Wahrnehmung und Stimmigkeit

Immernoch: Wenn z.B. "Planet X in Haus Y zeigen (Tendenzen zu) Charaktereigenschaft Z" aufzeigen würde, würde sich das in einer entsprechenden Korrelation zeigen. Ist diese Korrelation nicht da, ist die Aussagen wahrscheinlich falsch. Und, wenn da zuviele andere astrologische Einflüsse eine Rolle spielen, so dass nur ein ganzes Horoskop Stimmigkeit erlangt, so wäre auch was wissenschaftlich belegbar. Solche Tests hat es gegeben - z.B. von Edgar Wunder - und sie fielen negativ aus.

Ach, das hat Jahrzehnte gebraucht, bis AD(H)S ohne Hyperaktivität von der Wissenschaft überhaupt gefunden werden konnte. Hypoaktivität ist halt sehr schwammig und unsichtbar von Außen, also nur durch Befragung ermittelbar. ^^

Handlungen sind also nicht zwingend erforderlich. Auch nicht in der Astrologie, es geht ja um anlagen, wie sein Mensch sich in seiner inneren Welt fühlt, sein emotionales Befinden. Auch da der Bezug zur AD(H)S, wo Wissenschaftler viele Jahrzehnte glaubten, dieses Syndrom wächst sich im Alter aus. Die kamen darauf, weil sich die Symptome nicht mehr in messbaren Handlungen ausdrückten.

Wer also nicht zappelig war hatte kein AD(H)S mehr. (Erwachsene lernen Symptome zu kompensieren, sie verlagern sich von Außen nach Innen - ups.)

Die Realität holte die Wissenschaftler aber zum Glück irgendwann ein nd sie rafften, dass die Symptome gar nicht mess-sicht-bar da sein mussten, sondern Menschen fähig waren, die Symptomatik in ihre Innere Welt zu stecken und nach Außen hin zu verstecken.

Das ist btw. auch ein ganz aktueller Irrtum der Wissenschaft.

Korrelation und Quantifizierung sind halt nicht alles.

Ein weiteres Beispiel wäre da Thema von Lamia zum Roten Fleisch. Wo Korrelationen über Quantität plötzlich die Interpretation der entsprechenden Studien heraus warfen, dass rotes Fleisch Krebs verursacht und darum furchtbar gefährlich sei. Man hat die Menschen aber nicht rundherum angesehen, sondern wegen der zwingenden Vereinfachung, die solche Studien erfordern, einfach nur gezählt: wieviel wovon essen die Menschen. Sonst nix. Entsprechend finden auch hier starke Korrekturen statt, da solche Studien nur eine sehr schwache Aussagekraft haben, wenn überhaupt. Entsprechend sagt man den Leuten: Wir fanden diese schwammige und letzendlich unpräzise Korrelation, esst mal vorsichtshalber nicht zu viel rotes Fleisch.

Genauso schauen die Studien zur Astrologie übrigens auch aus, man will nur einzelne Aspekte aus dem gesamten Zusammenhang gerissen quantifizieren und über eine dann gefundene Korrelation sagen können: gibbet - gibbet nicht.

Zwei aktuelle Fälle und Irrtümer der Wissenschaft belegen also, dass Quantifizierung und die Begutachtung von Einzelaspekten bereits der Fehler im System sein können, sodass diese Studien nur das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Und sie augrund dessen vielleicht keine methodischen Mängel, aber dafür auch keine Ausagekraft haben.

LG
Any
 
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Heil sein ist ganz sein. Schon indem man anerkennt, dass diese materielle Ebene nicht die einzige ist, ist man dem ganz-Sein ein Stück näher.
Jede Situation, die einem Menschen die Ganzheit nahebringt, ist eine heilende Situation.
In der jüdischen Tradition werden z.B. Krankheiten nicht benannt. Wenn jemand fragt, wie geht es dir?, dann sagt man höchstens: ich fühle mich nicht gut.
"Ich fühle mich nicht gut" drückt bereits aus, dass da eine Verbindung gestört ist, und dass die Krankheit der körperliche Ausdruck dessen ist.
Der Fokus wird nicht auf das Äußere gelegt.

Ein Rabbi im ursprünglichen Sinn war z.B. auch kein Priester, sondern jemand, zu dem Menschen Vertrauen hatten, zu ihm kamen, und dabei wurde gar nicht über Probleme oder Krankheiten gesprochen. Es war das Ganz-Sein, das heil machte. Niemand sagte, der Rabbi machte oder sagte dies und jenes, und so heilte er mich.

:thumbup:

Menschen, die hauptsächlich über IHRE Krankheiten reden, halten IHRE Krankheiten so am leben.
 
Handlungen sind also nicht zwingend erforderlich. Auch nicht in der Astrologie, es geht ja um anlagen, wie sein Mensch sich in seiner inneren Welt fühlt, sein emotionales Befinden.

Und das äußert sich dann auch vermehrt in der äußeren Welt. Menschen mit Ehrgeiz werden wahrscheinlicher Chef als Menschen ohne Ehrgeiz (und ähnliches). Also wieder Korrelation, wenn es (die Prognose aus dem Horoskop) wahr wäre.

Korrelation heißt nicht Kausalität. Aber die Behauptungen, wioe sie in der Astrologie - egal welcher Schule - aufgestellt werden, würden nunmal zu deutlichen Korrelationen führen, wenn sie stimmen würden.
 
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Korrelation heißt nicht Kausalität. Aber die Behauptungen, wioe sie in der Astrologie - egal welcher Schule - aufgestellt werden, würden nunmal zu deutlichen Korrelationen führen, wenn sie stimmen würden.

Das weiß ich, darum habe ich ja Beispiele aufgeführt, wie sinnfrei es ist, vorhandene oder nicht vorhandene Korrelationen alleine so zu deuten, als gäbe es etwas nicht oder sei ungesund.

Aber darum sind halt die Astrostudien ohne Aussagekraft. Anlagen sind nicht messbar, also stürzte man sich nur auf eben die Quantität und Korrelation in der falschen Annahme, wenn es sich nicht quantifizieren lässt, gibt es das nicht.

Die Grundannahme ist jedoch bereits vollkommen falsch.

So wie sich Symptome bei AD(H)S mit zunehmenden Alter nicht mehr zeigen, zeigen sich beim erwachsenen Menschen auch Anlagen nicht, weil die Menschen sich anpassen und lernen sie zu verbergen.

Und so, wie man bei der Studie zum Roten Fleisch nur auf die Zahlen sah, wieviel wovon gegessen wurde, so schaut man bei den Astrologiestudien auch immer nur auf einzelen Aspekte.

Das sind Spielereien, mehr nicht. Damit kommt niemand der Wahrheit auch nur im Ansatz näher, da die innere Welt, die nicht auf diese Weise messbar ist, dort nicht mit einfließt.

Und psychologische Astrologie (um die ging es hier explizit ;)) hat auch mit Beratung zu tun (so ähnlich wie psychologische Beratungen) und da sich einzelne Aspekte sehr unterschiedlich zeigen können und ein Teil nur aus Befragungen entnommen werden kann, was aber wiederum kein Mensch in den bisherigen Studien auch nur anähernd berücksichtigt, sind diese Studien für die Tonne.

Lg
Any
 
Aber darum sind halt die Astrostudien ohne Aussagekraft. Anlagen sind nicht messbar, also stürzte man sich nur auf eben die Quantität und Korrelation in der falschen Annahme, wenn es sich nicht quantifizieren lässt, gibt es das nicht.

Die Grundannahme ist jedoch bereits vollkommen falsch.

Quatsch. Auch Anlagen sind messbar. Ein Menasch mit Anlagen zu Ehrgeiz wird wahrscheinlöicher Chef werden als ohne diese Anlagen.

Und psychologische Astrologie (um die ging es hier explizit ;)) hat auch mit Beratung zu tun (so ähnlich wie psychologische Beratungen) und da sich einzelne Aspekte sehr unterschiedlich zeigen können und ein Teil nur aus Befragungen entnommen werden kann, was aber wiederum kein Mensch in den bisherigen Studien auch nur anähernd berücksichtigt, sind diese Studien für die Tonne.

Und durch diese Befragungen züchtet man sich noch weiter künstlich Stimmigkeit.

Astrologe: "Sie haben Planet X in Haus Y... also haben sie Tendenzen zu Charakter Z"
Klient schaut skeptisch
Astrologe: "Ah, und ich sehe, sie haben Planet A in Haus B. Das relativiert das ganze wieder."
Klient ist befriedigt.

Cold und hot reading in der Reinstform.
 
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Auch die Psychologie ist letztendlich logos, ein Teil der erscheinenden Welt.
Der Tierkreis mit den Zeichen ist aber ursprünglich spirituell. Je mehr diese Inhalte in Konzepten fixiert werden, desto weiter entfernen sie sich vom Ursprung.
 
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