Tiefe Liebe zur Menschheit oder tiefe Ablehnung?

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Ich empfinde wachsende Liebe für die Menschen. Es ist, als hätte ich eine Reise begonnen, die mir Menschen immer näherbringt.
Bei mir ist es exakt umgekehrt. Meinen Avatar habe ich nicht aus Jux und Dollerei so gewählt: Ich empfinde wachsende Abneigung (gelegentlich (bei bestimmten Ereignissen) bis zum Haß). Ich habe eine Reise begonnen, die immer weiter von den Menschen wegführt, ins "Land" meiner spirituellen Ahnen...
 
Ui Ui, welche Laus ist Dir den über die n Leberchen gelaufen? Ich halt mich nicht für so toll, glaub mir, ich halt nur die Augen offen..... und ja, da geb ich Dir schon Recht, die allermeisten Mitmenschen gehen mir am A.... vorbei.
....und ich werte nicht, ich sag nur was ich mir denke, wie Du auch.....
Man wertet, wenn man sagt, was man denkt: Denn man stellt sich resümierend über seine Wahrnehmung und beurteilt(!) seinen individuellen Eindruck hiervon...
 
...Ich sitze in der Bahn, im Zug, im Café und beobachte, beobachte, beobachte und beobachte. Beobachte die genutzten Materialien, Kleidung gerade jetzt im Winter (Pelzkrägen&Co), Hypes, wo es nur darum geht dabei zu sein, egal welchen Preis andere zahlen müssen dafür,

Ich musste in der stadt ein ersatzteil besorgen und konnte es nicht finden. Habe ich nachgefragt, hat man mir mit leerem verkäuferlächeln und schulterzuckend mitgeteilt, das gäbe es nicht mehr, ich müsse das ganze teil neu kaufen und mich angeschaut, als käme ich von einem andern stern.
Da ging mir das erste mal durch den kopf, dass ich eigentlich nicht (mehr) recht in diese welt passe. War irgendwie seltsam.

... die Selbstverständlichkeit, mit der das eigene Befinden ganz, ganz oben steht und alles andere dafür zurückstehen muss. Null Interesse, vielleicht auch gar keine Fähigkeit etwas mehr als den eigenen (autistischen) Planeten, um den man selbst kreist, wahrzunehmen (?).

Mir fällt das im bezug zu alten und betagten menschen auf und ich muss an meinen vater denken, für den diese welt zu schnelllebig geworden ist.
Da, wo ich dann noch einfach drüber hinweg sehen- oder gehen kann, verliert er den anschluss und ist verzweifelt, weil alles schnell gehen gehen und modern sein muss.
Teilweise ist eine ganze generation irgendwie 'verloren' und geht vergessen, das ist bedrückend.

Mir geht es nicht darum, das zu verurteilen, es ist mehr so eine Art Unfassbarkeit, was der Mensch als solches für ein sonderliches Wesen ist.....

Ein achtsamer umgang mit den alten und liebevolle grenzen für die kids fehlen mir manchmal, sodass sie sich an etwas orientieren können.
Sonderlich ist man ja im grunde nicht, man wird es, oder?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bei mir ist es exakt umgekehrt. Meinen Avatar habe ich nicht aus Jux und Dollerei so gewählt: Ich empfinde wachsende Abneigung (gelegentlich (bei bestimmten Ereignissen) bis zum Haß). Ich habe eine Reise begonnen, die immer weiter von den Menschen wegführt, ins "Land" meiner spirituellen Ahnen...
Erfüllt dich das denn mit Liebe und Glück?
Ich kannte mal jemand, der hat sich auch so gegen die Menschen gesträubt .... Er träumte davon, irgendwann in Kanada leben zu können, am liebsten in der Hütte, abgeschieden von der Zivilisation .... Im Grunde ging's bei ihm um etwas anderes ... Er hatte tiefe Sehnsucht nach Liebe, war aber so geprägt durch die Verletzungen seiner Kindheit, dass er fast alles und jeden hasste und bis auf ein zwei Ausnahmen niemand an sich ranließ ....
 
Erfüllt dich das denn mit Liebe und Glück?
Ich kannte mal jemand, der hat sich auch so gegen die Menschen gesträubt .... Er träumte davon, irgendwann in Kanada leben zu können, am liebsten in der Hütte, abgeschieden von der Zivilisation .... Im Grunde ging's bei ihm um etwas anderes ... Er hatte tiefe Sehnsucht nach Liebe, war aber so geprägt durch die Verletzungen seiner Kindheit, dass er fast alles und jeden hasste und bis auf ein zwei Ausnahmen niemand an sich ranließ ....
Naja, ich bin zwar net angesprochen, möchte dennoch was sagen:
Schau Dich doch mal in der Allgemeinheit um. Neben Hartz TV, Mc Donalds und "Fickööön" Klischees ist da net viel, was sich groß lohnen würde, da für irgendwen "Liebe" zu empfinden. Eher Mitleid!
Die Masse ist verbimmelt, hängt fest, Ellbogenmentalität und Ängste, vor allem und jedem Scheiß!
In der Natur würden diese Menschen schlichtweg krachen gehen. Und sich mit jenen abgeben oder gar sich frohlocken??? Vergeudete Zeit!
Es reicht doch, dass man WENIGE aber GUTE Menschen an sich lässt, und eben mit diesen sein Glück, Freude, wasauchimmer teilt.
Ich kann jeden verstehen, der die Einsamkeit, naja, eher abgeschiedenheit, der modernen Welt (nic gegen Technik, ich meine die Sichtweise) vorzieht.
Liebe kann man auch empfinden, wenn im Herbst die Hirsche brünften, oder im Frühjahr die Vögel balzen.
 
Mal schauen, ob ich das aufgedröselt bekomme...
Erfüllt dich das denn mit Liebe und Glück?
Nicht einfach mit "ja" oder "nein" zu beantworten. Es ist einfach mein Weg, unumkehrbar. Die Abneigung gegen die Menschheit ist bedingt durch die Zuneigung zu Wesen, die mir sehr viel näher stehen.

Ich kannte mal jemand, der hat sich auch so gegen die Menschen gesträubt .... Er träumte davon, irgendwann in Kanada leben zu können, am liebsten in der Hütte, abgeschieden von der Zivilisation ....
Ein Wunsch oder Traum, den ich mehr als nur gut verstehe.

Im Grunde ging's bei ihm um etwas anderes ... Er hatte tiefe Sehnsucht nach Liebe, war aber so geprägt durch die Verletzungen seiner Kindheit, dass er fast alles und jeden hasste und bis auf ein zwei Ausnahmen niemand an sich ranließ ....
Hier wird es für mich etwas schwierig zu verstehen. Dieser Traum von mir (der ein Traum bleibt, weil ich meiner Gefährtin so ein Leben nicht zumuten könnte und Kanada heutzutage auch im Outback ein teures Pflaster ist), ist vorhanden, weil ich die nordische Landschaft und ihre Einsamkeit liebe und sie in meinen früheren Leben meine Heimat war... Das, was Deinen ehemaligen Bekannten bewegte, die Verletzungen in der Kindheit, kann eigentlich kein Grund für so einen Schritt sein; zumindest wäre es kein guter...
 
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Ein achtsamer umgang mit den alten und liebevolle grenzen für die kids fehlen mir manchmal, sodass sie sich an etwas orientieren können.
Sonderlich ist man ja im grunde nicht, man wird es, oder?

Ich mag unsere Kultur nicht, bin selbst unter meiner immer leicht verrückten Maske extrem sensibel.
Stetes funktionieren müssen in einem Käfig kollektiven Geldverdienens, ohne Werte und Besinnung auf das formlose
Wesen. Ich bin kein Menschenfreund und das wird sich wahrscheinlich nicht so schnell ändern.
Das war nicht immer so. Meine Enttäuschungen sitzen tief.
 
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