Wahrnehmung und Stimmigkeit

Der Punkt ist ja, wenn solche Konstellationen zwischen Schriftbild oder Planetenstellungen und Charakter wirklich da wären - also in dem Beispiel der Bogen im G vermehrt eine gewisse Charaktereigenschaft aufzeigen würde - wäre der wissenschaftlich saubere Beleg dieser Behauptung kein Problem.

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass es inzwischen - was die Graphologie angeht - bereits geschützte titel gibt, die im zusammenhang mit psychologie stehen (psychologie gebiet schriftbildpsychologie, o.s.ä.). Hast du denn schon nachgeforscht, ob nicht tatsächlich belege vorliegen? Da mich all diese teilbereiche, wie handlesen, kartenlegen, graphologie, astrologie nur im zusammenhang mit mir selbst (oder meinem unmittelbaren umfeld) interessieren, bzw. interessierten, kann ich dazu nichts sagen.
Graphologische gutachten sind umstritten, ohne zweifel, sie werden aber verfasst, sind nicht verboten und werden von einem grossen teil anerkannt. Vielleicht wurden analysen und tests im grossen stil einfach noch nicht durchgeführt, weil ihre wichtigkeit als alleiniges kriterium nicht derart im vordegrund steht, dass sich das lohnen würde.
Nur weil diese untersuchungen nicht geführt wurden, heisst es nicht, dass die gutachten nichts aussagen.

Die Anhänger schreiben ja imme4r, wie toll sie sich alleine schon durch die Sternzeichen-Deutungen beschrieben finden, wieviel sie es auch in ihrem Umfeld schon erlebt haben, dass es passt etc. Wenn man dann allerdings auch nur einen simplen Test verschlägt, ist die Horoskop-Deutung plötzlich Mega-Kompliziert, und diverse Dinge sollen dann die behaupteten Korrelationen glattbügeln. Ja, was denn nun?

Ich denke diese verfahren haben viel mit menschenkenntnis, empathie, etc. zu tun und man gerät dann unter druck, wenn man etwas wissenschaftlich beweisen soll. Im grunde ist man dann gezwungen, etwas zu 'verwissenschaftlichen', was nicht wissenschaftlich ist. Man könnte umgekehrt von der wissenschaft verlangen, sie solle auch 'unwissenschaftliche' beweise gelten lassen, bzw. eine neue form der 'beweisführung' zulassen.

Und ist Kritik an diesem Vorgehen entgegen der Akzeptanz dann nicht auch legitim?

Selbstverständlich:) oder wo stellte ich das in abrede?

Somit erschaffst du mit deinen Tests die Existenz – obwohl du dir einbildest, die Existenz nur nachzuweisen.

LGInti

Ja. Ich sehe das im grunde auch so.
Nicht, weil ich gegen die wissensschaft wäre, sondern weil ich denke, dass auch dinge existieren sollen dürfen, die sich unserer prüfbarkeit entziehen, die wir nicht unbedingt kontrollieren können oder beherrschen müssen. Das beflügelt menschen, macht die welt reich und bunt, birgt natürlich die eine oder andere gefahr.
 
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Da mich all diese teilbereiche, wie handlesen, kartenlegen, graphologie, astrologie nur im zusammenhang mit mir selbst (oder meinem unmittelbaren umfeld) interessieren, bzw. interessierten, kann ich dazu nichts sagen.

Also interessiert dich die Wahrnehmung und Stimmigkeit deiner Wahrnehmung (als Akt) nicht bzw. das Wahrgenommene hinsichtlich vorgefasster Glaubenskonstrukte und biologisch eingebauten Fallen und Selbst-Täuschungseffekte abzugrenzen, dann nicht mehr.

Ich denke, das ist typisch.
 
Also interessiert dich die Wahrnehmung und Stimmigkeit deiner Wahrnehmung (als Akt) nicht bzw. das Wahrgenommene hinsichtlich vorgefasster Glaubenskonstrukte und biologisch eingebauten Fallen und Selbst-Täuschungseffekte abzugrenzen, dann nicht mehr.

Ich denke, das ist typisch.

Ich meine damit, dass ich, was ich auf mich anwende, nicht mit selbstverständlichkeit auf andere anwende. Bsp.: Wenn ich zwischen zeigefinger und daumen einen sehr grossen bogen habe und dies ein grosses bedürfnis nach persönlicher freiheit anzeigen würde, was bei mir zutrifft, ich bei den gleichen kennzeichen an deiner hand nicht automatisch auch bei dir davon ausgehen würde, dass es so ist. Ich würde quasi daran denken, dich aber nicht damit konfrontieren, im grunde eben, weil ich es nicht beweisen kann.
 
Schau, und ich meine, dass es typisches Wahrnehmungsverhalten gibt. :D

"Stimmigkeit" ist z.B. das Ergebnis einer Funktionsweise des menschlichen Hirns; Selektieren etc...
 
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Hast Du Dich bereits mit den wissenschaftlichen Studien zur Psychokinese und zu den anderen paranormalen Phänomenen auseinandersetzen können? Ich habe Dir ja mal eine gewisse Anzahl an Untersuchungen zur Parapsychologie verlinkt. Teilweise wurden in den Studien signifikante Effekte gefunden.
 
das wichtigste ist innen eine psychologische Landschaft zu haben, die sich wirklich sehen lassen kann.

Wenn die innere psychologische Landschaft mit Energien, Tugenden, Auferstehungsprinzipien voll ist, was soll da noch sein außer dass man
eine potentielle Bereicherung für alle sein könnte.

Wer den inneren Buddha und/oder den inneren Serafin auf ewig besiegelt bekommen hat, der ist einfach und Jenseits von Theorien der Wahrnehmung und Stimmigkeit.
 
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Sehr schön Justin, da kann ich dir zustimmen - aber ich glaube das ist einigen hier zu philosophisch.

@Joey
Du glaubst, wenn etwas existiert, dann kannst du es auch nachweisen. Das ist der Ausgangspunkt deiner Art und Weise, dein Weltbild zu erschaffen. Ein Weltbild das auf Objekte fixiert ist, ein Weltbild das nur aus der Außenwelt besteht.

Tatsache ist, dass du etwas erst glaubst, wenn du es positiv testest – d.h. etwas wird für dich erst dann existent, wenn du es nachgewiesen hast. Somit erschaffst du mit deinen Tests die Existenz – obwohl du dir einbildest, die Existenz nur nachzuweisen.

LGInti



Stimme zu.
 
das wichtigste ist innen eine psychologische Landschaft zu haben, die sich wirklich sehen lassen kann.

Wenn die innere psychologische Landschaft mit Energien, Tugenden, Auferstehungsprinzipien voll ist, was soll da noch sein außer dass man
eine potentielle Bereicherung für alle sein könnte.

Wer den inneren Buddha und/oder den inneren Serafin auf ewig besiegelt bekommen hat, der ist einfach und Jenseits von Theorien der Wahrnehmung und Stimmigkeit.


Detto
 
Die anderen Weltbilder, die ich nannte, funktionieren genauso gut... sogar in der Weltsicht, die Logik anzweifelt, kann Logik und Wissenschaft in unserem alltäglichen Bereich Sinn machen. So ähnlich, wie Newtons Formeln unter manchen Bedingungen anwendbar sind. Naturgesetze und Wissenschaft können sogar in manchen Weltbildern, die einen Schöpfer oder subjektive Träumer haben, einen Sinn machen.
Erst bzgl. paranormalen Fähigkeiten würden diese verschiedenen Weltbilder unterschiedliche Vorhersagen treffen, aber nicht unbedingt bei den bisher bekannten Naturgesetzen.
Deshalb kann das bisherige Wissen um die Naturgesetze auch keinen dieser Denkansätze bevorzugen.

Die Sache ist nur die, dass diverse behauptungen in diesen Weltmodellen auch keinen sinn mehr machen.

Z.B. die Bheauptung, der Charakter ließe sich aus den Planetenpositionen ablesen. Im Rahmen einer solchen Diskussion wurde z.B. mal behauptet, dass Mars in irgendeinem Haus tendenziel Choleriker anzeigt. Wenn sich eine derartige Korrelation aber nicht finden lässt, ist diese Behauptung schlicht falsch.
 
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@Joey
Du glaubst, wenn etwas existiert, dann kannst du es auch nachweisen. Das ist der Ausgangspunkt deiner Art und Weise, dein Weltbild zu erschaffen. Ein Weltbild das auf Objekte fixiert ist, ein Weltbild das nur aus der Außenwelt besteht.

Tatsache ist, dass du etwas erst glaubst, wenn du es positiv testest – d.h. etwas wird für dich erst dann existent, wenn du es nachgewiesen hast. Somit erschaffst du mit deinen Tests die Existenz – obwohl du dir einbildest, die Existenz nur nachzuweisen.

Nein. Weltbild ist nicht gleich Welt. Wenn ich etwas nachgewiesen habe, so kann ich es "guten Gewissens" ins weltbild integrieren. Es war aber schon vorher da.

Und es ist nicht so, dass ich glaube, dass alles, was Existent ist, automatisch nachweisbar ist. Aber diverse behauptungen, die im Rahmen des großen Feldes des Esoterik aufgestellt werden, sind nunmal wunderbar überprüfbar. Da wird nicht nur nach innen geschaut, sondern munter Behauptungen über Naturgesetze, Zusammenhänge, Fähigkeiten und existenzen getroffen - also behauptungen über das "außen".
 
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