Hi, Simi.
Ich war in Liebesdingen regelrecht fanatisch (Venus im Exil), du mit einer Steinbock-Venus wohl eher nicht.
Frage ich mich, was fanatisch im Kontext bedeutet -- ich stelle mir gerade die "Radikal anbaggernde Frauen (RAF)" und allfällige Entführungsopfer dazu vor...
Aber der Mond in 7, den habe ich nicht -
Ich auch nicht. Eine Hausnummer weiter, bitte, wenn du in Placidus bleiben willst.
Genau das isses- und zwar schon vorher.
Mein "Target detect" bis "Mission completed" Zyklus dauerte im Wesentlichen nie länger als 24 Stunden. Also keine überlangen Prüfzyklen implizieren, das geht ruck-zuck. Und die angedeuteten "harten Proben" sind mir auch nicht wirklich eingefallen. Entweder es passt und genügt meiner Ve in Ste, oder eben nicht.
Aha! Das kenne ich auch. Das ist mir aber nicht aus heiterem Himmel passiert, hi2u, es gab schon vorher schwarze Wolken. Wenn ein solcher Partnerwechsel stattfand, dann kannte ich den Neuen schon einige Zeit.
Schlingel, pfui

Nö, das trifft für mich nicht zu. Der drastischste "Umstieg" dieser Art war ein Bewerbungsgespräch mit einer Buchhalterin. An dessen Ende war der Umstieg fertig -- eine Sache von fünf oder so Stunden. Es war eine sehr neptunische Verbindung, da könnte man die "Seelenpartner" Diktion ausgraben, und es führte kein Weg an dieser Erfahrung vorbei. Das waren zwei überaus intensive Jahre, in jeder Hinsicht, und irgendwann war's aus und ich weg -- ohne unmittelbare Nachfolgerin, damit da nicht die Idee der Sorge vorm Alleinsein aufkommt... Die "Nachfolgerin" kam erst Monate später, die hatte sich bloß verwählt. Die habe ich am Telefon angebaggert, und zwei Stunden später stand sie wirklich mit Pizza in der Hand (es war schon spät) im Büro. Ein netter Abend, finale furiouso bei ihr und am nächsten Tag durfte ihr Typ seine Sachen abholen. Das hat dann fünf oder sechs Jahre gedauert, das Ende kam mit meinem Job, der plötzlich hunderte Kilometer weite Trennung verursachte. Nach 18 Monaten Wochenendbeziehung war dann halt bei ihr der Punkt erreicht... Einer jener Fälle, wo ich gecancelled wurde.
Es ist auch ein Widerspruch zu oben, ein vorhergehender Leinencheck ist doch gar nicht möglich, wenn jemand anderer so plötzlich auf den Plan tritt.
Das sehe ich anders: wenn ich jemanden abchecke, bin ich sehr schnell durch -- ich will ja keine Lebensversicherung abschließen, sondern ich lasse mich gern vom "Kleingedruckten" in der Situation überraschen. Da reicht es, eine generelle Übereinstimmung zu finden und wenn dann der Funke springt, werde ich mich nicht wehren...
...du meinst: wenn es scheinbar besser passte. Aber sowas geht doch nur, weil die alte Beziehung eben nicht mehr passend erscheint- und dafür gibt es doch Gründe. Die Liebe ist tot und das merkt man just in dem Augenblick, wo ein anderer erscheint?
Die Liebe ist zu keiner "Verflossenen" tot (mit Ausnahme der obigen SP

), bloss ist irgendwann mit Verliebtsein Essig, und da passiert es in meiner bisherigen Erfahrung leicht, dass zuerst der Funke springt, und dann...
Schiss hatte ich- Schiss alleine dazustehen, deshalb habe ich vorher nicht Schluss gemacht, obwohl ich's hätte tun müssen, wenn ich ehrlich gewesen wäre.
Ich glaube, dieses Gefühl hatte ich ein paarmal als Teenager -- da wäre mir ein Beziehungsende echt ungelegen gekommen. Ich hatte immer die Mädels, hinter denen alle her waren, und da wäre ein Verlassenwerden als Demütigung inakzeptabel gewesen. Aber das hat sich mit der ersten, mit der ich zusammenwohnte, gelegt. Das war auch ein interessantes und prägendes Erlebnis: sie kam irgendwann von einem Trip mit ihrem Vater nach Italien zurück und hat mir mit schlechtem Gewissen gebeichtet, mit einem angegrauten Italiener im Jaguar in die Kiste gesprungen zu sein. Sie war sorry, ich war sorry, aber dann war bei ihr nix kaputt gegangen oder ausgeleiert, und eigentlich immer noch alles wie zuvor -- da war mir klar, dass wenn sie zurückkommen, das Ganze halt ein verzeihlicher Irrtum war, und wenn nicht, der Lauf des Lebens. Nichts, worüber man sich im voraus den Kopf schwer machen müsste, und im Nachhinein sowieso nicht. Ab da hatte ich absolut keine Sorge vor einem Ende der aktuellen Beziehung, von wem auch immer ausgelöst.
Ich sehe das auch als eine Selbstwertfrage -- definiere ich mich über den anderen, brauche ich dessen Bestätigung, oder bin ich mir schon selbst genug? Das hat nicht mit fehlender Innigkeit zu tun -- ohne die wäre Beziehung ohnehin sinnlos -- sondern mit dem Verzicht auf Herz-Schmerz-Episoden, wo einer den anderen zum Abstützen braucht, weil er oder sie mit dem eigenen nicht zurecht kommt.
Das ist aber eben auch Angst, wenn man sich nicht wirklich einlässt.
Sich einlassen hat aber nichts mit der Sicht auf die Dinge zu tun... Ich denke, ich lasse mich schon mit Haut und Haar auf die Beziehung ein, aber ich habe eine Null-Erwartungshaltung der Partnerin gegenüber. Die kann/soll/darf machen, was sie für richtig hält, solange es nicht zum Schaden der Partnerschaft ist. Solange es passt, passts, und manchmal muss man durchbeißen, wenn die Wolken tiefer hängen -- kommt auch vor. Aber ich würde mir selbst etwas vorlügen, würde ich die aktuelle für die letzte Lebenspartnerschaft in meinem Leben halten -- ich schließe weiterhin nix aus und erwarte nix.
Dito! (Damit erschöpft sich mein Latein aber auch, lach.)
Vergesslich? Radix hatten wir doch schon mal
Die Verlustangst wird ja erst dann offenbar, wenn man auch wirklich was zu verlieren hat- den Partner auf neutralen Abstand zu halten, ist eine typische Angstabwehrstrategie des Uranus in 7.
Was zu verlieren wäre, sagt bei mir Ve in Ste in XII. -- das waren trotz allem immer große Verluste, aber ich habe sie davor nicht befürchtet und danach nur kurz beweint. Irgendwann ist hier alles zu Ende, wer das nicht im System akzeptiert, ist auf der falschen Kugel gelandet
Ja, bei Geschäftsverträgen ist das ausknipsen ein Leichtes, sind ja keine Gefühle im Spiel.
Sag' ich ja: du kennst mich nicht. Wenn kein Gefühl im Spiel ist, funktioniere ich nicht, setzt meine Kreativität aus, sinkt meine Leidensbereitschaft (und die braucht man in jedem Kreativ-Projekt) gegen Null. Muss Pluto in VII. sein
Es lebe die wilde Ehe.
Das nennt sich seit Neuestem Lebensabschnittspartnerschaft, oder kurz: LAP (was auf Englisch ganz zufällig Schoß bedeutet

)