Wahrnehmung und Stimmigkeit

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass es inzwischen - was die Graphologie angeht - bereits geschützte titel gibt, die im zusammenhang mit psychologie stehen (psychologie gebiet schriftbildpsychologie, o.s.ä.). Hast du denn schon nachgeforscht, ob nicht tatsächlich belege vorliegen? Da mich all diese teilbereiche, wie handlesen, kartenlegen, graphologie, astrologie nur im zusammenhang mit mir selbst (oder meinem unmittelbaren umfeld) interessieren, bzw. interessierten, kann ich dazu nichts sagen.

Über Graphologie habe ich nicht tiefer nachgeforscht. Ich weiß aber, dass sie umstritten ist. Ebenso sehe ich z.B. an mir selbst, dass sich meine Handschrift in den letzten Jahren immer wieder gewandelt hat... mein Charakter ist aber weitgehend gleich geblieben... vermute ich zumindest (und mir hat niemand gesagt, ich hätte mich drastisch verändert).

Graphologische gutachten sind umstritten, ohne zweifel, sie werden aber verfasst, sind nicht verboten und werden von einem grossen teil anerkannt. Vielleicht wurden analysen und tests im grossen stil einfach noch nicht durchgeführt, weil ihre wichtigkeit als alleiniges kriterium nicht derart im vordegrund steht, dass sich das lohnen würde.
Nur weil diese untersuchungen nicht geführt wurden, heisst es nicht, dass die gutachten nichts aussagen.

Bei Wikipedia steht zumindest:

http://de.wikipedia.org/wiki/Graphologie

So konnten Graphologen bei Doppelblindstudien keine signifikant besseren Vorhersagen erzielen, als dies der Kontrollgruppe durch zufälliges Erraten gelang

Mit entsprechenden Quellenangaben. Ich bin diesen Links jetzt noch nicht weiter gefolgt...

Ich denke diese verfahren haben viel mit menschenkenntnis, empathie, etc. zu tun und man gerät dann unter druck, wenn man etwas wissenschaftlich beweisen soll. Im grunde ist man dann gezwungen, etwas zu 'verwissenschaftlichen', was nicht wissenschaftlich ist.

Doch, es lässt sich ja "verwissenschaftlichen". Und nicht jeder verliert gleicch seine Urteilskraft und ähnliches, nur, weil es eine Testsituation ist.
 
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Ich gehöre nicht zu jenen Menschen, die einfach so alles glauben, nur weil einer es mit Nachdruck sagt, Joey. Es gehört also viel dazu, um mich zu überzeugen und ich wurde überzeugt.
Du bist ein Teil von einem lebendigen Ganzen, wie eine lebendige Zelle ein Teil von dir ist aber nicht weiss, dass es dich als was Lebendiges darüber gibt. So reagierst du auch, wie diese Zellen, die nicht wissen, dass sie im Wesen ein Teil von einem großen Ganzen sind, das selber das Leben selbst ist.
Einige nennen das Gott und ich nenne es das Leben selbst. Und es ist schön, ein Teil davon zu sein, statt besserwisserisch sich selbst über allem zu sehen, was nicht den Tatsachen entspricht.
Eine einzige Zelle meint in dir, es besser zu wissen, als der gesamte Joey selbst, wie du meinst etwas besser zu wissen, als das Leben selbst.
Das Leben selbst ist mehr als das, was du mit ein paar geringen Wahrnehmungsorganen erfassen kannst, die selbst nichts darüber wissen, was dein eigener Körper täglich so treibt. Willst du dich auf Etwas verlassen, was nicht einmal um sich selbst weiss?
Denkst du wirklich, dass deine Messgeräte, die du nach dem Muster deiner Wahrnehmungsorgane gebastelt hast, mehr erfassen können, als ihr Erzeuger?
Falsch gedacht. ;)
Weder das Denken, noch das, was du nach dessen Muster erschaffst, können dir Auskunft darüber geben, was deine linke Po-Backe täglich so treibt, geschweige denn über das Ganze Selbst.
 
Mit möglichen Beschwerden in deiner linken Po-Backe gehst du auch zum Arzt, weil du bemerkst, das du eben nicht bemerkst, was darin so alles abgeht.
Nun willst du aber mehr wissen, als darüber, was deine linke Po-Backe so alles treibt.
Merkst du das Paradoxe daran?
Ein Fünkchen will mehr wissen, als das gesamte Selbst, obwohl es nicht einmal weiss, was seine eigene linke Po-Backe täglich so treibt.
Und irgendwann.... ist selbst die linke Po-Backe weg. Was dann?
 
Ist in dieser Welt noch die Behauptung "Krebs-geborene haben Tendenzen/Anlagen dazu Frühaufsteher zu sein" gerechtfertigt, wo sich doch keinerlei Korrelation zwischen Sternzeichen und bevorzugtem Aufstehzeitpunkt feststellen lässt?

Wäre es gerechtfertigt, diese Behauptung in den Auswahlprozess für Bewerber auf eine Stelle, wo früh aufstehen erwünscht ist, einzubeziehen?

Ich empfehle Gleitzeit. Dann kann jeder seinen Neigungen entsprechend aufstehen. ;)
 
Es funktioniert bisher ziemlich gut. Und ich meine nicht nur das materialistische weltbild, sondern jedes Weltmodel, bei dem man überhaupt von sowas wie "Naturgesetzen einer Welt da draußen" reden kann.

Es gibt auch eine innere Welt. Die sich der äußeren Betrachtung schlicht und ergreifend entzieht.

LG
Any
 
Du glaubst, wenn etwas existiert, dann kannst du es auch nachweisen. Das ist der Ausgangspunkt deiner Art und Weise, dein Weltbild zu erschaffen. Ein Weltbild das auf Objekte fixiert ist, ein Weltbild das nur aus der Außenwelt besteht.

Tatsache ist, dass du etwas erst glaubst, wenn du es positiv testest – d.h. etwas wird für dich erst dann existent, wenn du es nachgewiesen hast. Somit erschaffst du mit deinen Tests die Existenz – obwohl du dir einbildest, die Existenz nur nachzuweisen.

LGInti

Das ist eben die exoterische Weltsicht. :D
 
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Es gibt auch eine innere Welt. Die sich der äußeren Betrachtung schlicht und ergreifend entzieht.

Ändert nichts dran, dass die Behauptungen, die im Rahmen der Esoterik aufgestellt werden, die äußere Welt betreffen und damit auch gut überprüfbar sind, und es vor positiven Belegen nur so hageln müsste, wenn sie wahr wären.
 
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