Vom sinnlichen Draht in die Anderswelt

DruideMerlin

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Ich werde es versuchen, den anderen Weg hinab zu gehen, sobald es mir wieder möglich ist.
Ich wurde jedoch hinauf geführt, ohne das ich darauf einen direkten Einfluss gehabt hätte. Aber momentan-eigentlich schon seit 3Jahren- ist mir der Draht in die Anderswelt abhanden gekommen. Irgendwas ist mit mir, oder in mir geschehen. Plötzlich ist alles weg. Als ob man mich verlassen hätte, oder ich mich selber. Wie im Nebel. Ich kann mich einfach nicht mehr entspannen und komme nicht mehr dort an. Deshalb habe ich jahrelang alles ruhen lassen.

Bevor ich in den Waldweg hinein geführt wurde, befand ich mich auf einer Wiese im Tal, mit einem kleinen Bach. Dort hatte ich schon Begegnungen. Z.B erschien mir eine alte Frau, die Tante einer Bekannten mit dem Auftrag, ihr etwas auszurichten.

Natürlich war ich neugierig, was sich hinter dem Tor befindet. Ich konnte nur ein Schloss erkennen. Der Abt hatte den Schlüssel zu irgendwelchen Erkenntnissen, oder Erfahrungen. Ich weiß es leider auch nicht genau. Er gab mir aber zu verstehen, dass ich (noch) nicht so weit wäre. Die Zeit ist noch nicht gekommen, um Zugang zu bekommen.
Liebe Liora,


in Deiner Geschichte hattest Du den sinnlichen Draht bei der Frau im Tal verloren. Du hättest besser bei dem Wesentlichen bleiben sollen. Die Aufgabe war doch der alten Frau eine Botschaft zu überbringen. Sie war doch die Hüterin der Intuition und der unbewussten Informationen. Das Schloss war das falsche Symbol, von dem Du, wie bei einer Fata Morgana, auf einen Irrweg geführt wurdest.

Was solltest Du denn der alten Frau ausrichten? Es wäre eigentlich eine gute Gelegenheit gewesen, eine Botschaft in Deiner Seelenwelt zu verankern. Du sagst es sehr schön, dass Dir der sinnliche Draht abhanden gekommen ist. Du solltest deshalb versuchen dieses Gefühl der Entspannung in Dir wieder zu erwecken ohne den Blick auf das Schloss.

Neben den bereits erwähnten Links noch das Usahs-Mudra vorstellen, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe.

Die Hände sollten bei diesem Mudra ohne Spannung ineinander verschränkt werden und auf den Solarplexus gelegt werden. Es verkörpert Unverletzlichkeit, Geborgenheit, Ruhe, Regeneration und den natürlichen Fluss der Gedanken (die Ganzheitlichkeit).

23243129xx.jpg

( Merlin und somit gemeinfrei.)

Einfach einmal spielerisch ohne große Vorbereitung austesten, damit die Freude und das Gefühl der Entspannung wieder in Dein Seelenhaus einziehen können.


Merlin
 
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Liora1

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Nein es war anders herum: die alte Frau bat mich ihrer lebenden Nichte etwas auszurichten.
Ich saß am Bach und plötzlich hörte ich von hinten meinen Namen rufen, ich drehte mich um und sah diese alte Frau.
Sie erzählte mir, wer sie war, nannte dabei auch ihren Namen und bat mich darum ihrer Nichte einen Satz auszurichten.
Das hat mich schwer beeindruckt, weil alles so intensiv und so real war.
Ich kann mich noch immer an ihre Stimme erinnern.
Zuerst zweifelte ich daran und haderte mit mir, mit dieser Bekannten zu sprechen.
Ich hatte Angst, das ich alles nur geträumt, oder mir eingebildet hatte.
Letztendlich sprach ich dann doch mit ihr und sie war tatsächlich ihre verstorbene Tante.
Meine Uroma ist mir dort auch schon begegnet und das wars bisher.

Wer, oder was führte mich auf den Irrweg und warum? Das verstehe ich nicht.

Ich Danke dir für deine Gedanken dazu!
 

DruideMerlin

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Liebe Liora,

jetzt verstehe ich, wie Du das mit der alten Frau meinst – es geht also nicht um Dich, sondern um eine andere Person? In meiner Reise in die andere Welt ging es aber darum, wie man diesen Draht generell knüpfen kann. Das soll heißen, dass dieser Zugang nicht mehr oder weniger dem Zufall überlassen bleibt, sondern abrufbar wird. Mit dieser Reise sollen bestimmte Bilder erzeugt werden, die mit einer gewissen Erfahrung verknüpft werden.

In meiner Reise zu der weisen Frau soll in Dir eine Art Über-Ich in Sachen Gefühle in Dir angesprochen werden. In meinem Eingangsbeitrag hatte ich ja schon ausführlich über diese Zusammenhänge geschrieben und wie man sich mit solchen transzendenten Wesen verbünden kann.

Visionen unterscheiden sich eigentlich wenig von den Träumen des Schlafes, also hat auch dort die bildhafte Seelensprache ihre Gültigkeit. Deshalb ist da oft nicht so recht klar, welche Rolle die Darsteller im Augenblick spielen. So ist das auch mit der Großmutter aus Deiner Reise, die hier im Grunde auch eine solche Doppelrolle spielt.

In der Seelensprache verkörpern Häuser und Wohnungen die eigene Seelenwelt mit ihren unterschiedlichen Aspekten (die Zimmer). Ja und so sind die Fassaden und Funktionen dieser Häuser mit einer gewissen Symbolik verbunden. Ein Schloss verkörpert also eine Verheißung des materiellen Übermaßes, das man auch mit dem Gedanken „Mehr Schein als Sein“ verbinden könnte. Du wirst jetzt sicherlich erkennen können, dass Du dort für Dich keine Weisheit finden kannst.

Am Ende sollte das „Training“ mit den Reisen dazu führen, mit gewissen Bildern in einen bestimmten Trancezustand fallen zu köännen. Dieser Zustand uns den Zugang zu den unbewussten Informationen zu öffnen. Ein Zustand, der aber das Band zum Hier und Jetzt nicht abreisen lässt. Auf diese Weise kann man also jemandem mit geöffneten Augen gegenübersitzen und auf diese besondere Weise zuhören. Auch das Tun kann bei der Trance mit einbezogen werden.

Du sitzt also da und richtest Deine ganze Aufmerksamkeit auf sein Erzählen und lässt die Visionen seiner Gefühle in Dir aufsteigen. Es ist dann, wie ein Kaleidoskop aus dem sich dann eine Geschichte erzählen lässt. Du weist dann einfach um die Dinge, ohne es zunächst in Worte fassen zu können. Es ist immer ein schmaler Grat, auf dem man zwischen seinen eigenen und den Gefühlen eines Gegenübers geht.

Man kann dieses Zuhören aber auch erweitern, um den Geschichten eine größere Dynamik zu verleihen und auch die Töne dazwischen leichter hören zu können (Karten, Pendel, Reisen usw.). Achte da also etwas darauf, wie sich bei Dir ganz persönlich die Visionen mit Leben erfüllen lassen. Alles steht und fällte jedoch damit, wie Du die Kräfte der kreativen Fantasie förderst und mit der Trance bzw. Entspannung vertraut bist.

Ansonsten solltest Du nicht vergessen, dass Seherin sein zu wollen eine Lebensphilosophie sein kann, bei der es weniger um Perfektion gehen sollte, sondern um die Freude am Tun. Drei Gedanken möchte ich Dir dazu mit auf den Weg geben:

„Solange es niemand schadet, tu, was du willst!“
„Alles, was von dir ausgeht, fällt dreifach auf dich zu zurück!“
„Age, quod agis!“ oder auch „Tu, was Du tust!“


Merlin
 

Babyy

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Lieber @DruideMerlin,

was macht man, wenn man aus der Anderswelt rausgeworfen wird? Ich bin letztens wo gelandet und hatte keine Ahnung, wie ich dort hin gekommen bin. Es war, als wäre ich durch einen Sog da rein gezogen worden. Und als ich mich umsehen wollte und sehen wollte, wo denn mein Begleiter ist, wurde ich von einer wütenden Frau raus geworfen und war plötzlich wieder hier.

Seitdem komm ich mir ein bisschen wie in einen Traum vor. Es ist, als ob ich die Welt hier nur durch einen Schleier höre und sehe. Manchmal kommt es mir vor, als wäre ich nicht "als Ganzes" zurück gekommen.
Soll ich den fehlenden Teil suchen gehen? Oder soll ich warten, ob er irgendwann bei einer Reise wieder selbst zu mir findet? Ich weiß grad nicht so recht, wie ich weitermachen soll.
 

DruideMerlin

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Liebe Babyy,

mir ist jetzt nicht so recht klar, wie Du Deine Reise gestaltet hast und welche Ziele Du damit verbinden wolltest? Es wäre natürlich hierbei hilfreich zu wissen, mit welchem Szenenbild Deine Reise begonnen hatte und an welcher Stelle dieser Sog einsetzte. Eine Reise ist wie ein Traum, der am Ende auch abgeschlossen werden sollte. Etwas, das möglicherweise durch die überstürzte Flucht in das Hier und Jetzt noch nicht geschehen konnte.

Ich gehe einmal davon aus, dass Deine Reise auf einer grünen Wiese begonnen hatte. Lege Dich also wie immer an den Ort, an dem Du Deine Ruhe finden und Dich wohl fühlen kannst. Wenn Du Dich eingefunden hast, bilde zunächst das nachstehende Ushas-Mudra:

23243129xx.jpg

(@ Merlin und somit gemeinfrei.)

Die Hände sollen bei diesem Mudra ohne Spannung ineinander verschränkt werden und auf den Solarplexus gelegt werden. Es verkörpert Unverletzlichkeit, Geborgenheit, Ruhe, Regeneration und den natürlichen Fluss der Gedanken (die Ganzheitlichkeit).

Atme ein paarmal durch und achte einmal darauf, wie sich das anfühlt. Schließe die Augen und verinnerliche Dir die kleinen Botschaften, die Dich begleiten sollen:

1. „Es gibt für mich nichts zu tun und ich brauche nichts zu erreichen, es geschieht alles ohne meinen Einfluss!“
2. „Dinge, die um mich geschehen, sind ohne Bedeutung.“ (Bei störenden Geräuschen während der Meditation wiederholen).

Wenn in Dich die Ruhe eingekehrt ist, erinnere Dich an diese grüne Wiese, auf die Du Dich hingelegt hattest, denn heute gibt es für Dich ja nichts zu tun. Du schaust im Himmel nach den weißen Wölkchen, die ihre Bahnen ziehen und sich in der Ferne wieder auflösen. Lass Dir Zeit, ehe Du Dich daran erinnerst, dass Du von der der besagten Frau vertrieben wurdest, aber heute wirst Du nicht zu ihr gehen, sondern Dich hier auf dieser Wiese ausruhen. Es ist also alles wieder gut, denn Deine Hände liegend schützend auf Dir und Deiner Seele.

Erinner Dich an Deine kleine Botschaft:
„Es gibt für mich nichts zu tun und ich brauche nichts zu erreichen, es geschieht alles ohne meinen Einfluss!“

Fühle, wie Deine Hände auf Dir liegen und von ihnen die Gefühle von Wärme, Ruhe und Geborgenheit ausgehen. Lass Deinen Gedanken ein wenig freien Lauf um diese Dinge. Wenn sich dann eine gewisse Unruhe einstellt und Dich zur Rückkehr in das Hier und Jetzt drängt, solltest Du beginnen, diesen Traum aufzulösen:

Richte Deine Sinne auf die Welt da draußen, mit ihren Geräuschen oder ihrer Stille. Versuch Dich mit geschlossenen Augen in Deinem Raum zu orientieren. Lass Dir Zeit wieder im Hier und Jetzt anzukommen. Öffne die Augen, schau auf die Dinge, die Dir vertraut sind. Löse dein Mudra, damit Du diese Welt auch wieder im wahrsten Sinne des Wortes begreifen kannst.
„Meine Augen sind geöffnet, ich bin im Hier und Jetzt angekommen. Alles was meiner Seele schadet wird aufgelöst!“

Letztlich muss dem Unterbewusstsein noch einmal unmissverständlich klar gemacht werden, dass die Meditation beendet ist. Dazu kannst Du abrupt Deine Haltung verändern oder Dich strecken. Wer dann noch dreimal in die Hände klatscht, wird die letzten Zweifel beseitigen. Es ist auch sinnvoll gleich nach der Meditation etwas Alltägliches zu tun, um den Gedanken eine andere Richtung zu geben.

Ach ja, die Meditation bitte kurz halten – denn nicht die Quantität ist entscheidend, sondern die Qualität (10 Minuten sind also schon viel).


Merlin
 
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Babyy

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Liebe Babyy,

mir ist jetzt nicht so recht klar, wie Du Deine Reise gestaltet hast und welche Ziele Du damit verbinden wolltest? Es wäre natürlich hierbei hilfreich zu wissen, mit welchem Szenenbild Deine Reise begonnen hatte und an welcher Stelle dieser Sog einsetzte. Eine Reise ist wie ein Traum, der am Ende auch abgeschlossen werden sollte. Etwas, das möglicherweise durch die überstürzte Flucht in das Hier und Jetzt noch nicht geschehen konnte.

Ich gehe einmal davon aus, dass Deine Reise auf einer grünen Wiese begonnen hatte. Lege Dich also wie immer an den Ort, an dem Du Deine Ruhe finden und Dich wohl fühlen kannst. Wenn Du Dich eingefunden hast, bilde zunächst das nachstehende Ushas-Mudra:

Beginnen wollte ich die Reise in meinem geschützten Raum, den ich mir vor langer Zeit erschaffen habe. Mittlerweile hab ich wirklich Übung darin, sofort und ohne größere Anstrengung dorthin zu gelangen. Als Ausgangspunkt finde ich ihn gut – liegt auf einem Hügel mit einer Wiese davor, rechts ein Wald mit einer kleinen Hütte darin und hinter der Wiese eine Klippe mit dem Meer. Von hier aus starte ich alle Reisen – ganz egal welche – und hier enden auch alle wieder. (Mittlerweile hab ich mir noch ein zweites Häuschen direkt am Strand gebaut – dorthin zu gelangen fällt mir aber schwerer und derzeit erreiche ich es nur über meinen geschützten Raum. Das tut hier aber nichts zur Sache).
In diesem Fall wollte ich mich dorthin zurück ziehen, weil ich zum einen den Ballast und Stress der momentanen Tage lösen wollte, zum anderen um mir wieder einmal die Nägel aus der Gebärmutter zu ziehen, die mir da ständig rein geschlagen werden (und wegen dem ich vermutlich auch nach Jahren noch immer nicht schwanger bin und die Schulmedizin auch schon am Ende ist).

Außerdem hab ich von meinem „Geistführer/Seelenhüter/Begleiter“ (wie auch immer man ihn nennen will) schon länger nichts mehr gehört oder gespürt und ich wollte mal nachfragen, was denn da los ist.

Also wollte ich mich auf den Weg in meinen geschützten Raum machen und bin dort aber nie angekommen, sondern ganz wo anders gelandet. Ich konnte noch fühlen, dass ich fast da war, als es mich weggezogen hat.
Gelandet bin ich dann in einer stürmischen grauen Welt, mit grauer Erde, grauen Felsen und grauem Himmel in dem graue Wesen waren (groß, langsam, Glatze, mit Armen bis zum Boden) die vor sich hin schlurften.

Und dann tauchte plötzlich diese Frau mit den wirren schwarzen Haaren und den weißen Augen vor mir auf und hat mich einfach raus geschubst :(


Die Hände sollen bei diesem Mudra ohne Spannung ineinander verschränkt werden und auf den Solarplexus gelegt werden. Es verkörpert Unverletzlichkeit, Geborgenheit, Ruhe, Regeneration und den natürlichen Fluss der Gedanken (die Ganzheitlichkeit).


Atme ein paarmal durch und achte einmal darauf, wie sich das anfühlt. Schließe die Augen und verinnerliche Dir die kleinen Botschaften, die Dich begleiten sollen:


1. „Es gibt für mich nichts zu tun und ich brauche nichts zu erreichen, es geschieht alles ohne meinen Einfluss!“

2. „Dinge, die um mich geschehen, sind ohne Bedeutung.“ (Bei störenden Geräuschen während der Meditation wiederholen).


Wenn in Dich die Ruhe eingekehrt ist, erinnere Dich an diese grüne Wiese, auf die Du Dich hingelegt hattest, denn heute gibt es für Dich ja nichts zu tun. Du schaust im Himmel nach den weißen Wölkchen, die ihre Bahnen ziehen und sich in der Ferne wieder auflösen. Lass Dir Zeit, ehe Du Dich daran erinnerst, dass Du von der der besagten Frau vertrieben wurdest, aber heute wirst Du nicht zu ihr gehen, sondern Dich hier auf dieser Wiese ausruhen. Es ist also alles wieder gut, denn Deine Hände liegend schützend auf Dir und Deiner Seele.


Erinner Dich an Deine kleine Botschaft:

„Es gibt für mich nichts zu tun und ich brauche nichts zu erreichen, es geschieht alles ohne meinen Einfluss!“


Fühle, wie Deine Hände auf Dir liegen und von ihnen die Gefühle von Wärme, Ruhe und Geborgenheit ausgehen. Lass Deinen Gedanken ein wenig freien Lauf um diese Dinge. Wenn sich dann eine gewisse Unruhe einstellt und Dich zur Rückkehr in das Hier und Jetzt drängt, solltest Du beginnen, diesen Traum aufzulösen:


Richte Deine Sinne auf die Welt da draußen, mit ihren Geräuschen oder ihrer Stille. Versuch Dich mit geschlossenen Augen in Deinem Raum zu orientieren. Lass Dir Zeit wieder im Hier und Jetzt anzukommen. Öffne die Augen, schau auf die Dinge, die Dir vertraut sind. Löse dein Mudra, damit Du diese Welt auch wieder im wahrsten Sinne des Wortes begreifen kannst.

„Meine Augen sind geöffnet, ich bin im Hier und Jetzt angekommen. Alles was meiner Seele schadet wird aufgelöst!“


Letztlich muss dem Unterbewusstsein noch einmal unmissverständlich klar gemacht werden, dass die Meditation beendet ist. Dazu kannst Du abrupt Deine Haltung verändern oder Dich strecken. Wer dann noch dreimal in die Hände klatscht, wird die letzten Zweifel beseitigen. Es ist auch sinnvoll gleich nach der Meditation etwas Alltägliches zu tun, um den Gedanken eine andere Richtung zu geben.


Ach ja, die Meditation bitte kurz halten – denn nicht die Quantität ist entscheidend, sondern die Qualität (10 Minuten sind also schon viel).


Merlin


Danke für die Anleitung :love: Ich werde heute gleich versuchen, das Ganze zu lösen :)
 

DruideMerlin

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Liebe Babyy,

danke für deine Schilderung, jetzt ist mir das alles auch klarer. Die Häuschen verkörpern so eine Art Zimmer in Deinem Seelenhaus, also bestimmte Aspekte Deiner Seele und Deinem Leben. Die Hütte am Wald ist also der Bereich, Deiner Erinnerungen und ein Ort der Geheimnisse. Das Häuschen auf dem Hügel stellt so eine Art Burg dar, mit der Du Dir zur Sicherheit einen Überblick über all das Geschehen erhalten möchtest.

Soweit wäre also alles Gut, aber dann kommen wir mit dem Häuschen am Meer zu Deiner Problemzone. Das Meer symbolisiert Deine unbewusste Seelenwelt, in der wie die Fische Deine Gefühle wohnen. Im Meer lauern aber auch die unbeherrschbaren animalen Gefühle, die Dich wie Ungeheuer bedrohen und verschlingen könnten. Ja und diese Gefühle können Dich wie die Wellen im Meer erfassen, und wie mit einem Sog in die Tiefe reisen. Es ist die Angst, durch die Gefühle die Kontrolle über Dich selbst zu verlieren.

Du erkennst jetzt sicherlich auch, warum für Dich dieses Häuschen am Meer der falsche Ort ist, um Deinen Ballast loszuwerden. So wird auch klar, warum Dich dieser Sog erfasst hatte. Du kannst dort Deinen Ballast nicht loswerden, weil dieser Ort schon mit einem anderen Problem behaftet ist.

Botschaften an die Seele sollten immer gut durchdacht werden. So hast Du in Dir auch mit dem Gleichnis mit den Nägeln eine verhängnisvolle Botschaft in Deiner Seelenwelt ausgestreut. Diesen Vergleich solltest Du ganz schnell wieder aus Deinen Gedanken verbannen.

Meine frühere Frau hatte auch diesen sehnlichsten Kinderwunsch, der einfach nicht erfüllt werden wollte. Eines Tages hatte ein Verwandter bei einem Besuch einen kleinen Welpen mitgebracht, in den sich meine Frau sofort verliebte. Der Verwandte hatte daraufhin den kleinen Kerl meiner Frau geschenkt und was soll ich sagen, schon nach kurzer Zeit wurde dann meine Frau überraschend schwanger. Soll heißen, dass ein übermächtiger Kinderwunsch einer Schwangerschaft durchaus im Wege stehen kann. Warum das so ist, weiß man derzeit noch nicht.

Das Thema Kinderwunsch sollte also in Deinen Reisen keine Rolle mehr spielen, sondern die Entspannung, das Wohlfühlen und die Zuwendung zu neuen Themen.

Wie Du ja weist, verbinde ich das Leben mit einem spirituellen Wanderweg, auf dem man gelegentlich auch transzendenten Begleitern begegnen kann. Wie im realen Leben kann man nun mit diesen ein Stück des Weges gehen, aber an manchen Wegegabeln trennen sich dann gelegentlich die Wege. Man trennt sich dann im Guten und geht seiner eigenen Wege. Diese Wegegabeln werden oft von neuen Lebensabschnitten oder neuen Einsichten bestimmt, also solltest Du hier offen sein, wenn sich einer dieser Begleiter von Dir verabschiedet. Wenn es an der Zeit ist, wird sich Dir auch ganz von selbst ein anderer offenbaren.

Obwohl das Hinabsteigen in den Reisen eine ganz wichtige Funktion zur Entspannung hat, möchte ich Dir empfehlen, solche Reisen für eine gewisse Zeit zu meiden. Mal sehen, wie Du mit dem Mudra zurechtkommst, denn da gäbe es für Dich noch ein anderes, das Dir nützlich sein könnte. Es wäre zudem von Interesse, welchen Bezug Du zu den Engeln hast.

Merlin
 
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DruideMerlin

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:unsure:

Den nachstehenden Beitrag habe ich zwar schon unter dem Thema „Träume“ eingestellt, wie ich aber sehen kann, wird dieser Thread noch immer gerne besucht. Der Vollständigkeit des sinnlichen Drahtes halber sollte er nach meiner Meinung für die suchenden Seher und Seherinnen auch hier angefügt sein:

Träume zeigen uns, was uns bestimmt und bewegt. Nicht umsonst hatte sich Freud und sein Kollege Jung mit der Traumwelt seiner Klienten befasst. Wie man aus dem Alltag, der Hypnose oder den Reisen der Entspannungstechniken weiß, träumen wir nicht nur während des Schlafes, sondern auch in anderen entspannten Momenten des Alltages.

Was also Kunterbunt oder Catlady meint, hat zunächst weniger mit Träumen des Schlafes zu tun, sondern gehört eigentlich eher in den Bereich der suggestiven Botschaften (Trance, Hypnose). Man kann mit solchen Botschaften auf subtile Weise Träume und damit auch die verborgenen Erinnerungen in der Seelenwelt beeinflussen.

Die Nachhaltigkeit solcher Botschaften hängt sehr stark von der Bewusstseinsebene ab, in denen sie mit dem Unbewussten verbunden werden. Das heißt, je näher solche Botschaften an der Grenze zum Unbewussten verankert werden, je leichter kann das gelingen. Diese hypnotischen Praktiken werden in der Tiefentherapie sehr erfolgreich bei der Bewältigung von traumatischen Erlebnissen angewandt. Es gibt vereinzelte Techniken, mit dem solche Botschaften auch jenseits der Bewusstseinsgrenze, also während des Tiefschlafes möglich werden.

Kunterbunt sollte sich also mit seinen Träumen beschäftigen, um damit eine andere Sichtweise zu aufbauen zu können. Es sollte dabei aber nicht nach den Ursachen in der Realität gesucht werden, sondern sich lediglich mehr dem Traumgeschehen auseinandersetzen. Welche negative Elemente (Symbole) tauchen in meinen Träumen auf und wie könnten sie in einem etwas milderen Licht erscheinen? Wo sind die Szenen, in denen unerwünschte Gefühle ausgelöst werden und wie könnte diese Situation umgangen werden?

Solche Szenen können sehr gut in den Entspannungstechniken als Reise eingebunden und durchgespielt werden. Der klare Vorteil dieses Weges ist, dass ich das Thema vorgeben kann, während bei den Träumen aus dem Schlaf die Themen aus dem Unbewussten heraus vorgegeben werden. Auf diese Weise entstehen also neue Erfahrungen, aus denen sich dann wiederum der Regisseur der Träume bedienen kann. Die Seele wird also nicht durch unser Wollen bestimmt, man muss vielmehr versuchen, sie zu überlisten.

Hier einmal ein praktisches Beispiel für eine Reise in die Traumwelt:

Lege oder setze Dich an den Ort, an dem Du Deine Ruhe finden und Dich wohl fühlen kannst. Wenn Du Dich eingefunden hast, bilde zunächst das nachstehende Ushas-Mudra:


23243129xx.jpg

(Merlin und somit gemeinfrei.)

Die Hände sollen bei diesem Mudra ohne Spannung ineinander verschränkt und auf den Solarplexus gelegt werden. Es verkörpert Unverletzlichkeit, Geborgenheit, Ruhe, Regeneration und den natürlichen Fluss der Gedanken (die Ganzheitlichkeit). Atme ein paarmal durch und achte einmal darauf, wie sich das anfühlt. Schließe die Augen und verinnerliche Dir die kleinen Botschaften, die Dich begleiten sollen:

1. „Es gibt für mich nichts zu tun und muss nichts zu erreichen, alles geschieht ohne meinen Einfluss!“
2. „Dinge, die um mich geschehen, sind ohne Bedeutung.“ (Bei störenden Geräuschen während der Reise wiederholen).

Wenn in Dich die Ruhe eingekehrt ist, erinnere Dich an den Ort, an dem Dein fraglicher Traum begonnen hatte. Lass Dir Zeit, um Dich auch an diesem Ort eingefunden hast, Du erinnerst Dich daran, was in diesem geschehen ist, aber heute wirst Du versuchen, dem Geschehen eine andere Wendung zu geben. Es wird also alles wieder gut, denn Deine Hände liegend schützend auf Dir und Deiner Seele.

Erinnere Dich an Deine Botschaft:
„Es gibt für mich nichts zu tun und ich brauche nichts zu erreichen, es geschieht alles ohne meinen Einfluss!“

Fühle, wie Deine Hände schützend auf Dir liegen und von ihnen die Gefühle von Wärme, Ruhe und Geborgenheit ausgehen. Wenn sich dieses Gefühl der Geborgenheit eingesetzt hat, wende Dich nun wieder der Szenerie Deines Traumes zu und spiele die wichtigen Sequenzen nochmals mit unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten durch, bis Du eine Lösung gefunden hast, mit der Du leben kannst. Es muss nicht eine perfekte Lösung sein, der Seele geht es nur darum, in dieser Sequenz ihre Ruhe finden zu können. Wenn das partout nicht gelingen mag, erinnere Dich an Deine Botschaft und wende Dich einfach der nächsten Sequenz zu.

„Es gibt für mich nichts zu tun und ich brauche nichts zu erreichen, es geschieht alles ohne meinen Einfluss!“
Also nichts erzwingen, wenn es nicht so läuft, wie Du das gerne hättest. Lieber aus der Reise wieder aussteigen und es an einem anderen Tag nochmals versuchen – Seelendinge brauchen ihre Zeit!

Wenn sich dann eine gewisse Unruhe in Dir einstellt und Dich zur Rückkehr in das Hier und Jetzt drängt, solltest Du beginnen, diesen Traum aufzulösen:
Lass Deinen Gedanken noch etwas freien Lauf, ohne sie bestimmen zu wollen, damit es da zu einem gewissen Abschluss kommen kann. Dränge Dich nicht, denn Du wirst fühlen, wenn es an der Zeit ist zu erwachen.

Richte Deine Sinne auf die Welt da draußen, mit ihren Geräuschen oder ihrer Stille. Versuch Dich mit geschlossenen Augen in Deinem Raum zu orientieren. Lass Dir Zeit wieder im Hier und Jetzt anzukommen. Öffne die Augen, schau auf die Dinge, die Dir vertraut sind. Löse Dein Mudra, damit Du diese Welt auch wieder im wahrsten Sinne des Wortes begreifen kannst.

Spreche oder flüstere die sehr wichtige Formel:
„Meine Augen sind geöffnet, ich bin im Hier und Jetzt angekommen. Alles was meiner Seele schadet wird aufgelöst!“

Letztlich muss dem Unterbewusstsein noch einmal unmissverständlich klar gemacht werden, dass die Meditation beendet ist. Dazu kannst Du abrupt Deine Haltung verändern oder Dich strecken. Wer dann noch dreimal in die Hände klatscht, wird die letzten Zweifel beseitigen. Es ist auch sinnvoll gleich nach der Meditation etwas Alltägliches zu tun, um den Gedanken eine andere Richtung zu geben.

Ach ja, die Reisen bitte kurz halten – denn nicht die Quantität ist entscheidend, sondern die Qualität.


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Simplicius

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igentlich weiß ich nicht so recht, wo ich diesen Thread platzieren sollte, denn es geht da eigentlich um etwas ganz Grundsätzliches der Hexenkünste, für die es leider keinen eigenen Bereich gibt.

Dein Artikel ist gut! Leider passt er nicht unter Hexenkünste und schon gar nicht unter Channeln.
Perlen vor die Säue!
Eigentlich hab ich aber auch noch keine passende Rubrik im Forum gefunden, da in den Empathie -Unterforen die Empathie nur unter dussligem Mitgefühlsgefasel abgehandelt wird.
Selber was Geeigneteres zu eröffnen, wie du es hier zumindest versucht hast, fehlt mir im Moment aus persönlichen Gründen, leider der richtige Drive.
Ich kann in dem Zusammenhang, wenn es um diverse Fähigkeiten geht, leider auch den Begriff "Spirituell" nicht ab.
Die Begabungen um die es geht sind nur ganz bedingt spiritueller Natur.
Spirituell wird immer wieder dem Seelenbereich eines Menschen zugejubelt. Der seelische Berich mag den Menschen zusammen mit seinen geistigen und körperlichen Komponenten ja überall begleiten aber er ist keine Grundlage für besondere Begabungen. Hätte spirituell nicht diesen Beigeschmack, wäre es eigentlich eine gute Bezeichnung, denn die Talente enstpringen in erster Linie dem Geist(=Spirit).
Als spirituell in diesem Sinne könnte man bestenfalls diverse für den Geist geigneten Trainingsmethodiken bezeichnen, wie Meditieren, Beten, Fokussieren oder was auch immer.
Man muss aber weder gläubig, Yoga, buddhistischer Mönch, Magier, Hexer oder sonstwas sein um seine Begabungen zu beherrschen.
Von Channeln und so einem Zeug halt ich persönlich überhaupt nichts.
Nicht, dass das nicht ginge oder nicht könnte, ich seh da nur keinen sittlichen Nährwert oder Sinn hinter, was die individuellen Talente eines Menschen betrifft.

Naja du hast ja selber gesehen wie deine inhaltlichen Aussagen hier verwässert werden und ...oder vollkommen entgleist sind.
Das hier der Eine oder Andere auch sinnvolles von sich gegebn hat liegt einfach nur daran, dass es unter Hexen und Schamanen erstaunlich viele Empathen gibt. Die wissendas nur nicht und tauchen da oft als Einäugige unter den Blinden auf.
 
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Hallo Simplicius,

es ist schon richtig platziert, ich hätte es auch unter das Unterform Magie platzieren können, aber da hätten es nicht jene gelesen, die sich zum sinnlichen Draht hingezogen fühlen. Das liegt wohl daran, dass die Magie nur am Rande etwas mit den Hexenkünsten zu tun hat. Es geht hier aber mehr um den Zauber, mit dem Seelen berührt und bewegt werden sollen.

Nachdem, was Du schreibst, geht es gerade um dieses Dritte Auge, das Dir verschlossen bleibt. Das ist ja auch nicht schlimm – denn es scheint Dich nicht wirklich anzuziehen und zu erfüllen. Was Dir möglicherweise etwas im Wege steht, ist Dein rationaler Geist – hier geht es aber mehr um den sinnlichen Draht, der gesponnen werden soll (Gefühle, Intuition, Empathie usw.).

Die Talente eines Menschen entspringen nicht unserem Geist, sondern liegen in jenen Geschenken der Natur, die uns mit in die Wiege gelegt werden. Es ist jedoch an uns, ob wir diese Talente mit Leben erfüllen und fördern oder nicht. Wichtig erscheint mir jedoch bei den Zauber- und Hexenkünsten, dass man sich dieser Lebensphilosophie verbunden fühlt, denn man muss da nicht unbedingt zum Meister mutieren.

Es ist also eine andere Art der Spiritualität, wie Du sie suchst – sondern eine, die durch das Tun erfahren werden muss. Ich denke zwar auch gerne über die Spiritualität nach, aber das alleine ist mir dann doch zu wenig. Ich möchte von diesen Dingen erfüllt sein und sie in mir spüren und erfahren können.

Nun ja, eventuell habe ich auch nicht so recht verstanden, nach was Du suchst?


Merlin
 
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