Wahrnehmung und Stimmigkeit

Zumal die Kopenhagener Deutung (also das mit dem Kollaps der Wellenfunktion) nur eine Deutung der Qm von mittlerweile mehreren ist.
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Erklärt die Dekohärenztheorie denn so viel mehr? Meines Erachtens stellt sich auch hier die Frage, welche physikalisch realen Determinanten beim Messprozess zur Zustandsreduktion quantenmechanischer Systeme führen.
 
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Auch bei diesem Experiment der Quantenteleportation war ein konventioneller Informationskanal beteiligt.

Ich veranschauliche mal das Problem:

Du hast einen Paar verschränkter Quantenwürfel. Du würfelst beide, und es kommt immer das gleiche Ergebnis bei raus. Würfelst Du den einen Würfel, und es kommt eine 4 heraus, kommt bei dem anderen beim nächsten Wurf auch eine 4. Auf das Ergebnis des Wurfes hast Du aber keinen Einfluss.

Nun gehst Du mit einem Würfel nach New York und ich bleibe mit dem anderen Würfel hier. Wir verabreden uns, zur selben Zeit zu würfeln. Tja... ich würfel eine 6. Dann weiß ich nur, dass Du auch eine 6 gewürfelt haben wirst... falls Du wirklich gewürfelt hast (was ich nicht wissen kann - alleine dazu müsste ich anrufen). Aber ich kann Dir damit keine Nachricht schicken, weil ich ja auf den Einfluss des Wurfs keinen Einfluss habe. Das geht nur, wenn wir beide unsere Würfel mit weiteren Würfeln ebenfalls verschränken und noch gewisse weitere Informationen über einen konventionellen Kanal übermitteln.

Diese "spukahfte Fernwirkung" zeigt nur, dass eine Theorie, die unsere Welt beschreibt, nicht "realistisch" und "lokal" zugleich sein kann.

Schön auch hier beschrieben:

http://scienceblogs.de/naklar/2012/08/23/quantenmystik-und-wissenschaft/

Klingt plausibel auf den ersten Blick. Was aber, wenn es gelänge, den Würfel so zu manipulieren, daß er eine bestimmte Zahl bzw. Zahlenkombination würfelt? Dann wäre tatsächlich der Fall einer berührungsfreien Informationsübermittlung gelungen, denn der Würfel in New York würde dann eben genau (qua Verschränkung) die "4", also eine Information, übermitteln, die ich hier zu Hause beim anderen Würfel "gezielt" geworfen habe.

Ist es nicht nur noch eine Frage der Technik, Quantensysteme zu entwerfen, die eine solche, ich sag mal jetzt *spukhafte Informationsübermittlung* erlauben?
 
Klingt plausibel auf den ersten Blick. Was aber, wenn es gelänge, den Würfel so zu manipulieren, daß er eine bestimmte Zahl bzw. Zahlenkombination würfelt? Dann wäre tatsächlich der Fall einer berührungsfreien Informationsübermittlung gelungen, denn der Würfel in New York würde dann eben genau (qua Verschränkung) die "4", also eine Information, übermitteln, die ich hier zu Hause beim anderen Würfel "gezielt" geworfen habe.

Ist es nicht nur noch eine Frage der Technik, Quantensysteme zu entwerfen, die eine solche, ich sag mal jetzt *spukhafte Informationsübermittlung* erlauben?

Nein. Wenn wir den Ausgang des Würfels bestimmen/beeinflussen könnten, wären wir eine "versteckte Variable". Die scheint es - wie gesagt - nicht zu geben (siehe Bellsche Ungleichungen).
 
Nein. Wenn wir den Ausgang des Würfels bestimmen/beeinflussen könnten, wären wir eine "versteckte Variable". Die scheint es - wie gesagt - nicht zu geben (siehe Bellsche Ungleichungen).

Was macht dich so sicher, daß sich dieser Bell mit seinen *Ungleichungen* nicht irrt? :)

Haben sich doch schon ganz andere Typen geirrt, von denen man dachte: Wow, das ist jetzt der absolute Oberhammer, mehr geht nicht. :)
 
Was macht dich so sicher, daß sich dieser Bell mit seinen *Ungleichungen* nicht irrt? :)

Haben sich doch schon ganz andere Typen geirrt, von denen man dachte: Wow, das ist jetzt der absolute Oberhammer, mehr geht nicht. :)

Absolut sicher kann ich da nicht sein. Wer meint, es besser zu können, soll es gerne versuchen. Dazu braucht man dann aber eine große Frustrationstoleranz. Die Wahrscheinlichkeit Erfolg zu haben ist gering. Auf jedes Genie, der falsche Grenzen erweitert hat oder Lerhmeinungen widerlegt hat, kommen ettliche Spinner, die ihre Idee nicht wirklich umsetzen konnten.
 
Ich weiß nicht, ob sich telepathische Phänomene unserer Kontrolle entziehen oder nicht. Sollten wir uns ihrer nicht gezielt bedienen können, würde dies vielleicht erklären, weshalb statistische Untersuchungen zur Telepathie oftmals negative Resultate hervorbrachten.

Kann ich etwas wie telepathie, die ich zur intuition zählen würde, überhaupt gezielt anwenden? Ich spreche dann lieber von 'zufall', ohne sicher zu sein, dass es sich um einen handelt oder wieviel lenkenden einfluss ich da nicht doch nehme.

Bei mir kommt es ausgesprochen oft vor, dass ganz plötzlich ein gedanke oder gefühl in mein bewusstsein 'tröpfelt', der oder das sich i.d.r. auf eine person (kann auch mal eine situation sein) bezieht. Ich stehe zu diesen personen in den meisten fällen in keiner engeren beziehung, es kann sich aber auch um freunde oder verwandte handeln. Immer wieder tritt der gedanke dann auf, 'beisst sich zu mir durch' und will vermutlich von mir adäquat wahrgenommen werden. Sehr oft scheuche ich ihn zur seite oder frage mich ganz einfach, was das soll. In allen so wahrgenommenen fällen, trat in der folge im zusammenhang mit der betreffenden person etwas ein (anruf, brief, mail, vertrag, treffen, etc.) Es sind da auch menschen darunter, mit denen ich praktisch keinen kontakt habe oder mit denen ich in keiner näheren beziehung stehe, an die ich also auch nicht gross denke, bzw. die keine spezielle bedeutung haben.
Ich würde das als eine form thelepathischen erlebens bezeichnen. Es kommt mir vor, als ob meine zellen (?) infos auffangen/haben/bekommen, die erst nach und nach in mein bewusstsein dringen. Von irgendwo müssen diese infos herkommen. Bersonders gut scheint es zu funktionieren, wenn meine 'kanäle' offen sind, ich also nicht gestresst, entspannt, etc. bin.

Ich erlebe das sehr oft. Das erste mal bewusst aufgefallen ist es mir, als ich das geschlecht unseres ersten kindes 'wusste'. Das aller nachfolgenden kinder auch. Aus gesprächen habe ich erfahren, dass es sehr vielen müttern so geht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mipa schrieb:
Kann ich etwas wie telepathie, die ich zur intuition zählen würde, überhaupt gezielt anwenden?

Ja, kann man. Wobei es ein Unterschied ist, ob man Empfänger oder Sender ist. Als Sender kann man Telepathie ganz gezielt einsetzen. "Zum höchsten Wohl des Empfängers" selbstredend.

Warum zählst du Telepathie zur Intuition? Ich dachte, Intuition wäre nur Empfang, oder irre ich mich da?
 
Ja, kann man. Wobei es ein Unterschied ist, ob man Empfänger oder Sender ist. Als Sender kann man Telepathie ganz gezielt einsetzen. "Zum höchsten Wohl des Empfängers" selbstredend.

Ist das 'senden' d.e. an ein moralisches prinzip gebunden, sprich: Ich könnte nur senden, was dem wohle eines andern entspricht, ansonsten funktioniert es nicht? Oder zielt deine formulierung auf ein moralisches gebot ab?

Warum zählst du Telepathie zur Intuition?

Warum nicht? Ich kenne diese form bei mir (wenn's überhaupt was telepathisches ist) und es kommt mir sehr intuitiv vor.

Ich dachte, Intuition wäre nur Empfang, oder irre ich mich da?

Ich verstehe nicht genau, was du mit senden und empfangen im zusammenhang mit intuition meinst.
 
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Mipa schrieb:
Ist das 'senden' d.e. an ein moralisches prinzip gebunden, sprich: Ich könnte nur senden, was dem wohle eines andern entspricht, ansonsten funktioniert es nicht? Oder zielt deine formulierung auf ein moralisches gebot ab?

Ja, letzteres. Gezielte Gedankenübertragung kann auch missbräuchlich (manipulativ) betrieben werden.

Mipa schrieb:
Warum nicht? Ich kenne diese form bei mir (wenn's überhaupt was telepathisches ist) und es kommt mir sehr intuitiv vor.

Ich frage nur. Ich selbst verbinde Telepathie nicht mit Intuition. Intuition ist für mich das Wahrnehmen innerer Impulse (Bauchgefühl), Telepathie ist Kommunikation. Habe allerdings auch schon Definitionen gelesen, wo Telepathie quasi als Oberbegriff für verschiedene ""Fähigkeiten"" gezählt wird, wie z.B. auch Empathie.

Mipa schrieb:
Ich verstehe nicht genau, was du mit senden und empfangen im zusammenhang mit intuition meinst.

Intuition ist für mich Empfang (innerer Impulse, mich selbst betreffend). Sonst nix.
 
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