Stolperfallen und Tretminen in der Magie

Naja, es gibt aber auch viele unterschiedliche Ansätze - und viele Menschen, die Wert darauf legen, die eine und einzige Wahrheit zu vertreten. Das liegt in der Natur der Sache. Wenn man da nicht derselben Schule angehört, wird jeder Austausch zur Grundsatzdebatte, und darüber, wie die geführt wird, entscheiden profane Sympathien und Rangordnungen.

Die persönliche Wahrheit aggressiv zu verteidigen, gibt falsche Sicherheit. Das ist auch eine Tretmine, und falls man über die nötige Wortgewalt verfügt, sprengt sie einen dummerweise zeitweilig in den Siebten Himmel. :D
Mangelnde Toleranz ist eine gewaltige Tretmine!
 
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Anfängerfehler, die einen jedoch über jegliche Anfänge drüber hinaus immer noch weiter begleiten können sind:
Zuviel Selbstbewusstsein, eine Selbstüberschätzung, Arroganz, Überheblichkeit mit der Einstellung schon alles zu können oder auch zu wissen, zu allem befähigt zu sein und sich somit unantastbar zu sehen und auch zu fühlen.

Weitere Anfängerfehler, die einen auch über jegliche Anfänge drüber hinaus immer noch weiter begleiten können sind:
Sich zu unterschätzen, ein mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, mit der Einstellung man könnte noch nichts gut genug oder das Wissen würde noch nicht ausreichend sein und sich somit nicht befähigt genug zu sehen und auch zu fühlen.

Ein energetisches Gleichgewicht wird wohl in der Mitte zu finden sein, um die persönlichen Vorrausetzungen mit zu bringen, Stolperfallen und Tretminen in der Magie nicht durch ein mangelndes Bewusstsein in einer Aboschleife ausgeliefert zu sein.
 
Lasst euch nicht stören... will bloss kurz meine gr‘ssten Stolpersteine ausplaudern:

die Geister für dümmer zu halten als sie sind,
oder für klüger.
mich zu sehr zu fokussieren,
oder aber nicht genug.
Zu präzise zu sein,
oder aber nicht präzise genug.
Mein Handeln zu ernst zu nehmen,
oder aber nicht ernst genug.
Meine Kraft zu stark einzuschätzen,
oder zu schwach.
Mein Wissen zu streng anzuwenden,
oder nicht streng genug.
Meine Werte zu stark zu bewerten,
oder nicht stark genug.
Mich zu sehr zurück zu halten,
oder nicht genug.

...

Zusammengefasst: das rechte Mass zu verpassen.

LG
Eigentlich nicht.Das ist vermessen. Immer. (daher auch die Probleme :umarmen:
 
Wenn man durch zu viel Toleranz sein eigenes Wesen bzw Leben hinten anstellt.
oder
Wenn Toleranz von "aussen" eingefordert wird im Sinne einer "correctness", egal welcher Art
Es gibt Formen von freiwilliger Unterwerfung, die ihren Wert und ihren Reiz haben, aber ich denke, ich weiß, was du meinst (und antworte eh nur deshalb, weil übersehen wurde, dass du bereits ausgeführt hast, worum es dir geht).
 
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@Etrazeba beziehe diese/Deine Aussage doch bitte einmal auf magische Praktiken.

Ich heiße zwar anders, aber was bedeutet das schon:p

Den optimalen Ausgangspunkt dieser Praktiken hat eigentlich Crowley beschreiben lassen durch das Mädel, was es für ihn channelte.
So einfach es formuliert wurde, so wenig wurde es verstanden.
„Tue was Du willst“.
Es wird erst klar wenn man weiß, was dieses vermeintliche Du und der vermeintliche Wille eigentlich ist. Vielleicht ist es auch einfacher zu verstehen, was es alles nicht ist.
Vielleicht könnte man es als den eingesammelten Gott bezeichnen, der zuvor als „Maßstab“, „Toleranz“ u.ä. formuliert wird. Eingesammelt aus dem Außen hebt es sich innen auf. Da ist nichts mehr außer „Tue was Du willst“. Es ist die absolute Leere, sowie die absolute Fülle in einem kristallisiertem Ich.
Dann heben sich auch die Stolpersteine auf, welche nie da waren.
Also mache keinen Unterschied zwischen diesem und einen anderen Ding, denn dadurch kommet Schmerz.
Die Praxis des Zauberns ergibt sich mit leerer Hand durch Fokussierung im Raum der Möglichkeiten.
Ob das nun Crowley so verstanden haben will weiß ich nicht, ich bin kein Crowleyaner und Fachmann seiner Lehre.
Aber ich weiß , das es -ganz praktisch- funktioniert, auch wenn sich philosophisch das eine oder andere Paradoxon zeigt.
 
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