Was ist eigentlich Realität?

Zimmer72

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Was ist eigentlich Realität?

Die Frage klingt zunächst einfach. Die meisten von uns würden vermutlich sagen, dass Realität das ist, was tatsächlich existiert oder geschieht. Doch sobald man genauer hinschaut, wird es komplizierter.

Ist Realität nur das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können? Oder gehören Gedanken, Gefühle, Träume und subjektive Erfahrungen ebenfalls zur Realität?
Wenn zwei Menschen dieselbe Situation völlig unterschiedlich erleben, was davon ist dann real? Und welche Rolle spielen Wissenschaft, persönliche Erfahrungen, gesellschaftlicher Konsens oder kulturelle Prägungen bei unserem Verständnis von Realität?

Mich interessiert dabei weniger, welche Antwort die "richtige" ist, sondern wie ihr den Begriff 'Realität' versteht.

Ein paar Fragen als Anregung:

  • Gibt es eine objektive Realität unabhängig vom Menschen?
  • Wo endet subjektive Wahrnehmung und wo beginnt Realität?
  • Ist etwas weniger real, nur weil es nicht messbar ist?
  • Kann eine Erfahrung real sein, auch wenn ihre Deutung falsch ist?

Ich freue mich auf unterschiedliche Perspektiven und hoffe auf eine Diskussion, in der wir zunächst versuchen zu verstehen, bevor wir widersprechen.
 
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Wirklichkeit ist alles, was wirkt, nennen wir es einfach das Innere. Realität ist geteilte Wirklichkeit. Treffen zwei Menschen aufeinander, teilen sie ihre Wirklichkeit miteinander und erschaffen eine gemeinsame Realität, um miteinander existieren zu können. Es ist ein gemeinsamer Bezugspunkt, um kommunizieren zu können.

Wirklichkeit ist nicht gleich zwangsläufig mit Realität oder Wahrheit gleichzusetzen, auch wenn die meisten das glauben. Wirklichkeit ist etwas Persönliches, Individuelles, Subjektives und ein sehr zerbrechliches Konstrukt aus dem Zusammenspiel unserer Wahrnehmung und unserer Umwelt.

Es gibt sicherlich eine absolute Wahrheit, die möglicherweise auch noch unbekannte Wahrheiten umfasst. Die Realität an sich ist ein Teil dieser Wahrheit und widerspruchsfrei. Die Wirklichkeit hingegen ist das, was wir als Realität erkennen und wahrnehmen.
Genau da liegt für mich der entscheidende Unterschied: Was existiert, muss nicht identisch sein mit dem, was man für real hält. Etwas für real zu halten hat viel mit der eigenen Landkarte der Welt zu tun und die muss nicht der Realität entsprechen, egal wie überzeugend sie sich anfühlt oder wie stark sie das eigene Handeln bestimmt.


Eine falsche Landkarte kann trotzdem mächtig sein. Das beantwortet die Frage „Kann eine Erfahrung real sein, auch wenn ihre Deutung falsch ist?" ziemlich direkt mit: Ja,die Erfahrung ist wirklich, die Deutung ist es nicht zwangsläufig. Und oft hängt man an einer Deutung fest, nicht weil sie stimmt, sondern weil sie vertraut ist oder weil das Loslassen mehr kostet als das Festhalten.




--
Zum Großteil alte Beiträge von mir aus dem MUF..
 
Das ist eine große Frage.

Und ich denke ja, es gibt eine Realität, und diese ist unabhängig von der menschlichen Wahrnehmung. Denn es passiert ja jeden Augenblick irgendwas. Und die Realität ist eben das was passiert - unabhängig von der Wahrnehmung eines Menschen.

Wenn ein Baum umfällt - dann ist ein Baum umgefallen. Und wenn es niemand gesehen hat, ist er trotzdem umgefallen. Und wenn jemand sagt, es wäre eine Katastophe passiert, dann ist trotzdem nur ein Baum umgefallen.
 
Ich finde den Begriff Realität gar nicht so einfach zu definieren.

Das Beispiel von @Frl.Zizipe zeigt eine Realität, die für die Meisten nicht existiert, weil nicht wahrnehmbar, da sie ja keine Kenntnis davon haben, dass ein Baum umgefallen ist.

Dann sehe ich noch die kollektive Realität, die Vielen bekannt ist und dennoch von gar nicht so Wenigen negiert wird. Hiermit meine ich zB die globale Erwärmung, Kriege, die Ausbeutung der Meere, das Artensterben etc.

Und dann sehe ich noch die individuelle Realität, also, wie Jeder Einzelne die Dinge sieht (ausgenommen das Beispiel mit dem Baum, weil er ist ja umgefallen) . Diese Realität setzt sich aus vielen Dingen zusammen, wie Wahrnehmung, Deutung, positive oder negative Beurteilung. Aber auch abhängig von Erziehung, Herkunft und Religion, viele Umstände würde ich da nicht ausschließen, die die "eigene" Realität prägen.

Zu den gestellten Fragen mache ich mir noch meine Gedanken.

Jedenfalls ist das mal zur Abwechslung, wie ich finde, ein sehr interessanter Thread.
 
Ich finde den Begriff Realität gar nicht so einfach zu definieren.

Das Beispiel von @Frl.Zizipe zeigt eine Realität, die für die Meisten nicht existiert, weil nicht wahrnehmbar, da sie ja keine Kenntnis davon haben, dass ein Baum umgefallen ist.

Dann sehe ich noch die kollektive Realität, die Vielen bekannt ist und dennoch von gar nicht so Wenigen negiert wird. Hiermit meine ich zB die globale Erwärmung, Kriege, die Ausbeutung der Meere, das Artensterben etc.

Und dann sehe ich noch die individuelle Realität, also, wie Jeder Einzelne die Dinge sieht (ausgenommen das Beispiel mit dem Baum, weil er ist ja umgefallen) . Diese Realität setzt sich aus vielen Dingen zusammen, wie Wahrnehmung, Deutung, positive oder negative Beurteilung. Aber auch abhängig von Erziehung, Herkunft und Religion, viele Umstände würde ich da nicht ausschließen, die die "eigene" Realität prägen.

Zu den gestellten Fragen mache ich mir noch meine Gedanken.

Jedenfalls ist das mal zur Abwechslung, wie ich finde, ein sehr interessanter Thread.

Ich seh das etwas anders. Für mich hat Wahrnehmung und Deutung gar nichts mit der Realität zu tun. Ganz im Gegenteil, das sind die Dinge, die sie eigentlich verzerren, zurechtbiegen oder verändern.
Die Realität ist einfach nur die Realität - ohne Zutat, ungesalzen :D

Aber klar, Menschen haben nun mal Gefühle, Emotionen und auch einen Verstand. Und damit macht sich dann jeder seine eigene Realität so, dass er sich zurechtfindet und klarkommt.
 
Ich seh das etwas anders. Für mich hat Wahrnehmung und Deutung gar nichts mit der Realität zu tun. Ganz im Gegenteil, das sind die Dinge, die sie eigentlich verzerren, zurechtbiegen oder verändern.
Die Realität ist einfach nur die Realität - ohne Zutat, ungesalzen :D

Ich versteh´ schon, was Du meinst und da gebe ich Dir Recht, dennoch ist es "Mensch" nicht möglich, nicht zu werten, nicht einzuschätzen, nicht zu deuten.

Ein Beispiel: Ein Mensch mit Mordabsichten oder ein Raubtier greift mich an. Das ist in diesem Moment real. Ich bin in Gefahr, ich reagiere entweder mit Flucht oder mit Kampf. Wenn ich jetzt einfach nur dasteh und sag: Ja, is halt so, das ist die Realität, dann bin ich in ein paar sec. tot. Wenn ich aber richtig reagiere und mich zB. auf einen Kampf einlasse, weil ich eine Waffe in der Hand halte oder mich irgendwohin flüchten kann, werde ich diesen Angriff überleben und so verändere ich ja eigentlich die Realität, denn im ersten Fall wäre ich ganz real tot und im zweiten überlebe ich.
 
  • Gibt es eine objektive Realität unabhängig vom Menschen?
  • Wo endet subjektive Wahrnehmung und wo beginnt Realität?
  • Ist etwas weniger real, nur weil es nicht messbar ist?
  • Kann eine Erfahrung real sein, auch wenn ihre Deutung falsch ist?
Da es schon so viele kluge Antworten gibt -
hier nur kurze Antworten dazu -
in Reihung siehe oben ( wer Lust hat kann ja nachfragen 😁..)

1.) das weiß ich nicht - vielleicht weiß das niemand!?
2.) ich halte die Realität - streng genommen - allgemein für subjektiv wahrgenommen.
3.) Nein, eher nicht
4.) Ja - das nennt sich subjektive Wahrnehmung
 
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So denke ich:

Es gibt die Absolute Realität und Wahrheit. Diese Wahrheit wird uns alle richten, selbst die Götter werden durch diese absolute Wahrheit gerichtet.

Wir Menschen und Tiere haben eine sehr begrenzte Wahrnehmung. Daher habe wir alle eine individuelle Wahrnehmung der Realität durch unser Ego. Diese begrenzte Realität wird vom Universum, Gott und Realitätsgestaltung verstärkt, je mehr Energie wir da rein stecken.

Gott ist allwissend und allpräsent und daher braucht Gott uns individuelle Menschen oder Tiere um individuelle Erfahrungen sammeln zu können, durch uns. So läuft dieses Spiel in unserer Realität.
 
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