Wahrnehmung und Stimmigkeit

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Wo behaupte ich, dass man kein Aura-Sichtiger sein kann?

Ich sage, dass Aurasicht nicht auf die reale Existenz einer Aura schließen lässt, bzw., dass, wenn da doch eine real existierende Aura sein sollte, die der Aurasichtige wahrnimmt, sich das auch wissenschaftlich belegen ließe.

Also, ein MRT ist für mich kein Beweis. Eine Reaktionszeit ist auch kein Beweis. Ich weiss, dass einer, der das auswendig gelernt hat und ein Schnelldenker ist, das genauso mit Bravour abliefert. Es können doch nur die Synapsen sichtbar gemacht werden, mehr geht derzeit technisch noch gar nicht. Was jemand WIRKLICH denkt und vor allem, auf welcher Grundlage dieses Denkschema stattfindet, das weiss bisher noch kein Mensch.
Nun hat die Wahrnehmungspsychologie halt beschlossen, das als Beweis dennoch gelten zu lassen, kostet ja auch nix. Ob du nun Farben mit Zahlen verknüpfst, ist nämlich nicht relevant für die Wissenschaft. ;)
Wenn jemand aber eine Aura sehen könnte, dann hätte er u.U. sogar einen Vorteil, und so ein Vorteil könnte sehr schnell als unrechtmässig angesehen werden. Ohje, also schnell mal beweisen oder abschmettern. Da es sich bisher nicht beweisen lässt, abschmettern.
Weisst, mir kommt das so vor, als hätten die Leute dann tatsächlich ein mulmiges Gefühl bei der Sache, weil sie nicht wissen, was so eine Aura dann über einen preis gibt. Verständlich, aber unklug, es abzuschmettern. Unklug, Bedingungen erschaffen zu wollen, die einem Beweis nahe kommen, der sich dann so aber nie zeigt. Auf diese Art tappen sie noch 100 Jahre völlig im Dunkeln.
Ich würde das "denen" so leicht als irgend möglich machen, vllt. noch in rosa Watte einhüllen, mit Geld locken, alles Mögliche...nur um dahinter zu kommen, ob sie vllt. wirklich einen Vorteil HABEN. Aber ICH bin ja kein Wissenschaftler (geworden).
 
Heißt Deine Freundin zufällig Amy Ferrer Fowler?
Dann nenne ich Dich zukünftig Sheldon.:D

Du kannst mich gerne Sheldon nennen, wenn es Dir Spaß macht.

Nochmal: Deine Kritik ist durchaus berechtig, eine Forderung nach Belegen jedoch nicht.

Meine Kritik fußt darauf, dass die Beleglage zu diversen Behauptungen ziemlich mager ist, bzw. so meist die Mehrheit der guten Tests (die ich kenne) negativ ausgehen.
 
Was völlig in Ordnung wäre/ist.:)

Und wenn Du nun an mich herantrittst und äußerst, Du könnest Auren sehen, dann steht es mir frei, diese Aussage für mich persönlich zu beurteilen. Ich denke, da stimmst Du auch noch zu...

Doch nun geschieht etwas anderes: Du und ich, wir beide, entschließen uns, eine Diskussion zu führen bezüglich der Frage, ob Auren ein reales Element der Welt darstellen oder nicht. Hier reicht natürlich eine bloße Behauptung/Aussage nicht mehr aus, um zu einem Ergebnis zu kommen. Du hast für Dich die Überzeugung, dass Du Auren sehen kannst, aber mir als Diskussionspartner nützt das gar nichts, weil ich diese Aussage nicht auf ihre Validität überprüfen kann, sprich: Ich kann Sinnestäuschungen und Wahrnehmungsstörungen oder Unwahrheit nicht ausschließen.
 
Das hängt vom Kontext ab... Wenn man sich in einem Diskurs befindet, in dem Ansichten und Positionen diskutiert werden, dann ist es schon typisch, nach Belegen zu fragen und diese auch kritisch zu betrachten. Wie sollte man sonst über einen Sachverhalt debattieren?

Skeptiker: "Gibt es für Behauptung xyz Belege?"

Antort: "Nein."

Skeptiker: "OK"

Das reicht doch aus.

Ansonsten benötigt man zwingend die vollständige Offenlegung von Studien, damit alle Diskussionsteilnehmer sich auch selbst informieren und auch nachprüfen können, worum es genau geht. :)

LG
Any
 
Das kommt darauf an, wie weit man gehen möchte. Wäre ich Parapsychologin bzw. Parawissenschaftlerin, könnte das schon von Interesse für mich sein, insbesondere, wenn die betroffene Person sich mit der Geschichte an die Öffentlichkeit wendet.

Nehmen wir an, wir haben eine Lüge oder einen Betrug seitens der Person ausgeschlossen. Sie hatte also in der Tat die geschilderte Wahrnehmung. Dann stellt sich die Frage, wie wir nun herausfinden können, ob die subjektive Wahrnehmung der Person tatsächlich der Realität entsprach. Denn neben den Wahrnehmungen Einzelner interessiert mich oft auch die reale Umwelt.

PS: In der Diskussion geht es mir nicht um einen persönlichen Erfahrungs- oder Meinungsaustausch, sondern es werden "objektive" Sachverhalte diskutiert. Hier die Frage: Existieren Zombies in der Realität (und nicht nur in der möglicherweise verzerrten Wahrnehmung eines Einzelnen)?

Warum müssen wir das heraus finden?
Betrifft es denn nicht ausschließlich die Person, & ihr erleben?
 
Als vor 10 Jahren eine gute Freundin von mir starb, mit der ich vorher oft ins Kino und auf Konzerte ging, ist mir in der Zeit danach (so die ersten 2-3 Jahre) aufgefallen, dass im Kino und auf Konzerten ein Platz neben mir ziemlich oft frei blieb - und in Kinos gibt es beispielsweise Platzkarten, die Kartenverkäufer sind eigentlich bemüht keine Lücken zu lassen, sondern füllen die Reihen von der Mitte her auf, und ich habe nie mehr Karten als benötigt gekauft. Dass besagte Freundin da ihre "Finger im Spiel" hatte, ist ein tröstlicher Gedanke. Ebenso denkbar sind da aber auch andere Erklärungen - eben auch, dass es mir aufgrund selektiver Wahrnehmung in der Zeit besonders aufgefallen ist.

Ja, das sehe ich auch so.
Unser inneres selektioniert, was für uns wichtig ist und drückt es aus. Ich kann mir auch vorstellen, dass uns diese form der selektiven wahrnehmung einerseits trösten, aber uns auch bei der verarbeitung helfen will, indem sie uns eine zeitlang immer wieder konfrontiert oder einem leben auch eine andere richtung geben kann. Hier meine ich nicht, dass uns etwas fremdes steuern könnte, sondern dass wir ein-sicht erhalten, die uns nicht mal automatisch bewusst sein muss.

Zeitnah zum Tod besagter Freundin ist auch mein Vater gestorben. Etwa ein halbes Jahr nach dem Tod dieser beiden mir lieben Menschen habe ich mehrfach von ihnen geträumt. Schöne Träume, wo sie sich von mir verabschiedet haben und versprochen haben, dass wir uns wiedersehen. Schöne und tröstliche Träume. Aber eben wahrscheinlich nur Träume (kaum jemand wäre froher als ich, sollte ich mich da irren).

:umarmen:Wer weiss das schon so genau.
Ich hatte in einem sehr gefährlichen moment eine unbekannte stimme im ohr, die mich zu einem bestimmten tun aufforderte, auf das ich selbst nie gekommen wäre. Du kannst argumentieren, das wäre mein durchschlagender selbsterhaltungswille gewesen, der sich aus aktuellem anlass lautstark gemeldet hat, ich könnte sagen, es wäre Gott, ein engel oder sonstwas gewesen. Letztlich macht es doch keinen unterschied.
 
(...) Ich würde das "denen" so leicht als irgend möglich machen, vllt. noch in rosa Watte einhüllen, mit Geld locken, alles Mögliche...nur um dahinter zu kommen, ob sie vllt. wirklich einen Vorteil HABEN. Aber ICH bin ja kein Wissenschaftler (geworden).

Es gibt diverse Angebote von Leuten, die Geld für den wissenschaftlich sauberen Beleg paranormaler Behauptungen bieten.
 
Ja, das sehe ich auch so.
Unser inneres selektioniert, was für uns wichtig ist und drückt es aus. Ich kann mir auch vorstellen, dass uns diese form der selektiven wahrnehmung einerseits trösten, aber uns auch bei der verarbeitung helfen will, indem sie uns eine zeitlang immer wieder konfrontiert oder einem leben auch eine andere richtung geben kann.



:umarmen:Wer weiss das schon so genau.
Ich hatte in einem sehr gefährlichen moment eine unbekannte stimme im ohr, die mich zu einem bestimmten tun aufforderte, auf das ich selbst nie gekommen wäre. Du kannst argumentieren, das wäre mein durchschlagender selbsterhaltungswille gewesen, der sich aus aktuellem anlass lautstark gemeldet hat, ich könnte sagen, es wäre Gott, ein engel oder sonstwas gewesen. Letztlich macht es doch keinen unterschied.

Im Ergebnis nicht, in der Schlussfolgerung schon.
 
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Skeptiker: "Gibt es für Behauptung xyz Belege?"

Antort: "Nein."

Skeptiker: "OK"

Das reicht doch aus.

Ansonsten benötigt man zwingend die vollständige Offenlegung von Studien, damit alle Diskussionsteilnehmer sich auch selbst informieren und auch nachprüfen können, worum es genau geht. :)

LG
Any

Nehmen wir mein Beispiel:

Behauptender: "Grüner Tee beugt Morbus Alzheimer vor!"

Skeptiker: "Interessant. Gibt es dafür Indizien/Belege?"

Behauptender: "Ja, In-vitro-Studien und Tierversuche."

Skeptiker: "Die sind ja nicht direkt auf den menschlichen Organismus übertragbar. Gibt es Belege, die ein Präventionspotenzial des Grüntees beim Menschen aufzeigen?"

Behauptender: "Nein."

Skeptiker: "Dann muss es als nicht erwiesen betrachtet werden, dass grüner Tee präservativ bei Alzheimer in menschlichen Körpern wirkt."

Was ist daran nun falsch?

PS: Manche würden nun vielleicht auf die persönliche Ebene wechseln und mit Einzelerfahrungen entgegenen: "Ja, es ist bewiesen, denn meine Oma ist nun 230 Jahre alt, trank ihr Leben lang Grüntee und bekam die die Alzheimer-Krankheit."

Der Skeptiker würde zu Recht entgegnen, dass das kein akzeptabler Beleg ist aus vielerlei Gründen.
 
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