Wahrnehmung und Stimmigkeit

Mein Gott Joey, Du störst doch hier niemanden, & auch Deine Kritik stört niemanden - denke ich jedenfalls.
Es geht eher um die Art & Weise.
Kritik ist da nicht das Thema, aber eine Forderung nach Belegen, in einem Forum, ist m.E. völlig daneben.
Glaubst Du denn wirklich allen Ernstes, daß irgendjemand Dir diese Belege bringen wird?
Glaubst Du, weil ein User namens Joey Belege einfordert, wird irgendein User irgendwann sagen:
"Ok, ich stelle mich der Wissenschaft, & werde ihre doppelverblindeten Tests durchführen".?
Glaubst Du das allen Ernstes?
Kritik hin oder her, eine Forderung nach Belegen, ist wirklich ein Unding.

Wenn eine Behauptung wahr ist, wäre diese Überprüfung kein Problem. Ohne Beleg ist Kritik an der Behauptung berechtigt.

Ich denke einfach, Joey, dass man das nicht oder noch nicht restlos klären kann, es sind auf eine art religiöse fragen. Man kann nur eine materielle welt annehmen, wo alles nach den uns bekannten naturgesetzen funktioniert oder auch die möglichkeit zulassen, dass es noch etwas anderes gibt.
Selbst habe ich persönlich mit 'anderem' in kleinem umfang erfahrungen gemacht, die sich nicht einfach so auf die seite schieben oder belächeln lassen. Vor allem dann nicht, wenn das eigene leben unmittelbar daran hing. Vielleicht kommt man auf dieses 'andere' wenn gedanken oder erlebnisse in richtung der (eigenen) sterblichkeit führen. Ich kann es mir als eine art der bewusstseinserweiterung vorstellen, auf die wir rational keinen zugriff haben.

Ich kann das nur sehr schlecht erklären und letztlich ist es für mich ab einem bestimmten punkt eine philosophische diskussion.;)

Naja, die Frage ist halt, welche Schlussfolgerungen erlauben diese Erfahrungen. Wie Du selbst schreibst, beweisen sie herzlich wenig.

Als vor 10 Jahren eine gute Freundin von mir starb, mit der ich vorher oft ins Kino und auf Konzerte ging, ist mir in der Zeit danach (so die ersten 2-3 Jahre) aufgefallen, dass im Kino und auf Konzerten ein Platz neben mir ziemlich oft frei blieb - und in Kinos gibt es beispielsweise Platzkarten, die Kartenverkäufer sind eigentlich bemüht keine Lücken zu lassen, sondern füllen die Reihen von der Mitte her auf, und ich habe nie mehr Karten als benötigt gekauft. Dass besagte Freundin da ihre "Finger im Spiel" hatte, ist ein tröstlicher Gedanke. Ebenso denkbar sind da aber auch andere Erklärungen - eben auch, dass es mir aufgrund selektiver Wahrnehmung in der Zeit besonders aufgefallen ist.

Zeitnah zum Tod besagter Freundin ist auch mein Vater gestorben. Etwa ein halbes Jahr nach dem Tod dieser beiden mir lieben Menschen habe ich mehrfach von ihnen geträumt. Schöne Träume, wo sie sich von mir verabschiedet haben und versprochen haben, dass wir uns wiedersehen. Schöne und tröstliche Träume. Aber eben wahrscheinlich nur Träume (kaum jemand wäre froher als ich, sollte ich mich da irren).

Ich möchte die Erlebnisse anderer Menschen hier gerade nicht breittreten und sezieren, weil eben diese Menschen da emotional sehr involviert sind - darum wähle ich Beispiele von mir.
 
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Real ist, dass du dich als Synästhetiker ausgibst. Ich dachte echt, du kapierst das auf Anhieb, dass nicht die Farbwahl gemeint war, sondern eben besagte Annahme. :confused:

Also ehrlich, ich finde das grad sowas von unfair. Du sagst, Synästhetiker kann man sein, aber Aurasichtiger kann man nicht sein. :schmoll:

Wo behaupte ich, dass man kein Aura-Sichtiger sein kann?

Ich sage, dass Aurasicht nicht auf die reale Existenz einer Aura schließen lässt, bzw., dass, wenn da doch eine real existierende Aura sein sollte, die der Aurasichtige wahrnimmt, sich das auch wissenschaftlich belegen ließe.
 
Nein, nein Sayalla, das ist es nicht, was Joey sagt.
Er sagt lediglich, daß, wenn man eine Aura wahrnimmt, sie nicht real ist, also Wahrnehmungsstörungen vorhanden sind.
Wahrnehmen darf "man" sie schon, nur ist sie nicht existent, weil es keine Aura gibt.

Dann meint er also, dass er selbst ebenfalls Wahrnehmungsstörungen hat, weil er Farben mit Zahlen verknüpft? Nee, ne, denn DAS wäre ja bewiesen :confused:
 
Dann meint er also, dass er selbst ebenfalls Wahrnehmungsstörungen hat, weil er Farben mit Zahlen verknüpft? Nee, ne, denn DAS wäre ja bewiesen :confused:

Ja, genau das meine ich.

Und generell: Wahrnehmungsstörungen sind keine Schade oder nicht unbedingt krankhaft. Die hat JEDER Mensch. JEDER Mensch unterliegt selektiver Wahrnehmung, Suggestion und diversen anderen Effekten der Wahrnehmungspsychologie, die eben auch Zusammenhänge, Existenzen, Fähigekiten etc. vortäuschen können, wo keine sind.

PS. Ich verknüpfe Buchstaben - insbesondere Vokale - mit Farben. Bei Zahlen sind es nur wenige Eindrücke - interessanterweise assoziiere ich die 27 sehr stark mit rot und dem Geschmack von Erdbeereis... das ist sozusagen die für mich "stärkste zahl". manchmal verknüpfe ich auch die Stimme von Menschen mit Geschmäckern.
 
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Er scheint sich trotz seiner Skepsis für parapsychologische Themen zu interessieren. Ganz pauschal scheint er so vorzugehen, dass er zunächst einmal Indizien oder Beweise für eine aufgestellte Hypothese oder Behauptung sucht, bevor er ihr seinen Glauben schenkt - dieses Vorgehen ist doch erst einmal nicht zu beanstanden, oder? Würdest Du denn einfach ALLES glauben, was irgendjemand aussagt?

Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich habe einen Bekannten. Eines Tages erzählt mir diese Person, sie habe des Nachts Zombies gesehen, die plötzlich über das Haus gesprungen seien. Er sei sich auch 100%ig sicher, dass er all dies nicht geträumt habe und dass es reale Untote gewesen seien.

...
medizin

Ich würde der Person glauben, dass sie es so wahrgenommen hat. Mehr ist nicht erforderlich. Wenn sie denn von sich aus überprüfen möchte, was sie da genau wahrnahm, wäre ich gerne behilflich,dem auf die Spur zu kommen und z.B. Ansprechpartner dafür zu suchen.

...

Medizin gehört nicht in die Hände von kaufhausesoterischen Anbietern oder vergleichbar. Damit machen sie sich strafbar. Daher empfinde ich es als vollkommen überflüssig, ehemalige Ärzte wie Hamer immer wieder zu thematisieren. Es handelt sich bei diesen Einzelfällen um Betrüger, die nicht zuletzt deshalb so leichtes Spiel hatten, weil sie Ärzte waren.

LG
Any
 
Ich würde der Person glauben, dass sie es so wahrgenommen hat. Mehr ist nicht erforderlich.

Das kommt darauf an, wie weit man gehen möchte. Wäre ich Parapsychologin bzw. Parawissenschaftlerin, könnte das schon von Interesse für mich sein, insbesondere, wenn die betroffene Person sich mit der Geschichte an die Öffentlichkeit wendet.

Nehmen wir an, wir haben eine Lüge oder einen Betrug seitens der Person ausgeschlossen. Sie hatte also in der Tat die geschilderte Wahrnehmung. Dann stellt sich die Frage, wie wir nun herausfinden können, ob die subjektive Wahrnehmung der Person tatsächlich der Realität entsprach. Denn neben den Wahrnehmungen Einzelner interessiert mich oft auch die reale Umwelt.

PS: In der Diskussion geht es mir nicht um einen persönlichen Erfahrungs- oder Meinungsaustausch, sondern es werden "objektive" Sachverhalte diskutiert. Hier die Frage: Existieren Zombies in der Realität (und nicht nur in der möglicherweise verzerrten Wahrnehmung eines Einzelnen)?
 
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