Uranus (der Prüfer der Zentrierung der Identität)

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Hi, Simi.

...hast du doch bestimmt Ja gesagt zu anderen Partnerinnen- wie war das denn da? Keine Erstickungsgefühle einer Freiheitsbeschränkung?
Nö, wie ich schon sagte, nix dergleichen.

Du verstehst das mit der Angst falsch, hi2u- man hat keine Angst, einen Befreiungsschlag zu tun- man tut den Befreiungsschlag aus Angst. Aus Angst, sonst weiterhin eingeschränkt leben zu müssen.
Mir ist schon klar, dass das kommen würde, aber sei versichert, das trifft auf mich nicht zu. Ich fühle auch keine Beschränkung meines Lebens -- der Befreiungsschlag resultiert aus einer realen Beschränkung meiner Handlungsfreiheit und da auch auf Projektbasis mit Geschäftspartnern, nicht das Abbrechen langfristiger Beziehungen.

Man hat Angst davor, Kompromisse ohne Ende machen zu müssen- sonst wird der andere einen verlassen. Das spürt man die ganze Zeit und fühlt sich mies deshalb. Was will der denn noch, ich geb' doch schon alles- mehr geht nicht. Schluss jetzt damit!- und schon hat Uranus dreingeschlagen.
Das kenne ich so nicht -- kein kleines bisschen. Deswegen meine ich, dass es nicht bloß Uranus in VII./Löwe sein kann. Da hängen wohl noch andere Sachen dran...

Kennste das nicht, dass man zu Beginn einer Partnerschaft erstmal prüft, wie weit die eigene Freiheit noch reicht, jetzt, wo man gebunden ist? Wie lange bist du verheiratet? Ich weiss echt nicht, wie du das aushältst, lach.
:) Tja, vielleicht hilft mir da die Erde -- aber ich bin nie eine Partnerschaft eingegangen, die nicht im voraus ausreichend geprüft war. Also keine Notwendigkeit, nach der Bindung einen Leinencheck zu machen :) Was nicht heißt, dass ich nicht den Lauf des Lebens und somit Veränderungen akzeptieren würde. Wobei diese Veränderungen immer sehr plötzlich passiert sind, Uranus eben, aber immer vorwarnungslos.

Da war nie sowas wie das langfristige Gefühl, dass es nimmer passt, das sich dann entladen hätte, sondern es trat einfach "aus heiterem Himmel" jemand anderer auf den Plan, der alles innerhalb weniger Stunden komplett umgekrempelt hat.

Also uranische Entladungen in der Beziehungskiste - ja, aber nicht aus Unglück oder Angst vor dem aktuellen Partner. Eher so wie ein Jobwechsel, weil die neuen Konditionen besser aussehen. Tja, Ur in VII., ich mache kein Hehl daraus, ist da ein wenig oberflächlich :) Aber so lange eine Partnerschaft bestanden hat (und da dauerte die Kürzeste glaub' ich zwei Jahre, die längste 12) war da kein empfundener Mangel an Freiheit.

Ich kenne einige Leute mit Uranus in 7, es ist immer dasselbe Bild- entweder, sie haben sehr früh geheiratet und leiden still vor sich hin oder sie wechseln ihre Partnerschaften wie andere die Unterwäsche.
:D Das Sprunghafte (sic!) ist nicht so das meine, da bin ich zu erdig angelegt. Alle ONSs, die sich im Lauf der Zeit ergeben haben, wurden zu Beziehungen -> das oben erwähnte "Job Hopping" :) Also habe ich es nie zu einem ONS gebracht, auch wenn es zunächst so ausgesehen haben mag...

Also wenn ich mit Uranus in VII. irgendwelche Probleme sehen müsste, dann vielleicht der "neutrale Abstand", der zum Lebenspartner gewahrt bleibt. Da fällt es (zu?) leicht, Beziehungsgeschichten wie Business-Affairs abzuwickeln -- wenn die Faktenlage es nahelegt, wird umdisponiert. Aber dass ich mir wegen zu viel Nähe oder befürchteter Umklammerung, oder was weiß ich, den Befreiungsschlag gesetzt hätte -- nein, trifft nicht zu.

Business-Partnerschaften schon eher, ich sagte es ja schon: geht mir ein Geschäftspartner auf die Nerven, kann ich ihn problemlos "ausknipsen", wenn ich das Gefühl habe, ich werde auf meinem Weg behindert. Da nehme ich mich nicht (aus Opportunität) zurück, sondern gehe den Uranus-Rebellen-Pfad ohne Rücksicht auf Verluste. Da könnte man nun dein Angst-Paradigma reininterpretieren, aber ich sehe das eher als die übliche uranische Sturheit bei den eigenen Ideen -- ich weiß, was ich genau nicht will und setze es um, ohne mich lange zu grämen: Trennungen sind eine Sache von weniger als einer Woche. Da ist für "Angst" oder auch nur "Besorgnis" keine Zeit -- fällt der Soll-Ist-Vergleich negativ aus, wird der Stecker gezogen: „Der Nächste bitte”.

Zum Weiterdenken: mein Uranus hängt mit Merkur im Trigon und mit Mars im Quadrat -- sonst keine Aspekte (Chiron-Opposition für alle Freaks :) )

Dein Uranus hängt im Trigon an Mond und Venus -- und in loser Opposition am AS. Da muss irgendwo die Differenz stecken...

Ach so: verheiratet bin ich noch immer nicht, obwohl es für manche so aussehen könnte :)
 
Hai hi2u,:)

hi2u schrieb:
Ach so: verheiratet bin ich noch immer nicht, obwohl es für manche so aussehen könnte

Nun, mein Mann hat auch UR in 7 und ist mit einer Dame verheiratet, die ein hübsches SO QAU UR und eine MO/UR Konj. besitzt.....Verständnis ist eben alles.....:clown:

Ach ja: Unsere Eheschließung erfolgte erst nach 26 Jahren Zusammensein.....:schnl:

Aber m.E. sitzen die meisten UR 7 Menschen im Geiste auf gepackten Koffern - die Fahrkarte in der Hand.....Man kann schließlich nie wissen.....;)




LG
Urajup
 
Schrödingers Katze;1408966 schrieb:
Das trifft aber für alle Uranier zu. :clown: Da muss man Uranus nicht in 7 haben.


Hallo Schrödi!:)

Aber für die mit UR in 7 ganz besonders.....Ich beobachte gerade diese Konstellation sehr eingehend und finde wirklich wenig Menschen mit dieser Stellung, die eine längerfristige Beziehung führen und wenn, sind die Partner ebenfalls "Uranier".....Sie halten es nur mit jemandem aus, der ähnlich "gestrickt" ist....



LG
Urajup
 
Schrödingers Katze;1408745 schrieb:
Scheinbar bin ich bei dem Thema etwas befangen, obwohl ich ein Lied davon singen kann. Eines? Ich such mir seit eh und je zielsicher Uranus-Saturn-Verbindungen aus. Aber keine locker-flockigen Aspekte, sondern die ganz derben. Entweder super-Konjunktionen oder beidseitige Quadrate.
Und soweit ich weiß, war immer das Thema "unbewusste Unterdrückung" gegeben. Aber das hat's jedesmal gebraucht, um einen ganz großen Schritt nach vorne zu kommen. Wenn das Thema Uranus-Saturn ins Bewusstsein drängt und das macht es durch die Starre, die irgendwann schleichend eingesetzt hat, dann geht ein enormer gedanklicher Sturm los.
Saturn kann ja nicht ohne Uranus. Wie ein kleines Kind bleibt er am großen Uranus kleben, auch wenn er sich sonstwie scheisse fühlt dabei. Der Befreiungsschlag kommt daher immer von Uranus und Saturn reagiert ultrabeleidigt und pampig. Hilfe! Für einen gewissen Zeitraum fühlt sich Uranus schon noch in die Pflicht genommen, doch sobald das Band zu Saturn zerreisst, ist es unrettbar verloren. Es muss aber nicht reissen und ich denke, wenn das der Fall ist, dann können sich beide wirklich viel geben. Dazu gehört aber jede Menge Charakterstärke und Liebe, um das auch wirklich zu wollen. Ganz zu vergessen ist nunmal nicht, dass sie sich eigentlich ein Zuhause teilen. :clown:

Oh Mann... da sprichst du was an. :hase:


Das von dir genannte Band muss nicht reißen, ich bezweifle, dass es das kann. Man kann sie nur versöhnen, indem man ein (DAS) Firmament findet, auf dem Saturn nicht mehr schürfen und Uranus nicht mehr sprengen müssen.
"Unbewusste Unterdrückung" hehe. Vom Gefühl her passt das irgendwie. Saturn buckelt wie Free Willy und Uranus kotzt's gewaltig an. Uranus tritt Saturn dann sonst wohin, der schreckt auf und die ganze Fassade fällt zusammen. Wenn man noch eine Feuerbetonung hat, ist dann erstmal kurz Krieg.
Mit der Zeit findet man den Schlüsselsatz, den Schlüsselgedanken, der es alles auflösen könnte. Nur braucht's den Gnadenstoß, sonst zündet der Schlüsselgedanke nicht.
Die Angst "denkt" im subtraktiven Farbkreis. Und nur weil man sich die Farben schöner redet, wird in der Mitte noch lang kein pures Weiß draus.

Ganz zu vergessen ist nunmal nicht, dass sie sich eigentlich ein Zuhause teilen. :clown:

Home sweet home :clown:
 
Saturn buckelt wie Free Willy und Uranus kotzt's gewaltig an. Uranus tritt Saturn dann sonst wohin, der schreckt auf und die ganze Fassade fällt zusammen.

:lachen: Ja, genauso kenn ich das :-) Aber exakt! Da hilft praktisch nur 'ne gerechte Verteilung von Uranus und Saturn-Anteilen.
 
Hi, Silke.

Kleine atmosphärische Korrektur "aus meiner Sicht":

Aber m.E. sitzen die meisten UR 7 Menschen im Geiste auf gepackten Koffern - die Fahrkarte in der Hand.....Man kann schließlich nie wissen.....;)

Ich meine nicht, dass Ur in VII. latent mit dem Abgang rechnet, i.e. seine Koffer ständig marschbereit hält. Wenn es vorbei ist, ist es eben vorbei. Da ist immer genug Zeit, einen geordneten Abgang spontan zu erledigen...
 
Hi, Silke.

Kleine atmosphärische Korrektur "aus meiner Sicht":



Ich meine nicht, dass Ur in VII. latent mit dem Abgang rechnet, i.e. seine Koffer ständig marschbereit hält. Wenn es vorbei ist, ist es eben vorbei. Da ist immer genug Zeit, einen geordneten Abgang spontan zu erledigen...

...diese Art von Abgang geht auch meistens schneller und unkomplizierter vonstatten als irgendwas geplantes. Die Kräfte sind dann konzentriert und ab... :)
Hmm? Überlege gerade, ob sich in so einem Moment nicht Saturn und Uranus zusammenschmeissen, um einen "geordneten Abgang spontan" zu erledigen :weihna1
 
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Hi, Mieze.

Schrödingers Katze;1408984 schrieb:
...diese Art von Abgang geht auch meistens schneller und unkomplizierter vonstatten als irgendwas geplantes.

Jedenfalls könnte ich mir einen geplanten Abgang nicht vorstellen -- da wäre im "Vorlauf" eine gewisse Zeit Unehrlichkeit im Spiel, und es wäre mir persönlich unerträglich, bei jemandem, den ich bereits abgeschrieben habe, so zu tun, als wäre alles paletti...
 
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