Hi, Simi.
Nun ja, Karma ist ohne
Samsara ja nur die halbe Miete. Oder westliches Eso-Trallala.
Hi Du
Ich hab' ja nicht gesagt, dass das mit der Reinkarnation nicht stimmt- das ist schon richtig. Aber ich weiss nix von meinen früheren Leben, die Ursache für heutiges Pech damit zu begründen, ist nicht weiterführend. Und schon gar nicht bewusstseinserweiternd im Sinne von Selbsterkenntnis. Besser ist es, darauf zu achten, wie Karma entsteht, hier und jetzt.
hi2u schrieb:
Ein wahres Wort, gelassen ausgesprochen

Ich gehe noch weiter, denn dein Satz ist mir zu lau: man kriegt immer eine passende Antwort auf seine Absichten. Wenn die Absichten fragwürdig sind, wird man die Antwort nur selten hören (oder richtiger: erleben) wollen.
Genau- aber dann von Karma sprechen und in Wirklichkeit die Ursache einfach auf ein früheres Leben projizieren. Da kann man ja nix tun- und schon wähnt man sich unschuldig. So wird das natürlich nix mit der Selbsterkenntnis, allerdings bleibt man so ewiges Opfer.
hi2u schrieb:
Allerdings stellt sich die Frage, ob man nicht doch besser mit einem schlechten Karma, dafür aber reich und gesund, als mit keinem Karma, dafür aber arm und krank, dieses Jammertal durchwandelt
Jetzt machste aber denselben Fehler, hi2u. Reich und gesund ist genauso selbsterschaffen wie arm und krank, beide Varianten unterliegen genau wie alles andere den eigenen Absichten- das meinte ich mit konsequent und radikal. Es geht ja nicht nur darum, welche Partner man anzieht, auch der Gesundheitszustand hat seinen Ursprung in einem selbst, die Finanzlage sowieso.
hi2u schrieb:
Diese rhetorische Schlenker entbehrt nicht eines gewissen Charmes, aber überzeugend ist anders. In diesem Leben wird man nicht Gott sein -- man kann sich als "Inkarnation Gottes" verstehen, aber auch das hätte dir noch vor ein paar hundert Jahren eine hübsche Investigation mit abschließendem Feuerzauber eingetragen...
*schmunzel* Naja, ich nehme Sprache halt wörtlich, danke.

Man ist immer Gott, man muss es nicht erst werden- was werden muss, ist die Erkenntnis, dass es so ist. Davon kann dich keiner überzeugen, nur du selbst kannst dir dessen gewahr werden.
hi2u schrieb:
Was mir nicht behagt, ist die Einleitung des Absatzes. Ich musste mir niemals radikal und konsequent irgendwas von Karma vorstellen, um zu besagter modifizierter Einsicht zu gelangen. Genau genommen ist es schon fast peinlich, denn es steht doch bereits in der Genesis, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geformt und durch seinen Hauch belebt ist. Das haben wir in der Grundschule schon so eingetrichtert bekommen, und wer's damals nicht wörtlich genommen hat, dem war ohnehin nicht zu helfen...
Ja, zu besagter modifizierter Einsicht biste dadurch gekommen, aber nicht zu wahrer und völliger Einsicht, was wirklich mit diesen biblischen Worten gemeint ist.
hi2u schrieb:
Nö, ich fühle mich ganz ohne Karma/Samsara eins mit dem Universum und damit mit Gott. Aber ich bin nicht Gott -- bloß eine temporäre Inkarnation, so eine Art Pickel an SEINEM A*, wenn du so willst. So wie der Pickel Teil von Gott ist und wieder vergeht, so gehts auch mir. Mit der Konsequenz, dass alles, was ich mache, richtig ist, den Gott ist richtig, oder wahr, wie du zu formulieren pflegst. Da nun alles, was ich als Teil Gottes mache, wahr und damit richtig ist, löst sich der Begriff des Karma im Sinne der Inder in eine etwas "gehobenere" Interpretation eines Wechselspiels innerhalb der selben Wesenheit, a.k.a. Gott, auf.
Schau' mal etwas genauer hin, hi2u: da ist der Pickel und da ist Gott, mit dem du durch den Arsch verbunden bist, weil du als Pickel da dran klebst. Dh du glaubst, du seist der Pickel. Da gibt es aber immer noch zwei: dich (den Pickel) und Gott (an dessen Arsch du klebst), diese zwei sind gefühlsmässig verbunden- aber nicht Eins. Der Verwirklichte weiss, dass er Gott ist, die Form, die er bekleidet, ist nicht der Pickel am Arsch, sondern der ganze Körper. Der Pickel vergeht, der ganze Körper Gottes niemals, er ist ewig.
Ich bin ja erst ein 5er und kein verwirklichter 7er, aber ab der 5ten erlebt man bereits solche Zustände, dh ich nehme mich als den ganzen Körper wahr. Diese Zustände sind bloss noch nicht dauerhaft, beim 7er sind sie es.
hi2u schrieb:
Beispiel: da alle Wesenheiten "Extensions" und Repräsentierungen von Gott darstellen, ist alles, was wir miteinander führen können, ein einziges Selbstgespräch. Wenn ich nun irgendwem ordentlich auf die Zehen trete, werde ich nota bene den Schmerz selbst empfinden müssen, da ich zwar nur Pickel, aber eben doch fix mit Gott verbunden bin. Das ist aber eine einfachere Wechselwirkung als das, was die Inder als Karma/Samsara in ihrem Programm haben -- denn dort spielt sowas wie Schuld eine Rolle, die es aber nicht geben kann, weil wir eben alle aus dem einen Gott entstehen. Schuld ist ein Begriff der Moral, doch Moral ist kein Begriff Gottes, sondern der Gesellschaft, die davon ausgeht, dass ihre Mitglieder nicht in der Lage sind, das Gesetz Gottes als solches zu verstehen und zu leben -- was schon einiges über die Gesellschaft aussagt.
Würde dieses Gesetz der Wechselwirkung akzeptiert, gäbe es nichts "Böses" mehr auf der Welt, alles wäre "richtig" -- ohne Ausnahme, so schmerzhaft das für den normalen Menschenverstand auch sein (oder scheinen) mag.
Ja, richtig. Allerdings weiss ich nicht, welche Inder du meinst. Im Hinduismus wie auch im Sufismus gibt es keinen Schuldbegriff- Moral ist Menschenwerk und hat nichts mit Gott zu tun. Es geht nicht um Schuld- es geht um das Ursachenprinzip, das ist im Buddhismus wohl auch so, da kenne ich mich nicht aus, muss aber so sein, ist ja alles dasselbe, nur mit anderen Worten.
hi2u schrieb:
Aber da sind wir doch recht weit von der Astrologie weggekommen...
Ja nu', das sind halt die Erkenntnisse, zu denen man kommt, wenn man sich eingehend mit Astrologie beschäftigt. Aber hier mal wieder was Astrologisches:
Oder, zum Selberdenken: VII. ist die Opposition (=Ergänzung) zum I.
In I. kann man sagen "ich bin", daher VII.: "wir sind".
In II. kann man sagen: "ich habe", in VIII.: "wir haben".
Hmmm, nein. Eher so:
In 1 liegt das Ich, die Persönlichkeit, in 7 das Du des Partners.
In 2 liegt das irdische Vermögen, der Besitz, in 8 die Vergänglichkeit, der Tod.
"Das letzte Hemd hat keine Taschen" bringt die Achse 2/8 gut auf den Punkt.
