Richtig. So wie alle Weltanschauungen einschließlich der Religionen. Solche, unter deren Einfluss man aufgewachsen ist - im unseren Fall ist das wahrscheinlich das Christentum -, sind aus meiner Sicht besonders leicht zugänglich und auch nützlich, insofern man sie als Paradigmen erkannt, also die Fähigkeit errungen hat, sich davon zu distanzieren. Demgegenüber kann jedes Paradigma zum Gefängnis werden, dem man achtlos verfällt - auch das doppelte Gratisrebellentum gegen die mystischen Aspekte von Religionen, deren Vertreter früher ihre weltliche Macht missbrauchten.
Ich fand es einfach komisch, wie binnen weniger Stunden erst das Liber Al Vel Legis angeschmachtet und dann die Religion an sich als böses Suchtgift verworfen wurde.
Mit den weisen Worten des Großen Tieres 666:
"1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! 2 Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden und nach dem Maß, mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden. 3 Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! - und siehe, in deinem Auge steckt ein Balken! 5 Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen!"
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