Mönch-David
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*sterben und nicht streben*Gott kann nicht streben. Aber Er kann sich in einer nächstbesseren Version von Ihm selbst offenbaren.
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*sterben und nicht streben*Gott kann nicht streben. Aber Er kann sich in einer nächstbesseren Version von Ihm selbst offenbaren.
das ist hier Frage!*sterben und nicht streben*
Streber!*sterben und nicht streben*
Nein im Gegenteil, alles was ich strebe lasse ich am Leben und alles andere verwerfe ich in der Abstossung.das ist hier Frage!
irgendwie buddhistisch -
Lass sterben, was in dir strebt..
Egal - sowieso OT - das ist nun mal die Realität!Nein im Gegenteil, alle was ich strebe lasse ich am Leben und alles andere verwerfe ich in der Abstossung.
Ist nicht OT. Realitätsgestaltung ist ein sehr wichtiges Thema.Egal - sowieso OT - das ist nun mal die Realität!
Aber du hast mich sehr inspiriert!
Ja und genau dagegen halte ich. Es kann nur etwas zerfallen, das vorher bestand hatte.
Die moralisch-normativen Werte, die der Religion zugesprochen werden sind bestenfalls selektiv und temporär gültig gewesen. Also einzelne Bereiche könnte man so deuten, dass sie durch solcher Art "Kompass" geprägt wurden.
Das reicht mir aber nicht um auch nur im übertragenen Sinne von einem Leben derer auszugehen.
Ich hab Nietzsche nicht gelesen außer "Also sprach Zarathustra" und wahrscheinlich habe ich das Buch auch gar nicht verstanden aber sicherlich ist diese Aussage "Gott ist tot." nur als Aufreißer von ihm gedacht und nicht so gemeint. Ich verstehe ihn als Skandal um ein möglichst weites Echo zu erzeugen.
Ist eben die Frage, was zuerst dar war. Die moralisch/ethischen Prinzipien oder die Religionen die sie vermittelt haben wollen. Ich bin der Auffassung, dass der Mensch evolutionär einen moralischen Wertekanon geerbt hat. Diesen haben die Kirchen für sich beansprucht und transformiert, in ihre Agenda umgedichtet. Im Kern haben die Menschen aber nach den ganz normalen Regeln des Zusammenlebens gelebt, wie es der Mensch seit Menschen gedenken eben so tut.Jede Religion hat in ihrem Kern eine Ethik. Die Grundfrage der Ethik im Allgemeinen ist die, nach dem moralisch richtigen Handeln. Jede Religion gibt aus ihrer Perspektive also eine Antwort darauf, wie man in Gottes Sinne moralisch richtig handelt. Wie lange gibt es Religionen? ...
Kannst du bitte ein konkretes Beispiel von selektiven und temporär gültigen (religiösen) moralischen Werten geben? "Zugesprochen" kann ich diesem Kontext auch nicht ganz nachvollziehen, weil zumindest die großen prägenden Weltreligionen alle eine schriftliche Grundlage haben, in denen Gebote für ihre Anhänger stehen (z. B. Dekalog im Christentum).
Eine Illusion (Gott) erschafft moralische Werte. Wenn man an diese Illusion glaubt und ein gutes Leben im Diesseits und vielleicht auch im Jenseits führen möchte, dann befolgt man diese Gebote. Eigentlich haben sich Religionen mit solchen Versprechungen den Eigennutz der Menschen dienlich gemacht. Schon clever irgendwie. Am Ende ist Gott sogar ein mächtiger Egregor.
Wenn jetzt aber viele in einer Gesellschaft nicht mehr nach den moralischen Werten handeln, es also ein Verfall der Werte gibt, dann lässt die Kraft der Illusion nach. Und dann stell dir mal eine Gesellschaft im Zeitalter der Aufklärung vor, die nun eher "sapere aude!" ruft, anstatt "sei doch einfach gesegnet". Das Sinnbild stirbt und mit diesem auch die Werte, die sich daraus ergeben haben.
Allerdings haben auch Atheisten zu weilen Werte verinnerlicht, die religiös anmuten. Als würden wir den Dekalog mit der Muttermilch aufsaugen ohne uns dessen bewusst zu sein. Aber so universale Normen wie "Du sollst nicht töten" ergeben sich vielleicht auch einfach aus dem gesunden Menschenverstand.
Es ist, wie erwähnt, eher im übertragenden Sinne zu verstehen. "Zur Genealogie der Moral" ist eigentlich nicht schlecht. Hier versucht Nietzsche aus der historischen Perspektive draufzuschauen, wie unsere moralischen Werte entstanden sind. Und nein, er hat in diesem Werk nicht behauptet, dass sie göttlichen Ursprungs sind.
In weiten Teilen ein tolles kleines Buch.Es ist, wie erwähnt, eher im übertragenden Sinne zu verstehen. "Zur Genealogie der Moral" ist eigentlich nicht schlecht. Hier versucht Nietzsche aus der historischen Perspektive draufzuschauen, wie unsere moralischen Werte entstanden sind. Und nein, er hat in diesem Werk nicht behauptet, dass sie göttlichen Ursprungs sind.