Vertretung meines erwachsenen Sohnes

Im Außen ist er auch weitestgehend unauffällig :cautious:!!
Er kann eigentlich ganz normal kommunizieren, wenn er denn will bzw er es wahrnimmt - manchmal ist er ganz weit "weg".
Sein IQ ist bissl über dem Durchschnitt...dennoch empfinde ich ihn als "Riesenbaby" :unsure:.

LG Claudia
Er gehört im Grunde mal von euch beiden weg.
Mit 18 wird es höchste Zeit sich von Mama abzu nabeln.
Zieh das Ding halt ohne deinen Mann durch.
Ich bin sicher du findest das richtige
 
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@MerlinEngel

Entschuldige, dass ich den gleichen Beitrag nochmal poste. Vielleicht hast du ihn vorhin übersehen, weil ich dich nicht mit @ angeschrieben habe.

Das wird aber leider niemals passieren, weil er zwar den Vater über alles liebt, jedoch ihm sich nicht zu widersetzen "traut" (weshalb auch immer - er hat ihn nie auch nur mal angeschrien, oder ähnliches). Also wenn Vater zu ihm meint, das oder jenes ist zu gefährlich, oder was auch immer, dann ist das auch so - Thema quasi beendet.

LG Claudia

Das klingt für mich, als hätte dein Sohn diese Anfälle nur bei dir - oder zumindest beim Vater nicht so schlimm. Stimmt das?

Wenn man das liest:
In jüngeren Jahren war mein Sohn da ähnlich wie du, so ausgeprägt ist das erst mit der Pubertät geworden...also seit ein paar Jahren o_O.

schaut es so aus, dass der Grund für seine Anfälle bzw. für die Heftigkeit der Anfälle nicht der Autismus ist, sondern die Pubertät das ausgelöst hat.
Oder er glaubt, dass er sich das bei dir erlauben kann, weil er inzwischen - auf welche Art auch immer - zu "verwöhnt" worden ist.

Das sind die Schlüsse, die sich für mich aus deinen Erzählungen ergeben. Korrigier mich bitte, wenn es nicht stimmt.



Vielleicht wäre Sadiras Vorschlag eine gute Lösung für eine Weile? Wie du schreibst, kann er sich nach Außen auch normal geben, wenn er will - er "muss" also nicht ständig Anfälle haben. Bei euch/dir weiß er halt, dass er das "darf" - woanders würde er bald lernen, sich besser zu kontrollieren, denke ich.

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass er deshalb so viele Anfälle hat, weil er mit seiner jetzigen Situation unzufrieden ist: 18 und noch keine Arbeit, kein eigenes Leben. Er will etwas erleben, selbstständiger werden.
Er gehört im Grunde mal von euch beiden weg.
Mit 18 wird es höchste Zeit sich von Mama abzu nabeln.
Zieh das Ding halt ohne deinen Mann durch.
Ich bin sicher du findest das richtige

Wenn er ein besonderes Interesse hätte, könnte man vielleicht eine entsprechende Aktivität/Wohnform für ihn finden.

Meistens haben Autisten ja auch eine Sonderbegabung - und fühlen sich dann oft auch unterfordert - wenn für diese keine Energie eingesetzt wird - werden kann.

Gibt es denn etwas - was ihn besonders interessiert - er irgendwie drin aufgehen kann ?

Was sozusagen dann im Zusamenleben wie eine Art Blitzableiter (Mond/Uranus) ausgleichend funktionieren kann ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Entschuldige bitte wenn ich eine dumme Frage stelle! Aber kann man ihn nicht medikamentös behandeln, dass er ruhiger wird?
Wir haben in der Familie eine geistig behinderte Frau, gehörlos ist sie auch, die im Alter sehr schwierig geworden ist. Sie hat aber auch Medikamente bekommen, sonst wäre es immer wieder zu Ausrastern gekommen. Sie lebt jetzt in einer Einrichtung, mit geschultem Personal, die genau wissen wie man mit ihr umgehen muss. Es ist doch ziemlich viel verlangt von einer Person sich ständig nur um ihn zu kümmern.

Oh ja, Medikamente waren auch schon im Gespräch, aber die infrage kommenden sind leider mit der Darmerkrankung nicht kompatibel :(.

LG Claudia
 
@MerlinEngel

Entschuldige, dass ich den gleichen Beitrag nochmal poste. Vielleicht hast du ihn vorhin übersehen, weil ich dich nicht mit @ angeschrieben habe.



Das klingt für mich, als hätte dein Sohn diese Anfälle nur bei dir - oder zumindest beim Vater nicht so schlimm. Stimmt das?

Wenn man das liest:


schaut es so aus, dass der Grund für seine Anfälle bzw. für die Heftigkeit der Anfälle nicht der Autismus ist, sondern die Pubertät das ausgelöst hat.
Oder er glaubt, dass er sich das bei dir erlauben kann, weil er inzwischen - auf welche Art auch immer - zu "verwöhnt" worden ist.

Das sind die Schlüsse, die sich für mich aus deinen Erzählungen ergeben. Korrigier mich bitte, wenn es nicht stimmt.



Vielleicht wäre Sadiras Vorschlag eine gute Lösung für eine Weile? Wie du schreibst, kann er sich nach Außen auch normal geben, wenn er will - er "muss" also nicht ständig Anfälle haben. Bei euch/dir weiß er halt, dass er das "darf" - woanders würde er bald lernen, sich besser zu kontrollieren, denke ich.

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass er deshalb so viele Anfälle hat, weil er mit seiner jetzigen Situation unzufrieden ist: 18 und noch keine Arbeit, kein eigenes Leben. Er will etwas erleben, selbstständiger werden.


Wenn er ein besonderes Interesse hätte, könnte man vielleicht eine entsprechende Aktivität/Wohnform für ihn finden.

Nein, die Anfälle sind beim Vater genau so, nur dass er mir sagt, er möchte gerne arbeiten oder was auch immer, und dem Vater sich das nicht sagen traut.

Also die Spezialisten hatten uns vorgewarnt, dass die Pubertät die autistischen Züge verstärken kann...aber es ist tatsächlich unheimlich schwer, reine Zickerei vom Autismus zu unterscheiden - aber ich arbeite da dran :cautious:.

Unser Psychologe ist der Meinung, dass es gut und wichtig ist, dass es für Sohn einen Ort gibt, wo er sein Befinden ausdrücken kann und darf...und das ist nun leider Zuhause :unsure:.
Keine Ahnung wie das wäre, wenn er ausserhalb wohnen würde.

Ja, unzufrieden ist er derzeit definitiv!!!

LG Claudia
 
Meistens haben Autisten ja auch eine Sonderbegabung - und fühlen sich dann oft auch unterfordert - wenn für diese keine Energie eingesetzt wird - werden kann.

Gibt es denn etwas - was ihn besonders interessiert - er irgendwie drin aufgehen kann ?

Was sozusagen dann im Zusamenleben wie eine Art Blitzableiter (Mond/Uranus) ausgleichend funktionieren kann ?

Ja, er liebt Autofahren - stundenlang (auch tagelang, wenn ich dabei mitmachen würde)...dabei müssen wir ausländische Kfz Kennzeichen sammeln (fotografieren). Diese werden dann fein säuberlich in eine Mappe eingetragen.
Außerdem ist er wohl der einzige Mensch auf der Welt, der sich über Staus freut...und die muss ich dann völlig emotionslos aussitzen :autsch:...

LG Claudia
 
@MerlinEngel

Ich habe gerade in diesem Blog gelesen, um mir ein besseres Bild von Autismus machen zu können:
https://ellasblog.de/wie-man-wutanfaelle-und-meltdowns-auseinander-haelt/

Viele Eltern sagen, dass es ihrem Kind leid tut, wenn es einen Wutanfall oder Meltdown hatte, weil sie sich dafür schämen und merken, dass sie anders sind.
Ist das bei deinem Sohn auch so, oder sieht er sich immer im Recht?

Manche schreiben, dass viel Sport hilft (z.B. 3-4x/Woche Fußball in einem Verein - da braucht man auch nicht viel sprechen), oder ein Instrument spielen, um ausgeglichener zu werden und überschüssige Energie statt in einem Wutanfall in Bewegung auszupowern.
Macht euer Sohn sowas? Mag er sowas?
 
Ja, er liebt Autofahren - stundenlang (auch tagelang, wenn ich dabei mitmachen würde)...dabei müssen wir ausländische Kfz Kennzeichen sammeln (fotografieren). Diese werden dann fein säuberlich in eine Mappe eingetragen.
Außerdem ist er wohl der einzige Mensch auf der Welt, der sich über Staus freut...und die muss ich dann völlig emotionslos aussitzen :autsch:...

LG Claudia

Ich meinte etwas, was er für sich allein machen könnte - er hat ein exzellentes Gedächtnis - hat er Hang zu etwas Künstlerischem?
 
@MerlinEngel

Ich habe gerade in diesem Blog gelesen, um mir ein besseres Bild von Autismus machen zu können:
https://ellasblog.de/wie-man-wutanfaelle-und-meltdowns-auseinander-haelt/

Viele Eltern sagen, dass es ihrem Kind leid tut, wenn es einen Wutanfall oder Meltdown hatte, weil sie sich dafür schämen und merken, dass sie anders sind.
Ist das bei deinem Sohn auch so, oder sieht er sich immer im Recht?

Manche schreiben, dass viel Sport hilft (z.B. 3-4x/Woche Fußball in einem Verein - da braucht man auch nicht viel sprechen), oder ein Instrument spielen, um ausgeglichener zu werden und überschüssige Energie statt in einem Wutanfall in Bewegung auszupowern.
Macht euer Sohn sowas? Mag er sowas?

Oh, da hast du dir extra die Mühe gemacht?
Das ist aber nett :)!!

Leid tut ihm das ganz bestimmt nicht, ich glaube, er bekommt das gar nicht so recht mit, was genau da in dem Moment "mit ihm abgeht" o_O...aber vielleicht täusche ich mich auch.

Das Problem ist, er mag irgendwie so recht gar keinen Sport, auch Instrumente sind nicht so sehr seins :(. Ebenso die Natur und Tiere muss er nicht unbedingt haben :rolleyes:.

Er liebt Fahrzeuge, echte und Modelle, deren Kennzeichen und Autozeitschriften.

LG Claudia
 
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