Hallo Simi
Eigentlich ist das 8.Haus für Verbindlichkeiten zuständig, das 7.Haus ist nur für die Begegnung zuständig.
Das 7.Haus ist ein Kardinal-Haus, das 8.Haus ein fixes Haus. Das 8.Haus macht das knkret und Verbindlich, was im 7.Haus zugelassen wurde. Das 7.Haus macht nichts verbindlich.
Haus 8 ist die Vorstellung, die Idee.
Vielleicht solltest du erst mal mit dir selbst einig werden, was das 8. Haus ist, Quranos.
Die Wasserhäuser 4, 8 und 12 sind seelische Häuser, man hat etwas zu erleiden, dh man ist seelisch einem Beeindrucktwerden von Aussen ausgesetzt, ohne dass man etwas dagegen tun kann. In 4 sind es die Eltern, die man sich nicht aussuchen kann. Man wird in eine bestimmte Familie hineingeboren und muss diese Tatsache ertragen. In 8 sind es die Veränderungen des Lebens, jede Begegnung, jedes Ereignis beeinflusst einen seelisch und verändert einen, dagegen kann man nichts tun. In 12 erleidet man die Tatsache, dass man im inneren Raum des Körpers alleine ist, man ist eingesperrt in ihn und kann nicht raus.
Im fixen 8. Haus wird alle Kraft auf das Erleidenmüssen konzentriert. Der seelische Blick ist fest auf der Tatsache gerichtet, dass da etwas ist, das einen verändern will, dabei will man so bleiben, wie man ist und stemmt sich deshalb mit aller Kraft gegen jede Veränderung. Je länger es gelingt, am derzeitigen Entwicklungsstand festzuhalten, desto länger kann man seine seelische Beharrungskraft auskosten.
Innerlich sieht das so aus, dass der Mensch alle von Aussen kommenden Entwicklungsimpulse zwar in sich aufnimmt, aber nicht sofort verarbeitet, sondern komprimiert, er verdichtet sie und speichert sie zwischen, wie in einer Batterie. Von dort werden wie langsam, wie in Zeitlupe, verarbeitet- diesem Prozess der eigenen Reifung schaut man zu. Nun ist aber jede Entwicklung ein Sterben, weil Altes losgelassen werden muss, um Neues hervorzubringen- stirb und werde, sagte schon Goethe, der Mars in 8 hatte, und so steht diesen Leuten ständig die Tatsache ihres Sterbens und Wiedergeborenwerdens vor Augen. Völlige Erstarrung bedeutet den Tod, darum ist ihnen schon klar, dass Leben an sich Veränderung bedeutet. Und darum erfolgt dann schliesslich doch eine plötzlichen Entladung aller verarbeiteten Entwicklungsimpulse- die Veränderung tritt ein.
Je nach Planet, der sich im 8. Haus befindet, sieht diese verlangsamte Veränderungsbereitschaft sehr unterschiedlich aus.
Mit Sonne in 8 (*winke Lilith) kommt es zu einer völligen Verschiebung des Lebensrhythmus. Diese Menschen sind so mit ihrer inneren Entwicklung beschäftigt, dass sie sich völlig dem äusseren Leben entfremden. Sie erscheinen verträumt und geistesabwesend- tatsächlich ist es genau umgekehrt. Innerlich sind sie nämlich sehr lebendig, sie sind so intensiv in die Betrachtung ihres Innenlebens versunken, dass sie von sich selbst glauben, schon ausgereift zu sein. Sie nehmen Gewohnheiten und Redewendungen von Älteren an, sind bedächtiger und leidenschaftsloser- weltliche Dinge scheinen sie nicht zu beeindrucken. Bis es dann zu einer Entladung der angesammelten Entwicklungsimpulse kommt, das kann zu einem völligen Bruch mir dem bisherigen Leben kommen. Wenn schon Veränderung, dann aber richtig. Das passiert bei Sonne in 8 aber oft erst im Alter, diese Menschen sind Spätblüher.
Mit Angstplaneten in 8 ist die Angst vor Veränderungen so gross, dass man die innere Zeitlupe bis zur völligen Erstarrung kommen lässt. Völlige Erstarrung aber bedeutet Tod ohne Wiedergeburt, weshalb diese Menschen tatsächlich öfter dem Tod begegnen als andere. Das äussere Leben reduziert sich buchstäblich auf Null, was häufig Depressionen zur Folge hat.
So Quaranus- und jetzt erklär' mir doch bitte mal, wie in dieses Bild deine Schlagworte "Verbindlichkeit, Vorstellung und Idee" passen.
