Wahrnehmung und Stimmigkeit

Du meinst die a-priori-Wahrscheinlichkeit. Die A-posteriori-Wahrscheinlichkeit sollte bei negativem Ausgang dann entsprechende Schubser in die negative Richtung kriegen.
Das kann man auch so sehen... je nach Perspektive ;)
Als A-Priori-Wahrscheinlichkeit würde ich die Grundannahmen über die Wahrscheinlichkeit dieser Korrelation bezeichnen, bevor man Erfahrungen in unserem Universum berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit der Korrelation ist nach einer Vision, in der man diese Korrelation "erkannte", so betrachtet also a posteriori. Sie ist grösser als vor der Vision. Wenn man danach dann noch eine wissenschaftlche Studie macht, um die Korrelation zu prüfen, gibt es eine weitere A-Posteriori-Wahrscheinlichkeit. Diese gibt einen Schubser in die negative Richtung (da zumindest schon die Möglichkeit ausgeschlossen wurde, dass eine Korrelation existiert, ohne dass eine paranormale Kraft in die Überprüfung einwirkte)
 
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@Joey: was fasziniert oder beschäftigt Dich so stark an diesen Themen, die Du ja eigentlich als unglaubwürdig betrachtest?
Das würde mich wirklich interessieren. Irgendetwas muss es ja sein, sonst würdest Du kurz die Stirn runzeln oder den Kopf schütteln und Dich wieder anderen Themen widmen (die Dich mehr interessieren) - denk ich zumindest, dass sich Menschen am liebsten mit dem beschäftigen, was sie interessiert.

Ich finde es erschreckend, was für Behauptungen im großen Rührpott mit dem namen "Esoterik" so auftreten. Die meisten sind natrülcih tolerierbar - sie sind aber nicht besser begründet als die Behauptungen, die nur schwer oder schlicht gar nicht zu tolerieren sind. Und oft wird diesen Behauptungen auch - z.B. mit Verweis, wie "die Wissenschaft" sie angeblich stützden würde - künstlich und fälschlicherweise mehr Gewicht verliehen, als sie eigentlich verdienen.

Z.B. auch in Aktionen wie hier beschrieben: http://scienceblogs.de/astrodicticu...ien-alles-ist-moeglich-am-tag-der-astrologie/ - wenn Astrologie sich mit Wissenschaft schmückt, dann soll sie auch wissenschaftlichen Standards genügen. Und das tut sie (zumindest bisher) in keinster Weise.

Bei den "alternativen heilmethoden" wird ja gerne gesagt, die Patienten sind selbstverantwortlich, und man könne sich ja informieren. Dazu müssen aber eben auch die Informationen, die deutlich gegen die "alternative heilmethode" sprechen, bzw. die zeigen, wie schlecht belegt ihre Wirkung ist, deutlich sichtbar sein.

Und was hat Dich vorgelockt? Es gibt doch eh keine Belege. Mein Eindruck ist eher, dass Zweifler von alleine kommen um zu zweifeln. Wenn es nichts zu zweifeln gibt, verhalten sie sich eher ruhig und suchen sich ein anderes Feld, in dem sie zweifeln können. ;)

Mich hat ursprünglich der Wunsch hervorgelockt, es könnte sowas wie ein guten Beleg für ein Weiterleben nach dem Tod geben. Das war damals in Trauer ein ziemlich tröstlicher Gedanke.

Ebenso "hervorgelockt" hat mich das stark esoterisch/christlich gefärbte Umfeld, in dem ich aufgewachsen bin.
 
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Das kann man auch so sehen... je nach Perspektive ;)
Als A-Priori-Wahrscheinlichkeit würde ich die Grundannahmen über die Wahrscheinlichkeit dieser Korrelation bezeichnen, bevor man Erfahrungen in unserem Universum berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit der Korrelation ist nach einer Vision, in der man diese Korrelation "erkannte", so betrachtet also a posteriori. Sie ist grösser als vor der Vision. Wenn man danach dann noch eine wissenschaftlche Studie macht, um die Korrelation zu prüfen, gibt es eine weitere A-Posteriori-Wahrscheinlichkeit. Diese gibt einen Schubser in die negative Richtung (da zumindest schon die Möglichkeit ausgeschlossen wurde, dass eine Korrelation existiert, ohne dass eine paranormale Kraft in die Überprüfung einwirkte)

Ok, verstehe.

Andersrum würde natürlich auch eine positive Studie, bei der keine allzu eklatanten mathodischen Mängel festgestellt werden konnten, die A-posteriori-Wahrscheinlichkeit weiter anheben. Nur... ich kenne keine einzige solche Studie.
 
Es wird durch Deine Handlungen hier klar und offensichtlich, dass Du krampfhaft die Astrologie wahr halten willst.

Und wenn es so wäre, Joey?
Ich will deinen thread jetzt nicht ins philosophische führen, obwohl das ja irgendwie ein steckenpferd von mir ist, aber: Was ist denn wahr? Was du wissenschftlich belegen und überprüfen kannst? Oder einfach die wirklichkeit, die wirkt? Hier stellt sich die frage: Wirkt wirklichkeit auf alle gleichermassen oder gibt es eine subjektive wirklichkeit, wo wahrheit eben nicht nur objektiv gelten muss? Ist wahrheit messbar, bzw. muss sie jederzeit messbar sein. Ist das nicht wieder die frage nach dem weltbild und wahrheit im umfassendsten fall einfach weltbild-bezogen? Schon von kultur zu kultur erfährt wahrheit aber unterschiede.

Irgendwo sprachst du es an, meine/deine wahrheit, etc. Darum gehts eigentlich nicht, weil wahrheit ja nicht ein gut ist, das mir oder dir gehört oder was man für sich beanspruchen wollte, es ist eher eine form der wahrnehmung, die dann ethisch oder moralisch gefärbt ist. Wahr kann doch einfach sein, was bei mir wirkt, was ich erfahre oder erlebe.

Ich habe dazu allerdings sehr viel mehr fragen als antworten.
 
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Hallo Joey,

Andersrum würde natürlich auch eine positive Studie, bei der keine allzu eklatanten mathodischen Mängel festgestellt werden konnten, die A-posteriori-Wahrscheinlichkeit weiter anheben. Nur... ich kenne keine einzige solche Studie.
Ja genau.

Paranormale Aktivitäten zu 100% sicher zu verifizieren ist auch nicht unbedingt möglich. In manchen Fällen könnten ja paranormale Kräfte den Ausgang der Studie beeinflussen, sodass völliger Stuss signifikant wird.
 
Also andere paranormale Kräfte, als behauptet werden, könnten in die Studie hineinfunken und die behaupteten paranormalen Kräfte, die Stuss sind, signifikant werden lassen.
 
Und wenn es so wäre, Joey?

Nichts.

Die Intention hat NICHTS damit zu tun, ob man Recht hat oder nicht. Man kann auich "krampfhaft" die Wahrheit "verteidigen".

Ich finde es nur unfair, dass in diesem Thread meine Intention durchleuchtet wird, aber z.B. Anevays so gar nicht. Warum nicht? Wenn man Intentionen durchleuchten will, dann bitte auch alle. Und der Vorwurf z.B. "das Weltbild verteidigen" zu wollen, ist problemlos auf Vertreter aller Seiten hier anwendbar.

Ich will deinen thread jetzt nicht ins philosophische führen, obwohl das ja irgendwie ein steckenpferd von mir ist, aber: Was ist denn wahr? Was du wissenschftlich belegen und überprüfen kannst? Oder einfach die wirklichkeit, die wirkt? Hier stellt sich die frage: Wirkt wirklichkeit auf alle gleichermassen oder gibt es eine subjektive wirklichkeit, wo wahrheit eben nicht nur objektiv gelten muss? Ist wahrheit messbar, bzw. muss sie jederzeit messbar sein. Ist das nicht wieder die frage nach dem weltbild und wahrheit im umfassendsten fall einfach weltbild-bezogen? Schon von kultur zu kultur erfährt wahrheit aber unterschiede.

Alles gute Fragen, auf die ich keine absolut befriedigenden Antworten habe in der Form, dass sie nachvollziehbar formuliert wären.

Wahr ist eine Aussage für mich dann, wenn sie einen Realitätscheck wiederholt besteht oder bestehen würde. Wie dieser Check genau aussieht, hängt dann ganz von der Aussage ab. D.h. Wahrheit ist nicht immer "messbar", aber immer überprüfbar.

Es gibt natürlich dabei auch Aussagen, denen dann kein Wahrheitswert zugeordnet werden kann.

Irgendwo sprachst du es an, meine/deine wahrheit, etc. Darum gehts eigentlich nicht, weil wahrheit ja nicht ein gut ist, das mir oder dir gehört oder was man für sich beanspruchen wollte, es ist eher eine form der wahrnehmung, die dann ethisch oder moralisch gefärbt ist. Wahr kann doch einfach sein, was bei mir wirkt, was ich erfahre oder erlebe.

Ich habe dazu allerdings sehr viel mehr fragen als antworten.

Die Aussage "Ich mag kein Bier" ist als persönliche Aussage wahr.
Die allgemeingültige Aussage "Bier schmeckt nicht." würde von einem großteil der deustchen Männer widersprochen werden.

Die Aussage: "Ich sehe Stimmigkeiten im Horoskop von Person XY" mag zutreffen.
Die allgemeingültige Aussage: "Mit Hilfe der Astrologie (irgendeiner Schule daraus) kann man die Charaktereigenschaften von Menschen ablesen" - d.h. eine Behauptung über Zusammenhänge in diesem Fall - ist zweifelhaft und könnte, falls sie wahr wäre, gut belegt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Joey,


Ja genau.

Paranormale Aktivitäten zu 100% sicher zu verifizieren ist auch nicht unbedingt möglich. In manchen Fällen könnten ja paranormale Kräfte den Ausgang der Studie beeinflussen, sodass völliger Stuss signifikant wird.

Also andere paranormale Kräfte, als behauptet werden, könnten in die Studie hineinfunken und die behaupteten paranormalen Kräfte, die Stuss sind, signifikant werden lassen.

Und damit werden dann solche Behauptungen - nach Popper - gänzlich uninteressant.
 
Wohl schon. Der Hauptgrund, warum eine Verifizierung einer paranormalen Kraft nicht unbedingt möglich ist, liegt auch darin, dass ein signifikantes Ergebnis immer auch durch eine bislang noch unbekannte, physikalische Kraft, die nicht übersinnlich ist, erklärt werden kann.

Es lässt sich also festhalten, dass sich eine paranormale Kraft nicht falsizifieren lässt, da ein positives Ergebnis einer Studie durch paranormale Kräfte verhindert werden könnte.
Und verifizieren lässt sich eine paranormale Kraft nicht, da auch bislang unbekannte physikalische Kräfte ein positives Result einer Studie erklären könnten.

Beim genaueren Nachdenken finde ich jetzt aber, dass der Versuch, paranormale Aktivitäten nachzuweisen, für die Wissenschaft dennoch interessant sein könnte... denn ein positives Resultat lässt ja darauf schliessen, dass entweder eine paranormale Kraft oder ein noch nicht entdecktes Naturgesetz vorhanden ist. Letzteres wäre interessant, weiter zu erforschen.
 
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Wohl schon. Der Hauptgrund, warum eine Verifizierung einer paranormalen Kraft nicht unbedingt möglich ist, liegt auch darin, dass ein signifikantes Ergebnis immer auch durch eine bislang noch unbekannte, physikalische Kraft, die nicht übersinnlich ist, erklärt werden kann.

Ob amn es nun "paranormale Kraft" nennt oder "unbekannte physikalische Kraft" macht keinen Unterschied. Eine paranormale Kraft wäre ja - sofern belegt - nicht mehr unbedingt "paranormal" zu nennen. Und positive Ergebnisse wären immer interessant - entwerder, weil eine "paranormale" behauptung bestätigt wurde, oder, um eben die Ursache zu fiden, die nicht viel mit der paranormalen Behauptung zu tun hat.

Es lässt sich also festhalten, dass sich eine paranormale Kraft nicht falsizifieren lässt, da ein positives Ergebnis einer Studie durch paranormale Kräfte verhindert werden könnte.
Und verifizieren lässt sich eine paranormale Kraft nicht, da auch bislang unbekannte physikalische Kräfte ein positives Result einer Studie erklären könnten.

Jain. Wenn man die Grundannahmen so stark aufweicht, hast Du Recht. Nur, warum sollte man das tun? Um eben alle logisch denkbaren Möglichkeiten mit einzubeziehen? So erschwert man sinnvolle Forschung oder verhindert sie gar. Die Behauptungen werden ja durchaus in dem Rahmen von Grundannahmen aufgestellt, die eine Überprüfung erlauben, bzw. sinnvoll machen.
 
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