Uranus (der Prüfer der Zentrierung der Identität)

Simi schrieb:
den Partner auf neutralen Abstand zu halten, ist eine typische Angstabwehrstrategie des Uranus in 7.
Das Auf-Abstand-Halten ist eine Oberhandstrategie, um die Kontrolle zu haben, genau. Das hat mein Kerl von damals bei mir versucht, daraufhin hat meine Wassermann-Sonne zugeschlagen, und weg war ich!! :escape:
 
Werbung:
Hallo Hi2u und alle, :)

Ich orte da individuelle Denkmuster, die sich nicht an dem orientieren, was ich geschrieben habe, sondern an dem, wie der (oder hier: die) einzelne zu lesen gewillt ist. Womit das Gelesene von der gelebten Realität eventuell abweicht -- darüber schon nachgedacht?

generell: Also ich persönlich versuche, das stets im Hinterkopf zu haben, anders würde ich so einige Deutungen hier gar nicht "verkraften". Theorie und Praxis sind nun mal - zum Glück - zwei paar Schuhe und ich denke, dass das auch jeder, egal welche retorische Technik er anwendet auch weiß, nur lässt sich das oft schwer im Eifer des Gefechtes deutlich machen. :kiss3:

Liebe Grüße
Martina
 
Hi, Simi.

Ich war in Liebesdingen regelrecht fanatisch (Venus im Exil), du mit einer Steinbock-Venus wohl eher nicht.
Frage ich mich, was „fanatisch” im Kontext bedeutet -- ich stelle mir gerade die "Radikal anbaggernde Frauen (RAF)" und allfällige Entführungsopfer dazu vor...

Aber der Mond in 7, den habe ich nicht -
Ich auch nicht. Eine Hausnummer weiter, bitte, wenn du in Placidus bleiben willst.

Genau das isses- und zwar schon vorher.
Mein "Target detect" bis "Mission completed" Zyklus dauerte im Wesentlichen nie länger als 24 Stunden. Also keine überlangen Prüfzyklen implizieren, das geht ruck-zuck. Und die angedeuteten "harten Proben" sind mir auch nicht wirklich eingefallen. Entweder es passt und genügt meiner Ve in Ste, oder eben nicht.
Aha! Das kenne ich auch. Das ist mir aber nicht aus heiterem Himmel passiert, hi2u, es gab schon vorher schwarze Wolken. Wenn ein solcher Partnerwechsel stattfand, dann kannte ich den Neuen schon einige Zeit.
Schlingel, pfui :) Nö, das trifft für mich nicht zu. Der drastischste "Umstieg" dieser Art war ein Bewerbungsgespräch mit einer Buchhalterin. An dessen Ende war der Umstieg fertig -- eine Sache von fünf oder so Stunden. Es war eine sehr neptunische Verbindung, da könnte man die "Seelenpartner" Diktion ausgraben, und es führte kein Weg an dieser Erfahrung vorbei. Das waren zwei überaus intensive Jahre, in jeder Hinsicht, und irgendwann war's aus und ich weg -- ohne unmittelbare Nachfolgerin, damit da nicht die Idee der Sorge vorm Alleinsein aufkommt... Die "Nachfolgerin" kam erst Monate später, die hatte sich bloß verwählt. Die habe ich am Telefon angebaggert, und zwei Stunden später stand sie wirklich mit Pizza in der Hand (es war schon spät) im Büro. Ein netter Abend, finale furiouso bei ihr und am nächsten Tag durfte ihr Typ seine Sachen abholen. Das hat dann fünf oder sechs Jahre gedauert, das Ende kam mit meinem Job, der plötzlich hunderte Kilometer weite Trennung verursachte. Nach 18 Monaten Wochenendbeziehung war dann halt bei ihr der Punkt erreicht... Einer jener Fälle, wo ich gecancelled wurde.

Es ist auch ein Widerspruch zu oben, ein vorhergehender Leinencheck ist doch gar nicht möglich, wenn jemand anderer so plötzlich auf den Plan tritt.
Das sehe ich anders: wenn ich jemanden abchecke, bin ich sehr schnell durch -- ich will ja keine Lebensversicherung abschließen, sondern ich lasse mich gern vom "Kleingedruckten" in der Situation überraschen. Da reicht es, eine generelle Übereinstimmung zu finden und wenn dann der Funke springt, werde ich mich nicht wehren...

...du meinst: wenn es scheinbar besser passte. Aber sowas geht doch nur, weil die alte Beziehung eben nicht mehr passend erscheint- und dafür gibt es doch Gründe. Die Liebe ist tot und das merkt man just in dem Augenblick, wo ein anderer erscheint?
Die Liebe ist zu keiner "Verflossenen" tot (mit Ausnahme der obigen SP :)), bloss ist irgendwann mit Verliebtsein Essig, und da passiert es in meiner bisherigen Erfahrung leicht, dass zuerst der Funke springt, und dann... :D

Schiss hatte ich- Schiss alleine dazustehen, deshalb habe ich vorher nicht Schluss gemacht, obwohl ich's hätte tun müssen, wenn ich ehrlich gewesen wäre.

Ich glaube, dieses Gefühl hatte ich ein paarmal als Teenager -- da wäre mir ein Beziehungsende echt ungelegen gekommen. Ich hatte immer die Mädels, hinter denen alle her waren, und da wäre ein Verlassenwerden als Demütigung inakzeptabel gewesen. Aber das hat sich mit der ersten, mit der ich zusammenwohnte, gelegt. Das war auch ein interessantes und prägendes Erlebnis: sie kam irgendwann von einem Trip mit ihrem Vater nach Italien zurück und hat mir mit schlechtem Gewissen gebeichtet, mit einem angegrauten Italiener im Jaguar in die Kiste gesprungen zu sein. Sie war sorry, ich war sorry, aber dann war bei ihr nix kaputt gegangen oder ausgeleiert, und eigentlich immer noch alles wie zuvor -- da war mir klar, dass wenn sie zurückkommen, das Ganze halt ein verzeihlicher Irrtum war, und wenn nicht, der Lauf des Lebens. Nichts, worüber man sich im voraus den Kopf schwer machen müsste, und im Nachhinein sowieso nicht. Ab da hatte ich absolut keine Sorge vor einem Ende der aktuellen Beziehung, von wem auch immer ausgelöst.
Ich sehe das auch als eine Selbstwertfrage -- definiere ich mich über den anderen, brauche ich dessen Bestätigung, oder bin ich mir schon selbst genug? Das hat nicht mit fehlender Innigkeit zu tun -- ohne die wäre Beziehung ohnehin sinnlos -- sondern mit dem Verzicht auf Herz-Schmerz-Episoden, wo einer den anderen zum Abstützen braucht, weil er oder sie mit dem eigenen nicht zurecht kommt.
Das ist aber eben auch Angst, wenn man sich nicht wirklich einlässt.
Sich einlassen hat aber nichts mit der Sicht auf die Dinge zu tun... Ich denke, ich lasse mich schon mit Haut und Haar auf die Beziehung ein, aber ich habe eine Null-Erwartungshaltung der Partnerin gegenüber. Die kann/soll/darf machen, was sie für richtig hält, solange es nicht zum Schaden der Partnerschaft ist. Solange es passt, passts, und manchmal muss man durchbeißen, wenn die Wolken tiefer hängen -- kommt auch vor. Aber ich würde mir selbst etwas vorlügen, würde ich die aktuelle für die letzte Lebenspartnerschaft in meinem Leben halten -- ich schließe weiterhin nix aus und erwarte nix.
Dito! (Damit erschöpft sich mein Latein aber auch, lach.)
Vergesslich? Radix hatten wir doch schon mal :)

Die Verlustangst wird ja erst dann offenbar, wenn man auch wirklich was zu verlieren hat- den Partner auf neutralen Abstand zu halten, ist eine typische Angstabwehrstrategie des Uranus in 7.
Was zu verlieren wäre, sagt bei mir Ve in Ste in XII. -- das waren trotz allem immer große Verluste, aber ich habe sie davor nicht befürchtet und danach nur kurz beweint. Irgendwann ist hier alles zu Ende, wer das nicht im System akzeptiert, ist auf der falschen Kugel gelandet :)

Ja, bei Geschäftsverträgen ist das ausknipsen ein Leichtes, sind ja keine Gefühle im Spiel.
Sag' ich ja: du kennst mich nicht. Wenn kein Gefühl im Spiel ist, funktioniere ich nicht, setzt meine Kreativität aus, sinkt meine Leidensbereitschaft (und die braucht man in jedem Kreativ-Projekt) gegen Null. Muss Pluto in VII. sein :)
Es lebe die wilde Ehe. :banane:
Das nennt sich seit Neuestem Lebensabschnittspartnerschaft, oder kurz: LAP (was auf Englisch ganz zufällig „Schoߔ bedeutet :) )
 
Was ich mich manchmal frag: Der Mensch altert ja. Und ewig kann man das jugendlich-uranische Rumgeflippe auch nicht leben. Ausnahmen bestätigen auch hier wie immer die Regel. Aber isses schön, irgendwann mal allein da zu stehen? Und letzten Endes läuft es ja darauf hinaus, wenn man sein Ego immer wieder bestätigen muss. Das geht einige Zeit gut und dann....?
Vor kurzem hab ich mir meinen Fuß verstaucht. Supermärkte sind hier mittlerweile scheiss weit weg. Bei dem Gedanken, wie das wäre, wenn was schlimmeres passiert, hab ich mich ziemlich komisch gefühlt. Zum Glück war ich da grad nicht allein. Doch das sind schon Überlegungen... Der Mensch ist ein soziales Wesen. Auch wenn er erleuchtet ist oder dergleichen, isser immernoch abhängig von anderen. Uranus will sich aus dieser "Gesellschaftsfalle" hin und wieder befreien. Das wird ihm aber nicht gelingen. Und wenn, dann zu seinen Ungunsten.

:confused:
 
Hi, Miez.

Schrödingers Katze;1410135 schrieb:
Was ich mich manchmal frag: Der Mensch altert ja. Und ewig kann man das jugendlich-uranische Rumgeflippe auch nicht leben.
Da bin ich noch nicht sicher -- ich meine, das mit dem Rumgeflippe. Das mit dem Alter ist gewiss -- aber was implizierst du da?

Zum Glück war ich da grad nicht allein.

Huch -- du meinst: Beziehung als Altersvorsorge? Das -- schauder -- möchte ich mir nicht vorstellen... Das Leben ist unsicher und endet in fast allen Fällen (außer bisher einem) mit dem Tod. Zu glauben, dass der Partner dich überlebt und ein perfekter Pfleger ist, halte ich für eine fatale Misskonzeption. Dann schon besser ein paar Kinder in die Welt setzen, die überleben dich mit höherer Wahrscheinlichkeit.

Alles andere ist sinnlose Spekulation, bestenfalls beengende Perspektive deines Saturn. Am besten, du beginnst bald in eine Pflegekasse einzuzahlen, das Anlachen eines Partners ersetzt das nicht :)
 
Schrödingers Katze;1410135 schrieb:
Was ich mich manchmal frag: Der Mensch altert ja. Und ewig kann man das jugendlich-uranische Rumgeflippe auch nicht leben. Ausnahmen bestätigen auch hier wie immer die Regel. Aber isses schön, irgendwann mal allein da zu stehen? Und letzten Endes läuft es ja darauf hinaus, wenn man sein Ego immer wieder bestätigen muss. Das geht einige Zeit gut und dann....?
Naja, ich bin mit dem Rumgeflippe ja erst mit 28 angefangen, lach. Saturn-Geburtstag, ich musste endlich raus aus mir. Zwei Jahre mit Astrologie rumgespielt und dann, mit 30, die erste Sicht. Ab da ging's nicht mehr um eine Ego-Bestätigung, mehr um eine Selbstbeobachtung beim Flippen- bis ich 35 war, dann war das Mass voll. Ich stand alleine da. Jeder steht an der Stelle alleine da, Katze- da kommt keiner dran vorbei.

Schrödingers Katze schrieb:
Vor kurzem hab ich mir meinen Fuß verstaucht. Supermärkte sind hier mittlerweile scheiss weit weg. Bei dem Gedanken, wie das wäre, wenn was schlimmeres passiert, hab ich mich ziemlich komisch gefühlt. Zum Glück war ich da grad nicht allein. Doch das sind schon Überlegungen... Der Mensch ist ein soziales Wesen. Auch wenn er erleuchtet ist oder dergleichen, isser immernoch abhängig von anderen. Uranus will sich aus dieser "Gesellschaftsfalle" hin und wieder befreien. Das wird ihm aber nicht gelingen. Und wenn, dann zu seinen Ungunsten.

:confused:
Nein. Nein. Nein.
Der Mensch ist kein soziales Wesen.
Wer erleuchtet ist oder dergleichen, ist nicht mehr abhängig von anderen.
Es wird gerade Uranus in 6 gelingen, sich aus der Gesellschaftsfalle zu befreien- zu seinen Gunsten.

Weisste Katze, das war mit Mars in 6 nicht anders- ich hab' mich ja nicht nur mit Partnerschaftsproblemen rumgeplagt, das Gesellschafts- und Krankheitsding hing mir auch um den Hals. Ein verstauchter Fuss ist peanuts, was machste, wenn du ne Krankheit hast, bei der dir die Ärzte ganz klar sagen, dass sie nix machen können? Meine Horrorvorstellung war immer: ich im Rollstuhl und mein Partner verlässt mich deswegen.

Als ich allein dastand und auch stehen blieb, da sah ich das alles: ich war eh allein.
War ich schon immer gewesen- ich hatte es bloss nicht sehen wollen.

Einheit ist nicht der Zusammenschluss aller Menschen- Einheit ist das Eins Sein mit sich selbst.

:)
 
Simi schrieb:
Der Mensch ist kein soziales Wesen.
Wer erleuchtet ist oder dergleichen, ist nicht mehr abhängig von anderen.
Soziale Kontakte zu haben bedeutet ja nicht gleich Abhängigkeit.
Du hältst dich ja auch gerne hier unter Menschen (auch wenn's virtuell ist) auf und tauschst dich aus.
Du suchst also genauso den sozialen Kontakt.:)
 
Hallo,

ich denk grad über Uranus nach, und über das, was man über ihn als "Prüfer" sagen kann.

Ich kam zu folgenden Gedanken:
Bei Uranus ist es ein schwer zu beschreibendes Phänomen, wie er offensichtlich immer etwas egozentrisches an sich hat. Uranus hat allerdings auch ein wenig mit Ich-Durchsetzung zu tun, man müsste allerdings besser "Selbst-Durchsetzung" dazu sagen: ein "Ich" (Löwe, Sonne) will sich Anerkennung bei anderen verschaffen, aber Uranus will bei sich selbst bleiben.

Wo Mars der egoistische Planet ist, ist Uranus der egozentrische Planet, die Resultate dieses distanzierten Verhaltens (in Bezug zu anderen) können von aussen an einen heran getragen werden, zum Beispiel durch Unverständnis gegenüber der eigenen Originalität, was ja auch Angst oder Hemmung bewirken kann (sich frei so auszudrücken und zu geben, wie es einem angetan ist).

Im Grunde stellt uns Uranus vor neue Erfahrungen, und seine Stellung im Radix zeigt, in welcher Weise wir durch neue Erfahrungen erkennen, wie nahe wir an uns Selbst sind.
Für viele ist aber dieses Selbst bedeutungslos, und die gefühlte Präsenz der eigenen Wirklichkeit weitgehend gebunden an die "Persönlichkeit". Daher prüft Uranus auch, wie nahe man an dieser Konstruktion einer persönlichen Identität ist. Ist die Individualität gegeben?

In diesem Sinne verstehe ich es, dass man in Bezug zu Uranus den Begriff des "Prüfens" verwendet.
Simi schreibt: Uranus prüft das Ich und zentriert es.

Ich denke, das "prüfen " ist nur das Resultat in unserer Psyche, das symbolische Prinzip des Uranus ist "ein Kreis mit einem Mittelpunkt und einem hinaus nach oben tretenden Pfeil (Drang)".
Das hat eine Ähnlichkeit mit der Sonne (Kreis und Mittel-Punkt) und dem Mars. Der Unterschied zum Mars sehe ich darin, dass Mars vorwärts drängt und auf (zielgerichtete) Durchsetzung seiner Tatkraft besteht, dabei interessiert sich Mars nicht für das Ziel, sondern nur für die Durchsetzung, für den Weg dieser Aktion gewissermassen. Und Uranus will nichts durchsetzen, sondern beharrt (damit würde sich das fixe Wassermann Zeichen erklären). Er beharrt . Aber worauf? Und was bedeutet der Pfeil nach oben?

Ist es Andersartigkeit, die von diesem Pfeil "berührt" wird (wie der Widerstand bei Mars ist es bei Uranus Andersartigkeit, die als "Feind" erlebt wird).
Und dann - weil das ist Uranus - sieht Uranus in dieser Konfrontation mit Andersartigkeit einen Feind (Andersartigkeit analog dem Mars , wo der Feind der Widerstand ist)...

Daher dann die Distanz zu dieser Andersartigkeit, weil die erkannte Andersartigkeit ja nicht sein soll . Und schliesslich die Beharrung auf die eigene Identität, die frei sein soll von diesen Eindrücken: dass man anders ist, - gleichwohl beharrt man auf dem, was man selbst ist...
Kann ich sein was ich bin? Uranus nimmt aber die eventuelle Andersartigkeit in Kauf, es INTERESSIERT IHN SO WENIG WIE DER WIDERSTAND DEN MARS INTERESSIERT.

Mars ist befreit von Ängsten ein Mittel, um das zu tun, was man für richtig hält.

In der PSYCHE resultiert dann (in Bezug zu Uranus) der Eindruck anders zu sein, ein häßliches Gefühl, blödes Gefühl, humorlos.
Uranus ist befreit von Ängsten um die Anderartigkeit dann ein Mittel für was? Für die Zentrierung?
Diese Sache kann ich noch nicht auf den Punkt bringen.-.-.- (@Simi! Hilfe!)
- und was sind die Ängste wirklich, die der Uranus bewirkt? Zu grosse Distanz? Losgelöstheit (Bodenlosigkeit)? Haltlosigkeit? Sind diese Eindrücke nur, weil man Uranus noch nicht als Mittel zur Zentrierung gebrauchen konnte?
Uranus in 4 ist oft als eine Schwierigkeit beschrieben worden, sich irgendwo zuhause (verwurzelt) zu empfinden...

Wenn die Sonne auch in diesem Symbol des Uranus angedeutet ist, könnte der Humor, den man Uranus nachsagt, ein Mittel sein , um sich zu zentrieren... das würde jedenfalls gut passen. Andererseits steht Wassermann in Opposition zum Löweprinzip und ähnliches mag im Verhältnis Sonne versus Uranus der Fall sein. Aber diese Achsengleichheit zeigt auch wieder ein vereintes Thema an, an und für sich.

__________________________________
P.s:
Im Titel des Thread verwendete ich den Ausdruck IDENTITÄT, aber vielleicht ist das nicht angemessen... oder vielleicht doch? Prüfung der Identität oder Prüfung des Ichs hinsichtlich der Zentrierung...
Was kann man sonst noch dazu sagen, welche "Entität oder Sache" Uranus prüft hinsichtlich der Zentrierung? (vielleicht kann man auch die Eigenschaft der "Beharrung" in diesen Zusammenhang bringen: also Prüfung hinsichtlich des Umstandes, wie sehr man "auf sich selbst beharren" kann (?) )

?

LG
Stefan

Hallo Stefan,
für mein Verständnis symbolisiert Uranus die Weiterentwicklung der Gesellschaft. Währenddessen Saturn die altbewährten Normen und Werte und damit die (konservative) Bewusstseinshaltung der Gesellschaft symbolisiert. Diese Normen verleihen Sicherheit und Kontinuität. Bei zu starkem Sicherheitsdenken können aber Entwicklungsprozesse behindert werden und stagieren. Uranus sorgt dafür, dass diese allgeimeingültigen Normen immer mal wieder überprüft und ggf reformiert werden. Menschen mit Uranus-Wassermann-Haus11-Betonung stellen viele Normen der Gesellschaft in Frage - was für konservative Menschen oft mit Aufregungen, Skandalen und Nervenbelastungen einhergehen. Aber auch jeder Einzelne hat Uranus in seinem Horoskop zu stehen. Dort finden immer wieder Reformen und Veränderungen statt. bei Uranus im 7. oder 8. Haus z.B. kann man keine herkömmliche Beziehung leben. Versucht man es dennoch, muss man sich in bestimmten Intervallen wieder trennen. Generell gehts darum seine Individualität jenseits der Norm nach Saturn zu leben. Das sieht manchmal ziemlich exzenrisch aus - allerdings je nach Blickwinkel.
Grüße
Astrologe
 
Hallo Lilith und Simi, :)

Simi: Nein. Nein. Nein.
Der Mensch ist kein soziales Wesen.
Wer erleuchtet ist oder dergleichen, ist nicht mehr abhängig von anderen.
Es wird gerade Uranus in 6 gelingen, sich aus der Gesellschaftsfalle zu befreien- zu seinen Gunsten.

das verstehe ich einfach nicht, es will mir nicht in den Schädel, warum Erleuchtung mit Unabhängigkeit gleichgesetzt werden soll. Gerade Oskar Adler, den Du ja so gerne hast, der betrachtet doch gerade das Gemeinschaftsgefühl als Geschenk der Evolution.

Einheit ist nicht der Zusammenschluss aller Menschen- Einheit ist das Eins Sein mit sich selbst.

Warum das denn trennen? Es gibt eine Einheit aller Menschen/Lebenwesen und was weiß ich wem und es gibt die innere Einheit mit sich selbst.

Soziale Kontakte zu haben bedeutet ja nicht gleich Abhängigkeit.

Doch, bedeutet es eben schon, aber nicht im negativen Sinne, sondern im Sinne der Evolution.

Du hältst dich ja auch gerne hier unter Menschen (auch wenn's virtuell ist) auf und tauschst dich aus.

Das wurde Simi schon öfter gesagt, sie ging aber bisher nie darauf ein bzw. habe ich es nicht gesehen.

Du suchst also genauso den sozialen Kontakt.:)

Eben und warum tut sie das, wie jeder andere auch? Gerade Adler sieht im Wohl der Allgemeinheit die "absolute Wahrheit". Ich mochte Adler auch schon von Beginn an, habe ihn aber scheinbar ganz anders interpretiert.

Die innere Einheit mit sich selbst erfährt man doch nur in der absoluten Akzeptanz der Tatsache, dass alles was ist wiederum innerhalb der Einheit von allem was ist, passiert. Der Weg ist also nicht die Lösung aus der Gemeinschaft, sondern deren Akzeptanz und die Erkenntnis, dass in der Akzeptanz die Lösung liegen kann. Nämlich die Lösung von der Vorstellung, als Einzelwesen überleben zu können. Das schließt aber wiederum nicht aus, dass jeder Einzelne sich innerhalb der Einheit individuell entwickeln kann und sein persönliches Überleben so gestalten kann, wie er es für richtig hält und wie es ihm gut tut und wie es möglich ist.....

Uranus ist der Rebell, der sich aber auch nur "innerhalb" der Einheit seiner Leidenschaft hingeben kann. Denn ohne Resonanz gibt es noch nicht mal Freiheit.

Liebe Grüße
Martina
 
Werbung:
Zurück
Oben