht, sondern die Freihiet vom Wünschen, in die man dann fällt. Man glaubt für kurze Zeit, dass man glücklich ist, weil man glaubt alle zu haben, was man erstrebt hat.
Wenn man erkennt dass man einem Irrtum erlegen ist und das Objekt der Begierde uns doch nicht glücklich machen kann, dann fallen wir wieder in den Zustand der Leere d.h. des Wünschens zurück und sind wieder unglücklich...
Advaita sagt, dass wir eigentlich in einem Kosmos reiner Glückseligkeit sind, dass wir es aber nicht erkennen. D.h. jedes Glück ist nur ein Abglanz des einen wahren und ewigen.
Das ist etwas Advaita Philosophie und zeigt die Logik bzw. Unlogik dieser Welt.
Jede Art von Erwartung löst Leiden aus, da eben nach Vierkant auch die Nichterfüllung
möglich ist.
Das, was Leiden erzeugt, ist die Möglichkeit einer Nichterfüllung und nicht der Wunsch an sich.
Man kann nicht alles, was
evtl. nicht erfüllt werden kann, aus seinem Leben eliminieren, um Leiden zu entgehen.
Das davor Weglaufen wird noch mehr Leiden erzeugen, da der Grund des Leidens nach wie vor aktuell ist, also nicht mit der Beseitigung der Wünsche eliminiert wird.
Der Mensch wird erst dann das Leiden überwinden, wenn er sich vergegenwärtigt, dass ALLES einen Gegensatz hat, diesen Gedanken annimmt und nicht davor wegrennt.
Wünsche sind dabei unschuldig am Leiden. Es ist viel mehr die Schattenseite, die schreckt. Unfreiwilliges Unterdrücken von Wünschen wirkt sich schlimmer aus, als sie und ihre mögliche Nichterfüllung zu akzeptieren.
P.S.: Schönes Wochenende!