Autisten sind sehr sensible Menschen - und haben auch eine besondere Wahrnehmung - und ich könnte mir vorstellen, dass es für ihren autistischen Sohn sehr schlimm ist - eine so unruhige, überforderte Mutter um sich zu haben die mit den Nerven am Ende ist und nichts weiteres an Stress durchstehen kann. Aus welchen guten und menschlich verständlichen Gründen auch immer - rein aus der Sicht des Sohnes gesprochen - der eben nicht alles so verstehen und nachvollziehen kann - wie wir jetzt hier.
Genervte Mütter sind ein Graus - da kann ich mitreden - ich hatte auch so eine. Und da ist es einem als Kind auch egal - warum sie das ist - ob aus eigenen traurigen Gründen oder sonstwas. In einer solchen Atmosphäre zu leben ist wie unter ständiger Bedrohungserwartung - was als nächstes kommt.
Mond sitzt im weiblichen Prinzip Stier im 2. Haus und ist im Quadrat zu Uranus - eine als Bedrohung erlebte Verunsicherung im eigenen Sicherheitsgefühl.
Jupiter sitzt in H5 im männlichen Prinzip Löwe. Trigon Pluto - dieses Band zum Vater ist dicker und Sextil Merkur- als Herrscher von H3 - Kommunikation ist besser - und als Mitherrscher von H6 - gesünder für ihn.
Das Chart könnte man durchaus auch anders interpretieren.
Erstens ist der Vater (Sonne) genau zwischen zwei Zeichen. Das ist immer eine spezielle, spirituell aufgeladene Situation, die auf der materiellen Ebene nicht sehr förderlich ist. Genau diese Fähigkeit aber sollte ein Vormund meines Erachtens haben. Umgekehrt steht Mond im materiellen Stierzeichen in Erhöhung, und dann erst noch in Haus 2 der Finanzen! Vormundschaft von Erwachsenen ist ja eigentlich hauptsächlich eine Frage der Finanzen. Da ist Mond in Stier doch hervorragendst geeignet.
Wenn wir nun weiter schauen, dann hat die Sonne zwar ein angenehmes Trigon zum Saturn, das wäre für einen Vormund sicher auch eine gute Sache. Aber wiederum ein Quadrat zum Neptun. Sieht dieser Vormund wirklich die Dinge klar? Das Trigon zu Uranus sehe ich weder als grossen Vor- noch als Nachteil. Falls der Sohn autistisch ist (stand das irgendwo?) könnte das ein gewisses gemeinsames Interesse an technisch-funktionalen Dingen anzeigen, was vielleicht für Autisten insgesamt passend wäre, ich aber weiter für Vormundschaft nicht für besonders relevant halte.
Umgekehrt steht der Mond mit dem Mondknoten zusammen in einem Haus, bringt also tatsächlich Unruhe hinein. (Allerdings ist Mondknoten stark im Stier.) Das Quadrat zu Uranus im 12. Haus ist nun auch nicht grade besonders super, wenn es um Finanzen geht, denn das kann ja auch finanzielle Verluste anzeigen. Uranus steht hier aber (nach Placidus) im eigenen Zeichen, also stark, deshalb würde ich dieses Argument erstmal abmildern. Und damit ist auch der Vorteil vom Vater mit den technisch-funktionalen Dingen wohl genausogut durch die Mutter abgedeckt. Die Mutter hat auch ein Trigon zu Mars, was eine gewisse angenehme Durchsetzungsfähigkeit als Vormund mit sich bringt.
Aber - wir könnten den Vormund auch als Saturn sehen. Dann ergäbe sich ja noch einmal ein anderes Bild.
Und, am wichtigsten erscheint mir schon die Frage, ob sich Vater und Mutter denn die Aufgabe nicht teilen können. Denn ein Horoskop besteht ja immer aus
allen Planeten, insofern frage ich mich schon, ob es für den Sohn gut ist, wenn sich die Eltern nicht auf eine gemeinsame Vormundschaft einigen können.